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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2026

Ungewöhnliche Liebe

Solange ein Streichholz brennt
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Alina Alev befindet sich als Journalistin beruflich in einer Sackgasse. Ihr bleibt noch eine Chance. Sie will eine Dokumentation über Obdachlosigkeit drehen und so groß rauskommen. Dabei trifft sie auf ...

Alina Alev befindet sich als Journalistin beruflich in einer Sackgasse. Ihr bleibt noch eine Chance. Sie will eine Dokumentation über Obdachlosigkeit drehen und so groß rauskommen. Dabei trifft sie auf Bohm, der seit Jahren auf der Straße lebt. Doch er ist nicht der typische Obdachlose. Was steckt hinter der Fassade und was hat ihn in die Obdachlosigkeit getrieben?

Die Charaktere sind sehr übersichtlich, es wird sich hauptsächlich auf Alina und Bohm konzentriert. Die ungewöhnliche Geschichte besticht durch tolle Dialoge und empathische Szenen. Der Einblick in das Leben von Bohm ist sehr gut gelungen und wird mit viel Gefühl erzählt. Ich habe das Hörbuch gehört und gerne der Geschichte gelauscht. Man kann den Sprechern gut folgen. Mir hat gut gefallen, dass der weibliche Part Alinas von Maria Wördemann gesprochen wurde und der männliche Part Bohms von Robert Stadlober. So wusste man immer, wer gerade an der Reihe war, aus seiner Sicht die Dinge zu schildern. Die Geschichte hat einen guten Tiefgang und man bekommt einen guten Einblick, was in einem Leben schief laufen kann und wie es eventuell endet. Ich könnte mir das Buch sehr gut als Verfilmung vorstellen!

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Zuhause ist es am Schönsten

Heimatsommer
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Als Fleurs Mutter Helene stirbt, trifft sie zufällig wieder Jean-Claude, mit dem sie aufgewachsen war und den es in die weite Welt gezogen hatte. Er bekommt mit, dass für die kleine Gemeinde Goldberg die ...

Als Fleurs Mutter Helene stirbt, trifft sie zufällig wieder Jean-Claude, mit dem sie aufgewachsen war und den es in die weite Welt gezogen hatte. Er bekommt mit, dass für die kleine Gemeinde Goldberg die Zukunft nicht so rosig aussieht. Die Winzer kämpfen ums Überleben und auch die Gemeinschaft untereinander leidet sehr. Gemeinsam mit seiner Schwester Eleonore und Mutter Agnes will er mithelfen, dass es mit Goldberg wieder aufwärts geht. Die ganze Stadt wird aktiviert, alle sollen mitmachen. Zu Beginn der Geschichte musste ich erst mal die Charaktere richtig zuordnen, da in Vergangenheit und Gegenwart erzählt wird. Danach wartete eine sehr idyllische Heimatgeschichte auf mich. Es geht um den Weinanbau, aber auch darum, wie man Städte wieder attraktiver machen und den Zusammenhalt stärken kann. Das ist der Autorin sehr gut gelungen. Sie hat neben den Höhen und Tiefen der Planungen auch persönliche Schicksale eingebaut, die es wert waren, sie weiterzuverfolgen. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, was das Ganze sehr rund gemacht hat. Die Geschichte ist jetzt nicht sonderlich tiefgehend in den einzelnen Themen, sondern sie vermittelt eher ein Gesamtbild. Die Charaktere sind sehr sympathisch ausgewählt worden, so dass Heimatgefühle aufkommen können. Der Schreibstil ist sehr bildhaft, leicht und flüssig, wie man es von Petra Durst-Benning gewohnt ist. Mir wurde mit dieser Geschichte ein schönes Gefühl der Heimatverbundenheit vermittelt. Bei dem ganzen Chaos auf der Welt tut diese Wohlfühlgeschichte einfach gut!

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Gefahr bei den Monets

The Monet Family – Be Strong, My Pearl
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Hailie hat Angst um ihren Vater und wird aber von Vincent gebremst, irgendwas zu unternehmen. Die Lage spitzt sich sehr zu und Hailie erfährt am eigenen Leib, was es heißt, eine Monet zu sein und ins Fadenkreuz ...

Hailie hat Angst um ihren Vater und wird aber von Vincent gebremst, irgendwas zu unternehmen. Die Lage spitzt sich sehr zu und Hailie erfährt am eigenen Leib, was es heißt, eine Monet zu sein und ins Fadenkreuz zu geraten. Das war zu Beginn sehr spannend erzählt. Doch dann plätschert der Mittelteil eher so dahin, ohne dass großartig was passiert. Ein Highlight war, dass Vincent nun endlich Hailie mehr ins Vertrauen zieht, was die Geschäfte der Familie betrifft. Danach empfand ich sie auch mehr erwachsen. Sie versteht endlich die Hintergründe. Was mich jedoch sehr genervt hat, war die Tatsache, dass ihre anderen Brüder sie ständig noch "kleines Mädchen" nannten. Das passt so langsam nicht mehr, da Hailie nun erwachsen ist. Mir gefällt der Schreibstil der Autorin sehr, da sie leicht verständlich schreibt und nicht zu viele Neuigkeiten in den einzelnen Bänden unterbringt. So geht es zwar langsam voran, aber dafür gibt es mehr Bände der Reihe. Insgesamt war es ein unterhaltsamer Band, der aber nicht so spannend wie die vorherigen Bände war.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Tsunami

Unter Wasser
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Unter Wasser erzählt die Geschichte von Marissa, die als kleines Kind mit ihrem Vater nach Thailand zieht. Dieser ist Meeresbiologe und will die Forschung seiner verstorbenen Frau fortführen. Marissa freundet ...

Unter Wasser erzählt die Geschichte von Marissa, die als kleines Kind mit ihrem Vater nach Thailand zieht. Dieser ist Meeresbiologe und will die Forschung seiner verstorbenen Frau fortführen. Marissa freundet sich mit Arielle an und die beiden genießen ihre Kindheit. Bis zum Tag des schlimmen Tsunamis. Marissa kehrt nach New York zurück und irrt durch ihr Leben, immer in Gedanken bei Arielle. Aber auch dort droht eine Naturkatastrophe, denn ein Hurrikan steuert auf die Metropole zu.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Vergangenheit erzählt Marissa, wie sie nach Thailand kam und berichtet von ihrem Leben mit Arielle. In der Gegenwart befindet sie sich in New York. Man spürt, wie alleine sie sich fühlt und wie sie orientierungslos durch die Stadt irrt. Ich finde, der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Gefühle von Marissa darzustellen. Es finden sich viele Parallelen zwischen den beiden Naturkatastrophen, die gut herausgearbeitet wurden. Wie geht man mit einer drohenden Katastrophe um und gibt es Anzeichen, dass was passiert? Das wird hier gut beschrieben. Mich hat diese Geschichte sehr berührt und bewegt, vor allem wie Marissa mit ihrer Trauer umgegangen ist. Die Autorin schafft es durch ihren beschreibenden Schreibstil, dass man sich die Szenen bildhaft vorstellen kann und zeichnet auch ein Bild, wie es im Innern von Marissa aussieht. Mich hat die Geschichte von Anfang bis Ende sehr gefesselt und wird mir noch länger in Erinnerung bleiben!

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Die Haushälterin

Mirabellentage
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Anna ist die Haushälterin von Pfarrer Josef. Als dieser plötzlich verstirbt, muss sie die Beerdigung organisieren, den neuen Pfarrer ins Dorfleben einführen und seinen letzten Willen erfüllen. Doch das ...

Anna ist die Haushälterin von Pfarrer Josef. Als dieser plötzlich verstirbt, muss sie die Beerdigung organisieren, den neuen Pfarrer ins Dorfleben einführen und seinen letzten Willen erfüllen. Doch das ist für sie nicht so leicht, denn dafür muss sie Auto fahren, was sie seit ihrem Führerschein in den 70ern nicht mehr gemacht hat. Ein Fahrlehrer muss her, denn die Zeit drängt. Wird sie die Fahrt ins Ungewisse schaffen?

In dieser Geschichte wird man ins bayrische Dorfleben katapultiert, mit all seinen Klischees. Humorvoll zeichnet die Autorin das Bild eines lebendigen Dorfes, wo jeder jeden kennt und über den anderen was weiß. Die Geschichte lebt von Anekdoten aus der Vergangenheit, die von Anna erzählt werden. Die Handlung in der Gegenwart kommt daher kaum voran, was ich etwas schade fand. Stellenweise sind die Klischees dann schon etwas zu viel und es wirkte überladen. Ich hatte eine ganz andere Erwartung an das Buch und hätte mir mehr Handlung in der Gegenwart gewünscht. Aber anscheinend ist es das Ziel der Geschichte gewesen, Annas Leben ein bisschen aufzuzeigen und sie bis in die Gegenwart zu begleiten, wo sie ihre Weichen neu stellen will. Insgesamt war es angenehm das Buch zu lesen und ich habe an vielen Stellen schmunzeln müssen. Wenn man auch auf dem Dorf aufgewachsen ist, so wie Anna, dann wird man sich an vielen Stellen wiederfinden können und vielem zustimmen. Es ist eine sehr ruhige Geschichte, mit wenig Handlung, viel Nostalgie und lieben Menschen, die sich neu sortieren müssen.

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