Hin- und hergerissen
Fast Abend, immer noch hellDie Grundidee mit dem Wiedersehen alter Freunde im Haus am See fand ich spannend und interessant, und auch das Setting gefiel mir sehr gut.
Etwas störend fand ich jedoch, dass die Figuren für mich oft ...
Die Grundidee mit dem Wiedersehen alter Freunde im Haus am See fand ich spannend und interessant, und auch das Setting gefiel mir sehr gut.
Etwas störend fand ich jedoch, dass die Figuren für mich oft eher klischeehaft wirkten. Manche Szenen hätten gekürzt oder weggelassen werden können, auch einige der spicy Szenen. Insgesamt fühlte sich vieles etwas gewollt an, sodass ich mir lange unsicher war, ob mich die Geschichte wirklich packen würde.
Im zweiten Abschnitt passierte ebenfalls nicht allzu viel, aber zwischen den Figuren brodelte es ständig. Alle hinterfragten ihre Beziehungen und Wünsche, während die Stimmung nach außen hin trotzdem locker wirkte. Insgesamt lebte das Buch für mich mehr von der Atmosphäre und den Dynamiken zwischen den Figuren als von der eigentlichen Handlung.
Das Ende hat mich ein wenig überrascht: Plötzlich kamen viele lange verschwiegene Dinge ans Licht und Beziehungen kippten stark; Gleichzeitig war mir der Schluss etwas zu abrupt. Vieles wirkte zwar abgeschlossen, aber emotional blieb einiges unklar.
Einige Entwicklungen waren für mich nachvollziehbar, andere eher weniger. Ich bin insgesamt noch hin- und hergerissen und mir fällt es schwer genau sagen, wie mir das Buch gefallen hat. Der Schreibstil und die starke Atmosphäre gefielen mir auf jeden Fall sehr gut, inhaltlich war für mich noch Luft nach oben.