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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.05.2026

Rivals-to-Lovers in Bestform mit einem modernen, magischen Setting

Seamere College 1. Strange Familiars
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Ich glaube, ich habe schon lange keine Rivals-to-Lovers-Story mehr gelesen, bei der der Rivalen-Anteil so gut angelegt war, denn Gwendolynne Chan und Harrisford Briggs sehen sich nicht nur akademisch gesehen ...

Ich glaube, ich habe schon lange keine Rivals-to-Lovers-Story mehr gelesen, bei der der Rivalen-Anteil so gut angelegt war, denn Gwendolynne Chan und Harrisford Briggs sehen sich nicht nur akademisch gesehen wirklich lange Zeit als die größten Konkurrenten an. Aber „Seamere College 1. Strange Familiars“ von Keshe Chow hat mich auch auf ganz anderen Ebenen begeistert.
Angefangen mit dem Weltenbau, bei dem mich die Verknüpfung von Magie und Technik fasziniert hat. Dazu kamen die magischen Tierwesen und Seelentiere wie der mürrische Kater Percy, um die sich die beiden Rivalen am Seamere College in ihrer Ausbildung kümmern. Und zuletzt mag ich es immer, wenn es auch eine konfliktgeladene gesellschaftliche Ebene gibt - hier vor allem gekennzeichnet durch einen Konzern, der Magie verkauft und Menschen wie Gwen, die an allen Ecken und Enden sparen müssen, um an genug Magie für ihre Arbeit zu kommen.
Die Story selbst ist tatsächlich für mein Empfinden ein wenig durchschaubar gewesen, und an manchen Stellen kamen die Lösungen doch sehr schnell und einfach zu Gwen und Harrisford. Aber dennoch hatte ich viel Spaß, die beiden dabei zu begleiten, wie sie nach den Ursachen für die Magieausbrüche und dem merkwürdigen Verhalten der magischen Tiere auf den Grund gehen.
Dabei fand ich es amüsant zu lesen, wie sie sich immer wieder gezofft haben. Harrisford war mir anfangs sogar richtig unsympathisch, aber der erste Eindruck kann täuschen, und hier passte es einfach wunderbar zur Story. Gleichzeitig konnte man eine gewisse Anziehung zwischen den beiden spüren. Manchmal fand ich die Umsetzung ein wenig plump, aber im Großen und Ganzen hat mir auch die Lovestory zwischen den beiden gefallen.
Das Ende der Geschichte hat mich noch einmal so richtig gepackt und mich überzeugt, dass ich den zweiten Teil der Dilogie unbedingt lesen muss. Ich empfehle das Buch daher allen ab 16 Jahren, die Rivals-To-Lovers-Geschichten in einem modernen magischen Setting mögen.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Perfekt für junge Comic- und Rätselfans

Licht ins Dunkel
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Lustige Comics sind bei meinen Kindern grundsätzlich total beliebt. Deshalb war ich sehr gespannt, wie sie auf den etwas düsteren Comic „Licht ins Dunkel“ von Steffen Gumpert reagieren würden. Schon das ...

Lustige Comics sind bei meinen Kindern grundsätzlich total beliebt. Deshalb war ich sehr gespannt, wie sie auf den etwas düsteren Comic „Licht ins Dunkel“ von Steffen Gumpert reagieren würden. Schon das Cover macht deutlich, hier gibt es unheimliche Gestalten, die uns das Fürchten lehren könnten.
Es wird tatsächlich finster und gruselig in diesem Comic. Manche Figuren sind schon ziemlich merkwürdig, vor allem eine bestimmte Puppe fanden wir im ersten Moment richtig unheimlich. Allerdings zieht sich gleichzeitig eine gewisse Art von Humor durch die Geschichte, bei der man merkt, dass alles eigentlich gar nicht so unheimlich ist, wie es zunächst scheint.
Rupert Rumpelstil ist darüber hinaus ein sehr unerschrockener Junge, der mit Neugier an alles herangeht. Dabei möchte er herausfinden, wo sein Vater hin verschwunden ist. Zusammen mit Rupert müssen wir Lesenden uns also auf die Spur begeben, die ein mysteriöser Anruf hinterlässt.
Die Rätsel, die auf jeder Doppelseite zu finden sind, haben uns gut gefallen. Teilweise sind schnell gelöst andere sind richtig kniffelig und man muss auch auf den vorangegangenen Seiten gut aufgepasst und beobachtet haben, um sie lösen zu können. Dabei ist es aber jederzeit möglich, ein Rätsel auszulassen, denn die Lösung kommt direkt auf der Folgeseite. Das haben wir dann auch an der ein oder anderen Stelle genutzt, um etwas schneller in der Geschichte voranzukommen.
Die Gestaltung des Comics hat uns allen sehr gut gefallen. Die Bilder sind farbig, aber gleichzeitig düster, sodass die unheimliche Stimmung allein beim Betrachten des Comics entsteht. Außerdem enthalten sie unglaublich viele Details, sodass man wirklich auf jede Kleinigkeit achten muss, wenn man die Rätsel lösen möchte.
Der Comic ist deshalb perfekt für alle Kinder ab dem Grundschulalter, die unheimliche Comics mögen und gerne Geheimnissen auf die Spur kommen.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Düster, magisch, gnadenlos - nur die Stärksten überleben

The Ordeals
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Der Klappentext von "The Ordeals" von Rachel Greenlaw klang so spannend, dass ich das Buch gleich aus meiner Bücherei ausgeliehen habe, als es mich dort im Regal der Neuerscheinungen angestrahlt hat. Denn ...

Der Klappentext von "The Ordeals" von Rachel Greenlaw klang so spannend, dass ich das Buch gleich aus meiner Bücherei ausgeliehen habe, als es mich dort im Regal der Neuerscheinungen angestrahlt hat. Denn auch das Cover und der Farbschnitt sind ganz genau nach meinem Geschmack.
Sophia DeWinter möchte aus den Fängen ihres grausamen Onkels fliehen. Um den Bann, der auf ihr liegt, zu brechen, muss sie an der magischen Elite-Akademie Killmarth aufgenommen werden. Doch auch dort lauern tödliche Gefahren, denn bei den Auswahlprüfungen, den Ordeals, überleben nur die Stärksten.
Ja, in diesem Buch sterben wirklich so einige. Trotzdem gibt es auch einige schöne Momente, denn Sophia findet in Killmarth Verbündete, die ich wirklich sehr gerne mochte. Auch Sophia als Hauptfigur fand ich unglaublich spannend, da sie durch ihre Herkunft so anders agiert als viele der anderen Hoffnungsvollen.
Was mir an dem Buch unglaublich gut gefallen hat, ist das Magiesystem mit Illusionisten, Maskierern, Botanikern und Alchemisten. Jede magiebegabte Person führt diese ein wenig anders aus, hat ein anders gelagertes Talent. So fand ich es sehr spannend, wie sich Sophias Magie im Laufe des Buches entfaltet hat.
Lediglich ein Part der Geschichte hat mir nicht so gut gefallen: eine der tödlichen Gefahren, die in dieser Welt lauern. Eigentlich mache ich um diese Art Geschichten eher einen großen Bogen, da ich weiß, dass ich diese Kreaturen nicht mag. Doch da anfangs nicht ersichtlich war, dass diese überhaupt vorkommen würden, bin ich hier ein wenig überrumpelt worden.
Trotzdem musste ich unbedingt weiterlesen, denn nie konnte man sich sicher sein: Wem kann man trauen? Was steckt wirklich alles dahinter? Wer wissen will, welche Kreaturen in Sophia DeWinters Welt lauern, muss das Buch wohl selbst lesen, denn es hier zu verraten, würde zu viel der Geschichte spoilern. Auch allen, die Geschichten mit einem tödlichen Akademie-Setting und viel spannender Magie mögen, kann ich "The Ordeals" sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Lustig, chaotisch und geistreich

Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!
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Schon wieder hatten mein Jüngster und ich bei der Auswahl unseres Vorlesebuchs ein gutes Händchen. Zuletzt haben wir "Little Miss Frankenstein. Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!" von Astrid Göpfrich ...

Schon wieder hatten mein Jüngster und ich bei der Auswahl unseres Vorlesebuchs ein gutes Händchen. Zuletzt haben wir "Little Miss Frankenstein. Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!" von Astrid Göpfrich gelesen.
Wer sich schon einmal gefragt hat, was passiert, wenn ein Mädchen aus der Frankenstein-Familie ein Alpaka wiedererweckt, sollte in dieses Buch unbedingt reinschauen.
Versprochen, es wird lustig, chaotisch und geistreich. Denn Nelly lebt nicht nur in einem Spukschloss. Sie möchte auch am liebsten nur eines sein - Erfinderin, wie ihr berühmter Vorfahr. Und ihr größtes Werk ist ein wiedererwecktes Alpaka, das plötzlich sprechen kann und von da an ihr Leben auf den Kopf stellt.
Es gibt viele witzige kleine Szenen, die uns richtig gut gefallen haben. Zum Beispiel eine Küche, die plötzlich pink statt grau-grün ist, oder Erfindungen wie ein Wachmach-Schlafanzug, der eher eine einschläfernde Wirkung zeigt.
Lediglich die Handlung hätte für unseren Geschmack ein klein wenig schneller voranschreiten können. Es passiert zwar immer wieder etwas Lustiges oder Sonderbares, und es wird dabei auch nicht langweilig, aber erst im letzten Drittel kommt etwas mehr Spannung auf.
Dafür mochten wir aber die Hauptfiguren Nelly und das Alpaka Montserrat total gerne. Irgendwie passen die beiden wunderbar zusammen, und Montserrat schafft es, dass Nelly sich weniger allein auf dieser gruseligen Burg fühlt. Auch Nellys Freunde, die später dazustoßen, fanden wir sehr nett. Die vier bilden ein cooles Team, das füreinander einsteht.
Begleitet wird diese etwas andere Geschichte über Freundschaft durch sehr starke Illustrationen, die auch den Humor gut rüberbringen. Für uns war es auf jeden Fall ein schönes Vorlesebuch mit ein wenig schrägen, aber liebenswerten Figuren, bei dem wir uns sehr gut amüsiert haben.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Ein starker Auftakt voller außergewöhnlicher Magie und düsterer Schatten

Shadowrunner 1. Aufbruch ins Reich der Schatten
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Ich habe wieder einen kleinen Glücksgriff gemacht: "Shadowrunner 1. Aufbruch ins Reich der Schatten". Wobei es jetzt schon das zweite Buch von Melissa C. Hill ist, das mir richtig gut gefallen hat. So ...

Ich habe wieder einen kleinen Glücksgriff gemacht: "Shadowrunner 1. Aufbruch ins Reich der Schatten". Wobei es jetzt schon das zweite Buch von Melissa C. Hill ist, das mir richtig gut gefallen hat. So ist es vielleicht gar kein Glück, sondern einfach nur eine sehr begabte Autorin, die einen starken Auftakt zu einer neuen Fantasy-Dilogie für alle ab 10 Jahren liefert.
Quinn glaubt ihr Leben lang, dass sie an einer Sonnenkrankheit leidet. Diese macht es ihr unmöglich, tagsüber nach draußen zu gehen. Doch als sie ihrer Ratte am helllichten Tag nach draußen folgt, fällt sie durch einen Schatten und landet in der Schattenwelt Noctura.
Gerade diese Schattenwelt hat mich von Beginn an fasziniert. Es gibt geheimnisvolle Schattenwesen, ungeahnte Gefahren und eine außergewöhnliche Art der Magie. Quinn soll an einer Akademie lernen, ihre neuen Fähigkeiten zu kontrollieren. Dabei lernen wir Leserinnen und Leser mit ihr gemeinsam diese düstere Schattenwelt kennen, die zugleich einige Wunder bereithält.
Quinn hat mich als Hauptfigur gut abgeholt, auch wenn ich nicht jede ihrer Entscheidungen nachvollziehen konnte. Dennoch mochte ich sie sehr und fand es spannend, mit ihr zusammen Noctura zu entdecken. Darüber hinaus gibt es noch einige weitere nette Nebenfiguren wie ihren Freund Robin und einen sympathischen französischen Koch, die für ein paar Wohlfühlmomente sorgen.
Diese sind tatsächlich auch nötig, denn Spannung hat das Buch reichlich zu bieten. Es gibt innerhalb der Schattenwelt einen schwelenden Konflikt zwischen zwei Gruppierungen, der auch an der Akademie deutlich spürbar ist. Dazu kommt natürlich auch ein großes Geheimnis. Einige Entwicklungen konnte man dabei erwarten, andere haben mich aber komplett überrascht.
Der Abschluss macht auch ohne Cliffhanger große Lust auf den nächsten Band. Denn Noctura hält noch einiges für Quinn, ihre Freunde und uns Leserinnen und Leser bereit.

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