Ein emotional aufrüttelnder Abschluss
Die Narben, die uns einen 03„Mein Onkel kocht Ramen, die so lecker sind, dass sie dir den Sinn des Lebens zurückgeben.“
„Die Narben, die uns einen“ - Narben, innere wie äußere tragen wir durch unser Leben. Nicht jede ist sichtbar, ...
„Mein Onkel kocht Ramen, die so lecker sind, dass sie dir den Sinn des Lebens zurückgeben.“
„Die Narben, die uns einen“ - Narben, innere wie äußere tragen wir durch unser Leben. Nicht jede ist sichtbar, nicht jede bemerken wir beim ersten Aufeinandertreffen oder beim ersten Kontakt. Manchmal ist es notwendig, dass wir hinter den äußeren Anschein schauen oder hinter die Maske, die Menschen zum Schutz tragen. Genau das nehme ich aus der dreibändigen Reihe mit, die mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Jahre sind vergangen - Kyonosuke trauert noch immer um Akira, die ihn verlassen hat. Völlig überraschend trifft er Kenta wieder - der, der zu Schulzeiten einer seiner Peiniger war - und stellt fest, dass auch er sich verändert hat. Kenta gelingt es schließlich, zu ihm durchzudringen - gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach Ariel.
Es hat mich überrascht, dass eigentlich eher die Erinnerungen und die Scham Kyonsukes im Vordergrund standen, und andere Beziehungen in den Fokus rückten, anstatt Akira und ihn in den Vordergrund zu rücken - und es hat mir sehr gut gefallen. Kyonsukes Trauer und seine Scham aufgrund der Trennung war immer noch präsent. Es war eine schwere Last, die er mit Sich herumträgt - das hat man in jedem Panel gespürt, insbesondere am Anfang. Arias ist die Darstellung wirklich ausnehmend gut gelungen.
Kenta wird viel Raum eingeräumt - um seine Veränderung aufzuzeigen und ihm mehr Schattierungen zu verleihen - und ich stimme dieser Entscheidung voll und ganz zu, da sie dem Abschlussband der Reihe mehr als gut getan hat. Nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.
Physische und psychische Gewalt spielen im Abschlussband wie auch in den vorhergehenden Bänden eine große Rolle, mit dem kleinen Unterschied, dass die Kämpfe nicht mehr nur einseitig sind und nicht immer ausgehen, wie erwartet.
Fazit? Eine großartige Reihe, die die Menschlichkeit wie die Facetten des Charakters und des sozialen Umfelds in den Vordergrund rückt. „Die Narben, die uns einen“ wirft harte Themen wie Identität, Selbstbestimmung, Depression auf und behandelt sie ehrlich. Für mich eine großartige Reihe, bei der meine Augen auch nicht trocken blieben.