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Veröffentlicht am 06.05.2026

Mehr Gesellschaftsbild als Krimi

Ein guter Blick fürs Böse
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Elizabeth Arnotts Krimi „Ein guter Blick fürs Böse“ spielt in den 1960er Jahren in Kalifornien. Margo, Bev und Elsie sind drei unterschiedliche Frauen, die eins verbindet: ihre Ehemänner wurden als Serienmörder ...

Elizabeth Arnotts Krimi „Ein guter Blick fürs Böse“ spielt in den 1960er Jahren in Kalifornien. Margo, Bev und Elsie sind drei unterschiedliche Frauen, die eins verbindet: ihre Ehemänner wurden als Serienmörder überführt und die Öffentlichkeit glaubt nicht, dass sie nichts davon gemerkt haben. Jede versucht auf ihre Art damit umzugehen, mal besser mal schlechter. Als nun erneut Frauen brutal ermordet werden, entscheiden sich die drei, selbst zu ermitteln.
Der Autorin gelingt es, die Atmosphäre dieser Zeit sehr greifbar zu machen: Rollenbilder, soziale Normen und unterschwellige Zwänge prägen das Handeln der Figuren spürbar. Besonders interessant ist dabei, wie unterschiedlich die drei Hauptfiguren mit diesen Rahmenbedingungen umgehen — von Anpassung bis hin zu vorsichtigem Aufbegehren.
Mich haben das Cover und der Titel angesprochen, erwartet habe ich einen schnellen, spannenden und witzig-sarkastischen Krimi. Bekommen habe ich ein gesellschaftskritischen Krimi, der sich viel mit der Frauenrolle in den 60er Jahren beschäftigt und dadurch nur sehr langsam an Spannung gewinnt. Anfangs ist es dazu noch etwas schwierig in die Handlung reinzukommen, da sich immer wieder die Erzählperspektive wechselt und man nicht sofort weiß, um welche der drei Frauen es gerade geht.

Fazit: Insgesamt ist ein vielschichtiger, ruhig erzählter Roman über weibliche Selbstbestimmung und soziale Zwänge — weniger ein Krimi, mehr eine Charakter- und Zeitstudie.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

ein unterhaltsamer Mix aus Krimi und Geistergeschichte

Geisterreich Berlin
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„Geisterreich Berlin“ von Benjamin Plath ist ein eher ungewöhnlichen Kriminalroman, der sich zwischen Mystery, Humor und klassischem Ermittlerplot bewegt. Schon die Ausgangsidee – zwei Morde in unterschiedlichen ...

„Geisterreich Berlin“ von Benjamin Plath ist ein eher ungewöhnlichen Kriminalroman, der sich zwischen Mystery, Humor und klassischem Ermittlerplot bewegt. Schon die Ausgangsidee – zwei Morde in unterschiedlichen Zeiten, verbunden durch übernatürliche Elemente – sorgt für eine reizvolle Spannung, die sich durch den gesamten Roman zieht.
Die Handlung folgt dem Fahrradpolizisten Bernd, der nach einem Unfall plötzlich Geister sehen kann und in einen ungewöhnlichen Mordfall verwickelt wird. Besonders spannend ist die Verbindung von realem Berlin mit fiktionalen Elementen.
Gut gelungen ist die Atmosphäre: Dem Autor gelingt es, die Stadt als lebendige, vielschichtige Kulisse einzufangen – mal humorvoll und skurril, mal düster und bedrohlich. Der Wechsel zwischen zwei Zeitebenen sorgt dabei für Dynamik, während die Mischung aus Krimi und Geistergeschichte dem Roman eine eigenständige Identität verleiht, auf die man sich einlassen muss. Der Schreibstil ist locker und humorvoll, so dass sich das Buch jedoch leicht lesen lässt.
Allerdings ist die Vielzahl an ungewöhnlichen Elementen – von sprechenden Geistern bis hin zu teils kuriosen Nebenfiguren – teilweise etwas überfordernd und überlädt die Handlung, wodurch zeitweise der Fokus verloren geht.
Fazit: Insgesamt ein unterhaltsamer, ideenreicher Genre-Mix, der besonders Leser anspricht, die Freude an ungewöhnlichen Krimis mit humorvollen und fantastischen Elementen haben.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Guter Ansatz, aber mit zuviel Eigenwerbung

Fuß Schmerzen selbst behandeln
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„Fuß Schmerzen selbst behandeln“ nach der Liebscher-Bracht-Methode bietet einen guten Überblick über verschiedene Schmerztypen, die ausführlich und verständlich erklärt werden. Dazu gibt es einen kurzen ...

„Fuß Schmerzen selbst behandeln“ nach der Liebscher-Bracht-Methode bietet einen guten Überblick über verschiedene Schmerztypen, die ausführlich und verständlich erklärt werden. Dazu gibt es einen kurzen Abriss über gesunde Lebensmittel, der zwar interessant ist, aber nichts neues bringt. Anschließend werden die drei Übungs-Methoden Light-Osteopressur, Engpass-Übungen und Faszien-Rollmassage vorgestellt, sowie wie man einen individuellen Trainingsplan erstellt. Dann folgen die mit Text und Bildern erklärten Übungen, teilweise ohne, oft mit Hilfsmitteln. Und genau hier setzt auch meine Kritik an: Viele Übungen sollen mit speziellen Hilfsmitteln durchgeführt werden, die man beim Autoren-Team erwerben kann. Dazu QR-Codes zu ihren Videos. Ja, es werden auch alternative Hilfsmittel sehr kurz erwähnt, aber im Grunde zielt das gesamte Buch darauf ab, dass man die sehr häufig beworbenen Hilfsmittel kauft und für die Schmerzbehandlung nutzt.
Fazit: eine gute Übersicht über verschiedene Fußschmerzen, deren mögliche Ursachen sowie Hinweise zum Trainingsaufbau. Wer die Hilfsmittel kauft und nutzt, hat den größten Nutzen von den Übungen, ansonsten ist der Übungsteil nur bedingt nutzbar.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Eine humorvolle Sammlung rund ums Segeln

Bordgeflüster
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„Bordgeflüster“ von Steffi von Wolff ist eine humorvolle Sammlung von Kurzgeschichten, die mit viel Augenzwinkern einen Blick hinter die Kulissen des Lebens an Bord werfen. In lockerem, pointiertem Stil ...

„Bordgeflüster“ von Steffi von Wolff ist eine humorvolle Sammlung von Kurzgeschichten, die mit viel Augenzwinkern einen Blick hinter die Kulissen des Lebens an Bord werfen. In lockerem, pointiertem Stil erzählt die Autorin von skurrilen Begegnungen, kleinen Dramen und großen Missverständnissen, die sich auf dem engem Raum eines Bootes entfalten - immer nah am Wasser, aber auch für Landratten gut lesbar. Die einzelnen Geschichten sind kurz und knackig und somit ideal für zwischendurch, entfalten aber dennoch eine erstaunliche Beobachtungsschärfe. Steffi von Wolff versteht es, ihre Figuren liebevoll überspitzt darzustellen, ohne sie bloßzustellen, und sorgt so immer wieder für ein Schmunzeln beim Lesen.
Fazit: „Bordgeflüster“ ist vor allem eines: unterhaltsam. Wer humorvolle Kurzgeschichten mag, die leichtfüßig daherkommen und mit einem charmanten Augenzwinkern erzählt sind, wird an diesem Buch viel Freude haben. Für Segler, Wasserratten ebenso wie überzeugte Landratten geeignet.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Nicht das, was ich erwartet habe

Happiness Forever
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Adelaide Faiths „Happiness Forever“ erzählt die Geschichte von Sylvie, einer Tierarzthelferin, deren Leben sich fast ausschließlich um ihre wöchentliche Therapie und die obsessive Verliebtheit in ihre ...

Adelaide Faiths „Happiness Forever“ erzählt die Geschichte von Sylvie, einer Tierarzthelferin, deren Leben sich fast ausschließlich um ihre wöchentliche Therapie und die obsessive Verliebtheit in ihre Therapeutin dreht. Faith beschreibt Sylvies innere Welt präzise und einfühlsam, ihr Erzählstil ist klar und nüchtern, ohne moralische Belehrungen oder übertriebene Sentimentalität. Die Stärke des Romans liegt in der Darstellung der emotionalen Abhängigkeit Sylvies.
Allerdings bleibt die Handlung größtenteils statisch, äußere Ereignisse treten in den Hintergrund, und die wiederholte Innenschau kann auf Dauer ermüdend wirken. Die Therapeutin bleibt anonym, was die emotionale Konzentration auf Sylvie verstärkt, gleichzeitig aber Dynamik und Spannung reduziert.
Fazit: für alle, die Charakterstudien schätzen und inneres Seelenleben über äußere Handlung stellen. Wer eher eine mitreißende Handlung sucht, könnte den Roman als zu statisch empfinden.

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