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Veröffentlicht am 29.04.2026

Traumatisierende Kindheitserinnerungen

Schlaf
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Dieses Buch beschreibt eine diffizile Mutter-Tochter Beziehung in verschiedenen chronologischen Zeitphasen. Dabei gibt es auch immer wieder inhaltlich relevante Rückblicke, die die Haltung von Mutter Elizabeth ...

Dieses Buch beschreibt eine diffizile Mutter-Tochter Beziehung in verschiedenen chronologischen Zeitphasen. Dabei gibt es auch immer wieder inhaltlich relevante Rückblicke, die die Haltung von Mutter Elizabeth beleuchten und zu erklären versuchen.
Wir lernen Margaret als vorpubertären Teenager kennen, zwischen kindlichem Versteckspiel und leisem Schwarm für einen Nachbarsjungen. Die dominante Mutter Elizabeth zeigt sich hier bereits wenig einfühlsam, als sie ihre Tochter zwingt, ihre verdreckte Kleidung vor anwesenden Gästen abzulegen, um nur ja keinen Schmutz ins Haus zu bringen. Allein das fand ich schon erniedrigend für Margaret, aber schnell kommt es zu weiteren unverständlichen Verhaltensweisen der Mutter.
In dieser Zeit kommt es zu sexuellen Übergriffen durch Margarets Bruder. Da gibt es eine kleine versteckte Kamera im Badezimmer der Kinder, was Margaret verstört und sie deshalb Unterstützung von ihrer Mutter erhofft. Da diese aber ihren Sohn vergöttert, wird alles unter den Tisch gekehrt und als harmlos dargestellt. Noch schlimmer wird es für Margaret, als der Bruder nachts in ihr Zimmer schleicht und sie berührt. Mit diesen Erfahrungen bleibt die Zehnjährige ganz allein, sie kann sich niemandem anvertrauen und trägt diese traumatisierenden Erfahrungen mit in ihre spätere Rolle als Ehefrau, Geliebte und Mutter.
Ich finde das Buch sehr ergreifend und musste immer mal wieder innehalten und das Gelesene überdenken, weil es so unbegreiflich ist, dass ein Kind keinen Rückhalt bei der Mutter findet. Somit ist es keine leichte Lektüre, die man einfach mal so zur Unterhaltung liest, sondern es macht betroffen. Und doch ist es realistisch, Nachrichten solcher Art erscheinen immer wieder in der Öffentlichkeit.
Die übergriffigen und nicht verarbeiteten Ereignisse beeinflussen Margaret in ihrem Denken und Handeln besonders deutlich, als sie selbst Mutter zweier Töchter ist und sie überall unüberschaubare Situationen zu sehen meint, vor denen sie ihre Töchter schützen will. Denn sie will ihre Töchter davor bewahren, missbraucht zu werden.
Interessant und überzeugend dargestellt empfand ich auch die andauernde dominante Haltung von Margarets Mutter, selbst als sie schon sterbenskrank ist. Noch immer versucht sie Margaret zu beeinflussen und schreckt auch nicht davor zurück, ihre Enkelinnen gegen die eigene Mutter auszuspielen, nicht offensichtlich, aber in gewohnter Weise unauffällig. Eine unglaubliche und selbstverliebte Verhaltensweise!
Der Schreibstil der Autorin spricht mich sehr an, denn er ist sofort zugänglich, obwohl hinter den eher ruhigen Schilderungen eine hohe Aussagekraft steht. Einzelne Szenen wirken zunächst harmlos, entfalten sich aber sehr atmosphärisch, wenn man sich vor Augen führt, was man da gerade gelesen hat.
Dies ist eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, weil es auf ruhige Art und Weise in die Tiefe geht und zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Der unaufhaltsame Aufstieg eines leidenschaftlichen Fußballspielers

Mein Fußballheld Lamine Yamal – Seine Geschichte, seine Spiele, seine Rekorde
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Das Buch ist für Kinder konzipiert, die ihren Lieblingsstar näher kennenlernen möchten. Es gibt keine langen und langatmigen Texte, sondern meist kurze Abschnitte und entsprechende kindgemäße Bilder dazu. ...

Das Buch ist für Kinder konzipiert, die ihren Lieblingsstar näher kennenlernen möchten. Es gibt keine langen und langatmigen Texte, sondern meist kurze Abschnitte und entsprechende kindgemäße Bilder dazu. 'Ab 7 Jahren' finde ich etwas früh bemessen, denn in diesem Alter funktioniert zwar das Lesen einigermaßen, aber der Fokus liegt auf dem Lesen selbst und weniger auf dem Inhalt. Aber ab 8 Jahren sollte ein sinnerfassendes Lesen durchaus möglich sein. Bei uns ist der Leser ein elfjähriger leidenschaftlicher Yamal-Fan, der das Buch nun bestimmt schon zum dritten Mal liest, weil es ihm so gut gefällt. Und immer wieder sieht man ihn darin blättern.
Man lernt den beliebten Fußballstar sehr persönlich kennen, erfährt viel über seine Familie, sein soziales Umfeld in seinem Heimatort und seine frühen Lebensjahre.
Außerdem enthält das Buch spezielle Details, z.B. wie Lamine zu seinem Spitznamen 'Ryan' kam. Oder wie es zum ersten Treffen mit dem berühmten Lionel Messi kam, als Lamine noch ein Baby war.
Außerdem gibt es immer wieder interessante Tabellen, z.B. einen Überblick über alle EM-Gewinner. Diese Tabellen enthalten viele Informationen, die einem auch als Erwachsenem nicht mehr präsent sind. Man kann das Buch also auch als Erwachsener lesen, ohne sich zu langweilen.
Das Buch mit seinen Illustrationen ist in meinen Augen für fußballbegeisterte Kinder eine ansprechende Lektüre, aber es könnte sogar auch Motivation sein, sich z.B. im Fußballverein mehr anzustrengen und Rückschläge nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen. Der Leser lernt hier nicht nur Fakten, sondern erhält auch Tipps für faires Verhalten.
Lamine wird in diesem Buch sehr vorbildhaft dargestellt, dabei hat er sicher auch irgendwelche Schwachstellen. Aber für das Zielalter ist diese Darstellung genau die Richtige.
Ein empfehlenswertes Buch für junge Fußballfans!

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Eine lustige Hommage an den deutschen Nationalspieler

Thomas Müller – Mein Wimmelbuch
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Thomas Müller hat sich gerade aus der Nationalmannschaft verabschiedet, da kommt dieses Buch gerade zum richtigen Zeitpunkt, um nochmal auf Höhepunkte seiner Karriere zurückzublicken. Das macht dieses ...

Thomas Müller hat sich gerade aus der Nationalmannschaft verabschiedet, da kommt dieses Buch gerade zum richtigen Zeitpunkt, um nochmal auf Höhepunkte seiner Karriere zurückzublicken. Das macht dieses Buch auf großen bunten Doppelseiten.
Die Aufgabenstellung auf der Rückseite des Buches war mir nicht ganz klar. Soll man die gesuchten Personen auf jeder Doppelseite suchen, oder sind sie nur einmal vorhanden? Ich denke, die erste Option ist die richtige.
Ich bin zwar kein Bayern-Fan, aber Thomas Müller imponiert mir schon. Deshalb habe ich mir mit großem Spaß die Aufgaben vorgenommen und die Bilder in allen Details angesehen. Dabei musste ich öfters grinsen, denn so einige Szenen sind amüsant.
Das Buch ist schon für 4-jährige Kinder geeignet, die sehr gut im Suchen nach Details sind! Aber auch unser zwölfjähriger hat sich das Buch heute interessiert angeschaut und die Aufgaben gelöst.
Das Buch ist ein richtiges Wimmelbuch, es geht um die Bilder und die Informationen, die man daraus ziehen kann. Es ist kein Vorlesebuch!
Die Seiten sind aus stabiler Pappe und lassen sich auch mit einem feuchten Tuch bei leichter Verschmutzung abwischen.
Das Buch stellt genau dar, was ich erwartet habe, und deshalb bin ich sehr zufrieden.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Was geschah damals auf dem Campingplatz Donkerbloem?

Der Trailer
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Das Buch beginnt mit einem düsteren Prolog, in dem der belgische Campingplatz Donkerbloem in den Ardennen beschrieben wird. Es ist der erste Teil einer Trilogie von Linus Geschke, der mit diesem ersten ...

Das Buch beginnt mit einem düsteren Prolog, in dem der belgische Campingplatz Donkerbloem in den Ardennen beschrieben wird. Es ist der erste Teil einer Trilogie von Linus Geschke, der mit diesem ersten Band ein vielversprechendes Debüt präsentiert.
Dieser Thriller ist ein absoluter Pageturner. Man liest immer noch in das nächste Kapitel hinein, um noch etwas Neues zu erfahren. Denn der Autor lässt eine sich ständig steigernde Spannung dadurch entstehen, dass er die Wahrheit über das, was damals passierte, nur scheibchenweise aufdeckt.
Inhaltlich geht es um die vermisste Lisa, die vor 14 Jahren verschwand, als sie allein auf dem besagten Campingplatz war und am Wochenende eine mysteriöse Party stattfand. Seitdem ist Lisa verschwunden und man ahnt Schreckliches....Nach und nach erfährt man mehr über das damalige Geschehen, denn unter Mitwirkung der suspendierten Kommissarin Frieda Stahnke gibt es einen True-Crime Podcast, der Licht in das Dunkel bringen soll. Und hier tritt dann auch Wout in das Geschehen ein, ein kleinkrimineller Barbesitzer, der damals auch in Donkerbloem war und Lisa gesehen hat.
Unvermittelt gerät man als Leser in die Rolle des Suchenden, denn man rätselt herum, wer wohl der geheimnisvolle Maskenmann sein könnte, der Lisa verfolgt hat. Aber erst auf den letzten hundert Seiten kommt allmählich Licht ins Dunkel und war für mich die absolute Überraschung, aber durchaus nachvollziehbar.
Der Autor bedient sich des Perspektiven- und Zeitwechsels, so dass die Geschichte von allen Seiten beleuchtet wird. So baut sich eine Spannung auf, die den Leser dazu bringt, weiter zu lesen. Mir hat dies sehr gut gefallen.
Die Protagonisten werden detailliert und überzeugend beschrieben, obwohl ich mit keinem so richtig warm werden konnte. Aber darauf kommt es ja nicht an.
Das ist nun schon mein vierter Thriller dieses Autors, und ich kann es kaum erwarten, das nächste Buch dieser Trilogie zu lesen.
Mir gefällt so richtig gut, dass diese Bücher zwar unglaublich spannend sind, es aber keine heldenhaften und unrealistischen Action Szenen oder bluttriefende Abenteuer gibt, sondern alles nahezu nachvollziehbar bleibt.
Das Cover wurde treffsicher gewählt, es zeigt einen Trailer in pechschwarzer Nacht. Es strahlt eine unheimliche Atmosphäre aus, genau wie der grandiose Farbschnitt mit Trailernähten rundum.
Von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung und fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Ausgeliefert!

Am Meer ist es schön
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Thema dieses Buches sind die Auswirkungen, die ein Aufenthalt in einem sogenannten 'Verschickungsheim' nach sich ziehen konnte. Es gab diese Heime bis in die 90er Jahre hinein, und die Eltern glaubten, ...

Thema dieses Buches sind die Auswirkungen, die ein Aufenthalt in einem sogenannten 'Verschickungsheim' nach sich ziehen konnte. Es gab diese Heime bis in die 90er Jahre hinein, und die Eltern glaubten, ihren Kindern etwas Gutes zu tun, bis dann so peu à peu die grausamen Maßnahmen in diesen Heimen bekannt wurden. Die Kinder waren ohne Schutz den dortigen Betreuern ausgeliefert.
So erging es auch Susanne, die die Hauptprotagonistin in diesem Buch ist. Schon im Prolog erfahren wir, wie grausam die Kinder bestraft wurden, physisch und psychisch, wobei es keinen eklatanten Grund dafür gibt.
Das Buch schildert, wie eine solche traumatische Trennung vom Elternhaus, auch wenn es nur für ein paar Wochen ist, Auswirkungen auf das gesamte Leben haben kann, denn auch die erwachsene Tochter Susannes merkt, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt. Und selbst 50 Jahre später hat Susanne noch Albträume, die auf diese Zeit zurückfallen. Da sie damals aus ihrem vertrauten Umfeld gerissen wurde, ist die Familie sehr wichtig für Susanne. Die Familie kommt nun am Totenbett der Mutter zusammen.
Es gibt keine Möglichkeit für die Verschickungskinder, ehrlichen Kontakt zu ihren Eltern aufzunehmen, denn ihre Briefe werden zensiert. Susanne hat dazu noch das Pech, dass man ihr nach der Tortur nicht glaubt und sie als undankbar darstellt. Gerade für Mädchen muss diese Erfahrung besonders schlimm gewesen sein, denn sie wurden damals zum Angepasstsein erzogen. Susanne durchschaut jedoch diese Strukturen und wehrt sich. Und wahrscheinlich haben sich in diesen Heimen jene Kinder, die sich total in ihr Schicksal ergaben, wohlgefühlt.
Susannes Mutter liegt nun im Sterben und entschuldigt sich bei ihrer Tochter. Diese weiß sofort, worum es geht, und so erfahren wir gemeinsam mit Susannes Familie welche Grausamkeiten sich während der 'Verschickung' zugetragen haben. Susanne begreift, dass dies nun ihre große Chance ist, die Traumata dieser Zeit endgültig zu überwinden.
Ich sehe hier auch die Botschaft, mehr miteinander zu reden, auch über unangenehme Erfahrungen, nichts in sich hineinfressen, sondern ein Ventil suchen.
Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen, man fliegt durch die Zeilen und bekommt einen detaillierten Eindruck der jeweiligen Situation und auch der jeweiligen Gefühlswelt, sowohl damals als auch in der Gegenwart.
Die Spannung entsteht u.a. durch den frühen Hinweis, dass wegen Susanne jemand gestorben ist. Man ahnt zwar schon, um wen es sich handeln könnte, aber erst gegen Ende erfährt man Genaueres.
Ich hatte eine interessante Lesezeit, die mich zu vielen Gedanken anregte, besonders da wir in unserem Umfeld zwei Erwachsene haben, die auch von ihren Eltern 'verschickt' wurden, weil man ihnen etwas Gutes tun wollte.

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