Wohlfühlroman über Familie, Freunde, Missverständnisse, zweite Chancen
Der Duft von ApfeltarteDieses Buch ist für mich ein echter Wohlfühlroman gewesen: warmherzig, humorvoll und lebensnah.
Besonders gefallen hat mir, wie authentisch die Beziehungen zwischen den Figuren dargestellt werden, allen ...
Dieses Buch ist für mich ein echter Wohlfühlroman gewesen: warmherzig, humorvoll und lebensnah.
Besonders gefallen hat mir, wie authentisch die Beziehungen zwischen den Figuren dargestellt werden, allen voran die Streitereien zwischen Mutter und Tochter. Auch wenn die Tochter längst erwachsen ist. Diese Konflikte wirken absolut realistisch. Diese Mischung aus Nähe, Verletzung und unausgesprochenen Erwartungen kennt man aus dem eigenen Leben.
Der Perspektivenwechsel zwischen den Figuren ist dabei eine grosse Stärke des Buches. Dadurch wird sehr deutlich, wie viele Missverständnisse allein durch fehlende oder unklare Kommunikation entstehen. Als Leser*in sieht man oft beide Seiten gleichzeitig und denkt sich mehr als einmal, dass sich vieles vermeiden liesse, wenn die Figuren einfach offen miteinander sprechen würden.
Mit Camille, der Protagonistin, konnte ich mich besonders gut identifizieren. Ihre Unsicherheiten, ihre Zweifel und ihr Umgang mit Freundschaften wirkten auf mich sehr glaubwürdig.
Ein kleines Detail fand ich zwar etwas konstruiert: Dass sich gleich drei Frauen gleichzeitig in denselben Mann verlieben, wirkt schon ein wenig unwahrscheinlich. Insgesamt hat mich das aber nicht gross gestört, weil die Geschichte emotional gut funktioniert.
Die Grundstimmung des Buches hat mir sehr gefallen: Es ist eine süsse, warme Geschichte, in der jede Figur mit eigenen Herausforderungen zu kämpfen hat. Niemand ist perfekt, alle machen Fehler, so wie im echten Leben.
Alles in einem handelt es sich hierbei um eine tolle Lektüre. Es ist leicht zu lesen, hat aber genug emotionale Tiefe, um nachzuwirken. Ein Buch, das man mit einem Lächeln zuklappt.