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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2023

Es öffnet die Augen

BABY BLUES - Ich trage dich durch den Schmerz
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Das Buch handelt von Marie und Marc, sie wünschen sich sehnsüchtig eine Baby doch das ist scheinbar nicht so einfach wie es bei vielen von außen wirkt. Sie haben mehr Hürden als viele ändern und doch lassen ...

Das Buch handelt von Marie und Marc, sie wünschen sich sehnsüchtig eine Baby doch das ist scheinbar nicht so einfach wie es bei vielen von außen wirkt. Sie haben mehr Hürden als viele ändern und doch lassen sie sich nicht unterkriegen und als ihr Wunsch nach einem Kind in Erfüllung zu gehen scheinen mag, wird ihr Glück verdoppelt doch dies hält nicht lange an, es tauchen neue Hürden auf. Das Leben scheint es nicht gut mit ihnen zu meinen, dann zerstreitet Marie sich auch noch mit ihrer besten Freundin...

Eine wirklich Herz allerliebste Geschichte. Ich habe so viel gelernt in diesem Buch, nicht nur über fehl Geburten, sondern auch über Schwangerschaften und Geburten. Wer sich hier informieren möchte, dem lege ich dieses Buch wirklich ans Herz. Nehmt euch etwas Zeit und genießt, ihr werdet das Buch nicht zur Seite legen wollen.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Nicht tief aber schön umgesetzt

Stolz und Vorurteil – die Graphic Novel nach Jane Austen
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Mit Stolz und Vorurteil als Graphic Novel wagen Anna Opel und Elias Linnekuhl eine visuelle Neufassung eines der bekanntesten Klassiker der Weltliteratur. Jane Austens Geschichte um Elizabeth Bennet und ...

Mit Stolz und Vorurteil als Graphic Novel wagen Anna Opel und Elias Linnekuhl eine visuelle Neufassung eines der bekanntesten Klassiker der Weltliteratur. Jane Austens Geschichte um Elizabeth Bennet und Mr. Darcy ist vielfach adaptiert worden literarisch, filmisch und nun auch grafisch.
Schon beim ersten Durchblättern fällt die tolle Gestaltung ins Auge. Das Cover, die Farbwahl und der durchdachte Bildaufbau schaffen eine ruhige, elegante, gut durchdachte Atmosphäre, die sehr gut zur Regency‑Zeit passt. Die Illustrationen setzen auf sanfte Farben und klare Linien und vermeiden übertriebene Dramatik. Gerade in Szenen zwischen Elizabeth und Darcy funktioniert das sehr gut: Blicke, Körperhaltungen und kleine Gesten transportieren Spannung, Stolz und vorsichtige Annäherung oft ganz ohne viele Worte. Das ist definitiv sehr gelungen.
Inhaltlich folgt die Graphic Novel dem Original sehr nah, allerdings (gezwungener maßen) stark gekürzt. Anna Opel konzentriert sich auf die wesentlichen Handlungslinien und zentrale Dialoge, die oft erkennbar am Originaltext orientiert sind. Das sorgt für einen guten Erzählfluss, bringt aber auch Einschränkungen mit sich. Nebenfiguren und soziale Verflechtungen bleiben stellenweise blass. Ohne Vorkenntnisse kann es daher mitunter schwierig sein, Figuren auseinanderzuhalten oder Beziehungen sofort richtig einzuordnen. Eine kurze Figurenübersicht zu Beginn hätte hier deutlich geholfen.
Die große Stärke des Buches liegt klar in seiner Atmosphäre. Elias Linnekuhls Illustrationen fangen die leisen Emotionen gut ein und lassen viel Raum für Interpretation. Die Graphic Novel lebt von Zwischentönen/Bilder, jedoch genau darin liegt aber auch ihre Grenze. Wer Jane Austens feinsinnige Ironie, innere Monologe und gesellschaftliche Nuancen liebt, wird diese Tiefe hier naturgemäß nicht vollständig wiederfinden. Es ist toll sich die Geschichte so nochmal in den Kopf zu bringen wenn man sie kennt oder für junge Leser, aber man spürt den Kern und wie umfangreich die Geschichte wirklich ist nicht, ist aber in so einem Format auch nicht möglich.

Für mich funktioniert diese Graphic Novel deshalb am besten als visuelle Interpretation und liebevolle Ergänzung, für Fans, die die Geschichte bereits kennen und sie einmal anders erleben möchten, oder als ästhetischer Einstieg für Leser*innen, die sich von einem klassischen Roman (oder den vielen Seiten) zunächst abgeschreckt fühlen. Als alleiniger Zugang zur Geschichte ist sie möglich, aber nicht ideal.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Raum für eigene Gefühle

Mit anderen Augen
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Mit anderen Augen ist ein leises, nachdenkliches Buch, das meiner Meinung nach nicht laut beeindrucken will, sondern eher gezielt langsam wirkt und genau darin seine Stärke hat. Jane Tara erzählt eine ...

Mit anderen Augen ist ein leises, nachdenkliches Buch, das meiner Meinung nach nicht laut beeindrucken will, sondern eher gezielt langsam wirkt und genau darin seine Stärke hat. Jane Tara erzählt eine Geschichte über Wahrnehmung, Ausgrenzung und darüber, wie sehr der Blick von außen das eigene Leben prägen kann.
Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die oft übersehen, unterschätzt oder falsch eingeordnet wird. Gerade diese Alltäglichkeit macht das Buch so wirkungsvoll. Es geht weniger um große Dramen als um kleine Situationen, Blicke, Gedanken und Dinge, die man sonst leicht überliest, die hier aber Gewicht bekommen.
Der Schreibstil ist ruhig, klar und zugänglich. Man gleitet regelrecht durch die Seiten und merkt dabei, wie sich der eigene Blick schrittweise verändert. Das Buch regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu sein, und lässt Raum für eigene Gefühle und Interpretationen.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Perfektes Buch für die Zielgruppe

School of Talents Mission 1: Achtung, Alien!
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„School of Talents – Mission 1: Achtung, Alien!“ ist ein richtig gelungener Start in eine Kinderbuchreihe, die Fantasie, Humor und Freundschaft wunderbar miteinander verbindet. Das Buch liest sich leicht, ...

„School of Talents – Mission 1: Achtung, Alien!“ ist ein richtig gelungener Start in eine Kinderbuchreihe, die Fantasie, Humor und Freundschaft wunderbar miteinander verbindet. Das Buch liest sich leicht, ist spannend und genau auf die Zielgruppe abgestimmt.
Die Idee einer Schule für Kinder mit besonderen Talenten ist nicht neu, aber hier sehr charmant umgesetzt. Jede Figur bringt etwas Eigenes mit, und genau das macht die Geschichte abwechslungsreich. Das Alien‑Thema sorgt für zusätzliche Spannung und viele witzige Momente, ohne zu gruselig zu werden.
Besonders schön finde ich die Illustrationen von Simona M. Ceccarelli. Sie passen perfekt zur Geschichte, lockern den Text auf und helfen dabei, sich die Figuren und Situationen gut vorzustellen. Gerade für jüngere Leser*innen ist das ein großer Pluspunkt.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Ein atmosphärischer Roman über zwei bemerkenswerte Frauen

Mathilde und Marie
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In „Mathilde und Marie“ widmet sich Torsten Woywod einer Zeit und zwei Frauenfiguren, die man so schnell nicht vergisst. Mit viel Feingefühl und erzählerischer Kraft verwebt er historische Details, persönliche ...

In „Mathilde und Marie“ widmet sich Torsten Woywod einer Zeit und zwei Frauenfiguren, die man so schnell nicht vergisst. Mit viel Feingefühl und erzählerischer Kraft verwebt er historische Details, persönliche Schicksale und gesellschaftliche Umbrüche zu einem Roman, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.
Woywod gelingt es, Mathilde und Marie als starke, eigenständige Persönlichkeiten darzustellen. Ihre Wege kreuzen sich nicht zufällig – sie spiegeln zwei Lebensentwürfe, die geprägt sind von Mut, Verletzlichkeit, Hoffnung und den Zwängen ihrer Zeit. Der Autor schreibt warmherzig und präzise, ohne je ins Pathetische abzurutschen.
Besonders beeindruckend ist die Atmosphäre: Orte, Dialoge und Ereignisse wirken lebendig und authentisch. Man merkt, wie sorgfältig recherchiert wurde, und dennoch bleibt die Geschichte wunderbar erzählerisch und leicht zugänglich.

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