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Veröffentlicht am 15.05.2026

Tolles Gaunerstück

Die Queen von Mayfair
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Tolles Gaunerstück

Inhalt:
London, 1898. Quinn ist die amtierende Queen of Fives, die mit ihren Helfern im Château residiert, das seinem Namen leider nicht wirklich Ehre macht. Sie halten sich mit Betrügereien ...

Tolles Gaunerstück

Inhalt:
London, 1898. Quinn ist die amtierende Queen of Fives, die mit ihren Helfern im Château residiert, das seinem Namen leider nicht wirklich Ehre macht. Sie halten sich mit Betrügereien in großem Stil über Wasser. Als neues Opfer wurde der Herzog Lord Kendal auserkoren. Ziel ist es, in nur fünf Tagen eine Hochzeit zwischen ihm und Quinn zu erreichen. Es sind fünf turbulente Tage, denn natürlich gibt es einerseits viel zu tun, andererseits läuft nicht alles wie geplant. Im Hintergrund spinnt jemand seine eigenen Intrigen …

Meine Meinung:
Eigentlich mag ich historische Romane überhaupt nicht, doch schon Alex Hays Debütroman „Mayfair House“ hat mich gereizt und schließlich auch überzeugt. Auch die Leseprobe von „Die Queen von Mayfair“ hat mir direkt Lust darauf gemacht, das ganze Buch zu lesen. Und wieder wurde ich nicht enttäuscht. Ich wurde super unterhalten und habe den Roman in kürzester Zeit verschlungen.

Auch wenn mir nicht hundertprozentig klar wurde, was genau es mit dem Château und seinen Bewohnern ursprünglich auf sich hat, konnte ich mir dank der detailreichen Beschreibungen alles gut vorstellen. Mein Kopfkino spulte fortwährend den Film ab. Ich sah die eleganten Kleider der Adligen (und Quinn in Verkleidung), die wundgescheuerten Hände der Bediensteten, den Dreck auf den Straßen und die edlen Pferde der Kendals vor meinem inneren Auge. Ich ließ mich vom Autor im Zickzack durch die Handlung schicken. Quinns Betrug verläuft nämlich keineswegs geradlinig. Mal klappt etwas nicht so wie gewünscht, dann bekommt Quinn wieder Zweifel an dem, was sie tut, denn der Herzog ist anscheinend gar kein so schlechter Mensch wie gedacht. Schließlich wird Quinn von ihren eigenen Regeln eingeholt. Jemand spielt danach, doch hierbei ist Quinn das Opfer. Dies sorgt für ein schnelles Tempo und gute Spannung.

Der Schreibstil ist locker und leicht und wirkt trotz einiger altmodischer Begriffe nicht angestaubt, aber trotzdem der Zeit entsprechend. Die Protagonistin Quinn macht einen frischen und frechen Eindruck. Ich mochte sie sehr.

★★★★☆

Veröffentlicht am 14.05.2026

Spannender Mannheim-Krimi mit vielen Wendungen

Blau-weiß-tot
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Spannender Mannheim-Krimi mit vielen Wendungen

Chris Peters arbeitet im Sicherheitsteam der SAP-Arena in Mannheim. Obwohl ihr Instinkt ihr sagt, dass eine Besucherin des Eishockeyspiels nicht ganz koscher ...

Spannender Mannheim-Krimi mit vielen Wendungen

Chris Peters arbeitet im Sicherheitsteam der SAP-Arena in Mannheim. Obwohl ihr Instinkt ihr sagt, dass eine Besucherin des Eishockeyspiels nicht ganz koscher ist, kann sie nicht verhindern, dass ebendiese den Starspieler der Adler Mannheim mitten im Spiel erschießt. Die Täterin wird festgenommen; für die Polizei ist der Fall damit erledigt. Doch Chris bohrt weiter auf der Suche nach einem Motiv. Ihre Ermittlungen führen sie kreuz und quer durch Mannheim. Schließlich fühlt sich jemand von ihr auf den Schlips getreten. Es wird gefährlich …

Anette Huesmann hat mich mit diesem Regionalkrimi positiv überrascht. Die Handlung ist ziemlich komplex und wenig vorhersehbar. Das Ganze ist schön spannend aufgebaut und auch die Charaktere konnten mich überzeugen.

Wie es sich für einen Regionalkrimi gehört, geht die Autorin stark auf die Örtlichkeiten ein, erzählt von historischen Dingen und entwirft so ein authentisches Bild der Quadrate-Stadt. Da ich selbst jahrelang in Mannheim gewohnt habe, konnte ich die Strecken, die Chris zurücklegt, gut nachverfolgen. Für Ortsfremde könnten es einen Tick zu viele Stadtteil- und Straßennamen sein.

Eigentlich hat mich nur eins wirklich gestört: Chris besucht viele verschiedene Menschen und stellt sich immer wieder mit denselben Worten vor, wer sie ist, wo sie arbeitet, warum sie da ist. Das mag für ihre verschiedenen Gesprächspartner in Ordnung sein, für mich war es zu viel Wiederholung.

★★★★☆

Veröffentlicht am 13.05.2026

Warmherzig und nostalgisch

Lovely Rita
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Warmherzig und nostalgisch

Jahrzehntelang hat Rita Urbaniak die Kneipe „Haus Himmelreich“ geführt. Für viele Menschen ist sie eine zweite Heimat geworden. Doch irgendwann muss Schluss sein; Haus Himmelreich ...

Warmherzig und nostalgisch

Jahrzehntelang hat Rita Urbaniak die Kneipe „Haus Himmelreich“ geführt. Für viele Menschen ist sie eine zweite Heimat geworden. Doch irgendwann muss Schluss sein; Haus Himmelreich soll jetzt endgültig die Pforten schließen. Der Ich-Erzähler, ein Journalist, möchte darüber schreiben und verbringt die letzten zwei Abende zusammen mit den Stammgästen in der Kneipe. Zwischen Tresen und Stammtisch werden ihm Geschichten zugetragen und Witze erzählt.

Frank Goosen hat dabei, wie so oft in seinen Werken, die Atmosphäre gut eingefangen. Mein Kopfkino sprang sofort an und zeigte mir die so unterschiedlichen Personen, die sich seit Jahrzehnten immer wieder in der Kneipe zusammenfinden, die dem Alltag entfliehen, über alle möglichen Themen diskutieren, sich necken und auch mal streiten. Doch Gisela, die Bedienung, hat alles immer im Griff. Aber wo steckt eigentlich Rita? Ausgerechnet die Frau, deren Geist im Himmelreich allgegenwärtig scheint, glänzt durch Abwesenheit.

In Rückblicken jedoch erfahren wir eine ganze Menge über sie, ihre Schwester Chris und ihre Nichte Verena. Der jeweilige Zeitgeist ist gut getroffen und wird mit der Erwähnung vieler Musiktitel und Künstler untermauert. Ich fühlte mich direkt in die Vergangenheit zurückversetzt.

Auch wenn es nicht Frank Goosens größter Wurf ist, mochte ich diese warmherzige Geschichte einer originellen Ruhrpottkneipe und ihrer Menschen, die sehr authentisch dargestellt werden. Tatsächlich hätte ich gerne noch mehr davon gelesen und mich gefreut, wenn manche Aspekte vertieft worden wären.

★★★★☆

Veröffentlicht am 06.05.2026

Empfehlenswert auch für Kochanfänger

One Pot
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Empfehlenswert auch für Kochanfänger

„One Pot“ ist zur Zeit in aller Munde, habe ich den Eindruck. Auch ich liebe es, alle Zutaten „in einem Aufwasch“ zu garen und nebenbei Zeit für andere Dinge zu haben. ...

Empfehlenswert auch für Kochanfänger

„One Pot“ ist zur Zeit in aller Munde, habe ich den Eindruck. Auch ich liebe es, alle Zutaten „in einem Aufwasch“ zu garen und nebenbei Zeit für andere Dinge zu haben. Auf der Suche nach neuen Rezepten habe ich einen Blick in dieses Kochbuch geworfen und viele Rezepte nachgekocht. Es ist für jeden etwas dabei, ob Vegetarier oder Veganer, Fleisch- oder Fischesser.

Das Buch ist gegliedert in die Kapitel
Basiswissen One Pots
Nudeln
Reis und Körner
Gemüse und Kartoffeln
Fleisch und Fisch
Süßes

Positiv:
Die Zutatenlisten sind überschaubar; alles ist im gut sortierten Supermarkt problemlos zu bekommen. Oft gibt es auch Tipps, was man gegen etwas anderes austauschen kann, je nach persönlicher Vorliebe.
Die Anleitungen sind kleinschrittig beschrieben und gut erklärt, sodass auch Kochanfänger damit klarkommen sollten.
Positiv hervorzuheben sind die Angaben von Energieinhalt, Protein, Fett und Kohlenhydraten.
Jedem Gericht ist ein ansprechendes Farbfoto zur Seite gestellt, bei dem einem das Wasser im Mund zusammenläuft. So kann man sich auch gut vorstellen, wie am Ende alles aussehen soll.

Neutral:
Der angegebene Zeitaufwand hat bei mir trotz jahrzehntelanger Kocherfahrung oft nicht ganz ausgereicht. Also lieber ein paar Minuten mehr einplanen.
In der Regel sind die Rezepte für 4 Personen gedacht, was bei meine vierköpfige Familie manchmal etwas knapp war.
Für mich hieß One Pot bisher: alle Zutaten in einen Topf, in eine Pfanne oder auf ein Backblech und garen lassen. In diesem Kochbuch gibt es allerdings einige Rezepte, wo man die Zutaten nach und nach gart und immer wieder aus dem Topf nimmt und zwischenlagert. Serviert wird dann am Ende alles in einem Topf.

Fazit:
Ein empfehlenswertes Kochbuch mit einem bunten Potpourri verschiedenster, relativ einfach herzustellender kompletter Mahlzeiten mit viel Gemüse, aber auch Fleisch und Fisch sowie Süßspeisen.

★★★★☆

Veröffentlicht am 01.05.2026

Etwas nostalgischer Jubiläumsband

Noch ein Mord auf Alemannisch
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Etwas nostalgischer Jubiläumsband

Dreizehn Jahre nach dem letzten Band hat sich Ralf Dorweiler zu einem weiteren entschlossen, diesmal zusammen mit seiner Frau Daniela Gierok. Ob die Reihe nun noch weiter ...

Etwas nostalgischer Jubiläumsband

Dreizehn Jahre nach dem letzten Band hat sich Ralf Dorweiler zu einem weiteren entschlossen, diesmal zusammen mit seiner Frau Daniela Gierok. Ob die Reihe nun noch weiter fortgeführt wird, ist mir nicht bekannt.

Zwanzig Jahre nach seinem ersten Fall kommt der Detektiv Rainer Maria Schlaicher ins südbadische Wiesental zurück, um mit seinem Freund, dem Kommissar a. D. Schlageter, dessen 80. Geburtstag zu feiern. Dass es bei diesem Vorhaben allein nicht bleibt, ist klar.

Dies ist zwar schon der 8. Band dieser Reihe, man kann ihn jedoch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Das Verhältnis zwischen Schlaicher und Schlageter und allen anderen Charakteren wird schnell geklärt, auch alles weitere, was deren Privatleben angeht. Es gibt eine knappe nostalgische Rückschau auf die vorangegangenen Fälle, weil man einen der damaligen Festgenommenen auch hier als Täter vermutet, zumal Schlaicher an seinem Auto einen Zettel mit der Aufschrift „Rache“ findet.

Der Kriminalfall bzw. die Kriminalfälle entwickeln sich sehr, sehr langsam. Echte Spannung kommt erst im letzten Drittel auf. Trotzdem habe ich auch den Anfang sehr gerne gelesen. Das Wiedersehen mit Schlaicher, Schlageter und Erwin Trefzer hat einfach Spaß gemacht. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er ist locker mit einer wohldosierten Prise Humor. Der alemannische Dialekt von Trefzer erfordert wieder eine Menge Konzentration, ist aber ganz gut verständlich.

Die Reihe:
1. Mord auf Alemannisch
2. Ein Teufel zu viel
3. Schwarzwälder Schinken
4. Badische Blutsbrüder
5. Sauschwobe!
6. Zum Kuckuck
7. Salamitaktik
8. Noch ein Mord auf Alemannisch

★★★★☆