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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2026

Schöne Geschichten

Das blaue Kaninchen
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„...Pauline ist fast zwei und Theos Enkelkind. Sie war schon oft bei ihrem Opa Theo. Aber noch nie ohne Mama. Heute ist das anders…“

Und das merkt der Opa sehr schnell, denn auf solch einen Wirbelwind ...

„...Pauline ist fast zwei und Theos Enkelkind. Sie war schon oft bei ihrem Opa Theo. Aber noch nie ohne Mama. Heute ist das anders…“

Und das merkt der Opa sehr schnell, denn auf solch einen Wirbelwind aufzupassen ist nicht leicht.
Das ist kurzgefasst der Inhalt der ersten Geschichte.
Insgesamt enthält das kleine Büchlein zehn Erzählungen. Sie sind zwar für Senioren gedacht und deshalb in angenehm großer Schrift gedruckt, aber ich würde das nicht so einschränken.
Die Geschichten sind aus dem Alltag gegriffen und werden jeden zum Schmunzeln oder zum Nachdenken bringen. Der Schriftstil ist lockerleicht und lässt sich flott lesen.
Gekonnt werden in das Geschehen Glaubensfragen eingebunden und sei es nur der Hinweis auf ein Gebet. Neben humorvolle Szenen gibt es auch ernste Themen. Das sorgt für Abwechslung.
Bei jeder Erzählung befindet sich am Anfang am oberen rechten Rand ein stilisiertes Kaninchen.
Das Büchlein hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichten eignen sich wegen ihrer Längeauch zum Vorlesen.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Aus dem Leben gegriffen

Deep Dive im Alltag
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„...Nun wird es spannend: So eine Brille ist eben nicht festgewachsen. Es steht mir jeder Zeit frei, sie aufzusetzen oder beiseitezulegen. Auch eine geistgeführte Perspektive ist etwas, was wir erwählen ...

„...Nun wird es spannend: So eine Brille ist eben nicht festgewachsen. Es steht mir jeder Zeit frei, sie aufzusetzen oder beiseitezulegen. Auch eine geistgeführte Perspektive ist etwas, was wir erwählen oder beiseitelegen können…“

Das Zitat aus der ersten Geschichte zeigt schon, worum es im Buch geht. Die Autorin erzählt Erlebnisse aus ihrem Alltag und verbindet sie mit Glaubensfragen.
Das Buch enthält 40 Geschichten. Sie können als Andacht betrachtet werden, müssen es aber nicht. Der Schriftstil ist locker und ab und an mit einem feinem Humor durchsetzt.
Jedes Kapitel hat den gleichen Aufbau. Es beginnt mit einer Überschrift und einem Bibelvers unter Angabe der Bibelstelle. Danach folgen die Ausführungen der Autorin auf etwa drei bis sechs Seiten. Dem schließt sich ein Gebet an, das durch seine besondere Schriftart hervorgehoben wird. Dann gibt es ganz praktische Hinweise, wie man die Erkenntnisse im eigenen Leben umsetzen könnte. Den Abschluss bildet eine Gebet aus fünf Worten. Die Autorin nennt es „Fünf-Finger-Gebet“.
Die Themen sind sehr vielfältig. Meist stammen sie aus dem Familienleben der Autorin. Häufig findet man sich bei den Ausführungen als Leser wieder:

„...Wir treffen zu viele Entscheidungen bei zu hoher Geschwindigkeit. Das Leben ist schnell. Innehalten ist selten. Erst recht in der zwischenmenschlichen Raserei. Wir brauchen die Kontrolle unseres Innenlebens, damit wir nicht unachtsam werden...“

Hier geht es auch darum, wie schnell durch Unachtsamkeit der Frieden flöten geht. In anderen Geschichten stehen Kleinigkeiten im Mittelpunkt, die uns nerven können und damit die innere Ruhe rauben. Ab und an kann es nötig sein, etwas loszulassen, was uns nicht weiterbringt. Dazu hat die Autorin eine nachdenkenswertes Zitat eingeflochten.

„...Bevor du jemand heilst, frage ihn, ob er bereit ist, die Dinge aufzugeben, die ihn krank gemacht haben…“

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist lebensnah und regt zum Nachdenken an.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Berührende Geschichte

Der Hund, der dem Mond folgte
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„...Amaya, zum ersten Mal in ihrem Leben allein,durchstreifte auf der Suche nach ihren Eltern die Landschaft…“

Im Wintersturm hatte die junge Hündin ihre Eltern verloren. Dann trifft sie auf ein Rudel ...

„...Amaya, zum ersten Mal in ihrem Leben allein,durchstreifte auf der Suche nach ihren Eltern die Landschaft…“

Im Wintersturm hatte die junge Hündin ihre Eltern verloren. Dann trifft sie auf ein Rudel Wölfe und hofft, dass die sie freundlich aufnehmen.
Der Autor hat ein berührendes und traurig-schönes Buch geschrieben. Die kurzen, inhaltsreichen Texte werden mit anschaulichen Illustrationen versehen.
Ein alter Wolf rettet die Hündin vom Rudel. Er geht mit ihr den Weg auf der Suche nach den Eltern. Die Hündin erinnert sich an die Worte ihrer Mutter, dass sie dem Mond folgen sollen.

„...Du hast mir etwas gegeben, von dm ich nicht einmal wusste, dass es mir fehlte. Und ich hoffe, ich konnte dir helfen…“

Mit diesen Worten wendet sich der Wolf an den Welpen. Er weiß, dass seine Zeit begrenzt ist, dass der nahe Abschied bevorsteht.
Das Buch hat mich tief berührt. Die Geschichte spricht von Freundschaft und Zusammenhalt, aber auch vom Schmerz der Trennung.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Schöner historischer Roman

Das Mädchen aus den Träumen
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„...Jeder Ackergaul, den sie beschlagen, hat mehr Grips im Kopf als diese Rohlinge. Gütiger Himmel, ich hätte ihnen längst Stubenverbot erteilen müssen…“

Wir schreiben das Jahr 1278. Der Wirt der Schenke ...

„...Jeder Ackergaul, den sie beschlagen, hat mehr Grips im Kopf als diese Rohlinge. Gütiger Himmel, ich hätte ihnen längst Stubenverbot erteilen müssen…“

Wir schreiben das Jahr 1278. Der Wirt der Schenke „Zum Löwen“ in Jülich ist sauer, weil sich zwei Hufschmiede geprügelt und dabei sein Mobiliar zerschlagen haben.
Der Autor hat einen spannenden historischen Roman geschrieben. Der Schriftstil passt zu den Zeitverhältnissen. Er lässt sich flott lesen.
Im Mittelpunkt stehen Eva, die Tochter des Wirtes, und Martin, ein Kaufmannssohn aus Aachen. Zwei Männer werben um Evas Gunst. Das ist der Faßbinder Paul, der sich wortkarg und verschlossen gibt, und der Tischler Adam, der witzig und schlagfertig ist. Warum sich die beiden, die einst Freunde waren, zerstritten haben, bleibt lange im Dunkeln. Eva möchte Paul ehelichen.
Martin wächst nach dem Tod seiner Eltern beim Onkel auf. Der verlangt, dass er Irene heiratet. Die junge Frau ist raffiniert. Sie weiß genau, was sie will.
Doch menschliche Wünsche spielen selten eine Rolle, wen die große Politik ins Spiel kommt. Als Wilhelm von Jülich im Auftrag des Kaisers nach Aachen reist, werden er und seine Mannen ermordet. Unter den Kämpfern ist Martin. Das Geschehen verändert ihn.

„...Er hatte sich im Kampf bewährt, endlich. Aber das große Glücksgefühl blieb aus. Stattdessen fühlte er sich leer, so leer….“

Siegfried von Köln sieht seine Chance gekommen, nun auch Jülich unter seine Fittiche zu bringen. Aachen stellt Männer dafür. Wieder ist Martin dabei. Er erinnert sich an ein Wort seines Lehrers.

„...Tapfer sind die, die auch Schwächen zulassen, wenn es dem Wohle aller dient...“

Jülich ergibt sich. Trotzdem ist danach nichts mehr wie zuvor. Martin sieht Eva im Gasthaus und erkennt in ihr die Frau seiner Träume. Als der Alkohol in Strömen fließt, lässt sich Martin zu einer Tat hinreißen, die nicht rückgängig gemacht werden kann.
Ich darf den Lebensweg der beiden über die nächsten zwei Jahre verfolgen. Dadurch lerne ich das Leben in Aachen, aber auch auf den Dörfern kennen. Gleichzeitig erfahre ich, welche Folgen der Mord am Graf von Jülich für Aachen hat.
Während sich Eva als selbstbewusste Frau erweist, die ihren Weg trotz aller Probleme geht, wirkt Martin bislang auf mich wie ein Getriebener. Er hat nur ein Ziel – und dem ordnet er alles unter, koste es, was es wolle.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

SChwierige Ermittlungen

Die Mallorca-Kommissarin - Schatten über Calvià
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„...Was sie gesehen hatte, wäre besser ungesehen geblieben…“

Dieser Satz im Prolog bezieht sich auf ein Gemälde. Er baut sofort Spannung auf.
Die Autorin hat einen fesselnden Krimi geschrieben. Obwohl ...

„...Was sie gesehen hatte, wäre besser ungesehen geblieben…“

Dieser Satz im Prolog bezieht sich auf ein Gemälde. Er baut sofort Spannung auf.
Die Autorin hat einen fesselnden Krimi geschrieben. Obwohl ich die Vorgängerbände nicht kenne, hatte ich kein Problem der Handlung zu folgen.
Der Schriftstil sorgt für den hohen Spannungsbogen, unter anderen durch die kurzen Kapitel.
Die Kommissarin Thea besucht in Palma zusammen mit ihrer Freundin Becca die Vernissage der jungen Künstlerin Juna. Die Bilder werden wie folgt charakterisiert.

„...Weiche Linien im Diskurs mit kraftvollen Farben formten Landschaften oder Gesichter, die an einer Stelle brachen und sich aufzulösen schienen…“

Als die beiden Frauen am nächsten Tag die Künstlerin in ihrer Wohnung besuchen wollen, ist sie tot. Im Haus finden sie Bilder, die Kopien eines bekannten Gemäldes von Goya sind. Der Fall landet bei David, dem Freund von Thea., denn Thea selbst befindet sich im Sabbatical. Das hindert sie aber nicht daran, sich umzusehen und die richtigen Fragen zu stellen.
Da die Vermutung einer Fälschung von Gemälden nahe liegt, wird Luca, ein Experte auf dem Gebiet, hinzugezogen. Seine Aufgabe ist es, in Galerien zu recherchieren. Da es auch um deutsche Galeristen geht, nimmt er Thea mit.
Das Buch vermittelt mir eine Menge an Informationen über den Kunstmarkt. So erfahre ich unter anderem, wie Preise zustande kommen.
Ein Galerist verweist die Ermittler an einen Gutachter, weil ein Gemälde zu völlig überhöhten Preis verkauft wurde.

„...Selbst mit aggressiven Marketing liegt seine Marktwert bei höchstens einer Million. Und das auch nur, weil er gerade im Trend liegt…“

Bei Luca schrillen alle Alarmglocken. Doch der Fall hat nichts mit dem Mord zu tun. David und sein Team kommen nicht voran. Thea stellt fest:

„...In diesem Punkt tickten sie ähnlich. Wenn ein Fall sie gepackt hatte, verbissen sie sich darin, bis er gelöst war…“

Es gibt zwei Verdächtige, doch keine Beweise. Bei der Observation wird es für David und Thea gefährlich.
Es gilt noch einige Klippen zu umschiffen, bis endlich der Täter gestellt ist.
Der Krimi hat mir sehr gut gefallen.

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