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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.06.2026

Manches ändert sich in Fabletown

Fables
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Bevor die Hauptstory weitergeführt wird, erleben wir mit Bigby Wolf ein Abenteuer im Zweiten Weltkrieg. Danach erfahren wir dann das Ergebnis der Bürgermeisterwahlen von Fabletown, was zu einigen Änderungen ...

Bevor die Hauptstory weitergeführt wird, erleben wir mit Bigby Wolf ein Abenteuer im Zweiten Weltkrieg. Danach erfahren wir dann das Ergebnis der Bürgermeisterwahlen von Fabletown, was zu einigen Änderungen führt. Snow White kommt mit mehr Kindern nieder als erwartet, und das ist nicht die einzige Überraschung.

Hier ändert sich tatsächlich einiges, und wir lernen auch neue Charaktere kennen, vor allem den sehr beeindruckenden Vater Bigbys. Gespannt bin ich darauf, wie sich Snows Kinder weiterentwickeln und, ob wir demnächst wieder in die Heimat der Fables gehen werden, denn ein Protagonist hat sich in diese Richtung aufgemacht.

Band 6 der Reihe führt die Geschichte interessant weiter und man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

Veröffentlicht am 02.06.2026

Unterhaltsames Gaunerstück in historischem Gewand

Die Queen von Mayfair
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Mitten in Spitalfields steht das Chateau, seit vielen Jahren Schlupfwinkel einer Gruppe von Trickbetrüger:innen nach eigenem Regelwerk, geführt von der Queen of Fives. 1898 ist Quinn Le Blanc die Queen, ...

Mitten in Spitalfields steht das Chateau, seit vielen Jahren Schlupfwinkel einer Gruppe von Trickbetrüger:innen nach eigenem Regelwerk, geführt von der Queen of Fives. 1898 ist Quinn Le Blanc die Queen, das Chateau mittlerweile aber sehr heruntergewirtschaftet. Ein neues Spiel soll die Kasse endlich wieder auffüllen, 5 Tage stehen Quinn nach dem Regelwerk zur Verfügung sich einen reichen Mannes und sein Vermögen zu ergattern. Schnell ist ein Opfer ausgewählt, als reiche Erbin Miss White macht sich Quinn an dieses heran.

„Mayfair House“, der Debütroman Alex Hays war für mich eine angenehme Überraschung, und so war ich natürlich sehr neugierig auf sein nächstes Werk. Ich kann jetzt schon sagen, dass auch dieses mir gut gefallen hat und ich ganz sicher weitere Romane lesen werde.

Der Roman wird aus mehreren Perspektiven erzählt, auf Seiten des Chateaus sind das neben der Protagonistin Quinn Le Blanc, deren Mutter ebenfalls Queen war, und die daher im Chateau aufgewachsen ist, noch Mr. Silk, der dem Chateau und seinen Queens schon sehr lange die Treue hält. Auch wenn Quinn und Silk Gauner sind, waren sie mir sympathisch.

Auf der Gegenseite steht die Familie Kendal, Herzog Max ist das auserkorene Opfer, den nicht nur seine Stiefmutter auffordert, endlich in den Stand der Ehe einzutreten und für einen Erben zu sorgen. Seine Schwester Victoria, Tor genannt, ist davon gar nicht angetan, sie möchte nämlich auf keinen Fall heiraten, fürchtet aber dass eine Schwägerin sie nicht nur von Max‘ Seite verdrängen sondern auch ihres Elternhaus berauben könnte. Beide erhalten eigene Perspektiven, während ihre Stiefmutter eine weitere wichtige Rolle einnimmt.

Nicht nur diese Charaktere kochen dabei ihr eigenes Süppchen, das von den jeweils anderen versalzt zu werden droht, es gibt noch den blauseidenen Herren und die cremefarbene Dame, die sich ebenfalls einmischen, sowie verschiedene Personen, die auf unterschiedliche Weise involviert sind. Da kann Quinn ihr Spiel noch so gut planen, die Intrigen und Einmischungen anderer könnten alles zunichte machen. So bleibt es auch bis zum Schluss spannend, zumal es nicht wenige Gefahrensituationen gibt. Dieses verworrene Spiel steckt voller Überraschungen und wird nicht ohne Humor, erzählt, der Unterhaltungsfaktor ist groß, ich hatte vergnügliche Lesestunden.

Ich empfehle übrigens, die Nachbemerkung des Autors unbedingt auch zu lesen.

Auch der zweite Roman Alex Hays hat mich gut unterhalten, er ist spannend, nicht ohne Humor und bringt Überraschungen sowie interessante Charaktere und Situationen mit. Ich mag die erneute Mischung aus Gaunerstück und historischem Roman und bin gespannt auf das nächste Werk des Autors.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Humorvolle Fantasy mit einzigartigen Persönlichkeiten

Stan und Mortimer
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Der tollpatschige Drache Stan und der wortgewandte Vampir Mortimer treffen ohne Erinnerung in einer für sie fremden Welt aufeinander, beide sahen zuletzt ein blaues Licht. Sie tun sich zusammen, um dieses ...

Der tollpatschige Drache Stan und der wortgewandte Vampir Mortimer treffen ohne Erinnerung in einer für sie fremden Welt aufeinander, beide sahen zuletzt ein blaues Licht. Sie tun sich zusammen, um dieses blaue Licht und damit auch ihre Erinnerungen zu finden und möglichst nach Hause zurück zu kommen. Auf ihrem Weg haben sie einige Begegnungen, müssen mit Problemen klarkommen und sogar Rätsel lösen.

Ein Drache und ein Vampir, das kann nur gut werden, dachte ich, und hatte dann doch Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen, doch irgendwann hatte sie mich, und ich habe gespannt weitergelesen. Da ging es mir so wie Mortimer mit Stan, die Beziehung der beiden gestaltet sich nicht immer leicht, weniger für Stan, der ein fröhliches und etwas naives Gemüt hat, dafür umso mehr für Mortimer, der sich erst an den dauerredenden riesigen Begleiter gewöhnen muss. Nach und nach kommen sich die beiden aber näher. Am Ende hat das Buch eine schöne Message, egal wie unterschiedlich man ist, Freundschaft ist immer möglich, und zusammen kann man viel schaffen. Auch als Leser:in gewinnt man die beiden zunehmend lieb.

Erzählt wird in einem lockeren Ton, mit einigem Humor aber auch tragischen Momenten. Die Begegnungen, die die beiden haben, sind mehr oder weniger skurril, aber nicht ohne Probleme. Auch die Lösungen der Probleme sind mitunter recht skurril.

Im Nachwort deutet der Autor eine mögliche Fortsetzung an, ich wäre dabei! Bis dahin schaue ich mir aber mal seine anderen Drachen an.

Stan und Mortimer sind ein liebenswertes Duo mit einem gemeinsamen Ziel, das sich mit einigen Schwierigkeiten herumschlagen muss. Wer gerne humorvolle Fantasy mit einzigartigen Persönlichkeiten liest, ist hier richtig.

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  • Cover
Veröffentlicht am 18.05.2026

Spannend und wenig vorhersehbar

Firewatch
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Aaron hält in den Semesterferien Feuerwache in einem Nationalpark und verschwindet eines Tages spurlos. Sein bester Freund Robin ist sich sicher, dass er weiß, wer dahintersteckt und sucht dessen Nähe, ...

Aaron hält in den Semesterferien Feuerwache in einem Nationalpark und verschwindet eines Tages spurlos. Sein bester Freund Robin ist sich sicher, dass er weiß, wer dahintersteckt und sucht dessen Nähe, um ihn zu überführen.

Das ist mein zweiter Roman von Colin Hadler, ich hatte eine gewisse Erwartung an ihn, vor allem Spannung und einige Überraschungen, und wurde nicht enttäuscht. Erzählt wird zunächst aus zwei Perspektiven und Zeitebenen. Mit „Damals“ überschrieben sind Aarons Erlebnisse auf dem Firetower bis zu seinem Verschwinden, mit „Heute“ die Robins einige Monate danach, Robin erzählt selbst in Ich-Form. Später bleibt der Fokus auf Robin, Rückblenden gibt es nur noch wenige. Dafür kommt eine weitere Perspektive ins Spiel, jemand, dem:der etwas angetan zu werden scheint, und der:die seinen:ihren Peiniger mit „du“ anspricht, auch diese Passagen werden in Ich-Form erzählt. Ich hatte schnell eine Ahnung, wer das sein könnte, wie ich überhaupt einige Überlegungen angestellt habe. Letztlich ist der Roman aber kaum vorhersehbar, am Ende aber das Geschehene für mich nachvollziehbar.

Die Charaktere sind in meinen Augen gut ausgearbeitet, ich konnte mich in die Perspektiven Aarons und Robins hineinversetzen, und auch die anderen Charaktere bekommen Konturen. Ein besonders interessanter Charakter ist Kian Foster, den Robin verdächtigt, was man schon sehr früh erfährt. Dass hinter ihm mehr steckt als zunächst gedacht, wird schnell klar, was das aber ist, erfährt man erst nach und nach.

Der Roman ist aber nicht nur ein spannender Thriller sondern auch auf gewisse Weise ein Liebesroman, der ein paar sehr explizite Szenen mitbringt. Mir hat dieser Mix gut gefallen.

„Firewatch“ hat mir spannende Lesestunden beschert, die Emotionen der Protagonisten kamen bei mir an und ich habe bis zum Schluss mitgerätselt.

Veröffentlicht am 17.05.2026

Unterhaltsam

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Melody Bittersweet kann, wie alle Frauen ihrer Familie, Geister sehen. Diese Fähigkeit wird schon lange für das Familiengeschäft genutzt, die Kundschaft freut sich, wenn der:die Verstorbene ihnen noch ...

Melody Bittersweet kann, wie alle Frauen ihrer Familie, Geister sehen. Diese Fähigkeit wird schon lange für das Familiengeschäft genutzt, die Kundschaft freut sich, wenn der:die Verstorbene ihnen noch verraten kann, wo ein dringend benötigtes Schriftstück oder ein vermisster Schlüssel zu finden ist. Doch Melody will mehr und gründet die erste weibliche Ghostbusting-Agentur, mit der sie sich um im Diesseits festsitzende oder die Lebenden störende Geister kümmern möchte. Schnell findet sie auch einen ersten Kunden, dessen Haus nicht verkauft werden kann, bevor nicht der Geisterspuk darin endet.

Der Roman ist eine Mischung aus Mystery, Krimi und Liebesgeschichte, wobei mich vor allem die ersten beiden angesprochen haben. Melody lernt schnell die drei männlichen Geister kennen, die sich im Haus befinden und es nicht verlassen können. Irgendetwas hält sie im Diesseits, und Melodys Aufgabe ist es, herauszufinden, was es ist, und letztlich dafür zu sorgen, dass die Geister ins Jenseits gehen können.

Unterstützt wird sie dabei von ihrer besten Freundin Marina Malone, Arthur Elliott, dessen verstorbener Vater ein gutes Wort für ihn eingelegt hat, und der Sekretärin Glenda Jackson, die auch schon lange im Familiengeschäft arbeitet. Alle haben ihre eigenen besonderen, vollkommen natürlichen Fähigkeiten, die sich im Laufe der Geschichte bezahlt machen.

Leider ist Melody nicht die einzige in der Stadt, die Geister sehen kann. Leo Dark ist nicht nur ihr Ex, sondern er hat es auch geschafft, eine Fernsehshow zu bekommen, und macht sie ebenfalls an die Aufgabe, das Haus geisterfrei zu machen. Und wäre das nicht genug, muss sie sich auch noch mit dem Journalisten Fletcher Gunn herumschlagen, der den ganzen Geisterkram für Bauernfängerei hält. Und dann sind da natürlich auch noch ihre Mutter und ihre Großmutter, beide recht skurril, die weiterhin das Familiengeschäft betreiben.

Die Autorin lässt Melody die Geschichte selbst in Ich-Form erzählen. Leider ist Melody nicht mein Lieblingscharakter, sie nervte mich beim Lesen öfter. Immer wieder erzählt sie, dass sie ja schon 27 Jahre alt ist, benimmt sich oft aber eher wie ein liebestoller Teenager, vor allem auch, wenn sie Leo und Fletcher trifft. Voller Abneigung, aber auch voller Hormone, die sie zu den beiden, und sogar einem der Geister, hinziehen. Ich will nicht verschweigen, dass das auch zu manch witzigen Szenen führt, und im weiteren Verlauf der Geschichte hat es mich immer weniger gestört. Mein Lieblingscharakter ist übrigens Arthur Elliot.

Die Geschichte lässt sich flott lesen und ist humorvoll, es gibt aber auch tragische Momente. Der Fall ist am Ende nachvollziehbar gelöst. Der Roman ist der erste einer Reihe und hat mir Lust gemacht, die weiteren Bände zu lesen. Ein paar weniger der meist recht offensichtlichen Fehler, wären allerdings schön gewesen, zum Glück hat mich das nur wenig in meinem Lesefluss gestört.

Der erste Band der Mystery-Krimi-Romantik-Reihe lässt sich gut lesen und hat einigen Humor zu bieten. Leider ist die Protagonistin etwas nervig, andere Charaktere haben mir besser gefallen. Unterm Strich wurde ich gut unterhalten und habe Lust bekommen, weitere Bände zu lesen.