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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.05.2026

Spannend und wenig vorhersehbar

Firewatch
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Aaron hält in den Semesterferien Feuerwache in einem Nationalpark und verschwindet eines Tages spurlos. Sein bester Freund Robin ist sich sicher, dass er weiß, wer dahintersteckt und sucht dessen Nähe, ...

Aaron hält in den Semesterferien Feuerwache in einem Nationalpark und verschwindet eines Tages spurlos. Sein bester Freund Robin ist sich sicher, dass er weiß, wer dahintersteckt und sucht dessen Nähe, um ihn zu überführen.

Das ist mein zweiter Roman von Colin Hadler, ich hatte eine gewisse Erwartung an ihn, vor allem Spannung und einige Überraschungen, und wurde nicht enttäuscht. Erzählt wird zunächst aus zwei Perspektiven und Zeitebenen. Mit „Damals“ überschrieben sind Aarons Erlebnisse auf dem Firetower bis zu seinem Verschwinden, mit „Heute“ die Robins einige Monate danach, Robin erzählt selbst in Ich-Form. Später bleibt der Fokus auf Robin, Rückblenden gibt es nur noch wenige. Dafür kommt eine weitere Perspektive ins Spiel, jemand, dem:der etwas angetan zu werden scheint, und der:die seinen:ihren Peiniger mit „du“ anspricht, auch diese Passagen werden in Ich-Form erzählt. Ich hatte schnell eine Ahnung, wer das sein könnte, wie ich überhaupt einige Überlegungen angestellt habe. Letztlich ist der Roman aber kaum vorhersehbar, am Ende aber das Geschehene für mich nachvollziehbar.

Die Charaktere sind in meinen Augen gut ausgearbeitet, ich konnte mich in die Perspektiven Aarons und Robins hineinversetzen, und auch die anderen Charaktere bekommen Konturen. Ein besonders interessanter Charakter ist Kian Foster, den Robin verdächtigt, was man schon sehr früh erfährt. Dass hinter ihm mehr steckt als zunächst gedacht, wird schnell klar, was das aber ist, erfährt man erst nach und nach.

Der Roman ist aber nicht nur ein spannender Thriller sondern auch auf gewisse Weise ein Liebesroman, der ein paar sehr explizite Szenen mitbringt. Mir hat dieser Mix gut gefallen.

„Firewatch“ hat mir spannende Lesestunden beschert, die Emotionen der Protagonisten kamen bei mir an und ich habe bis zum Schluss mitgerätselt.

Veröffentlicht am 17.05.2026

Unterhaltsam

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Melody Bittersweet kann, wie alle Frauen ihrer Familie, Geister sehen. Diese Fähigkeit wird schon lange für das Familiengeschäft genutzt, die Kundschaft freut sich, wenn der:die Verstorbene ihnen noch ...

Melody Bittersweet kann, wie alle Frauen ihrer Familie, Geister sehen. Diese Fähigkeit wird schon lange für das Familiengeschäft genutzt, die Kundschaft freut sich, wenn der:die Verstorbene ihnen noch verraten kann, wo ein dringend benötigtes Schriftstück oder ein vermisster Schlüssel zu finden ist. Doch Melody will mehr und gründet die erste weibliche Ghostbusting-Agentur, mit der sie sich um im Diesseits festsitzende oder die Lebenden störende Geister kümmern möchte. Schnell findet sie auch einen ersten Kunden, dessen Haus nicht verkauft werden kann, bevor nicht der Geisterspuk darin endet.

Der Roman ist eine Mischung aus Mystery, Krimi und Liebesgeschichte, wobei mich vor allem die ersten beiden angesprochen haben. Melody lernt schnell die drei männlichen Geister kennen, die sich im Haus befinden und es nicht verlassen können. Irgendetwas hält sie im Diesseits, und Melodys Aufgabe ist es, herauszufinden, was es ist, und letztlich dafür zu sorgen, dass die Geister ins Jenseits gehen können.

Unterstützt wird sie dabei von ihrer besten Freundin Marina Malone, Arthur Elliott, dessen verstorbener Vater ein gutes Wort für ihn eingelegt hat, und der Sekretärin Glenda Jackson, die auch schon lange im Familiengeschäft arbeitet. Alle haben ihre eigenen besonderen, vollkommen natürlichen Fähigkeiten, die sich im Laufe der Geschichte bezahlt machen.

Leider ist Melody nicht die einzige in der Stadt, die Geister sehen kann. Leo Dark ist nicht nur ihr Ex, sondern er hat es auch geschafft, eine Fernsehshow zu bekommen, und macht sie ebenfalls an die Aufgabe, das Haus geisterfrei zu machen. Und wäre das nicht genug, muss sie sich auch noch mit dem Journalisten Fletcher Gunn herumschlagen, der den ganzen Geisterkram für Bauernfängerei hält. Und dann sind da natürlich auch noch ihre Mutter und ihre Großmutter, beide recht skurril, die weiterhin das Familiengeschäft betreiben.

Die Autorin lässt Melody die Geschichte selbst in Ich-Form erzählen. Leider ist Melody nicht mein Lieblingscharakter, sie nervte mich beim Lesen öfter. Immer wieder erzählt sie, dass sie ja schon 27 Jahre alt ist, benimmt sich oft aber eher wie ein liebestoller Teenager, vor allem auch, wenn sie Leo und Fletcher trifft. Voller Abneigung, aber auch voller Hormone, die sie zu den beiden, und sogar einem der Geister, hinziehen. Ich will nicht verschweigen, dass das auch zu manch witzigen Szenen führt, und im weiteren Verlauf der Geschichte hat es mich immer weniger gestört. Mein Lieblingscharakter ist übrigens Arthur Elliot.

Die Geschichte lässt sich flott lesen und ist humorvoll, es gibt aber auch tragische Momente. Der Fall ist am Ende nachvollziehbar gelöst. Der Roman ist der erste einer Reihe und hat mir Lust gemacht, die weiteren Bände zu lesen. Ein paar weniger der meist recht offensichtlichen Fehler, wären allerdings schön gewesen, zum Glück hat mich das nur wenig in meinem Lesefluss gestört.

Der erste Band der Mystery-Krimi-Romantik-Reihe lässt sich gut lesen und hat einigen Humor zu bieten. Leider ist die Protagonistin etwas nervig, andere Charaktere haben mir besser gefallen. Unterm Strich wurde ich gut unterhalten und habe Lust bekommen, weitere Bände zu lesen.

Veröffentlicht am 06.05.2026

Zweiter Band der Trilogie

Legend (Band 2) - Schwelender Sturm
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Nachdem der Meeresspiegel stark angestiegen war, wurden weite Teile der Ostküste der USA überschwemmt, die Menschen flüchteten nach Westen, wo man besorgt war wegen der vielen Flüchtlinge, und sich daher ...

Nachdem der Meeresspiegel stark angestiegen war, wurden weite Teile der Ostküste der USA überschwemmt, die Menschen flüchteten nach Westen, wo man besorgt war wegen der vielen Flüchtlinge, und sich daher abschottete. Die USA zerfiel dadurch in zwei Teile, im Westen die Republik Amerika, im Osten die sogenannten Kolonien.

In der Republik herrscht ein autoritäres Regime, in dem es vielen Menschen schlecht und nur wenigen gut geht. Gegen die Kolonien wird Krieg geführt.

„Schwelender Sturm“ ist der zweite Band einer Trilogie und wird aus zwei Ich-Perspektiven erzählt. June und Day sind beide Waise, stammen aber aus gänzlich unterschiedlichen Verhältnissen. June ist das „Wunderkind“ der Republik, hochintelligent und war lange loyal dem Regime gegenüber, bis gewisse Ereignisse im ersten Band sie dazu brachten, sich gegen dieses zu stellen. Einer der Gründe ist Day, der in prekären Verhältnissen groß geworden ist, und sich schon früh gegen das Regime stellte.

Zu Beginn des zweiten Bandes haben sich die beiden einer Rebellengruppe, den sogenannten Patrioten angeschlossen, die sie mit gewissen Aufträgen versehen haben. In diesem Band wird man auch mehr über die Kolonien erfahren.

Es ist tatsächlich schon elf Jahre her, dass ich den ersten Band gelesen habe, aber ich kann sagen, dass es mir nicht besonders schwer gefallen ist, wieder in der Geschichte anzukommen. Manches wird angesprochen, so dass man einen gewissen Überblick bekommt, was vorher passiert ist. Empfehlenswerter ist es aber sicher, nicht so viel Zeit verstreichen zu lassen, weswegen ich auch bald den Abschlussband lesen werde.

Durch die Erzählung in der Ich-Form durch die beiden Hauptcharaktere kommt man diesen einigermaßen nahe. Irritiert hat mich jedoch, dass June erst 15 Jahre alt ist, Day wohl auch nicht sehr viel älter. Wenn das nicht gerade erwähnt wurde, waren beide in meiner Vorstellung einige Jahre älter. Es gibt ein paar andere Charaktere, die man ebenfalls näher kennen lernt, nicht jede:n durchschaut man direkt.

Das Setting dieser Dystopie kommt einem heutzutage gar nicht mehr allzu dystopisch vor, eine ähnliche Entwicklung könnte in nicht allzu ferner Zukunft liegen. Es gibt einige Wendungen, die mehr oder weniger überraschend sind, die Aufgaben sind gefährlich, so dass Spannung entsteht, jedoch war die für mich nicht so hoch, dass ich den Roman nicht aus den Händen legen konnte, aber doch so hoch, dass ich wissen wollte, wie es weiter geht. Am Ende darf man gespannt auf den dritten Band sein.

Band 2 der Trilogie erzählt die Geschichte nachvollziehbar weiter, wieder aus den Ich-Perspektiven der beiden Hauptcharaktere. Jetzt bin ich gespannt auf Band 3. Wer gerne dystopische Jugendromane liest, kann hier zugreifen.

Veröffentlicht am 25.04.2026

Komplex und sehr spannend

Nightweaver
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Vor sechs Jahrhunderten wurden die Nightweaver ihrer Flügel beraubt und aus Elysia verbannt, sie eroberten die Welt der Menschen, so dass sich diese auf das Meer zurückzogen und fortan als Piraten lebten. ...

Vor sechs Jahrhunderten wurden die Nightweaver ihrer Flügel beraubt und aus Elysia verbannt, sie eroberten die Welt der Menschen, so dass sich diese auf das Meer zurückzogen und fortan als Piraten lebten. Aster Oberon lebt mit ihren Eltern und sechs Geschwistern auf dem Schiff Lightbringer, bis dieses eines Tages von Nightweavern überfallen wird, ihr Bruder Owen wird getötet, der Rest der Familie gefangen genommen. Sie haben Glück, werden nicht hingerichtet sondern von der adeligen Nightweaver-Familie Castor als Bedienstete aufgenommen. Aster kann den Tod ihres Bruders nicht vergessen und schwört Rache.

Man kann es vielleicht schon ahnen, die Welt, die die Autorin erschaffen hat, baut auf Religion auf, es gibt einige Anspielungen darauf, so denkt man bei den Nightweavern an gefallene Engel. Ich empfand das recht interessant, zumal es ausufert. Interessant ist auch das Magiesystem, das teilweise sehr brutale Auswirkungen hat.

Man lernt die Charaktere gut kennen, erzählt wird durchgehend aus Asters Ich-Perspektive, durch sie erfährt man viel über ihre Familienmitglieder, aber auch über die Familie Castor und andere Bedienstete. Mir ist Aster ein bisschen zu verbissen, im Gegensatz zu ihr konnte ich gut verstehen, warum sich ihre Familie nun bedeckt hält. Auch andere Gedanken und Handlungen Asters konnte ich nicht immer nachvollziehen, gerade einem der Castor-Söhne gegenüber, für den sie schnell mehr empfindet als sie möchte. Auch diese beiderseitige Anziehung kommt mir ein bisschen zu schnell, und wirkt etwas aufgesetzt.

Ich habe mich schnell in die Geschichte eingelesen, habe mir meine Gedanken gemacht, und war auch emotional dabei. Die Geschichte beginnt schon spannend, und wird immer spannender, das eine oder andere habe ich voraus ahnen können, aber lange nicht alles. Die Geschichte ist aber auch komplex und ziemlich gewaltsam und blutig, Blut spielt hier generell eine recht große Rolle.

Der Roman hat mir spannende Lesestunden beschert. Natürlich will ich unbedingt weiterlesen, denn „Nightweaver“ ist der Auftakt einer Trilogie. Der zweite Band ist derzeit, Ende April 2026, bereits erschienen, der dritte angekündigt.

Veröffentlicht am 24.04.2026

Band 3 bringt neben der Hauptstory weitere Geschichten mit

Fables
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Der dritte Band der Fables-Reihe enthält mehrere Geschichten. Zunächst ist man mit Jack, dem mit der Bohnenstange, im amerikanischen Bürgerkrieg unterwegs, danach geht die Hauptstory weiter, dort müssen ...

Der dritte Band der Fables-Reihe enthält mehrere Geschichten. Zunächst ist man mit Jack, dem mit der Bohnenstange, im amerikanischen Bürgerkrieg unterwegs, danach geht die Hauptstory weiter, dort müssen die Fables zuerst ihr Geheimnis bewahren und eine Intrige meistern, die Snow White und Bigby Wolf sehr gefährlich wird. In einer Abschlussgeschichte erfahren wir, wie es mit einem Teil der kleinen Menschen aus Liliput, dem Land, das Gulliver bereiste, weiterging, nachdem die Märchenwelt von ihrem Feind bedroht wurde.

Mir hat vor allem die Haupthandlung, die an den Geschehnissen auf der Farm anschließt, gut gefallen, da sie die Geschichte spannend und nicht ohne Humor voran treibt. Die zusätzlichen Geschichten bieten neue Informationen und haben ihren eigenen Charme.

Der dritte Band der Reihe führt zum einen die Hauptgeschichte spannend fort, bringt aber auch zusätzliche Geschichten mit.

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