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Veröffentlicht am 19.05.2026

Das bisher beste Buch der Ernährungsdocs!

Die Ernährungs-Docs – Unsere 100 besten Protein-Power-Rezepte
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Wir lieben die Bücher der Ernährungsdocs und waren daher sehr gespannt auf das neueste Buch - umso mehr, als ich bisher einen großen Teil meines täglichen Proteinbedarfs durch Eiweißshakes deckte, aber ...

Wir lieben die Bücher der Ernährungsdocs und waren daher sehr gespannt auf das neueste Buch - umso mehr, als ich bisher einen großen Teil meines täglichen Proteinbedarfs durch Eiweißshakes deckte, aber das Gefühl hatte, dass mir das nicht wirklich gut tut, aber auch nicht ständig Linsen, Falafel, Tofu u.Ä. essen wollte, sondern nach neuen Rezepten und Abwechslung suchte.

Enthalten sind 100 Rezepte mit viel Protein. Es ist keineswegs ein Abnehmbuch, sondern für alle Menschen gedacht, da Proteine nicht nur für das ideale Gewicht, sondern generell dafür sorgen, dass man gesund bleibt. Richtig eingesetzt, kann man mit Eiweiß sogar Lebensjahre gewinnen - und diese eben vor allem auch gesund verbringen.

Das Buch ist gewohnt hochwertig aufgemacht, oftmals mit ganzseitigen Fotos zu jedem Rezept. Es geht nicht nur darum, genügend Eiweiß zu sich zu nehmen, sondern auch um den richtigen Mix aus tierischem und pflanzlichem Eiweiß - denn nur so ist die Eiweißmenge auch wirklich gesund und lässt sich das Potenzial auch voll ausschöpfen.

Vor dem eigentlichen Rezeptteil erfährt man alles über Proteine - was sie alles können, wie sie heilen können, welches Protein das beste ist, welche Lebensmittel besonders proteinreich sind usw. Schon dieser Teil war für mich äußerst lesenswert und lehrreich - So hört man bspw. immer, dass man pro kg Körpergewicht und Tag 1g Eiweiß essen sollte. Die Ernährungsdocs erklären aber, dass die meisten Menschen diese Formel falsch verstehen, daher zu viel Eiweiß essen, und dann zunehmen, da zu viel Eiweiß nämlich dick macht. Sie erklären natürlich auch, wie man die Formel richtig anwendet. Auch ich habe die Formel jahrelang falsch angewendet, jahrelang täglich zu viel Eiweiß gegessen - und mich gewundert, warum ich nicht schlank bin bzw. sogar noch zu-, jedenfalls aber nicht abnehme ... Ein zu viel an tierischem Eiweiß landet als Fett im Körper.

Neu war für mich bspw. auch, dass pflanzliche Proteine die Wundheilung und den Gewebeaufbau fördern - ich hörte und dachte bisher immer, dass mein hochwertiger biologischer Proteinshake dem pflanzlichen Eiweiß überlegen sei, da das Immunsystem ja aus Eiweiß besteht und tierisches Protein besser verwertbar sein soll. Ich dachte also, dass ich meinem Immunsystem und bspw. auch der Wundheilung einen Gefallen tue, da tierisches Protein und somit auch mein Molkenshake eine hohe biologische Wertigkeit hat; tatsächlich war aber vielleicht sogar das Gegenteil der Fall. Ich werde nun mehr auf Eiweiß aus pflanzlichen Quellen setzen, das kommt mir als vegetarisch-vegan lebender Person sowieso zugute. Sogar die Fleischesser der Familie wurden durch die guten und einleuchtenden Erklärungen der Ernährungsdocs aufgeklärt und überzeugt und werden künftig mehr auf pflanzliches Eiweiß setzen.

Es gibt auch einen Selbsttest, mit dem man herausfinden kann, ob man genug Eiweiß zu sich nimmt, sowie Tips und Tricks, um die tägliche Eiweißaufnahme zu erhöhen und weitere Tips dazu, wie man sich so ernährt, dass man gesund leben kann. Ebenso gibt es eine Tabelle, mit der man sehen kann, welche Lebensmittel wie viel Eiweiß enthalten.

Die Rezepte selbst sind unterteilt in Frühstück, Hauptgerichte, kleine Gerichte sowie Süßes. Dank icons kann man sofort erkennen, welche Rezepte vegetarisch, vegan, low carb oder reich an Pflanzeneiweiß sind.

Beim Frühstück fehlen mir persönlich schokoladige Rezepte (damit meine ich bspw. Rezepte mit rohem Kakao, der ein echtes superfood ist und für einen schönen schokoladigen Geschmack sorgt). Aber es gibt andere tolle Rezepte, bspw. Möhren-Erdmandel-Müsli Bircher Art und knuspriges Granola mit Urkorn und Soja oder Quarkbrötchen mit Buttermilch. Aber schokoladige Sachen fehlen mir schon. Hier hätte ich mir gewünscht, dass mehr an die Menschen gedacht wird, die morgens gerne was Schokoladiges essen. Denn Möglichkeiten, ein solches Frühstück mit gesunden Zutaten zu zaubern, gibt es genug.

Manche Frühstücksrezepte, wie das bunte Gemüse-Omelett mit Hüttenkäse oder das Räuchertofu-Menemem, lassen sich auch perfekt mittags oder abends essen.

Bei den Hauptgerichten findet man bspw. einen orientalischen Gemüseeintopf, bunte Minestrone mit Weißkohl, Hafer-crepes mit Linsengemüse, Kürbis-Hirse-Pfanne mit Spinat und Walnüssen, Kichererbsen-Fusilli mit Kürbis-Bolognese, Vollkorn-Spaghetti mit Soja-Bolognese, Vollkornnudelauflauf mit Ratatouille, Dinkel-Quark-Spätzle mit Pilzen und Tomaten, Grünkernbuletten mit Salat, gefüllte Zucchini mit Linsen-Risoni, Blumenkohl-Ofenkartoffeln mit Linsen-Dal ...

Fleisch- und Fischesser finden auch einige Rezepte in diesem Buch. Doch es gibt auch wirklich mehr als genug Rezepte für Vegetarier.

Bei den kleinen Gerichten findet man etwa Paprikasuppe mit Halloumi, Salat mit Ricotta-Küchlein, Kidneybohnen-Pilz-Falafeln mit grünem Salat, bunte Gemüsenudeln mit Erdnusssauce, überbackene Caprese-Schnitten, Gemüse-Fritatta mit Pilzen und Käse ...

Alle Rezepte sind übersichtlich, klar strukturiert, bestens erklärt und verständlich. Portionen und Zeiten sind auf einen Blick erkennbar, ebenso die Nährwertangaben. Jedes Rezept mit einem Tip der Ernährungsdocs versehen. Benötigte Zutaten befinden sich in Listenform in einer Spalte, die Zubereitungsanleitung in einer separaten Spalte daneben. Alle Rezepte lassen sich problemlos zubereiten und haben uns extrem gut geschmeckt. Sehr viele davon sind sofort zu neuen Lieblingsrezepten geworden, die wir seitdem schon sehr oft gekocht haben.

Bei den süßen Rezepten sind unsere absoluten Favoriten die Dinkel-Quark-Muffins mit Banane und Mandeln sowie die Quark-Buttermilch-Waffeln mit Schokosauce. Auch diese haben wir schon oft zubereitet. Ich persönlich hätte mir auch bei den süßen Rezepten ein paar richtig schokoladige Sachen gewünscht (die Mandel-energy-balls mit Datteln fand der Rest der Familie nicht schlecht, mir waren sie aber leider viel zu wenig schokoladig). Die fehlen mir irgendwie noch; das soll aber nicht ins Gewicht fallen, da der Rest des Buches einfach absolut großartig und überzeugend ist.

Für uns ist es das bisher beste Buch der Ernährungsdocs. Wir benutzen es nahezu täglich, und das wird sich auch nicht mehr ändern. Aus unserer Küche ist dieses Buch nicht mehr wegzudenken. Es ist ein wirklich wertvolles, unverzichtbares Buch für alle, die ihren täglichen Proteinbedarf decken und Proteine für ihre Gesundheit nutzen wollen und ebenso gesunde wie leckere Rezepte suchen. Es ist eine wahre Schatzkiste an tollen Rezepten und es finden sich für Vegetarier und auch für Fleisch- und Fischessen wirklich mehr als genug Rezepte, sodass wirklich für jeden Geschmack mehr als genug dabei ist. Uns haben auf Anhieb sehr viele Rezepte angesprochen - und kein einziges Rezept hat uns enttäuscht, ganz im Gegenteil. Hier gibt es so viele neue Lieblingsrezepte. Und die ersten positiven Wirkungen ließen auch nicht lange auf sich warten. Absolute Empfehlung für dieses Buch!

Veröffentlicht am 02.05.2026

Atmosphärischer, gemütlicher und spannender klassischer britischer Krimi

Mord in der Pension Möwennest
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England im Jahre 1954: Nach dreißig Jahren im Kloster verlässt Nora Breen dieses. Ihr Weg führt sie nach Gore-on-Sea, einem kleinen Nest in Kent, genauer gesagt in die Pension Möwennest, wo ihre frühere ...

England im Jahre 1954: Nach dreißig Jahren im Kloster verlässt Nora Breen dieses. Ihr Weg führt sie nach Gore-on-Sea, einem kleinen Nest in Kent, genauer gesagt in die Pension Möwennest, wo ihre frühere Novizin und Freundin Frieda kürzlich auf mysteriöse Weise verschwunden ist, obwohl sie viel länger hätte bleiben sollen und ihr spurloses Verschwinden ohne ein Lebenszeichen gar nicht zu ihr passt. Nora spürt, dass etwas nicht stimmt, und will sich in der Pension und in dem Ort umsehen und -hören und der Sache auf den Grund gehen und herausfinden, was mit Frieda geschehen ist. Kurz darauf gibt es einen Todesfall in der Pension, der als Suizid abgetan wird - doch Nora ist nun noch mehr als zuvor davon überzeugt, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, und beginnt selbst zu ermitteln. Und natürlich gibt es jemanden, der um jeden Preis verhindern will, dass die Wahrheit ans Licht kommt ...

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Ich hatte bislang noch kein Werk von Jess Kidd gelesen, aber nur Gutes gehört. Da ich klassische britische Krimis und cosy crime liebe, war nun die Zeit gekommen, um dieses Versäumnis nachzuholen und diese Autorin kennenzulernen. Und es hat sich gelohnt - dies war mein erstes, aber sicher nicht mein letztes Buch aus der Feder von Jess Kidd!

In der Tat ist "Mord in der Pension Möwennest" ein klassischer britischer Krimi, der sich durchaus auch als cosy crime einordnen lässt.

Jess Kidds Schreibstil gefiel mir auf Anhieb sehr - sie schreibt wirklich sehr gut, und ich habe die Lektüre bereits wegen dieses tollen Schreibstiles genossen.

Ich habe bereits eine Krimireihe mit einer Nonne als Ermittlerin gelesen, doch Nora Breen unterscheidet sich durch ihren Lebenslauf und ihr ganzes Wesen deutlich davon. Sie ist eine tolle Hauptfigur, als Mensch und als Ermittlerin. Auch die anderen Figuren sind absolut gelungen. Neu, erfrischend anders und reizvoll war für mich auch die Tatsache, dass "Mord in der Pension Möwennest" in den Nachkriegsjahren spielt und dies, was Figuren und Handlung betrifft, auch noch zu spüren ist.

Neben dem Schreibstil der Autorin und den herrlich skurrilen Figuren haben mir auch die dichte Atmosphäre, die eine gelungene Mischung aus Natur, Nachkriegsstimmung, Gemütlichkeit, Spannung und Gefahr, einem düsteren, unheilvollen und mysteriösen Grundtun ist, sowie der Humor sehr gefallen. Der Fall ist gut aufgebaut und wird absolut stimmig aufgelöst. Es bleiben keine Fragen offen. Sowohl die Figuren als auch der Fall selbst sind herrlich mysteriös, sodass der Leser gut miträtseln und -ermitteln kann. Längen, Vorhersehbarkeit und dergleichen sucht man vergebens.

Ein wenig kann man Jess Kidd schon mit Agatha Christie und Nora Breen mit Miss Marple vergleichen; beide müssen sich wahrlich nicht vor ihnen verstecken!

Nora Breen und Detective Inspector Rideout sind ein völlig unterschiedliches, aber geniales Duo, das sich menschlich und bei der Ermittlungsarbeit wunderbar ergänzt.

Mir hat "Mord in der Pension Möwennest" wirklich gefallen; ich habe diesen Krimi sehr gerne gelesen und hoffe sehr, dass das nicht der letzte Fall für Breen und Rideout war. Es steht zwar nirgendwo, dass es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, aber das Ende weckt die Hoffnung, dass es so sein könnte ... ich möchte unbedingt mehr von Jess Kidd und Breen und Rideout lesen!

Liebhaber klassischer britischer Krimis und cosy crimes werden "Mord in der Pension Möwennest" lieben. Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Neue Lieblingsreihe!

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
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Nachdem der Auftakt dieser Reihe ein absolutes Highlight im letzten Jahr für uns war, haben wir uns sehr auf die Fortsetzung gefreut.

Der zweite Band knüpft nahtlos an den ersten Band an. Cassandra hat ...

Nachdem der Auftakt dieser Reihe ein absolutes Highlight im letzten Jahr für uns war, haben wir uns sehr auf die Fortsetzung gefreut.

Der zweite Band knüpft nahtlos an den ersten Band an. Cassandra hat sich auf Hartwood Hall und bei ihrer Tante eingelebt, befindet sich in ihrer Hexenausbildung, hat gute Freundinnen gefunden.
Doch die Dinge sind nicht nur idyllisch - über dem Dorf und seinen Bewohnern liegt ein Fluch, und auch der Erlkönig und ein gefährliches Artefakt, Sir Egads Lanze, spielen eine große Rolle. Der Erlkönig will diese Lanze unbedingt haben - während Cassandra und ihre Freundinnen natürlich den Fluch aufheben und verhindern wollen, dass der Erlkönig die Lanze erhält ...

Der Titel ist etwas irreführend - nach dem Titel könnte man meinen, dass die Flöte im Mittelpunkt steht; tatsächlich ist es aber v.a. diese Lanze. Das soll aber nicht ins Gewicht fallen.
Auch dieser zweite Band ist unglaublich gut geschrieben, so herrlich atmosphärisch und bildhaft, besticht durch wundervolle Figuren und Welten. Er ist etwas düsterer und gefährlicher als der erste Band, aber dennoch absolut altersgerecht und somit von Kindern der Zielgruppe problemlos lesbar.
Auch dieser zweite Band ist sowohl zum Vorlesen als auch zum Selbstlesen perfekt geeignet, die Länge der einzelnen Kapitel ist für Kinder ideal. Auch die Illustrationen sind gewohnt zauberhaft.
Die Welt, die Sky McKenna mit dieser Reihe erschaffen hat, ist magisch schön, gemütlich und spannend, und jeder Band fühlt sich wie ein Nachhausekommen an. Wie schon beim ersten Band hatten wir das Gefühl, dass es insgesamt eine wahre Wohlfühlgeschichte ist.
Cassandra hat ihre Mutter am Ende dieses zweiten Bandes immer noch nicht gefunden - aber sie erfährt etwas Entscheidendes über sie - und nicht nur über sie, sondern auch über ihren Vater. Das hat uns überrascht, damit hatten wir nicht gerechnet. Und dieses spannende Ende erhöht die Vorfreude und Spannung auf Band 3, der im November erscheint, natürlich noch mal extrem!
Insgesamt ein ebenso spannender wie schöner zweiter Band, der wie schon sein Vorgänger viel Lust auf die Fortsetzung macht.
Absolute Leseempfehlung, vor allem für Kinder, die Hexen, Magie und England lieben und denen Harry Potter gefallen hat.
Und wie schon beim ersten Band gilt: Auch Erwachsene werden Cassandra, Hartwood Hall und Hagley lieben! Dies ist die perfekte Reihe für die ganze Familie.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

"Gibt Frauen, die musst du nicht treffen, um sie zu lieben."

Spiegelland
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Ich habe im Januar "Stromlinien" gelesen und war absolut begeistert von diesem Roman. Seitdem stand "Spiegelland" ganz oben auf meiner Wunschliste. Nun kann ich sagen: Rebekka Franks neuester Roman steht ...

Ich habe im Januar "Stromlinien" gelesen und war absolut begeistert von diesem Roman. Seitdem stand "Spiegelland" ganz oben auf meiner Wunschliste. Nun kann ich sagen: Rebekka Franks neuester Roman steht "Stromlinien" in nichts nach! Auch "Spiegelland" konnte mich absolut begeistern.

Es gibt drei verschiedene Erzählstränge, die im steten Wechsel erzählt werden. Da gibt es zunächst den um Cato (und ihre Tochter Kira) im Jahr 1999, den um Kiras Sohn Elias im Jahr 2025 - und den Erzählstrang, in dessen Mittepunkt eine Vorfahrin aller steht und der sogar bis ins Jahr 1756 zurückreicht! Natürlich hat man innerhalb dieser Erzählstränge solche, die man mehr mag und solche, die man weniger mag - doch alle drei sind einfach sehr gut! Sie machen den Leser neugierig, sorgen für offene Fragen, erzeugen eine starke Sogwirkung, die dazu führt, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Insbesondere beim Prolog und den kursiv gedruckten Passagen, die immer wieder auftauchen, hat man lange keine Ahnung, um wen es sich bei dieser Frau und diesem Mann handelt, kann miträtseln, kommt immer wieder ins Zweifeln, verwirft seine bisherige Theorie, stellt neue Vermutungen auf ... erst ganz am Ende gibt es eine Auflösung. Überhaupt gelingt es Rebekka Frank meisterhaft, die einzelnen Erzählstränge ineinander übergehen zu lassen und miteinander zu verweben. Sie tut dies Stück für Stück und doch auf höchst harmonische Art und Weise, ohne Brüche. Langsam und Stück für Stück setzt sich alles zusammen, bevor es am Ende ein großes Bild ergibt.

"Spiegelland" ist wie schon "Stromlinien" extrem gut geschrieben und erzählt; schon dies macht den Roman zu einem Genuss; die Geschichte ist extrem bildhaft und atmosphärisch. Nahezu alle Figuren sind der Autorin perfekt gelungen, es gibt kaum eine, die nicht ganz überzeugt. Auch die Nebenfiguren, etwa Dola, sind großartig. Man baut wirklich eine Beziehung zu den Figuren auf.

Die Idee, das Moor als Kulisse zu nehmen, ist genial - es ist pure Natur, verkörpert Harmonie, Zuflucht - aber auch Gefahr. So ist auch diese Geschichte - sie ist einerseits so schön, andererseits aber auch immer wieder spannend, gefährlich, bedrohlich, düster. Im Moor kann man auch sein Leben verlieren - und etwa und v.a. im Fall von Cato bleibt sehr lange unklar, wie diese Geschichte für sie ausgehen wird, ob sie ihrem Exmann und der Gefahr, die von ihm ausgeht, lebend entkommen wird.

Es sind eine Kulisse und eine Handlung, in die man völlig eintauchen kann; man fühlt sich wirklich in diesen Roman und ins Moor sowie in die verschiedenen Zeiten und Erzählstränge versetzt.

Gut gefallen haben mir auch die wichtigen Botschaften, die der Roman vermittelt, etwa Misogynie, das Patriarchat und den Schutz vor diesen unfassbar alten gesellschaftlichen Strukturen, die nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer schädlich und gefährlich sind, betreffend.

Daneben geht es in Catos Handlungsstrang durch den Streit zwischen Cato und Sven um die gemeinsame Tochter und alles, was vorfiel, auch um das Familien- und Strafrecht, um eine Auseinandersetzung vor Gericht. Auch diesbezüglich hat Rebekka Frank sehr gut recherchiert und geschrieben - auch für mich als Juristin war das sehr interessant zu lesen und lehrreich.

Es geht in "Spiegelland" um Natur und Naturschutz, Familie, verschiedene Generationen, überaus gefährliche, jahrhundertealte gesellschaftliche Strukturen, um Misogynie, das Patriarchat, um ein Umdenken und Umlernen und den Schutz vor diesen Dingen. Es geht aber auch und zudem auch sehr stark um häusliche Gewalt, um psychische und physische Gewalt gegen Frauen, um einen Narzissten, wie er im Buche steht, um psychische Probleme, um Suizid, um gestörte Männlichkeit und ihre Folgen und Gefahren für Frauen.

Und das führt mich zu meinem einzigen Kritikpunkt: dieser Roman geht selbst Lesern, die nichts mit solchen Dingen zu tun haben, an die Substanz, lässt sie nicht unberührt. Vorne steht nur ganz klein auf einer Seite ganz oben: "Hinweise zum Inhalt finden Sie am Ende des Buches." Dieser Satz ist so klein und so dezentral, dass man ihn sehr leicht überliest. Ganz am Ende folgt dann ein "Inhaltshinweis", in dem u.a. gesagt wird, dass es u.a. um Gewalt an Frauen und Suizid geht. Positiv ist immerhin, dass darunter Betroffene Anlaufstellen und Telefonnummern finden, an die sie sich wenden und bei denen sie Hilfe bekommen können. Da der Roman aber schon für nicht betroffene Personen teilweise heftig zu lesen ist, wäre es wirklich besser gewesen, vorne und zentral und groß genug eine Triggerwarnung anzubringen. Denn ich denke, dass betroffene Personen durchaus sehr getriggert werden können.

Das Ende versöhnt, wobei es der Autorin hier auch gelingt, dieses Ende harmonisch und glaubhaft zu gestalten; es wirkt kein bisschen übereilt und konstruiert.

Ich freue mich schon jetzt auf Rebekka Franks nächsten Roman.

Insgesamt ist "Spiegelland" ein sehr guter und auch sehr wichtiger Roman. Leseempfehlung!



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Veröffentlicht am 14.02.2026

Toller erster Band

Starminster - Stadt in den Wolken
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Astrids Kindheit war und ist völlig anders als die anderer Kinder - denn Astrid lebt seit ihrer Geburt in völliger Isolation. Sie ist schon ihr ganzes Leben lang in einem Schuppen auf dem Hof ihrer Mutter ...

Astrids Kindheit war und ist völlig anders als die anderer Kinder - denn Astrid lebt seit ihrer Geburt in völliger Isolation. Sie ist schon ihr ganzes Leben lang in einem Schuppen auf dem Hof ihrer Mutter in Yorkshire eingesperrt, darf ihn niemals verlassen, kennt keine anderen Menschen, kennt nicht das wahre Leben. An der Welt da draußen kann sie nur durch einen Laptop teilhaben. Sie kennt sie also nur bruchstückhaft und mittelbar. Astrid wünscht sich nichts sehnlicher, als das endlich zu ändern - zumal sie auch einfach nicht verstehen kann, warum ihre Mutter in diesem Schuppen eingesperrt hat. Für eine Erklärung sei sie aber noch zu jung.
Doch eines Nachts steht plötzlich eine Frau mit Flügeln, eine Librae, im Schuppen, und nimmt Astrid mit nach Starminster, einer Flugschule für Librae in Überlondon. Denn auch Astrid ist eine Librae. So viele Dinge und Menschen, die Astrid nun kennenlernt und die sie erst mal auf sich wirken lassen muss! Und tatsächlich schien ihre Mutter Recht damit gehabt zu haben, dass die Welt da draußen gefährlich ist - denn in Unterlondon sind einige Kinder verschwunden, entführt von einem Mann mit Flügeln; die Spur führt also nach Überlondon und Starminster, wo Astrid sich befindet. Astrid kommt dem Täter und seinem Motiv auf die Spur - und gerät so in große Gefahr ...
Außerdem erfährt sie endlich, was ihre Mutter über die Librae, Überlondon und Starminster weiß, und warum sie Astrid damals im Schuppen eingesperrt hat ...
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Empfohlen wird das Buch ab elf Jahren; natürlich kommt es immer auf das jeweilige Kind an, aber meiner Meinung nach können Kinder diesen ersten Band ruhig schon einen Tick früher lesen.
Als wir Starminster entdeckt haben, wollten wir das Buch unbedingt lesen - und tatsächlich hat die Geschichte uns so gut gefallen!
Schon Megan Hopkins Schreib- und Erzählstil hat uns richtig gut gefallen, denn sie schreibt wirklich gut. Die Geschichte lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen, ist sowohl zum Vorlesen als auch Selbstlesen perfekt geeignet, ist sehr atmosphärisch und bildhaft und überzeugt durch eine tolle Welt, tolle Ideen der Autorin, und tolle Figuren.
Überlondon und Starminster sind wirklich eine ganz neue, faszinierende Welt. Es geht neben den Librae und der Schule um Familie, Freundschaft - aber es ist durch die entführten Kinder eben auch zunehmend spannend. Eine tolle Mischung!
Ganz nebenbei werden den Kindern auch wichtige und tolle Botschaften vermittelt.
Gut gefallen hat uns auch, dass am Ende dieses Bandes noch aufgelöst wird, was Astrids Mutter über diese Welt weiß, warum sie damals so gehandelt hat, die Geschichte also nicht mit einem Cliffhanger endet und dadurch auch Kinder die Monate bis zum Erscheinen des nächsten Bandes gut aushalten können.
Es ist eine Geschichte, an der Kinder und Erwachsene Freude haben. Wir haben diesen ersten Band sehr gerne gelesen und freuen uns schon auf die Fortsetzung.
Insgesamt ist es wirklich auch ein warmherziges Buch.
Leseempfehlung für alle Kinder, die London mögen, gerne Fantasy lesen und Lust auf eine wirklich gute Geschichte mit tollen Figuren und Welten haben!

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