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Veröffentlicht am 28.06.2026

Scharf bissig und charakteristisch

Gifted and Talented
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Olivie Blakes Bücher sind anders.
Scharf. Intelligent. Voller Kontraste.
Wortgewandt und intellektuell.

Jedes Mal, wenn ich eines ihrer Bücher aufschlage, habe ich absolut keine Ahnung, was mich erwartet. ...

Olivie Blakes Bücher sind anders.
Scharf. Intelligent. Voller Kontraste.
Wortgewandt und intellektuell.

Jedes Mal, wenn ich eines ihrer Bücher aufschlage, habe ich absolut keine Ahnung, was mich erwartet. Dafür bin ich hier.
Sie schreibt Geschichten, die sich außerhalb meiner Komfortzone bewegen. Geschichten, die Dinge mit meinem Gehirn machen, die ich nicht immer sofort greifen kann. Geschichten, bei denen man erst den richtigen Winkel finden muss, um zu verstehen, aus welcher Perspektive ich diese überhaupt betrachten sollte.

Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Wren. Nach dem Tod ihres Vaters Thayer Wren, dem Gründer eines mächtigen Magitech-Unternehmens, beginnt ein "Kampf" um sein Vermächtnis. Meredith, Arthur und Eilidh sind alle außergewöhnlich begabt und auf ihre ganz eigene Art vollkommen kaputt.
Begnadet. Talentiert aber auch voller Fehler und Zweifel.

Und genau das macht dieses Buch so großartig.
Sie machen es großartig.

Wer eine klassische Urban Fantasy erwartet, sollte allerdings wissen, worauf er sich einlässt. Die Magie ist da, aber sie steht nicht im Mittelpunkt. Ich könnte jetzt versuchen sie euch zu beschreiben aber ich bin mir nicht sicher ob ich sie richtig verstanden habe. Weniger Urban Fantasy und mehr Magical Realism.
Ja das trifft es eher. Oder doch eher eine Charakterstudie?
Letztendlich ist es eine Familiensaga über Macht, Anerkennung, Ehrgeiz und die Frage, was Glück eigentlich bedeutet.
“This App will make you happy.”

_

Doch was bedeutet das überhaupt? Glücklich sein?

Wann sind wir es? Und warum jagen wir diesem Zustand eigentlich ständig hinterher?
Würdet ihr einer App oder einer Technologie vertrauen die euch Glück verspricht ?
Olivie Blake stellt viele Fragen, gibt aber nur selten einfache Antworten.

Ihr Schreibstil ist wieder einmal unverkennbar. Intelligent, eloquent, poetisch und scharf. Selbst unter hunderten Büchern würde ich ihre Stimme sofort erkennen. Ihre Texte haben Krallen. Sie beißen. Sie pieksen. Sie fordern heraus.

Und obwohl mich das Buch nicht sofort vollständig hatte, gab es diesen einen Moment etwa zur Hälfte der Geschichte, als die allwissende Erzählerin plötzlich selbst in Erscheinung tritt.
Was für ein genialer Kniff.
Natürlich macht Olivie Blake so etwas.
Brillant. Seltsam. Ein bisschen verrückt.

Und genau deshalb liebe ich ihre Bücher. Für eben diese außergewöhnlichkeit.

Die Charaktere

Die eigentliche Stärke dieser Geschichte bleiben aber die Charaktere. Auch die neben den Geschwistern. Ja !
Die Wrens sind ein einziges emotionales Chaos.
Ihr People of Choice - ihre Anker. Mit natürlich wieder ganz eigenen Problemen und Wesen.
What a mess!

Die Wrens sind arrogant, egoistisch, manipulativ, verletzt, brillant und treffen regelmäßig fragwürdige Entscheidungen. Es war wie eine Reality Show !

Meredith war wahrscheinlich mein persönlicher Favorit. Eine absolute Slay-Icon-Queen mit leicht psychopathischen Tendenzen. Arthur ist sensibel, ambitioniert und verliert sich irgendwo zwischen seinen politischen Träumen, seinen Beziehungen und seinem eigenen Ego. Und Eilidh als Liebling ihres Vaters versucht herauszufinden, wer sie eigentlich ohne seine Anerkennung ist. Ach und die Beherbergt als ehemalige Prima Ballerina einen Apokalyptischen Dämon in sich der gerne mal eine Katastrophe vom Himmel regnen lässt ! Genial !

Jeder von ihnen ist auf seine eigene Art faszinierend.
Und jeder von ihnen trägt etwas in sich, das erschreckend menschlich ist.

Die Familienkonstellation war für mich ohnehin eines der Highlights. Dysfunktional. Satirisch. Kaputt. Teilweise völlig absurd. Manchmal musste ich lachen, manchmal wollte ich die Figuren schütteln und manchmal tat es einfach weh, ihnen zuzusehen.

Denn obwohl die Wrens Genies sind, kämpfen sie letztlich mit denselben Dingen wie wir alle.

Mit Unsicherheiten.
Mit Ängsten.
Mit verpassten Chancen.
Mit dem Gefühl, nicht genug zu sein.


Die Handlung

Leider konnte mich die eigentliche Handlung nicht immer genauso überzeugen wie die Figuren. Zwischendurch verlor die Geschichte etwas an Tempo und auch die Magie hätte für meinen Geschmack noch etwas stärker ausgearbeitet sein dürfen. Man fragte sich manchmal -
Wo führt das ganze hin als nur zu der Veröffentlichung des Testaments.
( das noch recht ernüchternd war - fand ich )

Aber ehrlich gesagt war mir das irgendwann völlig egal.
Weil dieses Buch durch seine Charaktere lebt.
Durch ihre Genialität und ihre Schwächen.
Durch ihre scharfen Kanten.
Durch ihr verzweifeltes Streben nach Erfolg, Anerkennung und Glück.

Am Ende ist Gifted & Talented für mich ein Buch über Menschen.

Über die Dinge, die wir nicht ändern können.
Über die Konsequenzen unserer Entscheidungen.
Über die hässlichen Seiten in uns selbst.
Über die Personen die in unser Leben treten und uns zeigen was es bedeutet zu Leben.
Und darüber, dass Liebe nicht immer alles heilt und manchmal sogar alles noch komplizierter macht.

_


Fazit

Gifted & Talented war für mich weniger eine spannende Urban Fantasy und viel mehr ein Kunstwerk über zwischenmenschliche Beziehungen.

Komplex.
Messy.
Bissig.
Manchmal unbequem.

Ein genialer Schreibstil, einzigartig und einer ganz eigenen Note. Genial und oft über meinen Wortschatz hinaus.

Und voller Figuren, von denen man eigentlich Abstand halten sollte und die man trotzdem irgendwie ins Herz schließt.
Die Handlung hat mich nicht immer komplett abgeholt, die Charaktere dafür umso mehr.
Und genau deshalb werde ich dieses Buch vermutlich noch eine ganze Weile mit mir herumtragen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2026

Wie ein Märchen …

Married into Magic: Duet with the Siren Duke
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Nachdem mir der dritte Band rund um das Vampirkönigreich nicht ganz so gut gefallen hat, war ich umso gespannter auf diesen hier.
Ich liebe das Meer, seine Geheimnisse und vorallem den Mythos im Sirenen. ...

Nachdem mir der dritte Band rund um das Vampirkönigreich nicht ganz so gut gefallen hat, war ich umso gespannter auf diesen hier.
Ich liebe das Meer, seine Geheimnisse und vorallem den Mythos im Sirenen.

Im Mittelpunkt steht Victoria, die einer toxischen Ehe entflieht und sich eines Nachts aufs offene Meer wagt. Dort geschieht ein Unglück, das sie eigentlich das Leben kosten sollte, doch stattdessen schließt sie einen Handel mit ihrem Retter Ilryth: ihre Seele gegen weitere Jahre Leben. Diese Zeit nutzt sie, um sich etwas Eigenes aufzubauen und zu einer der besten Kapitäninnen zu werden, während ihre Vergangenheit sie dennoch immer wieder einholt.

Als die Frist verstreicht, erkennt sie, dass auch die Sirenen nicht das sind, was sie zu sein scheinen. In ihrem Versuch zu verhandeln, wird sie schließlich als Opfergabe eines Gottes auserkoren und muss dafür ihre Erinnerungen eintauschen, bis sie ihm vollständig gehört.

Sie muss in sich Platz schaffen. Für diese Art von Magie. Denn noch nimmt ihre Vergangenheit zu viel Raum ein. Sie muss lernen loszulassen, die Bande an die menschliche Welt zu lösen, um der Fäulnis entgegenzutreten, die die Tiefe der See befallen hat.
Mit ihrer Seele, mit Gesang und Gefühl.
Ein Lied, gesungen mit dem Herzen und der Seele.

Und irgendwo darin beginnt sie, ihr Trauma Stück für Stück loszulassen und sich selbst in den Tiefen des Meeres neu zu finden. Wie ein kaputter Kompass, der sich lange nur schwindelnd im Kreis gedreht hat.


Besonders gefallen hat mir der sensible Umgang mit ihrem Trauma. Es wird nicht einfach abgelegt, sondern begleitet sie über Jahre hinweg, bis sie langsam beginnt zu heilen. Dadurch bekommt die Geschichte eine Tiefe, die über die reine Fantasy hinausgeht.

Die Handlung selbst bleibt dabei eher ruhig und stellenweise etwas träge, besonders im Mittelteil, wo mir Dynamik gefehlt hat. Der Weltenbau rund um die Sirenen ist solide, aber eher klassisch gehalten, sodass mir ein wenig das Überraschende gefehlt hat.

Dafür konnten mich die Figuren umso mehr abholen. Victoria ist stark, loyal und voller Sehnsucht nach Freiheit, während Ilryth mit seiner Präsenz und dieser verbotenen Anziehung genau das liefert, was man sich von einer solchen Geschichte erhofft.
» He is a 10, but he is a mermaid. « 🐠

Ihre Verbindung, dieses Konzept von „Song mates“ und die Magie, die durch Gesang entsteht, war für mich eines der schönsten Elemente der Geschichte.
Gab mir auch etwas Ariel Vibes.
Die Romance ist intensiv, getragen von Sehnsucht, Verlust und dieser unausweichlichen Verbindung zwischen zwei Seelen. Sie ist ruhig aufgebaut, teilweise schmerzhaft und genau deshalb so wirkungsvoll.

Das Ende aber hinterlässt ein bittersüßes Gefühl. Nicht ganz das, was ich erwartet hatte, aber emotional stimmig - war also okay.

Insgesamt ist dieser Band für mich eine Steigerung zum vorherigen, besonders in Bezug auf Charakterentwicklung und emotionale Tiefe, auch wenn er im Pacing schwächelt. Es ist eben einfach wenig passiert und ab und an hatte man das Gefühl sich im Kreis zu drehen. Allein die Momente zwischen Victoria und Ilryth haben mich dran bleiben lassen.
Dieses verbotene und die Heilung ihres Traumas.

Eine Geschichte über das Meer, verbotene Liebe und Seelen, die durch Lieder miteinander verbunden sind. Nicht perfekt, aber mit Momenten, die einnehmen.
Somit eine schönte und seichte Fantasy Einzelgeschichte für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Absolut underhyped

A Steeping of Blood. A Tempest of Tea 2
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Für Fans von :
Peaky Blinders – Six of Crows – Vampires – Found Family

Es gibt viele Geschichten die sich dem Found Family Trope bedienen und nicht mal hab so gut sind wie diese Geschichte hier.
Die ...

Für Fans von :
Peaky Blinders – Six of Crows – Vampires – Found Family

Es gibt viele Geschichten die sich dem Found Family Trope bedienen und nicht mal hab so gut sind wie diese Geschichte hier.
Die Blood and Tea Reihe ist viel zu Underhyped, meiner Meinung nach.
Sie ist scharfsinnig, düster und dabei viel zu unterschätzt. Band 2 war genau so grandios wie der erste Band und Anthie ist ein Charakter genau nach meinem Geschmack 🤭

Im Kern geht es um eine Crew, die nicht durch Blut verbunden ist, sondern durch Verluste, Geheimnisse und Entscheidungen, die sie gemeinsam tragen müssen. Und genau das macht sie besonders.


Worum es in Band 2 geht ?

Band zwei setzt genau dort an, wo der erste aufgehört hat, und nimmt sich keine Zeit, alles noch einmal sanft zu erklären. Stattdessen spürt man sofort die Konsequenzen der Ereignisse. Der zweite Band vordere direkt Aufmerksamkeit.

Arthie steht weiterhin zwischen ihrer Vergangenheit und dem, was vor ihr liegt, doch diesmal wirkt alles schwerer. Rache ist nicht mehr nur ein Ziel, sondern etwas, das Spuren hinterlassen hat. Sie wirkt verletzlicher. Menschlicher. Und büßt dennoch nichts von ihrer Genialität ein.

Die Crew ist wieder vereint, aber nicht mehr dieselbe. Beziehungen haben Risse bekommen, Geheimnisse sind ans Licht gekommen und Vertrauen muss sich neu formen. Während die Welt größer wird, werden auch die Konflikte intensiver und persönlicher. Ich habe es geliebt … die Details. Die Atmosphäre und die Geplänkel zwischen ihnen. Die Pov's geben Abwechslung und wunderbare Einblicke.
Jeder hat doch sein Lieblingspärchen oder ? 🤭



Handlung und Worldbuilding

Die Geschichte fühlt sich zwar insgesamt ruhiger an als im ersten Band, verliert dabei aber nur minimal an Spannung. Der Fokus liegt stärker auf Strategie, Planung und den Konsequenzen jeder einzelnen Entscheidung. Das macht es dieses Mal ernster. Überlegter.
Es geht weniger um das große Spektakel und mehr um das, was darunter liegt. Intrigen, Machtspiele und das ständige Abwägen zwischen richtig und notwendig.

Besonders stark fand ich, wie das Thema Kolonialismus noch präsenter in die Handlung eingebunden wurde. Es wirkt nicht wie ein Hintergrunddetail, sondern wie eine offene Wunde, die die Figuren und ihre Entscheidungen prägt.

Auch wenn mir persönlich stellenweise die lebendige, fast greifbare Atmosphäre der Teehäuser und Clubs aus Band eins etwas gefehlt hat, gewinnt die Geschichte dafür deutlich an Tiefe und Ernsthaftigkeit und punktet dafür an anderer Stelle.



Charaktere und Lovestory

Arthie bleibt eine unglaublich faszinierende Protagonistin, aber in diesem Band zeigt sie eine neue Seite. Sie ist nicht nur berechnend und stark, sondern auch verletzlicher, als sie es sich selbst eingestehen würde. Genau das macht sie greifbarer und gleichzeitig noch eindrucksvoller.

Die Dynamik zwischen den " Paaren " entwickelt sich spürbar, was ich sehr geliebt habe. Beziehung die von Spannung, Loyalität und Momenten, die gleichzeitig schmerzhaft und bedeutungsvoll sind, geprägt sind.
Trotzdem übernehmen sie nicht die Handlung sondern laufen eher nebenbei im Hintergrund.

Und dann ist da noch Flick, die für mich wieder eines der emotionalen Zentren der Geschichte bildet. Ihre Wärme bringt einen Ausgleich in all das Chaos, ohne jemals fehl am Platz zu wirken. 👜

» Bury me shallow, for I will return. «

Es war zu gut.
Jeder findet hier mindestens einen Lieblingscharakter.


✧ Fazit

Der zweite Band ist eine starke Fortsetzung, die einen etwas anderen Ton anschlägt. Er ist ruhiger, düsterer und deutlich fokussierter auf die inneren Konflikte der Figuren.
Der Schreibstil bleibt dabei gewohnt poetisch und atmosphärisch, ohne an Klarheit zu verlieren. Man merkt, wie viel Feingefühl in jeder Szene steckt.

Auch wenn es etwas weniger actionreich ist und die Atmosphäre des ersten Bandes nicht ganz in derselben Form zurückkehrt, überzeugt die Geschichte durch ihre Tiefe und die Entwicklung der Charaktere.
Die Found Family bleibt das Herzstück und trägt die gesamte Handlung, diesmal vielleicht sogar noch intensiver als zuvor.


Ein absolut würdiger Abschluss und absolut underhyped !

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Diese Reihe wird ein Highlight

Children of Fallen Gods (War of Lost Hearts 2)
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"You were the one who wanted to save the world," he said, quietly. "I just wanted to save you."

Band 1 war grandios. Band 2 hat mein Herz gebrochen. Meine Welt kurz erschüttert.

Wenn ihr Geschichten ...

"You were the one who wanted to save the world," he said, quietly. "I just wanted to save you."

Band 1 war grandios. Band 2 hat mein Herz gebrochen. Meine Welt kurz erschüttert.

Wenn ihr Geschichten mögt, die von außen schon bezaubern, aber innen noch so viel mehr zu erzählen haben. Wenn ihr Welten wollt, die von Magie, Politik und Schmerz durchzogen sind und Charaktere, die daran wachsen, statt daran zu zerbrechen … ist diese Reihe für euch.
Wenn ihr eine Liebesgeschichte sucht, die nicht im Mittelpunkt steht und trotzdem all umfassend ist.
Stürzt. Einsteht. Kein Bad Boy mit Shadow Magie. Einfach nur ein Grown Man mit Idealen und Ehrgefühl. Ehrlich, stark, ohne Drama. Eine absolutes Green Flag Couple !

Und wenn ihr den Venom-Trope liebt oder ihn endlich mal erleben wollt – auf eine Art, die gleichzeitig berührend, bedrohlich und voller überwältigender Macht ist.

Dann könnte Diese Reihe, ja auch dieser zweite Band - Children of Fallen Gods genau das Richtige für euch sein.

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Tisaanah kämpft noch immer. Für ihr Volk. Für die, die niemand sieht. Für ein Zuhause, das es noch nicht gibt. Sie hat so viel verloren und trotzdem hält sie an etwas fest, das größer ist als sie selbst.
Möge es genügen.
Und während sie versucht, die Welt zu retten, gibt es da jemanden, der einfach nur sie retten will.
Sie müssen sich immer noch den Kämpfen anderer Stellen. Sind immer noch gebunden. Bis sie ihre Ketten sprengen können. Doch die kurze Aussicht auf Frieden währt nur kurz. Denn eine Schlacht jagt die nächste. Auf dem Felde. Mit Magie und in der Politik.
Wir bekommen hier alles geliefert was das Fantasy Herz nur begehren könnte.

Max und Tisaanah sind für mich das, was man viel zu selten bekommt: ein echtes Team. Kein Drama, keine Spielchen, kein künstliches Auseinanderreißen. Stattdessen Vertrauen, Loyalität und ein Miteinander – selbst dann, wenn sie getrennte Wege gehen müssen. Ihre einzelnen Perspektiven bleiben stark, intensiv, und verlieren sich nie.
Ich schwenke meine imaginäre Green Flag noch immer hoch über ihnen.

Was mir besonders gefallen hat: Die Charaktere wachsen. Sie tragen ihre Narben sichtbar weiter. Sie entwickeln sich, heilen in ihrem eigenen Tempo und gehen ihren Weg weiter, auch wenn er nicht leicht ist.

Und genau hier zeigt sich auch die Stärke des Schreibstils. Die Autorin schafft es, Emotionen nicht nur zu erzählen, sondern spürbar zu machen. Schmerz, Hoffnung, Zerrissenheit. All das liegt zwischen den Zeilen und trifft genau dort, wo es soll.

Gleichzeitig bleiben Fragen offen. Gerade Tisaanahs Vergangenheit hätte für mich noch etwas mehr Raum bekommen dürfen. Ich bin mir aber sicher, dass genau das im nächsten Band noch aufgegriffen wird.

Was dieser Band dann aber wirklich besonders macht, ist somit seine Struktur. Es fühlt sich an, als würde man zwei Geschichten lesen, die zunächst nichts miteinander zu tun haben. Der zweite Handlungsstrang rund um Aefe hat mich anfangs eher auf Abstand gehalten … zu fremd, zu viele Fragezeichen. Zu anders und plötzlich.
Bis es klickt.
Und plötzlich fügt sich alles ineinander. Kleine Hinweise, lose Fäden, flüchtige Details. Sie greifen ineinander mit einer Wucht, die fast ohrenbetäubend ist. Hier zeigt sich, wie präzise und kraftvoll diese Geschichte konstruiert ist. Wir kunstvoll die gewebt wurde.

Die Welt wird größer, dunkler, gefährlicher. Alte Feinde sind besiegt, doch es gibt kein Aufatmen. Keine Pause. Neue Bedrohungen warten schon, näher als man denkt. Frieden war nie eine Option - Leider.

Auch emotional geht das Buch tiefer. Macht, Verantwortung, Verlust und die Frage, was es kostet, das Richtige zu tun. Die Figuren werden gefordert, bis an ihre Grenzen gedrängt. Und oft auch darüber hinaus. Nicht für sich. Für andere die keine Perspektiven haben.


Fazit :
Dieser Band hat mich langsam und seicht abgeholt. Er hat mich wunderbar unterhalten und mir gezeigt wie schmerzhaft es sein kann, sich seiner Vergangenheit zu stellen. Sich ihr entgegen zu werfen und in ihr zu verglühen.
Ich kann diesem Band nichts negatives abgewinnen. Er erfordert zu Beginn etwas Aufmerksam um sich an die beiden Handlungsstränge zu gewöhnen aber auch dies wird nach und nach angenehmer. Bis es an diesem einen Punkt mein Herz zerriss.
Ich freue mich nun auf Band 3 !

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Ein würdiger Nachfolger - this was FUN

The Robin on the Oak Throne – Der Fluch des Rotkehlchens
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Für Fans von Shadowhunters und Six of Crows, gepaart mit einer keltischen Sage über 2 Könige in einem ständigem Kampf zwischen Winter und Sommermagie.

Wir kehren zurück in eine Welt voller Monster, ...



Für Fans von Shadowhunters und Six of Crows, gepaart mit einer keltischen Sage über 2 Könige in einem ständigem Kampf zwischen Winter und Sommermagie.

Wir kehren zurück in eine Welt voller Monster, in der ein brüchiger Frieden auf einem alten Abkommen ruht, während der immer wiederkehrende Kampf zwischen Sommer und Winter im Hintergrund weiter brodelt. Magische Artefakte, Intrigen und eine Geschichte, die sich Stück für Stück weiter entfaltet.

Raubzüge, Überfälle und geplante Coups verweben sich mit einer einzigartigen Magie, verlorenen Erinnerungen, die zurückgewonnen werden wollen, und gebrochenen Banden, die ihre Spuren hinterlassen.

» Eine Waffe ist nur so mächtig wie ihre Schwäche und du bist meine. «

Kierse und Graves stehen im Zentrum dieser Geschichte. Sie kennt nun ihre wahre Identität und dennoch sitzt sein Verrat tief, sodass die Brücke aus Vertrauen zwischen ihnen vollständig eingestürzt ist. Und es liegt nicht an ihm zu entscheiden, ob oder wann sie wieder aufgebaut wird.
Go Girl ! Lass ihn sich beweisen !

Trotz allem bleibt diese Anziehung bestehen, diese spürbare Spannung zwischen ihnen, während er langsam beginnt, sich ihr Vertrauen zurück zu erarbeiten.

Der Stechpalmenkönig und sein Zaunkönig, seine kleine Diebin.

» Ich wünschte, ich könnte mein Leben neu schreiben. Mit dir darin. «

Die keltische Sage rund um den Wechsel der Jahreszeiten und den ewigen Kampf zwischen Stechpalmenkönig und Eichenkönig bildet weiterhin ein starkes Fundament der Geschichte. Was sich bereits in Band 1 erfrischend angefühlt hat, zieht sich konsequent durch diesen Teil weiter und verleiht eine besondere Tiefe und ein starkes Konzept.

Graves als Inkarnation des Wintergottes hat mich dabei vollkommen eingenommen. Seine Präsenz, seine Macht und diese unterschwellige Bedrohlichkeit machen ihn zu einer Figur, die gleichzeitig einschüchtert und fasziniert. Ein Monster in einer Welt, in der letztlich alle Monster sind.

Das Ganze ist eingebettet in ein urbanes New York Setting, das durch Abstecher nach Irland und Frankreich ergänzt wird. Besonders spannend fand ich den geheimen magischen Schwarzmarkt, auf dem es alles zu finden gibt, was man braucht, der aber immer seinen Preis verlangt.

Kierse entdeckt dabei immer mehr über sich selbst, über ihre Magie, ihre Vergangenheit und ihre Wurzeln, während sich gleichzeitig ihre Rolle in diesem immerwährenden Spiel zwischen den Jahreszeiten klarer abzeichnet. Zwischen Druiden, Magiern und ihrer eigenen Natur als Irrlicht, wenn auch nur als halbes, bleibt sie von einem starken Willen, dem Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung geprägt.

» Die Hälfte von allem ist das Ganze von nichts. «

Die wieder aufkeimende Beziehung zwischen ihnen, das langsam zurückkehrende Vertrauen und die spürbare Leidenschaft haben der ohnehin schon vielschichtigen Handlung noch einmal eine ganz eigene Intensität verliehen. Und ja, es wird auch heiß.

Was mich jedoch bis zum Ende nicht ganz losgelassen hat, war die Rolle von Lorcan und auch Niamh. Ich bin mir noch unsicher, ob sich ihre Handlungsstränge für mich zu gewollt anfühlen oder ob sie sich im Gesamtbild als sinnvoll erweisen werden. In diesem Punkt bleibe ich zwiegespalten.

Gleichzeitig mochte ich sehr, wie Kierse ihren eigenen Weg geht und wie Graves ihr genau diesen Raum lässt. Dieses Zusammenspiel aus Nähe und Freiheit hat für mich besonders gut funktioniert.

Auch die Nebencharaktere und die vielen miteinander verwobenen Handlungsstränge sind kunstvoll aufgebaut, sodass die Geschichte trotz ihrer Komplexität angenehm zu verfolgen bleibt. Figuren wie Gen und Ethan haben die nötige Wärme und Freundschaft mitgebracht und tragen ihren Teil zum Gesamtbild bei.

Zwischendurch entsteht zwar das Gefühl, dass die Handlung ruhiger wird, fast etwas seichter, doch unter der Oberfläche passiert durchgehend mehr, als man zunächst denkt. Es ist kein klassischer Pageturner, aber das Finale hat mich dennoch vollkommen abgeholt und war am Ende überraschend nervenaufreibend. Habe ich gejubelt ? Definitiv !

» Das konnte nicht das Ende sein. Sie weigerte sich, ihre Geschichte damit enden zu lassen, dass ein Mann über ihr Schicksal entschied. «

Dieser Band ist für mich ein würdiger Nachfolger, der viele kraftvolle Momente bereithält, die mich haben mitfiebern und mitfühlen lassen. Gleichzeitig war es auch ein Auf und Ab, denn es gab immer wieder Stellen, an denen mich die Geschichte kurz verloren hat, nur um mich dann wieder einzufangen.

Am Ende bin ich jedoch sehr froh, drangeblieben zu sein, denn es hat sich gelohnt. Die Geschichte ist überraschend gut, auch wenn sie an manchen Stellen etwas Durchhaltevermögen verlangt.

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