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Veröffentlicht am 31.05.2026

Sommer auf Rosenholm

Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück
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Das Cover des ersten Buches der Seaside Sisters-Reihe zeigt die lächelnde Lene mit ihren Freundinnen Elsa, Amba und Frida, die am Strand Spaß haben. Die Illustrationen von Hanna Wenzel haben mich an den ...

Das Cover des ersten Buches der Seaside Sisters-Reihe zeigt die lächelnde Lene mit ihren Freundinnen Elsa, Amba und Frida, die am Strand Spaß haben. Die Illustrationen von Hanna Wenzel haben mich an den Zeichenstil der Hanni und Nanni-Bände erinnert und dadurch sofort Lust auf „Lenes Inselsommerglück“ gemacht.

Lene und ihre Zwillingsschwester Elsa haben eine gemeinsame beste Freundin – Amba, die sich sehr für Mode interessiert. Als Frida mit ihrer Mutter und Dackeldame Liselotte in die Pension Silbermöwe zieht, die von den Eltern der Zwillinge geführt wird, scheint das Freundschaftsgleichgewicht etwas in Schieflage zu geraten – schließlich scheint sich Lenes Schwarm Mats für Frida zu interessieren. Und Elsa frägt sich, ob sich das Verhältnis der Schwestern ändern würde, wenn Lene und Mats wirklich ein Pärchen würden. Die Mädchen genießen den Sommer auf der Insel Rosenholm, während Lene zudem ein Thema für einen Schreibwettbewerb zu finden versucht.

Die Geschichte macht große Lust auf einen Sommerurlaub auf der Insel. Themen wie Natur- und Tierschutz, Diversität und Veganismus sprechen für ein modernes Kinderbuch, wobei letzteres fast wie ein Agenda wirkt und in Lene eine Schuld auslöst, als sie Vanilleeis isst. Aus schlechtem Gewissen will sie in Zukunft „mehr zum Gemüse statt zu den Würstchen […] greifen“ (S. 162).

Vier DIY-Seiten zum Thema Journalismus runden das Buch ab. „Seaside Sisters – Lenes Inselsommerglück“ von Mia Andersen macht mit den sympathischen Charakteren und der besonderen Inselatmosphäre einfach Spaß, was durch die wunderbaren Illustrationen nochmal verstärkt wird. Ich bin schon gespannt auf die folgenden drei Bände, die sich auf Winter (Elsa), Frühling (Frida) und Herbst (Amba) konzentrieren werden – ab zurück nach Rosenholm! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und verdiente 4 von 5 Robben.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Inselidylle wird zum Albtraum

Bachelorette Party
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Vier beste Freundinnen treffen sich im Mai 2012 auf einer einsamen Schäreninsel, wie es seit Jahren ihre Tradition ist. Alle vier verschwinden spurlos und gelten für tot. Ein Junggesellinnenabschied wird ...

Vier beste Freundinnen treffen sich im Mai 2012 auf einer einsamen Schäreninsel, wie es seit Jahren ihre Tradition ist. Alle vier verschwinden spurlos und gelten für tot. Ein Junggesellinnenabschied wird im April 2022 in einem neugebauten Yoga Retreat auf derselben Insel gefeiert. Tessa, eine in Ungnade gefallene Podcasterin, wittert hier einen spektakulären Fall und forscht über das Schicksal der Frauengruppe von damals nach, zumal die Besitzerin der neuen Hotelanlage die Schwester einer der verschwundenen Frauen ist.

Mich hat der Thriller sehr gut unterhalten. Ich mochte das Setting auf der einsamen Schäreninsel Isle Blind und die zwei Gruppen von unterschiedlichen Frauen, die durch Freundschaft verbunden sind. Zudem liebe ich Geschichten, die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielen und letztendlich ineinandergreifen.

Durch Tessas Investigationen entsteht eine Dynamik, die mich immer wieder zum Buch greifen ließ. Ich konnte es nur schwer aus der Hand legen. Gerade am Ende nimmt die Geschichte nochmal richtig an Fahrt auf. Die Geschehnisse wirken etwas zu konstruiert, was mir persönlich aber nicht die Lesefreude genommen hat. Für mich ist „Bachelorette Party“ von Camilla Sten ein unterhaltsamer und spannender Thriller, der 4 von 5 Junggesellinnen verdient.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Neuinterpretation eines Klassikers als Thriller

Beth is dead
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„Beth is Dead“ von Katie Bernet setzt die klassischen Charaktere der Schwestern Jo, Amy, Meg und Beth March aus „Little Women“ von Louisa May Alcott modern in Szene. Wie der Titel verrät, stirbt Beth zu ...

„Beth is Dead“ von Katie Bernet setzt die klassischen Charaktere der Schwestern Jo, Amy, Meg und Beth March aus „Little Women“ von Louisa May Alcott modern in Szene. Wie der Titel verrät, stirbt Beth zu Anfang des Buches. Stück für Stück wird ihr Schicksal aus den Perspektiven der vier Schwestern und auf zwei Zeitebenen – heute und vorher – enthüllt.

Mir gefallen die Perspektiven- und Zeitwechsel sehr gut, da sich je nach den unterschiedlichen Charakteren immer wieder ein leicht anderes Bild ergibt. Die Eigenschaften und Verhaltensweisen der Schwestern ähneln dabei sehr den Originalfiguren von Louisa May Alcott. Katie Bernet hat sie damit vom 19. ins 21. Jahrhundert geholt, was eine originelle Geschichtenidee ist. Das Ganze dann in einen Thriller zu packen war ein kleiner Geniestreich – ich wurde sehr gut unterhalten und habe gerne mitgerätselt.

Warum gebe ich dann nicht die volle Punktzahl? Das liegt daran, dass man auf den Täter tippen kann, wenn man den Originalroman und dessen Charaktere kennt. Natürlich hätte hier auch ein Twist kommen können, aber das war nicht der Fall. Dennoch kann ich das Buch jedem ans Herz legen, der gerne mitfiebert, wer der Täter ist und eine Neuinterpretation von beliebten Charakteren zu schätzen weiß. Außerdem ist das pinkfarbene Cover ein echter Hingucker. Von mir gibt es verdiente 4 von 5 Schwestern.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Die gefährliche Welt der Influencerinnen

Belladonnas
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Eine Zwillingsgeschichte, der asiatische Hintergrund, die (Schein)Welt der Influencer – all das hat mich dazu gebracht, den Thriller „Belladonnas“ von Liann Zhang zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten ...

Eine Zwillingsgeschichte, der asiatische Hintergrund, die (Schein)Welt der Influencer – all das hat mich dazu gebracht, den Thriller „Belladonnas“ von Liann Zhang zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil ich unbedingt wissen musste, ob Julie Chan damit durchkommt, das Leben ihrer Zwillingsschwester Chloe Van Huusen als Influencerin übernommen zu haben, nachdem sie sie tot in deren Wohnung aufgefunden hat.

Diese scheinbar schillernde Welt der Likes und Klicks und des schnellen Geldes hat etwas Unwiderstehliches an sich – zumindest auf den ersten Blick. So geht es auch Julie, deren Zwillingsschwester Teil der Belladonnas war, eine Riege von Influencerinnen, die die berühmte Bella Marie um sich geschart hat. Beim Aufenthalt auf einer abgelegenen Privatinsel tun sich jedoch schnell Abgründe auf.

Gerade die Szenen auf der Insel fand ich sehr eindringlich – und hier kommt für mich leider der Abzug von einem Stern. Eine Schlüsselszene war für mich zu viel. Spoiler – Stichpunkt: Tiergrausamkeit! Sicherlich ist das wichtig für die Handlung, aber ich hatte einfach zu viel Kopfkino.

„Belladonnas“ ist „Das doppelte Lottchen“ auf eine neue, spannende Art erzählt, die zudem die Social Media Welt hinterfragt. Das Cover in Pink und Blau mit goldenem Titel und goldener Axt, dem Zitat „Damit eins klar ist: Ich habe meine Zwillingsschwester nicht umgebracht“ und den gespiegelten Bildern von zwei hübschen, asiatischen Frauen ist ein wirklicher Hingucker. Von mir gibt es verdiente 4 von 5 Äxten.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Moderne, leckere Rezepte

Hensslers Schnelle Nummer - morgens, mittags, abends
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Ich kenne Steffen Henssler seit seinen frühen Anfängen im TV-Programm und mochte schon damals die leckeren, leicht umsetzbaren Rezepte. Ich finde die Idee, ein Kochbuch mit Rezepten für Frühstück, Mittagessen ...

Ich kenne Steffen Henssler seit seinen frühen Anfängen im TV-Programm und mochte schon damals die leckeren, leicht umsetzbaren Rezepte. Ich finde die Idee, ein Kochbuch mit Rezepten für Frühstück, Mittagessen und Abendessen herauszubringen sehr reizvoll – vor allem, dass das Frühstück integriert ist. Je nach Zeit kann man dann das Hauptaugenmerk auf eine der Mahlzeiten legen und sich durchprobieren.

Einige der Rezepte haben beim Blick auf das Inhaltsverzeichnis auf Anhieb meinen Appetit geweckt wie z.B. spanische Tortilla fürs Frühstück, Süßkartoffel-Kokos-Curry fürs Mittagessen und gratinierter Hackauflauf mit Kürbis fürs Abendessen. Es ist eine schöne Mischung aus Rezepten mit und ohne Fleisch.

Das Kochbuch konzentriert sich auf das Wesentliche – die Rezepte und hochwertige Abbildungen der Gerichte. Zu Frühstück, Mittag- und Abendessen gibt es jeweils zwei Doppelseiten Einleitung; eine davon mit amüsanten Fakten.

Allerdings stört mich eines sehr – warum werden unter „Zutaten“ nicht einfach alle Zutaten angegeben? Nehmen wir den „Banana-Brownie“ (für mich wäre auch Bananen-Brownie in Ordnung gewesen) als Beispiel. Hier muss ich relativ mühsam 90 g Butter, 75 g braunen Zucker und 65 g Mehl aus der Zubereitungsbeschreibung heraussuchen, die einfach auch unter „Zutaten“ hätten stehen können, aber (ohne Mengenangaben!) stattdessen unter „Außerdem“ zu finden sind. Der Sinn dahinter erschließt sich mir leider nicht – ich finde es nur umständlich.

Alles in allem ist „Hensslers schnelle Nummer – morgens, mittags, abends“ ein modernes, ansprechendes Kochbuch mit leckeren Rezepten, die ich gerne nach und nach ausprobieren möchte. Ich bin sicher, ich werde ein paar neue Lieblingsrezepte finden. Von mir gibt es verdiente 4 von 5 Kochmützen!