The Sea Spinner
The Sea Spinner (Wind Weaver 2)Das Cover:
Das Cover hat diese epische, weitläufige Energie, die sofort nach großer Fantasy schreit. Wasser, Magie, der Vogel (Phönix?) Es passt wunderbar zur Geschichte und Band eins und macht neugierig ...
Das Cover:
Das Cover hat diese epische, weitläufige Energie, die sofort nach großer Fantasy schreit. Wasser, Magie, der Vogel (Phönix?) Es passt wunderbar zur Geschichte und Band eins und macht neugierig auf die Welt von Anwyvn.
Meine Meinung:
The Wind Weaver hat mich von Anfang an gepackt, und nach dem Ende war klar: Band 2 muss sofort her. Julie Johnson liefert mit The Sea Spinner nicht nur einen würdigen Nachfolger, sondern legt nochmal eine Schippe drauf. Wer Band 1 nicht kennt, sollte hier keinesfalls einsteigen, denn die Geschichte baut auf allem auf, was in Band eins passiert ist.
Achtung, kann Spoiler zu Band eins enthalten!
Nach der verheerenden Schlacht von Fyremas liegt Caeldera in Trümmern. Rhya Fleetwood trägt ihren Kummer schwer, ihre Magie fühlt sich schwerer an als je zuvor und Penn, frisch gekrönter König, schottet sich ab. Er braucht seinen Fokus für sein Reich, sein Volk und seinen Hunger nach Rache. Als ein unerwarteter Schicksalsschlag Rhya zum Wasserhof von König Soren von Llyr führt, findet sie sich in einer Welt wieder, die so anders ist als alles, was sie kennt. Und Soren ist so anders als Penn, rätselhaft, geduldig und mit einer Wärme, die einem nicht loslässt.
Rhya ist in diesem Band so richtig in ihrem Element. Ihre Entwicklung steht im Mittelpunkt , nicht als Teil eines Paares, sondern als eigenständige Figur, die lernt, ihre Kräfte zu beherrschen, ihre Trauer zu tragen und herauszufinden, was sie wirklich will. Diese Selbstständigkeit macht sie noch stärker als in Band 1, und man fiebert mit jeder neuen Entfaltung ihrer Windweber-Magie mit. Und ich habe diesen anderen Fokus geliebt.
Soren ist eine Offenbarung. Wer Band 1 mochte, aber mit Penn so seine Probleme hatte, wird hier das bekommmen, worauf man heimlich gewartet hat. Ruhig, geheimnisvoll und mit einer Art, Rhya zu sehen, die einem warm ums Herz wird. Die Dynamik zwischen den beiden ist so anders als mit Penn und genau das macht sie so fesselnd. Die Gespräche, die kleinen Momente, das langsame Aufeinanderzugehen, das hat dieses Kribbeln, das einen nicht loslässt.
Was das Buch wirklich besonders macht, ist das erweiterte Worldbuilding. Der Wasserhof von Llyr, die Hochzeit von Sorens Schwester als politische Bühne, die sich vertiefende Prophezeiung... die Autorin webt all das so geschickt zusammen, dass man die Komplexität dieser Welt mit Staunen aufsaugt, ohne sich erschlagen zu fühlen. Der Schreibstil ist bildhaft, emotional und mit einem Sog, der einen kaum innehalten lässt. Und das Ende?! Grausam. Auf die beste Art, die nur Leser und Leserinnen verstehen werden
Mein Fazit:
Ein Sequel, das seinen Vorgänger in jeder Hinsicht gerecht wird und teilweise sogar übertrifft. Stärkere Charakterentwicklung, ein erweitertes Worldbuilding und eine neue Dynamik, die einem das Herz stiehlt. Rhya ist eine Heldin, für die man alles gibt, und Soren ist genau der Charakter, auf den man gewartet hat ohne es zu wissen. Ich kann Band 3 kaum erwarten