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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2018

Da ist noch Luft nach oben...

Eonvár – Zwischen den Welten
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Das Cover ist wahnsinnig spannend gestaltet, man sieht zersplitterndes Glas und im Hintergrund eine Landschaft mit einer Sonne, das wirkt schon etwas mystisch und ansprechend. Auch die Farbkombination ...

Das Cover ist wahnsinnig spannend gestaltet, man sieht zersplitterndes Glas und im Hintergrund eine Landschaft mit einer Sonne, das wirkt schon etwas mystisch und ansprechend. Auch die Farbkombination des Covers ist interessant gemacht.
Elisa hat es in ihrem Leben nicht leicht, ihr Art kommt nicht immer überall gut an und eigentlich ist sie in ihre Welt verwurzelt, doch dann kommt ihr Jugendfreund Gabriel wieder in ihr Leben und zeigt ihr Eonvár - eine andere Welt, eine Art Zwillingswelt zur Erde, die weit weg von ihrem Leben und allem, was sie liebt, liegt. Aber auch hier ist es für Elisa nicht leicht und sie kann sich nicht entscheiden, ob sie lieber hier oder lieber da leben möchte und beginnt ein Spiel mit dem Feuer zwischen den beiden Welten...
Der Plot ist wirklich gut gemacht, er zeigt auf der einen Seite, wie hart das Leben sein kann, aber auch, dass es immer eine Chance auf Besserung gibt und auch das Seting des Buches ist wirklich interessant gestaltet.
Mit Elisa Schwarzberg schafft Kat Rupin eine ungewöhnliche Protagonistin, sie ist stur, wirklich toughe und kann auch ihr Mundwerk kaum zügeln. Genau das ist aber auch ihr Problem - sie sagt manchmal zu viel und das macht immer wieder Probleme. Auch wirklich sie manchmal etwas unglaubwürdig, gerade was ihre Gefühle angeht, das passt dann einfach nicht zu der taffen Elisa, die man von Beginn des Buches an kennt.
Leider leidet darunter auch die Liebesgeschichte zwischen Elisa und Gabriel, weil Gabriel immer wieder etwas den Kampfgeist für die Liebe vermissen lässt. So wirklich kommt die Liebesgeschichte nicht beim Leser an, was schade ist, weil an sich ist die süss ausgedacht.
Das ganze Buch wird aus der Sicht von Elisa erzählt, was natürlich Elisa als Protagonist für den Leser viel greifbarer macht. Die Erzählweise ist an sich schön, auch wenn man manchmal auch Gabriels Sicht kennen würde, weil so ist das Buch schon in der Hinsicht manchmal einseitig.
Das Buch zieht sich bis etwas zur Mitte ziemlich hin, man muss sich da etwas durchbeissen, weil man hat kaum Spannung und vieles wird etwas in die Länge gezogen. Erst ab der Hälfte geht das Buch wirklich flüssig durch und auch die Spannung wird nach oben gehoben.
Etwas verwirrend sind auch die Zeitsprünge, die im Buch immer wieder gemacht werden, manchmal auch etwas unvorbereitet, da fehlt einfach manchmal etwas der Faden in der Geschichte.
Kat Rupin schreibt flüssig und in einer einfachen Sprache, aber sie legt viel Wert auf Details, was die Vorstellung der magische Wesen und Orte wirklich einfach macht, das Buch aber auch etwas in die Länge zieht. Trotzdem hat sie einen schönen Stil, der schon etwas von einer Malerin oder Künstlerin hat. Sie schafft mit Eonvár eine wirklich fantastische Welt, die aber auch ihre Gefahren in sich birgt.

Fazit:
Kat Rupin schafft mit Eonvár eine wirklich interessante Welt, die für Elisa zur Gradwanderung zwischen den Welten wird, aber leider kommt das Buch erst ab der Mitte wirklich in Fahrt und auch die Erzählweise aus Elisas Sicht ist manchmal einfach etwas zu wenig. Ein wirklich guter Plot, aber leider etwas zu oberflächlich in der Umsetzung, gerade durch die Zeitsprünge, die manchmal den roten Faden vermissen lassen und auch durch die Liebesgeschichte, die nicht wirklich beim Leser ankommt.

Veröffentlicht am 03.03.2018

Nett geschrieben, mehr aber auch nicht...

Poleposition
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Das Cover zeigt eine Tänzerin in einer recht aufreizenden Pose, was aber wahnsinnig gut zu dem Buch passt, weil es geht ja um eine Stripperin, die über ihr Leben schreibt. Auch die Kombination der Farben ...

Das Cover zeigt eine Tänzerin in einer recht aufreizenden Pose, was aber wahnsinnig gut zu dem Buch passt, weil es geht ja um eine Stripperin, die über ihr Leben schreibt. Auch die Kombination der Farben hat etwas verruchtes, was dem Thema des Buches wirklich gut entspricht.
Als Stripgirl um die Welt - eigentlich sagt der Untertitel schon alles, Mia May hat in ihrem Leben viel erlebt und das möchte sie gerne den Leser wissen lassen.
Mia May schreibt über ihr Leben, erst über ihre Kindheit in einem Dort in Niedersachsen, später über ihre Jobs in der Werbebranche, ihr Studium in Sydney und auch über ihr aktuelles Leben in Berlin. An sich macht sie das auch nicht schlecht, aber es fehlt etwas der rote Faden in dem Buch. Sie schreibt alles wie Kurzgeschichten, es fehlt einfach die Tiefe etwas in ihren Bericht, es ist auch keine echte Biografie, weil da einfach einiges an Hintergrundwissen fehlt. Auch bleiben einige Fragen offen, weil sie manchmal mitten in der Erzählung abbricht, was schade ist, weil da wäre mehr drin gewesen. Vielleicht liegen die Abbrüche aber auch daran, dass sie keinen wirklich tiefen Blick in die Welt der Stipperinnen geben will, weil einen Blick hinter die Glamourwelt der Clubs gewährt sie uns nicht.
Der Schreibstil von Mia May liest sich wirklich gut, das Buch ist flüssig geschrieben, auch wenn die Brüche zwischen den Kapiteln immer wieder etwas stören.

Fazit:
Mia May hält sich schon an ihren Untertitel, den sie erzählt über ihr Leben, bleibt dabei allerdings sehr an der Oberfläche, einen tiefen Einblick in die Welt von Stripperinnen oder den Ablauf hinter den Kulissen bleibt verwehrt, was schade ist, weil das erwarte man schon, wenn man den Klappentext liest und das fehlt leider komplett. Das Buch ist somit nur nett, erzählt über die Sonnenseiten des Gewerbes, aber das war es dann auch schon.

Veröffentlicht am 18.04.2017

Ein Versprechen, nicht nur im Sommer...

Das Sommerversprechen
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Dabney ist eine Frau, die immer erst ihr eigenes Glück hinter der Glück von allen anderen stellt, sie verkuppelt Menschen und auch mit ihrere Arbeit in der Handelskammer von Nantucket sind alle zufrieden. ...

Dabney ist eine Frau, die immer erst ihr eigenes Glück hinter der Glück von allen anderen stellt, sie verkuppelt Menschen und auch mit ihrere Arbeit in der Handelskammer von Nantucket sind alle zufrieden. Doch dann kommt die Diagnose Krebs und für Dabney steht fest, sie wird die restliche Zeit damit verbringen, ihren Liebsten - ihrem Mann, ihrem Liebhaber und ihre Tochter - die Menschen an die Seite zu stellen, die in Dabneys Augen zu ihnen passen, nur wissen die drei noch nichts von ihrem Glück...
Das Buch verwirrt zu Beginn etwas, weil man sich erstmal in die ganze komplexe Gestaltung des Buches hinein finden muss, was in den ersten Seiten etwas schwierig ist. Ab und zu muss man auch etwas nachlesen, damit man nichts verpasst.
Dabney ist als Charakter eine sehr starke Frau, das strahlt sich über das ganze Buch aus, auch wenn sie in manchen Momenten etwas sehr vorhersehbar ist. Trotzdem berührt einen die Geschichte sehr, weil einen großen Teil der Geschichte schon vom Klappentext vorweggenommen wird, was eigentlich den Spannungsbogen des Buches etwas vorwegnimmt.
Das Buch lässt den Leser viele Situationen durchleben, kleine Alltagsgeschichten, grosse Liebe, aber eben auch große Enttäuschungen. Zwischendurch wird auch immer wieder von den Paare, die Dabney schon zusammen gebracht hat, erzählt, was eigentlich ihre Erfolg in diesem Punkt zeigt. Die Idee hinter der Zusammensetzung der Geschichte kommt aber erst am Ende des Buches heraus.
Insgesamt ist die ganze Gefühlslage in dem Buch sehr ernst, also kann man dann nicht wirklich von einem locker-leichten Sommerbuch sprechen, dafür ist es einfach thematisch zu ernst angelegt.
An sich ist das Buch wirklich gut für zwischendurch, leider ist die Handlung an manchen Stellen etwas langgezogen und vorhersehbar, was dem Buch etwas den Fluss nimmt.
Elin Hilderbrand schreibt wirklich gut, auch die neutrale Erzählerperson passt gut zu der Geschichte. Sie wechselt immer mal wieder die Sichtweisen, man findet sich aber problemlos in dem Buch durch die Kapitelüberschriften zurecht. Durch diese Erzählweise kommt es zwar zu Wiederholungen, aber dabei wechselt immer wieder die Sichtweise auf das Geschehen. Diese Art des Erzählens sollte man mögen, sonst werden einem sicher die Wiederholungen zu viel.
Das Buch ist für Leser gedacht, die sich gerne den großen Gefühlen widmen, sich dann aber auch von einem ernsten Unterton im Buch nicht abschrecken lassen.

Veröffentlicht am 25.03.2017

War okay...

Der verschimmelte Reiter
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Das Buch ist eingeteilt in die Kategorien:

Chemie
Biologie
Physik
Erdkunde
Mathe
BWL
Psychologie
Geschichte
Gemeinschaftskunde
IT
Religion
Altertum
Deutsch
Naturwissenschaft
Soziologie
Musik
VWL
Englisch
Theater
Sport
Medien

Das ...

Das Buch ist eingeteilt in die Kategorien:

Chemie
Biologie
Physik
Erdkunde
Mathe
BWL
Psychologie
Geschichte
Gemeinschaftskunde
IT
Religion
Altertum
Deutsch
Naturwissenschaft
Soziologie
Musik
VWL
Englisch
Theater
Sport
Medien

Das Buch ist ein lustiges Sammelsorium an Prüfungsfehltritten, wobei ich feststellen musste, dass ich bei machen Stelle schon fand, dass sie etwas konstruiert waren, aber vielleicht sehe ich das auch zu eng. Trotzdem haben mich manche Stellen einfach nicht überzeut, wie leider auch das gesamte Buch nicht.

Die Gestaltung des Buches gefällt mir jedoch ganz gut - dadurch wird es beim Lesen abwechslungsreich. Das Cover lässt ja schon darauf schließen, das großer Wert auf das Design gelegt wurde.

Insgesamt ist das Buch mal okay um es zwischendurch und zur Auflockereung zu lesen, aber mehr leider nicht. Es ist zwar an einige Stellen sehr witzig, aber bei manchen Sachen kann man irgendwie keinen Witz entdecken.
Schade, da hätte ich etwas mehr erwartet.

Fazit:
Nette Unterhaltung für Zwischendurch, was zwar für einige Lacher sorgte, aber leider an manchen Stellen etwas konstruiert wirkte. Einen Pluspunkte gab es aber für die tolle Gestaltung im Buch, aber leider hat es mich nicht ganz überzeugt.

Veröffentlicht am 25.03.2017

Das Buch lässt einen unentschlossen zurück...

Nimm mich, bezahl mich, zerstör mich!
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Zuerst stach mir das Cover des Buches ins Auge. Lisa Müller, eine hübsche junge Frau, die modeln könnte und gleichzeitig die Autorin des Buches, blickt einem entgegen und man wird neugierig, was einem ...

Zuerst stach mir das Cover des Buches ins Auge. Lisa Müller, eine hübsche junge Frau, die modeln könnte und gleichzeitig die Autorin des Buches, blickt einem entgegen und man wird neugierig, was einem ihr Blick sagen will. Mich hat das Cover irgendwie angesprochen, weswegen ich auch das Buch gekauft habe.

Der Titel fasst das Buch eigentlich sehr gut zusammen, genau das verwirrt mich etwas. Irgendwie konnte ich dem Buch die gesamte Story nicht so richtig abnehmen, aber ich kann nicht genau sagen, warum nicht. Auf mich wirkt die Geschichte irgendwie zu emotionslos, was aber auch daran liegen kann, dass Lisa Müller für sich selber immer noch nicht ganz mit ihrer Jugend abgeschlossen hat und es deswegen so emtionallos auf den Leser wirkt.

Die Geschichte von Lisa ist schon sehr tragisch und auch - sofern alles wahr ist - eine große seelische Last, aber es gibt an vielen Punkten Momente, in denen ich mir dachte, das kann jetzt nicht wahr sein. Ich möchte jetzt nicht zu viel aus dem Buch vorwegnehmen, aber ich möchte es an einem Beispiel veranschaulichen:
Lisa spielt den Lockvogel bei einem schweren Raubüberfall. Doch es taucht danach nicht etwa ein Jugendamt auf - immerhin hatte sie deswegen eine Anzeige am Hals, aber irgendwie kommt von behördlicher Seite nie irgendetwas. Auch bleibt diese Anzeige später unerwähnt, man kann also nicht sagen, was daraus geworden ist.
Aber nicht nur in solchen Momenten habe ich gezweifelt, da gab es noch einige andere, die mich ins Grübeln brachten und die dadurch unglaubwürdig auf mich wirkten.

Gleicheitig gibt es aber auch wieder Momente, in dene ich wahnsinnig mit Lisa mitgefühlt habe. So zum Beispiel, als ihr Vater starb und sie sich nicht mehr aussöhnen konnte. Da war ihr Schreiben auch ganz anders - irgendwie sehr nah an einem Selber.

Der Schreibstil von Lisa Müller ist zwar flüssig, aber manchmal springt sie etwas innerhalb der kurzen Teilabschnitte hin und her und das verwirrt manchmal etwas. Stilistisch kann man nicht von der hohen Kunst reden, aber es isthalbwegs lesbar.
Sie schreibt aus der Ich-Perspektive, was für sie vielleicht einfach für die Umsetzung war und dem Leser auch eine besseren Eindruck in das Seelenleben von ihr verschafft. Dadurch kann man auch ihre Brüche und Gedanken viel besser verfolgen.

Mich spricht auch die Gestaltung des Buches nicht besonders an, weil der Lesefluss immer wieder durch einseitige oder doppelseitige Bilder von Lisa Müller mit Zitaten von der vorhergehenden Seiten, unterbrochen wird. Leider sind die Brüche auch teilweise so unglücklich gelegt, dass Sätze, die auf die nächste Seite übergehen, unterbrochen werden.
Diese Fotos wirken auch sehr professionell, dass ich den Eindruck bekam, dass sich Lisa Müller dadurch etwas mehr in Szene setzen will. Mich sprach diese Art der Gestaltung leider überhaupt nicht an, auch wenn es teilweise wirklich sehr schöne Fotos waren.

Fazit:
Das Buch lässt mich ziemlich zerrissen zurück. Ich kann nicht sagen, ob es Wahrheit oder Fiktion ist oder ob es einfach dazwischen irgendwo liegt. Nur hätte ich etwas anderes erwartet und die Momente, in denen es unglaubwürdig wird, verstärken meine Zweifel nur noch mehr.
Sehr schade, weil die Thematik in Deutschland mehr aufgegriffen werden müsste, nur ich glaube, da gibt es bessere Wege als dieses Buch.