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Annafrieda

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2026

Zwei Schwestern - zwei Wege

Sister, Sister
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Sigrid schreibt Abschiedsbriefe, in denen sie berichtet, wie ihr Leben bisher verlief und wie es (Triggerwarnung) dazu kam, sich suizidieren zu wollen. Wir lernen ihre schwierige Familiengeschichte kennen, ...

Sigrid schreibt Abschiedsbriefe, in denen sie berichtet, wie ihr Leben bisher verlief und wie es (Triggerwarnung) dazu kam, sich suizidieren zu wollen. Wir lernen ihre schwierige Familiengeschichte kennen, ihren erfolglosen Werdegang und die soziale Ausgrenzung ihr gegenüber. Wir lernen im Laufe der Geschichte auch ihre Schwester Margit kennen, deren Leben eine andere Richtung nahm. Beide haben sich aus den Augen verloren und erst dieser Schlag lässt sie umdenken.

Ich hatte nicht unbedingt Erwartungen an dieses Buch, wollte die Story offen angehen. Dennoch denke ich, dass der Klappentext eher in eine andere Richtung deutete, als erwartet. Ich habe einige Zeit gebraucht, um reinzukommen. Doch von Seite zu Seite wurde mein Interesse größer und Sigrids Briefe entwickelten einen gewissen Reiz.

Auf der einen Seite klingen die Ausführungen der Protagonistin alltäglich, fast lapidar. Auf der anderen Seite erkennt man hinter ihren Worten die verletzte Seele, die Ablehnung erfahren hat, weil sie den Erwartungen der anderen nicht gerecht wurde. Die beschlossen hat, die Verantwortung dafür auf sich zu nehmen. Andererseits hat Sigrid auch viele detaillierte Erinnerungen an schöne Erlebnisse. Es wird deutlich, wie unterschiedlich die Schwestern mit den Erfahrungen ihrer Kindheit umgegangen sind. Wie jeder mit der Unsicherheit in ihrem Zuhause, dem Zwiespalt, der Angst umgegangen ist, die ihre weiteren Leben bestimmten.

Zum Ende hin wurden mir die Wiederholungen in den Briefen einfach zu viel und brachte keinen Mehrwert. Klar, sie hatte mit Sicherheit kein schönes, sicheres Leben, aber die absolute Verzweiflung, die letztendlich zu ihrer Tat führte, kam bei mir nicht rüber. Irgendetwas fehlte mir.

Auch hatte ich erwartet, dass der Konflikt der Schwestern mehr im Vordergrund steht. Wäre das nicht auf dem Klappentext angekündigt worden, hätte ich die Geschichte eher für Sigrids Rückblick, wie es zu dem Suizid kam, gehalten. Das Buch flachte zum Ende hin deutlich ab. Der Schreibstil war allerdings gut und hat mir sehr gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2026

Zwei Schwestern - zwei Wege

Sister, Sister
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Sigrid schreibt Abschiedsbriefe, in denen sie berichtet, wie ihr Leben bisher verlief und wie es (Triggerwarnung) dazu kam, sich suizidieren zu wollen. Wir lernen ihre schwierige Familiengeschichte kennen, ...

Sigrid schreibt Abschiedsbriefe, in denen sie berichtet, wie ihr Leben bisher verlief und wie es (Triggerwarnung) dazu kam, sich suizidieren zu wollen. Wir lernen ihre schwierige Familiengeschichte kennen, ihren erfolglosen Werdegang und die soziale Ausgrenzung ihr gegenüber. Wir lernen im Laufe der Geschichte auch ihre Schwester Margit kennen, deren Leben eine andere Richtung nahm. Beide haben sich aus den Augen verloren und erst dieser Schlag lässt sie umdenken.

Ich hatte nicht unbedingt Erwartungen an dieses Buch, wollte die Story offen angehen. Dennoch denke ich, dass der Klappentext eher in eine andere Richtung deutete, als erwartet. Ich habe einige Zeit gebraucht, um reinzukommen. Doch von Seite zu Seite wurde mein Interesse größer und Sigrids Briefe entwickelten einen gewissen Reiz.

Auf der einen Seite klingen die Ausführungen der Protagonistin alltäglich, fast lapidar. Auf der anderen Seite erkennt man hinter ihren Worten die verletzte Seele, die Ablehnung erfahren hat, weil sie den Erwartungen der anderen nicht gerecht wurde. Die beschlossen hat, die Verantwortung dafür auf sich zu nehmen. Andererseits hat Sigrid auch viele detaillierte Erinnerungen an schöne Erlebnisse. Es wird deutlich, wie unterschiedlich die Schwestern mit den Erfahrungen ihrer Kindheit umgegangen sind. Wie jeder mit der Unsicherheit in ihrem Zuhause, dem Zwiespalt, der Angst umgegangen ist, die ihre weiteren Leben bestimmten.

Zum Ende hin wurden mir die Wiederholungen in den Briefen einfach zu viel und brachte keinen Mehrwert. Klar, sie hatte mit Sicherheit kein schönes, sicheres Leben, aber die absolute Verzweiflung, die letztendlich zu ihrer Tat führte, kam bei mir nicht rüber. Irgendetwas fehlte mir.

Auch hatte ich erwartet, dass der Konflikt der Schwestern mehr im Vordergrund steht. Wäre das nicht auf dem Klappentext angekündigt worden, hätte ich die Geschichte eher für Sigrids Rückblick, wie es zu dem Suizid kam, gehalten. Das Buch flachte zum Ende hin deutlich ab. Der Schreibstil war allerdings gut und hat mir sehr gefallen.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Lesereise nach Italien

Amalfi Mortale. Kein Urlaub ohne Mord
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Die Bestseller-Autorin Eleanor wird von ihrem Verlag auf Lesereise nach Italien geschickt. Im Gepäck ihre Entourage: Schwester Harper, den Hauptprotagonisten iher Bücher Connor, Exfreund, Exehefrau und ...

Die Bestseller-Autorin Eleanor wird von ihrem Verlag auf Lesereise nach Italien geschickt. Im Gepäck ihre Entourage: Schwester Harper, den Hauptprotagonisten iher Bücher Connor, Exfreund, Exehefrau und der Fanclub. Eleanor plant hier den zehnten Band ihrer erfolgreichen Buchreihe und den Tod von Connor. Eigentlich ist er der Star, umgarnt von allen Fans und mit undurchsichtigem Hintergrund. Doch leider scheint ihr jemand zuvorzukommen, Das kratzt an Eleanors Ehre, sie will der Sache selbst auf den Grund gehen.

Die Protagonistin spricht hier durchweg den Leser persönlich an, was von der Idee her interessant ist. Doch hier klappt es nicht richtig. Der durchgängig relaxe Schreibstil lässt keine Tiefe entstehen. Mir ist bewusst, dass es sich hier um einen Cozy Krimi handelt. Doch je weiter die Story voranschritt, desto mehr störte mich dieser "kesse" Stil und die Sprechweise, denn es zog sich ohne Unterbrechung durch das ganze Buch. Das gab der Hauptprotagonistin eher einen wahrscheinlich ungewollt naiven Anstrich. Noch nerviger waren für mich die vielen Fußnoten, ihr Sinn hat sich mir nicht erschlossen und ich gab nach einigen Seiten auf, sie zu lesen. Habe ich dadurch was verpasst? Ich weiß es nicht. Schade, dieser tolle Plot hätte durchaus mehr Potenzial inne gehabt.

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, der Plot klang außergewöhnlich und spannend, doch leider konnte es mich wegen der o. g. Punkte nicht überzeugen. Erwähnenswert ist das sehr schöne Cover, es fällt ein bisschen aus dem Rahmen des Üblichen und macht echt was her.

Die Autorin schreibt scheinbar unter ihrem richtigen Namen spannende Krimis, vielleicht wage ich mich da mal ran.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Das Ende der Welt wie wir sie kennen?

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Das Gleichgewicht der Natur ist in Schieflage geraten. An vielen Ecken der Erde droht sie umzukippen. Da alles miteinander verbunden ist, löst das eine Kettenreaktion aus. Von vielen Menschen verharmlost, ...

Das Gleichgewicht der Natur ist in Schieflage geraten. An vielen Ecken der Erde droht sie umzukippen. Da alles miteinander verbunden ist, löst das eine Kettenreaktion aus. Von vielen Menschen verharmlost, nimmt das Unheil seinen Lauf. Manche sehen nur ihren Profit, andere haben Angst um ihre Position. Doch es gibt auch die, die kämpfen. Marc Elsberg ist bekannt als Autor solcher Szenarien und hier schöpft er aus dem Vollen.

Das Buch macht es uns am Ende nicht leicht. Wenn man auf eine Lösung dieser globalen Probleme gehofft hatte, wird man enttäuscht. Aber ich denke so ist nicht gewollt und wäre an den Haaren herbeigezogen gewesen. Somit ist der kleine Lichtblick am Ende hier schon ein Hoffnungsschimmer. Dafür wären Politiker mit Rückgrat notwendig. Doch wie wir hier gesehen haben, nützt Goodwill auch nichts, wenn alle anderen in eine andere Richtung schauen. Der Appell des Autoren könnte lauten: Alles ist Fiktion und doch so nah an der Realität. Jetzt ist der Zeitpunkt, um noch was abzuwenden, lasst uns den nicht verpassen.

Fazit: Die Story macht betroffen, da so nah an der Realität, an dem, was werden kann. Sie macht aufmerksam und wir tun gut daran, die Welt als Ganzes zu sehen und dementsprechend zu handeln.

Dennoch ist die Story für mich nicht ganz rund, es waren mir zu viele aneinandergereihte Katastrophen, viele Infos, die für mich zum Teil schwer verständlich waren. Ein bisschen weniger davon und mehr Auseinandersetzung mit der jeweiligen Sache hätte dem Ganzen gut getan. Die ziemlich kurzen Kapitel standen jedes für sich und mir fehlte der Zusammenhang. Auch war die Entwicklung der Protagonisten sehr voraussehbar und der fehlende Gefühlsanteil machte diese eindimensional. Somit bin ich etwas zwiegespalten, der Plot ist toll, die Umsetzung in meinen Augen over the top.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Das Gemälde aus der Vergangenheit

Sophie L.
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Die Gedächtnisexpertin Olivia wird zu ihrer Oma nach Paris gerufen, da diese im hohen Alter plötzlich einen vor 80 Jahren begangenen Mord gestanden hat. In zwei Zeitebenen nimmt uns der Autor mit auf die ...

Die Gedächtnisexpertin Olivia wird zu ihrer Oma nach Paris gerufen, da diese im hohen Alter plötzlich einen vor 80 Jahren begangenen Mord gestanden hat. In zwei Zeitebenen nimmt uns der Autor mit auf die Reise in die Vergangenheit und in die Auflösung des Falls.
Keiner der Protagonisten kam mir richtig nah, mir fehlte die Tiefe der Personen. Zu Olivia fand ich keinen richtigen Zugang, trotz ihrer Trauer erschien sie mir oberflächlich. Ihre Gedanken schweiften zu allem möglichen ab, nichts wurde richtig vertieft. Ihr Sohn war eine Randfigur und bekam auch durch Olivia keine Tiefe. Ich nehme ihr die innere Betroffenheit über die schlimmen Ereignisse nicht ab. Auch hatte ich erwartet, daß ihre Expertise als Gefächtnisexpertin mehr zum Thema gemacht werden würde, das hätte sich unbedingt angeboten, da es auch so im Vorfeld angekündigt wurde. Doch dem war nicht so, auch das blieb blass im Hintergrund. So blieb mein Mitfiebern bei Fortschreiten der Ermittlungen allmählich auf der Strecke. Dabei hätte diese tolle Grundidee viel mehr Potential gehabt.
Die Geschichte von Sophie und Josephine nach Kriegsende im Lutetia fand ich berührend und gut gelungen. Leider war der Täter für mich schon recht früh zu erkennen.
Allgemein finde ich, dass hier viele überflüssigen Informationen eingestreut sind, die den Spannungsbogen immer wieder unterbrechen. Für mich war es kein Thriller, eher ein Spannungskrimi. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, passte mit den vielen unnötigen Informationen aber nicht zu einem Thriller.

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