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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2026

Richtig knuffiger Krimi

Klein aber tot
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Kommissar Jojo Wunder liebt seinen kleinen Ort Knuffingen und seine alltägliche Morgenroutine, ohne große Aufregung läuft alles immer in geordneten Bahnen. Doch eines schönen Morgens sollte sich plötzlich ...

Kommissar Jojo Wunder liebt seinen kleinen Ort Knuffingen und seine alltägliche Morgenroutine, ohne große Aufregung läuft alles immer in geordneten Bahnen. Doch eines schönen Morgens sollte sich plötzlich alles ändern, der Tag fing für Jojo schon mit einer ganz merkwürdigen Semmel an und sollte mit einem Mordfall enden. Der allseits unbeliebte Schmähkritiker Friedrich Frank wird tot im Wald aufgefunden. Es gibt zwar unzählige Verdächtige, darunter befinden sich leider auch Jojos Mutter, die zuletzt aufs heftigste kritisierte Spitzenköchin der Wunderküche und seine Angebetete, die Floristin Liora Märklin. Tapfer beginnt Jojo zu ermitteln, mit tatkräftiger Hilfe von Dr. Emma Bohne und Buddha, dem Bernhardiner seines neuen Chefs.

Inspiriert vom Hamburger Miniatur-Wunderland, siedelt Autor Joe Fischler seine neue Krimi-Serie kurzerhand dort an. Durch diese, wie ich finde, absolut orginelle Idee, gibt es dort mittlerweile sogar sein Knuffingen im Maßstab von 1:87 zu bestaunen.
Die Geschichte selbst ist total liebenswert und anschaulich erzählt, besonders großartig sind dabei natürlich die einzelnen Figuren, alle sind absolut treffend charakterisiert. Man kann sich diese kleine Stadt und ihre Umgebung sehr gut vorstellen, hat deren Abbild förmlich vor Augen. Trotz der snuggly Kulisse gibt es natürlich auch einen Toten zu vermelden und es tun sich einige Abgründe auf, deren Rätsel zu lösen sind. Die Handlung ist also auch durchaus spannend und unterhaltsam angelegt, trotz der skurrilen und cozy Anklänge.
Das Cover dazu ist ganz zauberhaft und passend zum Inhalt gemacht.

Mein Fazit:
Habe mich großartig amüsiert und unterhalten gefühlt. Schnell gelesen und perfekt zum mitnehmen auf die Strandliege! Gerne mehr davon :).

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Grandioser und rasanter Tech-Thriller

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
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In Berlin kommt es zu einer kurzzeitigen Störung der Navigationssysteme, zum Glück ohne große Probleme zu bereiten. Bei der EU kommt kurz darauf ein Erpresser Schreiben an, das mit weit heftigeren Attacken ...

In Berlin kommt es zu einer kurzzeitigen Störung der Navigationssysteme, zum Glück ohne große Probleme zu bereiten. Bei der EU kommt kurz darauf ein Erpresser Schreiben an, das mit weit heftigeren Attacken droht! Der Erpresser nennt sich Timeout und hat sich in das europäische Navigationssystem Galileo gehackt. Eine Spezialabteilung des BND versucht verzweifelt, dem Cyberterroristen auf die Spur zu kommen.
Die merkwürdige Aktion ihres Auto-Navies fällt auch der klugen Programmiererin Charlie Engel auf und bei näherem Nachforschen stößt sie auf Anomalien im Galileo-System und den darin versteckten Timeout-Code.
Das Spiel um die Kontrolle beginnt…

Es ist ein ziemlich aktuelles, sowie erschreckendes Szenario, das Florian Schwiecker in seinem Thriller “Code Null – Dieses Spiel kennt keine Regeln” aufgreift. Cyberterrorismus durch Datenmanipulation von anonymen Hackern, Einsatz von KI, Erpressung von ganzen Staaten und der Umgang mit Fake-Informationen oder Manipulation von Meinungen sind die großen Themen der Handlung und fühlen sich ziemlich aktuell und real an. Während der Lektüre habe ich mich des öfteren gefragt: Werden wir künftig so leicht erpressbar und mit solchen Bedrohungen und Verschwörungen auseinandersetzen müssen?
Schwiecker schreibt temporeich und anschaulich, dabei setzt er seine Charaktere geschickt in Szene. Es ist nicht leicht, Vertrauen aufzubauen, die Figuren sind undurchschaubar und vielschichtig. Selbst die hilfsbereite IT-Spezialistin Charlie ist zwar sympathisch, aber auch kompliziert. Wer gehört zu den Guten, wem ist überhaupt zu trauen, es geht hier um eine äußerst komplexe Verschwörung unbekannten Ausmaßes.
Trotz vieler technischer Begriffe und Prozesse in der Handlung kann man auch als absoluter Tec-Laie der rasanten Geschichte folgen. Schreibstil und Spannungsbogen sind einfach grandios, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Mein Fazit:
Ein Thriller wie er aktueller nicht sein kann, er fühlt sich erschreckend realistisch an, ist absolut unterhaltsam und an Hochspannung kaum zu toppen. Von mir daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Unbändige Lust auf Genuss im Elsass

Essen, Trinken, Erleben – Elsass
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Was für ein wunderbares, anregendes Buch mit vielen kulinarischen und interessanten Einkehrvorschlägen quer durch das Elsass. Man verspürt sofort das Bedürfnis, sich auf die Reise zu begeben, um all diese ...

Was für ein wunderbares, anregendes Buch mit vielen kulinarischen und interessanten Einkehrvorschlägen quer durch das Elsass. Man verspürt sofort das Bedürfnis, sich auf die Reise zu begeben, um all diese großartigen Orte zu besuchen und all die leckeren Spezialitäten und Weine vor Ort zu verkosten.
Mit diesem informativen Buch „Essen, Trinken, Erleben - Elsass“ haben sich die beiden Autoren Natalie Lumpp und Frank Kämmer wirklich allergrößte Mühe gegeben, ihre Eindrücke und ihr Fachwissen über diese wunderbare Region, die Menschen und ihre Produkte vorzustellen. Gut dabei fand ich die Einteilung in Übersichtskarten der einzelnen Abschnitte mit den dazu folgenden nummerierten Empfehlungen, dabei bekommt man gleich einen wertvollen räumlichen Überblick. Die ganzen Locations werden dann kurz vorgestellt und informativ beschrieben, dabei wird auch die Angabe von Öffnungszeiten und Details wie eine Webseite oder Mailadresse nicht vergessen, was absolut praktisch ist, um weitere Informationen zu bekommen oder Anfragen zu stellen. Auch sonst sind Gestaltung, Einteilung, die dazu passenden Fotografien und Erklärungen absolut gelungen.
Es gibt zusätzlich lesenswerte Rubriken über außergewöhnliche elsässische Produkte, wie zum Beispiel Whiskey, Käse, Schokolade und andere regionale Produkte. Am Ende gibt es eine kulinarische Übersetzungshilfe und Erklärungen zu typischen Köstlichkeiten der Region. Dazu gibt’s auch einige spezifische Rezepte über das ganze Buch verteilt.

Mein Fazit:
Informatives Buch mit unzähligen Empfehlungen, was Weinverkostung und gutes Essen anbelangt, vor Ort hat man dann die Qual der Wahl ;).

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Gelungenes Serienfinale

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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Bundeskanzler Hendrik Westphal ist verschwunden und wie vom Erdboden verschluckt. Sein Verschwinden könnte mit der medialen Enthüllungskampagne einer jungen Frau zusammenhängen, die sich Kessy X nennt ...

Bundeskanzler Hendrik Westphal ist verschwunden und wie vom Erdboden verschluckt. Sein Verschwinden könnte mit der medialen Enthüllungskampagne einer jungen Frau zusammenhängen, die sich Kessy X nennt und die er angeblich sexuell belästigt haben soll? Im Berliner U-Bahntunnel unter dem Alexanderplatz wird mittlerweile eine kopflose Frauenleiche gefunden, deren markantes Tattoo auf Kessy hinweist.
Die BKA-Ermittler Art Mayer und Nele Tschaikowski beginnen mit der Aufklärung, doch es wird bald richtig kompliziert, denn Art gerät durch seine Nähe zur Kanzlergattin Juli und Hendrik bald selbst in den Fokus der Ermittlungen, denn die Politik braucht einen Täter!

Auch der vierte Band von Autor Marc Raabe mit dem Titel „Im Morgengrauen“ der Art Mayer Reihe besitzt wieder eine hochspannende rasante Handlung, die den Leser in seinen Bann zieht.
Die Hintergründe der gesamten Serie sind ja schon ein wenig speziell und abenteuerlich gestrickt, als i-Tüpfel bietet sich hier nun noch ein aufschlussreicher Serienabschluss mit überraschenden Sequenzen und Wendungen. Die ungewöhnliche Handlung macht natürlich auch die Spannung aus, die sich letztendlich über alle vier Bände hinzieht. Für Quereinsteiger ist es daher mit Sicherheit nicht ganz einfach, den Überblick zu behalten, ohne die Vorgängerbände zu kennen. Die ganze Geschichte ist dafür viel zu komplex. Allein die zeitlichen Begebenheiten und Sprünge in die Vergangenheit sind gar nicht einfach zu bewältigen.
Die Figuren Art, Nele, Leo und natürlich die kleine Milla sind mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen und es wäre schon schön, wenn sich weitere Fälle in Berlin auftun ;).
Das markante Coverdesign, die Titelwahl und die Gestaltung sind absolut gelungen, machen die Serie unverwechselbar und sorgen für Wiedererkennungswert.


Mein Fazit:
Richtig unterhaltsame und spannende Serie, die mich insgesamt großartig unterhalten hat, daher absolute Leseempfehlung meinerseits.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Glanzvoller Serienauftakt an der Cote d’Azur

Léon und die Frau im blauen Kleid
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Am prominentesten Strandabschnitt von Nizza wird ein totes Mädchen angespült. Wer ist die Unbekannte und war ihr Tod ein Unfall oder etwa gar Mord? Für den leitenden Commissaire Léon de Chevallier, der ...

Am prominentesten Strandabschnitt von Nizza wird ein totes Mädchen angespült. Wer ist die Unbekannte und war ihr Tod ein Unfall oder etwa gar Mord? Für den leitenden Commissaire Léon de Chevallier, der gerade seinen langjährigen Partner in den Ruhestand verabschiedet hat, kommt dieser Vorfall so kurz vor dem Sommerball nicht gerade gelegen. Er ist auch nicht amused, als er am Fundort unerwartet auf eine brandneue Kollegin trifft, denn damit hat er absolut gar nicht gerechnet!

Der erste Fall für de Chevallier und Bentalab mit dem Titel “Léon und die Frau im blauen Kleid” ist der Auftakt einer neuen Serie an der Küste der Schönen und Reichen. Autor Alexander Oetker präsentiert als Maincharakter einen smarten, reichen Grafen in der Rolle des Chefermittlers der Polizei-Brigade von Nizza. Als Gegenpol dient Nadia Bentalab, ein überraschender Neuzugang aus der Pariser Vorstadt, die so gar nicht in die chice Welt der Küsten-High Society passt. Die erzwungene Zusammenarbeit dieser ungleichen Ermittler entwickelt sich hoch spannend und ich habe insbesondere die humorvollen und bissigen Dialoge der beiden sehr genossen. Durch die spannenden Charaktere wird der Fall selbst beinahe zum Nebenschauplatz. Aber keine Angst, die Handlung ist dennoch interessant und absolut realistisch konstruiert.
Das Ende enthält eine ziemliche Überraschung und man fiebert regelrecht der Fortsetzung entgegen.
Das sonnig gelbe Cover wirkt absolut einladend und strahlend, das gefällt mir sehr.

Mein Fazit:
Gelungene Krimiunterhaltung, habe die Lektüre sehr genossen und das Buch fast in Ferrari-Geschwindigkeit durchgelesen.
Freue mich schon sehr auf den zweiten Fall.

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