Interessantes Setting mit unglaublich zäher Umsetzung
Dinghai Fusheng Records. Buch 1Worum geht’s?
Als letzter Exorzist hat es Chen Xing wirklich nicht leicht, das Böse aus der Welt fernzuhalten. Seit die Magie aus der Welt der Menschen verschwunden ist, breiten sich Hass und Wut ungehindert ...
Worum geht’s?
Als letzter Exorzist hat es Chen Xing wirklich nicht leicht, das Böse aus der Welt fernzuhalten. Seit die Magie aus der Welt der Menschen verschwunden ist, breiten sich Hass und Wut ungehindert aus und drohen, die Menschheit ins Chaos zu stürzen. Mithilfe seiner Herzenslampe findet er seinen Schutzpatron Xiang Shu – der sich jedoch alles andere als begeistert darüber zeigt, mit Chen Xing gemeinsam unterwegs sein zu müssen und prompt in ein Abenteuer stürzt, von dem er sich eigentlich tunlichst fernhalten wollte.
Meine Meinung
Das antike China, sei es nun authentisch beschrieben oder fantastisch ausgeschmückt, finde ich als Setting wirklich unglaublich spannend. Auch bei diesem Buch war ich wirklich neugierig darauf, wie ich mit der Umsetzung der Geschichte und dem für mich neuen Genre zurechtkommen würde, auch wenn ich schlussendlich leider nicht ganz so überzeugt war, wie ich das gerne gewesen wäre.
Recht angenehm fand ich zunächst noch die Einführung in die Handlung, da ich zwar Figuren, Orte und Zeit nur schlecht auseinanderhalten konnte, gleichzeitig aber direkt mitten drin im Geschehen war und auf jeden Fall wissen wollte, wie es mit den Figuren und der Geschichte an sich weitergehen würde. Einen richtigen roten Faden oder einen übergeordneten Handlungsstrang mit einem klaren Ziel konnte ich dabei leider recht lange nicht erkennen, was es mir dann mit der Zeit zugegebenermaßen eher schwer gemacht hat, mit Begeisterung und Aufmerksamkeit bei der Sache zu bleiben.
Der Schreibstil an sich war dabei wirklich nicht schlecht, lediglich das dauerhafte Infodumping mit Fakten zu politischen, gesellschaftlichen und historischen Entwicklungen, die zumindest in meinen Augen eigentlich keine offensichtliche Bedeutung für die eigentliche Geschichte hatten war auf Dauer leider sehr anstrengend zu lesen. Grundsätzlich interessant war die Menge an Informationen natürlich trotzdem, auch wenn ich persönlich nicht ganz so viel damit anfangen konnte.
Auch zu den Figuren habe ich leider im Laufe der Geschichte keinen Zugang gefunden, was meiner Meinung nach zunächst daran lag, dass ich sie kaum auseinanderhalten konnte, später dann allerdings auch der Tatsache geschuldet war, dass es praktisch keine greifbaren Beschreibungen von Gedanken und Gefühlen gab, was sich für mich insgesamt einfach sehr hölzern beim Lesen angefühlt hat. Selbst untereinander haben die Protagonisten leider keinen besonders lebendigen Eindruck gemacht, was es mir schlussendlich wirklich schwer gemacht hat, die Geschichte weiter verfolgen zu wollen.
Insgesamt fand ich die Idee dieser Reihe daher wirklich ansprechend, die Umsetzung aber zumindest in diesem ersten Teil wirklich nicht gut gemacht. Als Film oder Serie hätte das Format für mich vielleicht besser funktioniert, so bin ich aber ehrlicherweise im Moment nicht motiviert dazu, die Reihe direkt fortzusetzen, auch wenn ich durchaus wissen will, wie es mit den Figuren und ihrer Geschichte weitergeht und wer tatsächlich hinter der großen Verschwörung steckt.
Fazit
Auch wenn ich die Idee dieses Buches wirklich spannend fand, hat mich die Umsetzung so wie sie war leider nicht abholen können. Grundsätzlich gespannt auf die Fortsetzung bin ich daher inhaltlich zwar trotzdem, begeistert hat mich das Lesen hier aber leider definitiv nicht.
Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel.