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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2026

Interessantes Setting mit unglaublich zäher Umsetzung

Dinghai Fusheng Records. Buch 1
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Worum geht’s?
Als letzter Exorzist hat es Chen Xing wirklich nicht leicht, das Böse aus der Welt fernzuhalten. Seit die Magie aus der Welt der Menschen verschwunden ist, breiten sich Hass und Wut ungehindert ...

Worum geht’s?
Als letzter Exorzist hat es Chen Xing wirklich nicht leicht, das Böse aus der Welt fernzuhalten. Seit die Magie aus der Welt der Menschen verschwunden ist, breiten sich Hass und Wut ungehindert aus und drohen, die Menschheit ins Chaos zu stürzen. Mithilfe seiner Herzenslampe findet er seinen Schutzpatron Xiang Shu – der sich jedoch alles andere als begeistert darüber zeigt, mit Chen Xing gemeinsam unterwegs sein zu müssen und prompt in ein Abenteuer stürzt, von dem er sich eigentlich tunlichst fernhalten wollte.


Meine Meinung
Das antike China, sei es nun authentisch beschrieben oder fantastisch ausgeschmückt, finde ich als Setting wirklich unglaublich spannend. Auch bei diesem Buch war ich wirklich neugierig darauf, wie ich mit der Umsetzung der Geschichte und dem für mich neuen Genre zurechtkommen würde, auch wenn ich schlussendlich leider nicht ganz so überzeugt war, wie ich das gerne gewesen wäre.

Recht angenehm fand ich zunächst noch die Einführung in die Handlung, da ich zwar Figuren, Orte und Zeit nur schlecht auseinanderhalten konnte, gleichzeitig aber direkt mitten drin im Geschehen war und auf jeden Fall wissen wollte, wie es mit den Figuren und der Geschichte an sich weitergehen würde. Einen richtigen roten Faden oder einen übergeordneten Handlungsstrang mit einem klaren Ziel konnte ich dabei leider recht lange nicht erkennen, was es mir dann mit der Zeit zugegebenermaßen eher schwer gemacht hat, mit Begeisterung und Aufmerksamkeit bei der Sache zu bleiben.

Der Schreibstil an sich war dabei wirklich nicht schlecht, lediglich das dauerhafte Infodumping mit Fakten zu politischen, gesellschaftlichen und historischen Entwicklungen, die zumindest in meinen Augen eigentlich keine offensichtliche Bedeutung für die eigentliche Geschichte hatten war auf Dauer leider sehr anstrengend zu lesen. Grundsätzlich interessant war die Menge an Informationen natürlich trotzdem, auch wenn ich persönlich nicht ganz so viel damit anfangen konnte.

Auch zu den Figuren habe ich leider im Laufe der Geschichte keinen Zugang gefunden, was meiner Meinung nach zunächst daran lag, dass ich sie kaum auseinanderhalten konnte, später dann allerdings auch der Tatsache geschuldet war, dass es praktisch keine greifbaren Beschreibungen von Gedanken und Gefühlen gab, was sich für mich insgesamt einfach sehr hölzern beim Lesen angefühlt hat. Selbst untereinander haben die Protagonisten leider keinen besonders lebendigen Eindruck gemacht, was es mir schlussendlich wirklich schwer gemacht hat, die Geschichte weiter verfolgen zu wollen.

Insgesamt fand ich die Idee dieser Reihe daher wirklich ansprechend, die Umsetzung aber zumindest in diesem ersten Teil wirklich nicht gut gemacht. Als Film oder Serie hätte das Format für mich vielleicht besser funktioniert, so bin ich aber ehrlicherweise im Moment nicht motiviert dazu, die Reihe direkt fortzusetzen, auch wenn ich durchaus wissen will, wie es mit den Figuren und ihrer Geschichte weitergeht und wer tatsächlich hinter der großen Verschwörung steckt.


Fazit
Auch wenn ich die Idee dieses Buches wirklich spannend fand, hat mich die Umsetzung so wie sie war leider nicht abholen können. Grundsätzlich gespannt auf die Fortsetzung bin ich daher inhaltlich zwar trotzdem, begeistert hat mich das Lesen hier aber leider definitiv nicht.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel.

Veröffentlicht am 15.06.2026

Nicht so stark wie erwartet

Twisted Dreams
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Worum geht’s?
Als der beste Freund ihres Bruders in das Haus direkt neben ihr zieht, ist Ava Cheng fuchsteufelswild. Ein Aufpasser ist das Letzte, was sie gebrauchen kann – auch wenn Alex ihr Herz zum ...

Worum geht’s?
Als der beste Freund ihres Bruders in das Haus direkt neben ihr zieht, ist Ava Cheng fuchsteufelswild. Ein Aufpasser ist das Letzte, was sie gebrauchen kann – auch wenn Alex ihr Herz zum Rasen und ihre Nerven zum Flattern bringt.


Meine Meinung
In gewisser Weise kann ich sehr gut nachvollziehen, warum diese Reihe und insbesondere dieser Auftaktband so sehr im Hype sind. Ich habe mich beim Lesen auf erstaunlich gute Art an die NA-Bücher aus der Zeit ab 2017 erinnert gefühlt, was eine überraschend nostalgische Zeitreise für mich war.

Nichtsdestotrotz fand ich die Geschichte an sich leider nicht ganz so stark, wie ich es durch die vielen positiven Stimmen eigentlich erwartet hätte. Hauptgrund dafür waren leider tatsächlich die Figuren, bei denen ich mir ehrlicherweise doch etwas mehr Authentizität erhofft hätte, als für mich beim Lesen transportiert wurde. Ganz besonders galt das für Ava und Alex, die zwar unglaublich traumatische Hintergrundgeschichten haben, mir aber trotzdem als Charaktere nicht greifbar genug erschienen und deren Mehrdimensionalität ich beim Lesen ehrlicherweise nicht so richtig gefühlt habe. Auch die Nebenfiguren haben für meinen Geschmack noch keine wirklich große Rolle gespielt, was ich angesichts der fortlaufenden Reihe ein bisschen schade fand. Dass das in den nächsten Bänden für die einzelnen Figuren anders sein wird, ist dabei zwar irgendwo ersichtlich, völlig leblos hätte man die Charaktere in diesem Band deswegen meiner Meinung nach aber nicht gestalten müssen.

Auch die Beziehung von Ava und Alex hat mich ehrlicherweise nicht wirklich mitgerissen, da die Anziehung zwischen ihnen nicht wirklich über die reine Optik hinaus ging, dann aber viel zu plötzlich in eine sehr besitzergreifende und fast schon an Besessenheit erinnernde Dynamik umschlug. Diesen plötzlichen Wechsel fand ich leider überhaupt nicht authentisch oder begeisternd, zumal die starke Raffung der Handlung und die vielen, aber unauffälligen Zeitsprünge jeglichen Raum für greifbare Entwicklungen zwischen den beiden kaputt gemacht haben.

Mein Lesespaß wäre daher vor ein paar Jahren sicherlich noch ein bisschen größer gewesen, mittlerweile erwarte ich dann aber leider doch ein wenig mehr Tiefe und eine etwas überzeugendere Entwicklung der Figuren, um von einer Geschichte tatsächlich mitgerissen zu werden. Die Reihe fortsetzen möchte ich trotzdem, auch wenn ich mich zumindest zum jetzigen Zeitpunkt definitiv noch nicht dem Hype um die Geschichte anschließen kann.


Fazit
Auch wenn sich diese Geschichte wirklich flott weg liest und grundsätzlichen Unterhaltungswert hat, fand ich persönlich die Figuren und ihre Beziehung zueinander nur wenig authentisch. Woher der Hype um die Reihe kommt, kann ich daher zwar logisch nachvollziehen, ich selbst bin aber leider nicht ganz so begeistert, wie ich eigentlich gehofft hätte.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 15.06.2026

Keine Vollkatastrophe, aber definitiv auch kein Highlight für mich

Woman Down
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Worum geht’s?
Seit dem katastrophalen Flop ihrer Buchverfilmung hat sich Autorin Petra vollkommen aus der Online-Welt zurückgezogen. Ein Schreiburlaub abseits der Zivilisation soll ihr die nötige Ablenkung ...

Worum geht’s?
Seit dem katastrophalen Flop ihrer Buchverfilmung hat sich Autorin Petra vollkommen aus der Online-Welt zurückgezogen. Ein Schreiburlaub abseits der Zivilisation soll ihr die nötige Ablenkung bringen, um endlich ein neues Manuskript abzugeben – stände da nicht plötzlich Polizist Saint vor ihrer Tür, der geradewegs ihrer Geschichte entsprungen zu sein scheint und nicht nur ihre Kreativität in neuen Schwung versetzt.


Meine Meinung
Dass die Werke von Colleen Hoover nicht nur Fans haben, ist mittlerweile nun wirklich hinlänglich bekannt. Da ich bisher jedoch lediglich eines ihrer Bücher gelesen habe und mir aufgrund dieser Tatsache noch kein abschließendes Urteil bilden wollte, musste ich diesem Buch dann doch eine Chance geben – und bin ehrlicherweise nach dem Lesen auch nicht viel schlauer als vorher.

Grundsätzlich bin ich recht schnell durch das Buch gekommen, auch wenn der Schreibstil kein wirkliches Highlight für mich war. So richtig gestört hat mich das nicht nicht, die Tatsache, dass ich dann jedoch relativ lange keinen wirklich roten Faden oder ein Ziel der Geschichte ausmachen konnte hat es mir dann jedoch schon schwerer gemacht, mein Interesse an der Handlung aufrechtzuerhalten.

Die Handlung selbst fand ich auch leicht befremdlich, da ich ehrlicherweise keinen wirklich romantischen Thriller in den Ereignissen erkennen konnte. Beim Lesen habe ich zwar die ganze Zeit über geahnt, dass da nicht alles mit rechten Dingen zugehen kann, eine tatsächlich bedrohliche Stimmung wollte sich darüber aber eher nicht einstellen. Auch die Wendungen fand ich persönlich ehrlich gesagt nicht besonders geschickt in die Handlung eingebaut, da ein reines Verschweigen und plötzliches Offenbaren von Fakten bei mir einfach kein atemloses Plottwist-Überraschungsmoment auslöst.

Über den reinen Inhalt hinaus fand ich außerdem den Bezug zum Leben der Autorin ein wenig seltsam. Eine Art „Self-Fiction“ zu schreiben, löst bei mir leider eher Fremdscham als Begeisterung aus, weshalb ich zugeben muss, dass ich die kritischen Stimmen zu diesem Buch in gewisser Weise nachvollziehen kann.


Fazit
Auch nach diesem Buch werde ich sicherlich kein allzu großer Fan dieser Autorin, auch wenn ich die Geschichte nicht ganz so schlimm fand, wie zu Anfang befürchtet. Die Grundidee hatte sicherlich irgendwo einen gewissen Charme, meiner Meinung nach wäre es allerdings auch keine Verschwendung gewesen, es bei der Kurzgeschichte, auf der dieses Buch basiert, zu belassen.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel.

Veröffentlicht am 11.06.2026

Nichts Halbes und nichts Ganzes

Gemüsepower
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Meine Meinung
Der Titel dieses Buches klang für mich unglaublich vielversprechend, da mich die Idee eines Market Gardens zwar in Kombination mit dem Adjektiv „klein“ eher überrascht, gleichzeitig aber ...

Meine Meinung
Der Titel dieses Buches klang für mich unglaublich vielversprechend, da mich die Idee eines Market Gardens zwar in Kombination mit dem Adjektiv „klein“ eher überrascht, gleichzeitig aber in Hinblick auf alltägliche Praktikabilität auch wirklich angesprochen hat. Die Umsetzung hat dann leider nicht so wirklich meinen Geschmack getroffen, auch wenn die Tipps in diesem Buch nicht grundsätzlich schlecht oder aus der Luft gegriffen sind und sicherlich einen gewissen Mehrwert haben.

Gut gefallen hat mir zunächst die Aufteilung in Jahreszeiten, da man so eine recht klare Struktur verfolgen und das Buch mehr oder weniger ganzjährig einsetzen kann. Auch die Gestaltung an sich war grundsätzlich ansprechend gemacht, was gleichzeitig aber auch ein sehr deutlicher Hinweis auf den Influencer-Hintergrund der Autorin war.

Inhaltlich war ich dann leider nicht ganz so überzeugt, da ich leider eindeutig sagen muss, dass ich schon deutlich bessere Ratgeber zum Thema kleine Gärten und Gartenarbeit in der Hand hatte. Grundsätzlich sind die Tipps und Hinweise zwar weder falsch, noch völlig an den Haaren herbeigezogen, gerade für Gartenanfänger bleiben mir die Ausführungen aber zu oberflächlich, während man mit einem kleinen bisschen an Vorwissen hier eher nichts Neues mehr erfährt.

Die Grundidee dieses Buches war zwar sicherlich nett, der Handlungsspielraum in einem 4500 Quadratmeter großen Marketgarden geht meiner Meinung nach aber leider viel zu sehr an der Lebensrealität des durchschnittlichen Gartenfans vorbei, weshalb ich persönlich eher nicht der Meinung bin, dass das Buch seinen Zweck tatsächlich erfüllt. Meine erste Wahl zum Thema Gärtnern wäre es daher eher nicht, denn reine Optik hilft mir in meinem Alltag und meinem Garten leider nicht praktisch weiter.


Fazit
Die Umsetzung dieses Buches halte ich leider für eher weniger praktikabel, da man als Anfänger sicherlich eher überrollt wird, mit Vorkenntnissen aber gleichzeitig nicht wirklich etwas Neues lernen kann und dabei auch noch in Dimensionen gearbeitet wird, die der Normalverbraucher in seinem Garten gar nicht umsetzen kann. Wirklich gelungen umgesetzt finde ich das Konzept daher leider eher nicht, auch wenn die Gestaltung ganz nett wirkt.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel.

Veröffentlicht am 18.05.2026

Spannendes Konzept mit schwächelnder Umsetzung

Das Lied der Tiefe
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Worum geht’s?
Imogen ist eine Sirene, gleichermaßen gefürchtet wie begehrt und wird in ihrem Königreich mehr als nur blutig verfolgt. Als sie auf König Theo aus dem Nachbarland trifft, müssen die beiden ...

Worum geht’s?
Imogen ist eine Sirene, gleichermaßen gefürchtet wie begehrt und wird in ihrem Königreich mehr als nur blutig verfolgt. Als sie auf König Theo aus dem Nachbarland trifft, müssen die beiden wohl oder übel zusammenarbeiten – und kommen sich dabei näher, als Imogen lieb gewesen wäre.


Meine Meinung
Mit dem Thema Sirenen hat dieses Buch auf jeden Fall einen unglaublich spannenden Aspekt aufgegriffen, der definitiv ausschlaggebend dafür war, dass ich die Geschichte unbedingt lesen wollte. Die Umsetzung hat mich dann allerdings leider nicht ganz so überzeugt, was ich ausgesprochen schade finde.

Gut gemacht war der Einstieg in meinen Augen zunächst schon, da ich wirklich gerne wissen wollte, wie Imogens Geschichte ausgehen würde und wie die Macht der Sirenen konkret funktioniert. Wirklich zufriedenstellen erklärt wurden dann jedoch weder die Charaktere, noch das Worldbuilding, was mein Interesse an der Geschichte ehrlicherweise etwas gedämpft hat.

Besonders schade fand ich dabei, dass das Buch in Hinblick auf seine Länge eigentlich genug Platz geboten hätte, um sich näher mit der Magie und dem Weltenbau zu beschäftigen, was für meinen Geschmack aber einfach zu wenig der Fall war.

Auch die Beziehung zwischen Imogen und Theo habe ich leider nicht ganz so gefühlt, was in meinen Augen vor allem daran lag, dass man beim Lesen häufig das Gefühl hatte, Entwicklungsschritte verpasst zu haben und daher kein wirklicher Teil ihrer Gefühlswelt zu sein. Mir fiel es so leider sehr schwer, die beiden als authentisches Paar wahrzunehmen und wirklich mit ihnen mitzufiebern, auch wenn ich das eigentlich wirklich gerne gewollt hätte und durchaus Potenzial in ihrer Geschichte gesehen habe, das nur leider nicht vollständig ausgeschöpft wurde.


Fazit
Die Grundidee dieses Buches war auf jeden Fall spannend und hatte jede Menge Potenzial, auch wenn meiner Meinung nach bei der Umsetzung einiges davon verschenkt wurde. Grundsätzlich hatte ich trotzdem durchaus Freude beim Lesen, wirklich begeistern konnte mich die Geschichte dabei aber leider nicht.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.