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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

So eine kleine, feine Geschichte.

24 Sekunden ab jetzt
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Kein dickes Werk, kein riesiges Drama – aber eine Geschichte, die mich total überrascht und berührt hat.

„24 Sekunden ab jetzt – Eine ganz normale Liebesgeschichte“ von Jason Reynolds erzählt von Neon ...

Kein dickes Werk, kein riesiges Drama – aber eine Geschichte, die mich total überrascht und berührt hat.

„24 Sekunden ab jetzt – Eine ganz normale Liebesgeschichte“ von Jason Reynolds erzählt von Neon und Aria, die seit zwei Jahren zusammen sind. Sie lieben sich, sie vertrauen sich – und sie wollen den nächsten Schritt gehen. Doch kurz bevor es soweit ist, merkt man schnell: Der eigentliche Druck kommt gar nicht von Aria. Sondern von außen. Von Erwartungen. Von Gesprächen unter Jungs. Von diesem unsichtbaren „Man muss doch…“.

Was ich besonders spannend fand: Die Geschichte startet 24 Sekunden vor dem entscheidenden Moment – und springt dann immer weiter zurück. 24 Minuten, 24 Stunden, 24 Tage, 24 Wochen, 24 Monate zuvor. Dadurch erlebt man ihre komplette Beziehung rückwärts. Man versteht, wie alles begann, wie sich Gefühle entwickelt haben und warum Neon so viel nachdenkt. Diese Struktur ist wirklich originell und gibt der Geschichte etwas Besonderes – auch wenn es stellenweise kleine Wiederholungen gibt, weil man eben immer weiter zurückspringt.

Der Schreibstil war für mich total erfrischend. Am Anfang musste ich kurz reinkommen, weil viel aus Neons Gedankenwelt erzählt wird – viele innere Monologe, ehrliche, manchmal chaotische Gedankengänge. Aber genau das macht es so authentisch. Man ist wirklich mitten in seinem Kopf. Und das fand ich unglaublich spannend – diese ganze Situation einmal aus der Perspektive eines jungen Mannes zu erleben. Erste Liebe. Erstes Mal. Unsicherheiten. Erwartungen.

Was mich besonders berührt hat, war die Zärtlichkeit zwischen Neon und Aria. Da ist so viel Respekt, so viel Gefühl, so viel echtes Nachdenken darüber, wie man alles richtig macht. Neon ist kein cooler Draufgänger, sondern ein sensibler Junge, der niemanden enttäuschen will. Diese verletzliche, ehrliche Seite fand ich richtig stark.

Klein im Umfang, aber groß im Inhalt. Ich habe es sehr gern gelesen und kann es absolut weiterempfehlen – besonders für alle, die eine ehrliche, moderne Liebesgeschichte suchen, die mal eine andere Perspektive zeigt.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Eine düstere, gefühlvolle Geschichte voller Tiefe und Wärme!

Ivy und die Macht des Poison Garden
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Da ich die ersten beiden Bände nicht gelesen habe, kann ich nur meine Eindrücke zu diesem dritten Teil schildern – und die sind durchweg positiv.

Gesa Schwartz entführt die Leser:innen erneut in den magischen, ...

Da ich die ersten beiden Bände nicht gelesen habe, kann ich nur meine Eindrücke zu diesem dritten Teil schildern – und die sind durchweg positiv.

Gesa Schwartz entführt die Leser:innen erneut in den magischen, aber auch düsteren Poison Garden, wo Träume gestohlen und Geheimnisse enthüllt werden. Ivy muss gemeinsam mit ihren Freunden die dunkle Fee finden, um den Traumzauber zu brechen – und dabei wird man bis zum Schluss auf falsche Fährten geführt.

Die Geschichte ist anspruchsvoll, emotional und tiefgründig, mit starken Charakterverbindungen und berührenden Momenten. Besonders die Beziehung zwischen Ivy und ihrer Familie verleiht der Handlung viel Wärme und Menschlichkeit.

Wie immer begeistert auch die liebevolle Gestaltung des Buches – typisch für den Baumhaus Verlag –, ebenso wie die bildhafte Sprache und die detailreiche Welt voller Flora und Fauna.

Am Ende bleibt offen, ob die Reihe fortgesetzt wird, doch als Abschluss ist dieser Band wunderschön gelungen.

Mein Fazit: Eine wunderschöne, kreative und berührende Geschichte mit viel Herz.
Um jedoch vollständig in Ivys magische Welt einzutauchen und die Charaktere besser zu verstehen, empfehle ich, die ersten beiden Bände vorher zu lesen.

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Veröffentlicht am 29.06.2026

Atmosphärisch, feinfühlig und wunderschön erzählt.

Sommerrauschen
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Die poetische und bildhafte Sprache in diesem Buch hat mich wirklich beeindruckt. Ich muss allerdings zugeben, dass ich ein wenig gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden. Doch sobald ich mich ...

Die poetische und bildhafte Sprache in diesem Buch hat mich wirklich beeindruckt. Ich muss allerdings zugeben, dass ich ein wenig gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden. Doch sobald ich mich an den besonderen Schreibstil gewöhnt hatte, habe ich jede einzelne Seite genossen.

Sommerrauschen erzählt von Freundschaft, Familiengeheimnissen, Schuld, Verlust und den Spuren, die die Vergangenheit auch nach vielen Jahren noch hinterlassen kann. Im Mittelpunkt steht Judith, die nach langer Zeit an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt. Alte Erinnerungen werden wach und nach und nach kommen Geheimnisse ans Licht, die viele Jahre verborgen geblieben sind.

Besonders schön fand ich, Judith auf ihrem Weg zu begleiten und mitzuerleben, wie sich ihr Leben entwickelt hat. Die Autorin nimmt sich Zeit für ihre Figuren und enthüllt die Wahrheit Stück für Stück, wodurch ich immer neugieriger wurde. Gerade diese ruhige Erzählweise hat für mich den besonderen Reiz des Buches ausgemacht.

Die Atmosphäre hat mich ebenfalls begeistert. Man spürt den Sommer, das Meer und die Erinnerungen, die an diesem Ort in jeder Ecke verborgen zu sein scheinen. Alles wirkt sehr stimmig und die wunderschöne Sprache macht das Lesen zu etwas ganz Besonderem.

Sommerrauschen ist keine laute oder actionreiche Geschichte, sondern eine ruhige, tiefgründige Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Wer Familiengeschichten mit Geheimnissen, emotionalen Entwicklungen und einem besonderen Schreibstil liebt, sollte diesem Roman unbedingt eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 24.06.2026

Ein Debüt, das unter die Haut geht!

Herzflut
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Charlotte Paradise erzählt in ihrem Debütroman „Herzflut“ die Geschichte von Sara, die sich nach Liebe und Nähe sehnt, gleichzeitig jedoch gegen Ängste und innere Blockaden kämpft, die körperliche Nähe ...

Charlotte Paradise erzählt in ihrem Debütroman „Herzflut“ die Geschichte von Sara, die sich nach Liebe und Nähe sehnt, gleichzeitig jedoch gegen Ängste und innere Blockaden kämpft, die körperliche Nähe für sie nahezu unmöglich machen. Als sie Miles kennenlernt, scheint zum ersten Mal eine Beziehung greifbar, doch alte Wunden und unverarbeitete Erfahrungen stehen zwischen ihnen.

Puhhh, mit „Herzflut“ hat die Autorin einen Debütroman geschrieben, der definitiv Eindruck hinterlässt. Allerdings sollte man wissen, dass es sich für mich nicht in erster Linie um einen Liebesroman handelt, sondern vielmehr um eine Geschichte über Schmerz, Angst, Verletzlichkeit und den langen Weg zu sich selbst. Die Autorin geht sehr offen und direkt mit schwierigen Themen um und scheut sich nicht davor, auch unangenehme Wahrheiten anzusprechen. Dadurch entsteht eine emotionale Geschichte, die sicherlich nicht jede Leserin und jeder Leser mögen wird.

Der Schreibstil ist dabei durchaus eigenwillig, weshalb ich etwas Zeit gebraucht habe, um richtig in die Geschichte hineinzufinden. Gestört hat mich das letztendlich aber nicht. Vielmehr passte diese Art zu erzählen gut zu Saras Gefühlswelt und ihren inneren Konflikten.

Für meinen Geschmack war die Handlung stellenweise etwas zu langatmig, weshalb ich einen Stern abziehe. Emotional und qualitativ konnte mich das Buch jedoch überzeugen. Gerade weil wichtige und sensible Themen so offen behandelt werden, bleibt die Geschichte im Gedächtnis. Der Pola Verlag hat hier erneut ein gutes Gespür für emotionale, lebensnahe Geschichten bewiesen, die berühren und zum Nachdenken anregen.

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Originell, aber mit Luft nach oben.

If Books Could Kill
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Die Idee hinter diesem Buch hat mich sofort neugierig gemacht: Roxie liebt Liebesromane und wünscht sich, selbst einmal die Heldin einer Geschichte ihrer Lieblingsautorin zu sein. Als dieser Wunsch tatsächlich ...

Die Idee hinter diesem Buch hat mich sofort neugierig gemacht: Roxie liebt Liebesromane und wünscht sich, selbst einmal die Heldin einer Geschichte ihrer Lieblingsautorin zu sein. Als dieser Wunsch tatsächlich in Erfüllung geht, landet sie jedoch nicht in einer romantischen Wohlfühlgeschichte, sondern mitten in einem Thriller voller Verfolgungsjagden, Chaos und unerwarteter Wendungen. Gemeinsam mit dem Literaturdozenten Grant versucht sie herauszufinden, wie sie diese Geschichte überstehen und wieder in ihr eigenes Leben zurückkehren kann.

Der Einstieg ist Kate Eberle definitiv gelungen. Ich war sehr schnell in der Geschichte angekommen und durch den lockeren Schreibstil sowie die vielen humorvollen Dialoge ließ sich das Buch angenehm und zügig lesen. Die Grundidee ist kreativ, ungewöhnlich und hebt sich von vielen anderen RomComs ab. Besonders die Vorstellung, dass die Figuren wissen, dass sie sich in einem Buch befinden und versuchen, die Handlung zu durchschauen, fand ich wirklich spannend.

Leider konnte mich die Geschichte nicht bis zum Ende in gleichem Maße fesseln. Ab etwa der zweiten Hälfte wurde mir das permanente Chaos etwas zu viel. Die Handlung wirkte auf mich zunehmend vorhersehbar und zog sich stellenweise länger, als es nötig gewesen wäre. Dadurch habe ich immer wieder kleine Lesepausen eingelegt, obwohl ich zu Beginn regelrecht durch die Seiten geflogen bin.

Auch die Figuren blieben für mich etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück. Roxie und Grant waren zwar durchaus sympathisch, wirkten auf mich aber nicht tief genug ausgearbeitet, um eine stärkere emotionale Verbindung aufzubauen. Einige Entwicklungen konnte ich schon früh erahnen, wodurch Spannung und Überraschung leider etwas verloren gingen.

Trotzdem hatte das Buch viele unterhaltsame Momente und eine wirklich originelle Ausgangsidee. Für mich ist If Books Could Kill eine nette, leichte Geschichte für zwischendurch, die vor allem mit ihrem kreativen Konzept punktet. Schade nur, dass das vorhandene Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Am Ende blieb bei mir weniger der Wow-Effekt, sondern eher das Gefühl, eine charmante, kurzweilige Geschichte gelesen zu haben, die mich gut unterhalten, aber nicht nachhaltig begeistert hat.

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