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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2026

Noch stärker als Band 1

Ritualblut
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Ich bin bekennender Ethan Cross Fan und fiebere jedem neuen Buch-Release sehnsüchtig entgegen. Er gehört für mich zu jenen Autoren, dessen Thriller ich blind kaufe, ohne vorher den Klappentext zu lesen ...

Ich bin bekennender Ethan Cross Fan und fiebere jedem neuen Buch-Release sehnsüchtig entgegen. Er gehört für mich zu jenen Autoren, dessen Thriller ich blind kaufe, ohne vorher den Klappentext zu lesen - dementsprechend hatte ich keinerlei Erwartungen an den 2. Fall von Baxter und Corin, sondern ließ mich einfach auf die Story ein. Und diese gefiel mir noch weit besser als die des 1. Bandes.

Baxter ist, ähnlich wie Ethan Cross' berühmt berüchtigter Serienkiller Francis Ackerman jr., ein sehr spezieller, charismatischer Typ, den man entweder richtig klasse findet oder eben nicht. Ich persönlich liebe seine unkonventionelle Art, Fälle zu bearbeiten und, dass er stets einen lockeren Spruch parat hat, der mich an so mancher Stelle schmunzeln ließ. Corin, Baxters Geschäftspartnerin und manchmal auch Bodyguard, zeigte sich erstmals von einer weicheren, verletzlicheren Seite. Diese Entwicklung und auch die Dynamik zwischen ihr und Baxter mochte ich wahnsinnig gerne. Ebenso wie die Ackerman-Bände, besticht diese Reihe vor allem durch ihre interessanten, charakterstarken Protagonisten.

Wie üblich wird auch dieser Ethan Cross Thriller aus diversen Perspektiven erzählt - in vielen kurzen Kapiteln, ganz genau so, wie ich es liebe. Der Plot konnte mich im Gegensatz zum Vorgänger nochmal stärker fesseln. Baxter und Corin bekommen es diesmal mit unberechenbaren Gegner zu tun, die über Leichen gehen, um an brisante Forschungsergebnisse zu gelangen. Das hohe Erzähltempo zieht sich durch die komplette Story. Neben spannenden Ermittlungen bietet "Ritualblut" nämlich auch tolle Action- und Kampfszenen, in denen Corin zeigen kann, was sie drauf hat.

Korrupte Regierungsbeamte, ein wahnsinniger Sektenführer und die Yakuza - nur Ethan Cross schafft es, dies alles unter einen Hut zu bekommen und einen genialen Pageturner zu erschaffen, der mich überaus gut unterhalten konnte!

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Konnte mich auf emotionaler Ebene voll und ganz abholen

Schattenlicht
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"Schattenlicht" ist nicht nur optisch wunderschön, das Buch hat mich auf ganzer Linie überzeugt, sodass ich es kaum erwarten kann, noch mehr von Yasmin Shakarami zu lesen. Die Autorin macht es einem als ...

"Schattenlicht" ist nicht nur optisch wunderschön, das Buch hat mich auf ganzer Linie überzeugt, sodass ich es kaum erwarten kann, noch mehr von Yasmin Shakarami zu lesen. Die Autorin macht es einem als Leser*in wirklich unheimlich leicht, in die Geschichte einzutauchen. Sie verfügt nicht nur über einen ausgesprochen flüssigen Schreibstil, ihre bildhafte Erzählweise gab mir beim Lesen das Gefühl, zusammen mit Protagonistin Billie nach Kanada gereist zu sein.

Das Kleinstadt-Feeling in Verbindung mit der rauen Wildnis Kanadas hat mich total begeistert. Doch auch die einzelnen Charaktere sind so wunderbar beschrieben, ich hatte von Maple Ridge's Einwohnern ein richtig klares Bild vor Augen. Die Clique rund um den beliebten Eishockey-Spieler Jamie erinnert an typische Teenager-Geschichten, wie man sie beispielsweise aus Serien kennt.

Billie mochte ich auf Anhieb, wenngleich die Liebe zu Jamie sie zunächst völlig blind macht und ich sie zwischendurch am liebsten mal so richtig wachgerüttelt hätte. Doch wir waren ja alle mal 17 und zum ersten Mal Hals über Kopf verliebt. Darüber hinaus lässt ihr Denken und Handeln sie mehr als authentisch wirken.

Die Chemie zwischen Billie und Außenseiter Tristan gefiel mir richtig gut. Es war wunderschön zu sehen, wie sich zwischen den beiden eine Freundschaft und mit der Zeit stärkere Gefühle entwickeln. Davon abgesehen, Tristan muss man einfach mögen.

"Schattenlicht" ist viel mehr als ein Roman über die erste große Liebe. Die Autorin greift hier ernste Themen wie Mobbing, Rassismus und toxische Beziehungen auf. Dabei beweist sie überaus viel Feingefühl. Wer zwischendurch gerne Jugendbücher liest, sollte sich diese Story nicht entgehen lassen!

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Herzensbuch

Between Fading Stars
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Bereits während des Lesens von Band 1 hatte Wesley Knight mein Herz im Sturm erobert. Nun ist Wes zurück in London, im Gepäck eine Menge Gefühlschaos wegen seiner einstigen großen Liebe und Ängste, die ...

Bereits während des Lesens von Band 1 hatte Wesley Knight mein Herz im Sturm erobert. Nun ist Wes zurück in London, im Gepäck eine Menge Gefühlschaos wegen seiner einstigen großen Liebe und Ängste, die ihn einfach nicht loslassen.

Der Schreibstil von Anna Savas ist schlichtweg unglaublich. Ihr gelingt es jedes Mal aufs Neue, ihre Charaktere lebendig wirken zu lassen, indem sie deren Gefühle mit den schönsten, emotionalsten und manchmal auch traurigsten Worten transportiert. Als Leserin könnte ich mir gar nicht mehr wünschen, denn auf diese Weise ließ mich die Autorin absolut alles fühlen.

Wes innere Zerrissenheit ist größer als je zuvor. Zu lange hat er seine wahren Gefühle unterdrückt - ein klärendes Gespräch mit seinem Bruder Adam und seinen Eltern wäre längst überfällig. Zu alledem ist seine Jugendliebe Hailey plötzlich wieder in sein Leben getreten, was ihn nur noch mehr aus der Bahn wirft. Und dann wären da noch die Nachwirkungen des Unfalls. Wes so leiden zu sehen, tut einem echt weh. Gleichzeitig war es aber auch schön zu sehen, wie er sich entwickelt und Stück für Stück wieder einen Sinn im Leben findet.

Hailey mochte ich auf Anhieb. Sie ist so eine liebenswerte Person, wenn auch nicht frei von Selbstzweifeln - doch das ließ sie nur noch nahbarer und authentischer wirken. Neben der Perspektivwechsel gewähren kleine Rückblenden einen Blick in die Schulzeit von ihr Wes - wie sie sich verliebten und wie alles in die Brüche ging. Ich fand das ganz wunderbar umgesetzt und habe jede einzelne Seite geradezu verschlungen. Auch, weil ich es kaum erwarten konnte, Haileys Geheimnis und den wahren Grund für die damalige Trennung von Wes zu erfahren.

Wer die Tropes Second Chance und Slow Burn Romance mag, ist hier genau richtig. Für mich ist der Reihenabschluss ein richtiges Herzensbuch, ich habe absolut alles daran geliebt!

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Ultra kurz, aber ultra spannend

Tödliche Nacht
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Ich bin ein riesengroßer Fan von Leo Born und seiner unkonventionellen Ermittlerin Mara Billinsky. Und was könnte die Wartezeit auf den Release von "Toter Schatten" am 28. September besser verkürzen, als ...

Ich bin ein riesengroßer Fan von Leo Born und seiner unkonventionellen Ermittlerin Mara Billinsky. Und was könnte die Wartezeit auf den Release von "Toter Schatten" am 28. September besser verkürzen, als eine Kurzgeschichte mit der lieben Mara und ihrem Kollegen Jan Rosen. Mit 28 Minuten ist "Tödliche Nacht" wirklich ultra kurz, aber nicht weniger spannend als Leo Borns übrige Bände rund um "Die Krähe".

Ich bin zugegebenermaßen kein besonders großer Fan von Kurzgeschichten, schlichtweg deshalb, weil sie mir einfach immer "nicht genug" sind. In diesem Fall störte mich dies jedoch überhaupt nicht. Denn der Autor konzentrierte sich hauptsächlich darauf, abwechselnd Maras und Jans Eindrücke zu vermitteln, während die beiden getrennt das leerstehende Gebäude nach dem Täter durchsuchen. Meiner Meinung nach hätte man das gar nicht besser umsetzen können.

Gefühlt war ich beim Hören mittendrin, was auch Hörbuchsprecherin Sabina Godec zu verdanken ist, die es versteht, eine spannende Atmosphäre zu erzeugen. Das Ende fühlte sich für mich absolut richtig an, wenngleich vielleicht nicht jeder Maras Entscheidung nachvollziehen oder gar gutheißen kann.

Wie immer ganz ganz große Krähen-Liebe meinerseits!

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe

Nebelbeute
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Nach zwei großartigen Bänden rund um Benjamin Cors' Gruppe 4, waren meine Erwartungen an "Nebelbeute" dementsprechend hoch. Und so viel sei gleich zu Beginn gesagt, sie wurden mehr als übertroffen! Eigentlich ...

Nach zwei großartigen Bänden rund um Benjamin Cors' Gruppe 4, waren meine Erwartungen an "Nebelbeute" dementsprechend hoch. Und so viel sei gleich zu Beginn gesagt, sie wurden mehr als übertroffen! Eigentlich war mir bereits beim Lesen des Prologs klar - dieser Pageturner hat das Potenzial zum Highlight.

Der mitreißende Schreibstil von Benjamin Cors ist unverkennbar. Ich liebe das hohe Erzähltempo, die kurzen Kapitel, gespickt mit Cliffhangern, ebenso wie das beklemmende Setting, welches eine durchweg unheilvolle und düstere Atmosphäre erzeugt - Gänsehaut inklusive.

Auch dieser Fall wurde von dem Autor raffiniert konstruiert, ist nichts für schwache Nerven und kann unabhängig von den Vorgängern gelesen werden. Nichtsdestotrotz empfehle ich, die Reihe chronologisch zu verfolgen. Das Team der Spezialeinheit rund um Mila Weiss und Jakob Krogh entwickelt sich stetig weiter und ist mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen.

Die Bewohner des abgelegenen Bergdorfes, in welchem ein perfider Serienkiller sein Unwesen treibt, sind teils eigen in ihrem Charakter oder verschlossen, als hätten sie etwas zu verbergen. Das nervenaufreibende Katz-und-Maus-Spiel entfaltet beim Lesen eine solche Sogwirkung, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Hochspannung von Anfang an bis hin zum packenden Showdown, der mir das Blut in den Adern gefrieren ließ und das nicht nur aufgrund der eisigen Kulisse.

"Nebelbeute" hat mich restlos begeistert - einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe. Benjamin Cors hat es mit diesem nunmehr 3. Teil der Reihe geschafft, seine vorherigen, bereits ebenfalls genialen Bände, noch zu toppen. Ich hoffe auf daher viele weitere spannende Fälle der Gruppe 4, da diese Buchreihe längst zu meinen absoluten Favoriten im Thriller-Genre zählt.

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