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Veröffentlicht am 13.08.2026

Mei, ist des schee - ein wundervoller historischer Wohlführoman

Der Seegasthof – Wo der Traum beginnt
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Die Autorin nimmt einen mit ihrer ruhigen und teils auch in bayerischen Sprache gehaltenen Dialogen mit an den wunderschönen Chiemsee in den Seegasthof. Hier werden die berühmten Dampfnudeln von Resi, ...

Die Autorin nimmt einen mit ihrer ruhigen und teils auch in bayerischen Sprache gehaltenen Dialogen mit an den wunderschönen Chiemsee in den Seegasthof. Hier werden die berühmten Dampfnudeln von Resi, der Großmutter in der Familie Bachinger, am Ufer serviert. Amrei, die junge Enkelin hilft ihr in der Küche, während Mutter Franzi, die Künstlerin in der Familie, gebranntes Geschirr und auch Ofenkacheln in ihrer kleinen Werkstatt herstellt. Und da ist natürlich noch Valentin, der Wirt und Vater von Amrei. Da Amrei im heiratsfähigen Alter ist, gibt es natürlich auch Bewerber um die Hand von Amrei. Ihr Freund aus Kindheitstagen von der Herreninsel, in den sie ebenfalls verliebt ist und auch Kurt Fessler, reichster Sohn am Platz, aber ein Frauenheld, den Amrei verabscheut, machen ihr den Hof. Wie es im Jahr 1896 so ist, möchte Valentin natürlich Amrei bestmöglich verheiraten, schließlich haben die Väter das Sagen. Allerdings entgeht Amrei mit einer List einer Hochzeit mit Kurt Fessler. Allerdings gibt es dann einen schrecklichen Schicksalsschlag….

Es war sehr schön der Geschichte um Amrei zu folgen, durch die ganzen Beschreibungen der Umgebung und auch dem Betreiben eines Gasthofes in der damaligen Zeit und den Anwohnern des Dorfes, die ihn aufsuchten, hat es mich direkt dorthin versetzt. Ich konnte mir die Umgebung zur Fraueninsel und Herreninsel, den prominenten Besuchen zum Kosten der Dampfnudeln förmlich vor mir sehen. Die Autorin versteht es in der gesamten Geschichte einen immer positiven und schönen Erzählstil beizubehalten, so dass es sich wirklich wie ein historischer Wohlfühlroman anfühlte. Die Personen aus der Familie sind nachvollziehbar und sympathisch gezeichnet. Besonders gefallen hat mir, dass Franzi und Valentin, die Eltern von Amrei, aus Liebe geheiratet haben und schon wissen, was es bedeutet. Dennoch war die Zeit damals eine andere, wo es eben nicht selbstverständlich ist und der Mann das Sagen hatte und Frauen zu schweigen hatten bzw. nicht gefragt wurden. Das wird auch in dem Roman sehr authentisch dargestellt. Mir hat der Roman sehr gefallen, wer einen schönen historischen Wohlfühlroman lesen möchte, ist hier genau richtig. Ich bin schon sehr auf den zweiten Teil gespannt, wie es mit Amrei und der Familie und allen bereits lieb gewonnenen Protagonisten weiter geht. Ich empfehle den Roman daher sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 27.06.2026

Wieder ein ruhiger und bildhafter Wohlfühlroman mit Slow-burn-Liebesgeschichte

Himmelsee – Wo der Wind von Liebe erzählt (Himmelsee 2)
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Himmelsee ist schon ein beschaulicher Ort an der Ostsee. Im zweiten Teil war es ein Stück wie heimkommen. Dieses Mal begleitet der Leser Astrid, eine junge Buchhändlerin mit eigener kleiner Buchhandlung. ...

Himmelsee ist schon ein beschaulicher Ort an der Ostsee. Im zweiten Teil war es ein Stück wie heimkommen. Dieses Mal begleitet der Leser Astrid, eine junge Buchhändlerin mit eigener kleiner Buchhandlung. Sie ist alleinstehend, ihre frühere große Liebe Filip ist in New York und sie hat sich sehr gut alleine eingerichtet. In ihre Buchhandlung kommt fast jeden Tag ein attraktiver Mann, der sich immer ein anspruchsvolles Buch kauft. Ihre Neugierde ist geweckt und sie kommen ins Gespräch. Thore und Astrid kommen sich nach und nach in Gesprächen näher, als Astrid entdeckt, dass es sich um einen sehr erfolgreichen Bestsellerautor handelt, der in Himmelsee versucht seine andauernde Schreibblockade zu überwinden. Und dann taucht plötzlich wieder Filip in Astrid‘s Leben auf. Was wird Astrid tun?

Tanja Janz hat mich wieder ans Meer gebracht. Durch ihre sehr ruhige, bildhafte Erzählweise hat sie es tatsächlich geschafft mich abends nach einem stressigen Tag wieder herunterzubringen. Ich habe richtig gemerkt, wie es mich selbst ruhiger gemacht hat. Toll. Die Liebesgeschichte entwickelt sich sehr langsam, aber schön. Drumherum gibt es natürlich auch noch so einiges von Himmelsee zu entdecken und auch von dessen kleinen und großen Einwohnern. Es hat Spaß gemacht in Gedanken dort hin zu reisen. Ein wirklich schöner Wohlfühlroman mit nicht kitschiger Liebesgeschichte, den ich gerne für schöne Urlaubstage oder einfach nur zum Wegträumen empfehle. Er kann ohne Kenntnisse des ersten Teiles sehr gut gelesen werden, da keine Vorkenntnisse vorausgesetzt werden.

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Veröffentlicht am 20.06.2026

Agentenjagd auf japanische Goldverstecke

Tokyo Lily. Auf der Jagd nach Hirohitos Gold
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Der Agentenkrimi spielt in der Nachkriegszeit. Der Leser begleitet die junge Japanologin Mirabell nach Japan, wo sie einen unsagbar kostbaren Helm gegen ein sehr wertvolles Bild eintauschen soll. Sie kommt ...

Der Agentenkrimi spielt in der Nachkriegszeit. Der Leser begleitet die junge Japanologin Mirabell nach Japan, wo sie einen unsagbar kostbaren Helm gegen ein sehr wertvolles Bild eintauschen soll. Sie kommt auch gut in Japan an, hier soll ihr ein Herr Gassan an die Seite gestellt werden, damit sie sicher in Japan unterwegs ist. Bei der Übergabe des Helms stellt sich jedoch heraus, dass dieser nicht mehr in der Kiste ist und dann geht alles Schlag auf Schlag. Mirabell wird entführt und es stellt sich nach und nach heraus, dass es ganz unterschiedliche Interessenten auf versteckte Goldlager in Japan abgesehen haben. Dieser Helm und eine andere junge Frau sind der Schlüssel hierzu. Mirabell gerät in einen Strudel, der sich immer schneller dreht und ist Gasson wirklich Gasson?

Der Autor hat einen fesselnden Agentenkrimi geschrieben. Dadurch, dass er in Japan in der Nachkriegszeit spielt, erhält der Leser einen besonderen Einblick in diese Zeit und deren Politik. Es hat Spaß gemacht dem zu folgen, vor allem war mir vieles so nicht bekannt. Der Autor führt auch in einem Nachwort und Quellenangaben über seine Recherchen aus. Ich habe gestaunt, was man zwischenzeitlich über die Interessen der USA und auch anderer Staaten herausgefunden hat. Durch die flüssige Sprache und das gute Tempo der Erzählung habe ich den Roman in einem Rutsch durchgelesen. Ich empfehle ihn daher gerne Lesern, die temporeiche Agentengeschichten mögen, zudem auch historisch an Japan interessiert sind.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Gelungener Auftakt einer neuen Auswanderersaga ins raue Goldgräber- Kanada

Tanz der Ahornblätter
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Die Geschichte startet in 1861. Vivian aus adligem Hause, zurück aus Paris, wo sie viele Balletstunden genommen hat und sich dabei in ihren Lehrer Jean-Luc verliebt hatte, ist nun zurück auf ihrem Landgut ...

Die Geschichte startet in 1861. Vivian aus adligem Hause, zurück aus Paris, wo sie viele Balletstunden genommen hat und sich dabei in ihren Lehrer Jean-Luc verliebt hatte, ist nun zurück auf ihrem Landgut und verliebt sich jetzt in den Stallburschen Ross. Dieser wird daraufhin entlassen und fasst den Plan nach Kanada auf die neuen Goldgräberfelder auszuwandern. Es gibt eine anwerbende Auswanderergesellschaft, die die Reise komplett organisiert haben. Vivian gelingt die Flucht mit Ross und schon bald sitzt sie auf dem Auswandererschiff. Hier lernt sie Coleen kennen, eine Frau aus ärmlichen Verhältnissen, die das harte Leben bereits kennen gelernt hat. Vivian geht an die Dinge eher unbedarft ran, war sie bisher auch sehr behütet. Und es kommt, wie es kommen muss, die Auswanderergesellschaft hat den Auswanderern zu viel versprochen und so müssen sich Vivian und Ross in Kanada allein auf den Weg machen und das sind hier sehr weite. Dabei lernen sie nicht nur das raue Kanada kennen, sondern auch die indigene Bevölkerung. In einem weiteren Handlungsstrang wird die Geschichte von Jean-Luc erzählt, der zunächst in Paris an der Oper tanzt, später aber fliehen muss, da er als junger Mann von Bonaparte als Kanonenfutter eingezogen wird und nicht dazu in den Krieg ziehen will. Und auch sein Weg führt ihn schließlich nach Übersee.

Ich kenne Sarah Lark seit ihrem ersten Buch vor ca. 20 Jahren und habe auch die neueren unter ihrem Pseudonym Christina Rey gelesen. Mit ihrem ersten Buch nahm sie den Leser mit nach Australien, deshalb war ich auch so auf diesen Band gespannt, ob die Geschichte mich ähnlich wie damals begeistern kann. Und auch dieser erste Teil der neuen Saga hat mir wirklich gut gefallen. Die bildhaften Beschreibungen der Landschaft, der damaligen Lebensumstände bei den Goldgräbern, die der indigenen Bevölkerung, aber auch in den aufstrebenden Städten haben mich sehr gefesselt. Vivian macht auch eine Entwicklung durch, allerdings empfand ich sie manchmal als sprunghaft. Nun gut, solche Menschen gibt es natürlich und das hat ja auch was spannendes in einem Buch. Besonders gut hat mir aber der Handlungsstrang um Jean-Luc gefallen, ich mochte ihn und seine Erlebnisse einfach. Natürlich spitzt sich alles in dem Buch so zu, dass ich dahin fieberte, ob und wie sich Vivian und Jean-Luc begegnen. Da möchte ich auch nicht zuviel verraten. Was mich allerdings ein wenig enttäuschte war, dass die Erzählungen insgesamt rund um die Liebe und die Gefühle eher weniger Raum eingenommen hat. Da hätte ich mir mehr gewünscht, denn eigentlich lief ja alles darauf für mich hinaus. Dennoch hat mich Sarah Lark mit diesem ersten Teil sehr gut unterhalten. Wer Auswanderergeschichten mag, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ich empfehle den Roman daher sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Familiengeschichte der Schokolatiers mit Wirtschaftskriminalanteilen

Die dunkle Seite der Schokolade
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Serafine, Juristin und Chemikerin, nimmt eine neue Stelle bei Cacaobest an. Sie wird interne Ermittlerin und soll beispw. Bestechungen in den Wirtschaftsabläufen bei der Kakaobeschaffung klären. Sie hat ...

Serafine, Juristin und Chemikerin, nimmt eine neue Stelle bei Cacaobest an. Sie wird interne Ermittlerin und soll beispw. Bestechungen in den Wirtschaftsabläufen bei der Kakaobeschaffung klären. Sie hat aber auch ein Eigeninteresse. Vor vielen Jahren ist ihr Vater, Produktionsleiter bei der Schokoladenherstellung, in dieser Firma gestorben. Sie ist davon überzeugt, dass es weder Unfall noch Selbstmord, sondern gezielt war. Er erfand gerade eine besondere Schokolade, die nach seinem Tod jedoch keiner mehr herstellen konnte. Hier gibt es viele Verwebungen zwischen Cacaobest und dem Hersteller Grison und deren Familienmitglieder. Zudem muss Serafine sich auch noch um die andere Aufgabe kümmern. Viele Handlungsstränge werden eröffnet und erzählt. Insgesamt folgt man diesen als Leser mit Spannung, wobei es hier auch durch die vielen handelnden Personen bei der Recherche von Serafine und auch in der Vergangenheit einen klaren Kopf beim Lesen fordert. Das ist keine Geschichte für zwischendurch, möchte man als Leser jede Feinheit, die der Roman bietet, mitnehmen. Zudem gibt die Autorin auch eine umfangreichen Einblick in die Schokoladenherstellung, was interessant ist, die Geschichte als solche jedoch bedingt weiterträgt. Die Familiengeschichte ist insgesamt fesselnd erzählt, aber gerade im letzten Drittel, bei der Auflösung der vielen Handlungsstränge und verwobenen Personen hätte mir ein Personenregister gut gefallen, um die Personen besser einordnen zu können. Getragen durch die flüssige Erzählweise und die sympatische Hauptprotagonistin habe ich dem Roman viele neue Informationen entnehmen können. Ich empfehle ihn daher gerne weiter.

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