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Veröffentlicht am 23.06.2026

Eine Frau, ein Glaube und ein Mut, der Leben rettet

Die Vikarin
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Zwischen Angst, Glaube und leiser Hoffnung erzählt Die Vikarin eine Geschichte, die nicht laut sein muss, um tief unter die Haut zu gehen. Brigitte Liebelt nimmt mich mit in eine Zeit, in der jedes falsche ...

Zwischen Angst, Glaube und leiser Hoffnung erzählt Die Vikarin eine Geschichte, die nicht laut sein muss, um tief unter die Haut zu gehen. Brigitte Liebelt nimmt mich mit in eine Zeit, in der jedes falsche Wort gefährlich werden konnte und Mut oft ganz still hinter verschlossenen Türen begann.

Elly hat mich sofort berührt. Ihre Reise nach Wien wirkt zuerst wie ein familiärer Pflichtbesuch, doch daraus wird ein Weg, der ihr Herz, ihren Glauben und ihr ganzes Leben verändert. Margarete Hoffer steht dabei wie ein ruhiger, fester Lichtpunkt inmitten einer immer dunkler werdenden Welt. Kein überzeichneter Heldenglanz, sondern ein mutiger Glaube, der handelt, wo andere wegsehen.

Besonders stark fand ich, wie der Roman historische Wahrheit und menschliche Nähe verbindet. Die Württembergische Pfarrhauskette bekommt hier ein Gesicht, einen Herzschlag und eine beklemmende Dringlichkeit. Beim Lesen hatte ich oft diesen Kloß im Hals, weil klar wird, wie viel Zivilcourage kosten kann und wie kostbar ein einzelner Mensch sein kann, der nicht schweigt.

Der christliche Glaube ist deutlich spürbar, aber für mich passend zum Thema und zur Person Margarete Hoffer. Manchmal verlangt die Fülle an Namen und historischen Zusammenhängen etwas Konzentration, doch genau das macht die Geschichte auch glaubwürdig und wertvoll.

Ein bewegender, würdevoller und mutmachender Roman über Glauben, Widerstand und Menschlichkeit in einer Zeit, in der beides lebensgefährlich war.

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Veröffentlicht am 23.06.2026

Frieden ist kein Märchen, sondern harte Arbeit

Die Kunst des Friedens
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Manchmal liegt da ein Sachbuch vor einem und man denkt: Na herzlichen Glückwunsch, Nahostgeschichte über 3000 Jahre, das wird bestimmt so leicht wie ein Ikea Schrank ohne Anleitung. Und dann passiert etwas ...

Manchmal liegt da ein Sachbuch vor einem und man denkt: Na herzlichen Glückwunsch, Nahostgeschichte über 3000 Jahre, das wird bestimmt so leicht wie ein Ikea Schrank ohne Anleitung. Und dann passiert etwas ziemlich Schönes: Daniel Gerlach nimmt einen nicht von oben herab an die Hand, sondern eher wie jemand, der sagt: Komm, wir schauen da mal gemeinsam genauer hin.

Die Kunst des Friedens ist kein Wohlfühlbuch, aber ein wichtiges. Es räumt mit diesem einfachen Bild auf, dass der Nahe Osten halt schon immer Krieg, Streit und Chaos war. Genau da wird es spannend. Gerlach zeigt, wie oft verhandelt wurde, wie viel hinter verschlossenen Türen lief und wie viele Menschen versucht haben, Frieden nicht nur zu predigen, sondern irgendwie zusammenzubasteln.

Besonders stark fand ich, dass Frieden hier nicht kitschig wirkt. Kein Friede Freude Falafel Teller, sondern harte Arbeit, Machtspiele, Mut, Fehler und manchmal auch ganz schön viel Ego. Gerade das macht das Buch glaubwürdig. Man merkt, dass der Autor Ahnung hat, aber er erschlägt einen nicht mit Fachchinesisch.

Klar, leichte Kost ist das nicht. Zwischendurch musste mein Kopf kurz Pause machen und einen inneren Kaffee bestellen. Aber genau solche Bücher braucht es, wenn man Nachrichten nicht nur konsumieren, sondern wirklich verstehen will.

Ein kluges, mutiges und überraschend menschliches Sachbuch, das zeigt: Frieden ist keine naive Idee. Frieden ist Handwerk. Und manchmal sogar Kunst.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Wenn Freiheit am Hof gefährlicher ist als jede Intrige

Der Gesang des Falken
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Schillernde Höfe, schöne Kleider, höfisches Getue und dahinter jede Menge Gift im Lächeln. Genau da wirft einen Der Gesang des Falken rein, und zwar nicht wie ein staubiges Geschichtsbuch, sondern eher ...

Schillernde Höfe, schöne Kleider, höfisches Getue und dahinter jede Menge Gift im Lächeln. Genau da wirft einen Der Gesang des Falken rein, und zwar nicht wie ein staubiges Geschichtsbuch, sondern eher wie ein Film, bei dem man plötzlich viel zu nah an den Intrigen steht.

Marcelle mochte ich sofort. Diese junge Frau hat keinen Bock auf das ganze Theater am Hof, und ganz ehrlich, ich konnte sie verstehen. Während alle glänzen, lächeln und taktieren, will sie lieber zeichnen, atmen und irgendwie sie selbst bleiben. Dann kommt Anne Boleyn dazu, elegant, klug und erst mal ziemlich unnahbar. Da dachte ich kurz: Na super, jetzt wird es steif. Wurde es aber nicht.

Gerade die Verbindung zwischen Marcelle und Anne trägt das Buch richtig schön. Keine kitschige Zuckerwattefreundschaft, sondern ein vorsichtiges Annähern zwischen zwei jungen Frauen, die mehr wollen als hübsch dastehen und brav nicken. Das hat Herz, Haltung und diesen kleinen rebellischen Funken, den ich bei historischen Romanen liebe.

Die Renaissance Atmosphäre sitzt stark. Paris, Hofleben, Machtspiele, Falken, Freiheitsträume, alles wirkt lebendig, ohne einen mit Jahreszahlen zu erschlagen. Man merkt, dass hier jemand Geschichte liebt, aber trotzdem eine Geschichte erzählen will, die berührt.

Für mich ein richtig gelungener historischer Roman mit Gefühl, Spannung und starken Figuren. Nicht perfekt, aber verdammt nah dran.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Wenn Langeweile Urlaub macht

Mit dir spiele ich am liebsten – Das ultimative Urlaubsduell-Buch
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Lange Reisen können ja wunderschön sein, bis nach fünf Minuten der erste fragt, wann man endlich da ist. Genau da kommt Mit dir spiele ich am liebsten genau richtig um die Ecke und macht aus Langeweile ...

Lange Reisen können ja wunderschön sein, bis nach fünf Minuten der erste fragt, wann man endlich da ist. Genau da kommt Mit dir spiele ich am liebsten genau richtig um die Ecke und macht aus Langeweile kleine Wettkämpfe, Lacher und herrlich unnötigen Ehrgeiz.

Das Buch ist bunt, locker und sofort verständlich. Stift raus, Seite auf, loslegen. Keine komplizierte Anleitung, kein ewiges Vorbereiten, kein Papa muss erst mal zehn Seiten Regeln studieren. Sehr angenehm, denn im Urlaub will man ja spielen und nicht nebenbei noch ein Brettspielstudium abschließen.

Besonders schön finde ich die Mischung aus Logikrätseln, Zeichenaufgaben, Wissensduellen und kleinen Challenges. Da ist genug Abwechslung drin, damit nicht nach drei Aufgaben die Luft raus ist. Mal wird gegrübelt, mal gekritzelt, mal gelacht und manchmal denkt man sich nur: Warum bin ich bei so einer simplen Aufgabe bitte so schlecht?

Die heraustrennbaren Seiten sind praktisch, gerade wenn mehrere gleichzeitig spielen wollen oder man unterwegs nicht immer das ganze Buch herumreichen möchte. Für Familien, Paare, Geschwister oder Freunde ist das echt ein kleines Urlaubsretterchen.

Mit dir spiele ich am liebsten ist kein tiefgründiges Lesebuch, sondern ein Mitmachbuch mit Tempo, Spaß und Herz. Genau dafür funktioniert es richtig gut. Perfekt für Strandtasche, Zugfahrt, Hotelabend oder Regentag im Ferienhaus.

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Ein literarischer Roadtrip durch den amerikanischen Traum

I Have a Dream
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Manesse haut hier nicht einfach ein Buch raus, sondern eher einen literarischen Roadtrip quer durch die Seele Amerikas. I Have a Dream fühlt sich an wie eine riesige Jukebox, in die jemand Freiheit, Hoffnung, ...

Manesse haut hier nicht einfach ein Buch raus, sondern eher einen literarischen Roadtrip quer durch die Seele Amerikas. I Have a Dream fühlt sich an wie eine riesige Jukebox, in die jemand Freiheit, Hoffnung, Widerspruch, Jazz, Staubstraßen, Großstadtlichter und eine ordentliche Portion Sehnsucht geworfen hat.

Beim Lesen hatte ich immer wieder dieses Gefühl: Mensch, Amerika ist eben nicht nur laute Politik, grelle Schlagzeilen und dieses ewige Kopfschütteln vor dem Fernseher. Da steckt so viel mehr drin. Träume, Kämpfe, große Worte, gebrochene Versprechen, mutige Stimmen und Menschen, die trotz allem an eine bessere Welt glauben.

Der Band ist natürlich ein echter Brocken. 960 Seiten nimmt man nicht mal eben mit ins Wartezimmer, außer man möchte nebenbei noch den Bizeps trainieren. Aber genau das passt auch. Dieses Buch will nicht schnell konsumiert werden. Es will aufgeschlagen, durchstöbert, wieder weggelegt und später erneut entdeckt werden.

Besonders schön ist diese Mischung aus Reden, Briefen, Essays, Gedichten, Storys und Songs. Das wirkt nicht trocken, sondern lebendig. Mal nachdenklich, mal poetisch, mal wuchtig und manchmal fast überraschend zart. Gerade die Gegensätze machen den Reiz aus.

Für mich ist I Have a Dream ein Buch für Menschen, die Amerika nicht verklären wollen, aber trotzdem spüren möchten, warum dieser Traum so viele bewegt hat. Ein edler, kluger und emotionaler Band, der zeigt: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegt oft ein tiefer Riss, aber genau dort beginnt Literatur manchmal am stärksten zu leuchten.

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