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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2026

Zauberhaft!

Emmis großes Campingabenteuer
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„Emmis großes Campingabenteuer“ hat bei uns direkt ins Schwarze getroffen. Ich habe das Buch meinem Patenkind geschenkt, weil wir dieses Jahr zum ersten Mal gemeinsam campen gehen. Schon nach den ersten ...

„Emmis großes Campingabenteuer“ hat bei uns direkt ins Schwarze getroffen. Ich habe das Buch meinem Patenkind geschenkt, weil wir dieses Jahr zum ersten Mal gemeinsam campen gehen. Schon nach den ersten Seiten war die Begeisterung riesig und die Vorfreude auf unseren Urlaub ist seitdem noch größer geworden.

Die Geschichte ist liebevoll erzählt und nimmt Kinder mit auf ein spannendes Abenteuer in der Natur. Mein Patenkind konnte sich sofort mit Emmi identifizieren und wollte danach am liebsten sofort Zelt, Schlafsack und Taschenlampe packen. Seitdem sprechen wir ständig über unser eigenes Campingabenteuer und was wir alles erleben könnten.

Besonders schön finde ich, wie das Buch die Freude am Entdecken, das Zusammensein und die kleinen Abenteuer beim Campen vermittelt. Die liebevollen Illustrationen machen das Ganze perfekt.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Herzerwärmend

Mirabellentage
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Ich habe es zufällig bei meiner Mama liegen gesehen und unterwegs im Heimaturlaub gelesen und mich sofort reinversetzt. Es ist so herzzerwärmend und sommerlich, dass man fast den Duft der Mirabellen und ...

Ich habe es zufällig bei meiner Mama liegen gesehen und unterwegs im Heimaturlaub gelesen und mich sofort reinversetzt. Es ist so herzzerwärmend und sommerlich, dass man fast den Duft der Mirabellen und die flirrende Hitze über dem See spüren kann.

Die Geschichte um Anna, Anfang 50, berührt mich richtig: Sie hat ihr Leben lang für andere da gewesen, als Haushälterin des Pfarrers, ohne viel für sich selbst zu leben. Als er stirbt, beginnt sie endlich, ihr eigenes Leben neu zu denken. Das finde ich so schön, dass man nie zu alt ist für einen Neuanfang.

Besonders mochte ich, wie das Buch das Leben als Frau einfängt: die kleinen Opfer, die stillen Träume, die Momente, in denen man sich plötzlich fragt: „Wer bin ich eigentlich, wenn alle Erwartungen wegfallen?" Anna lernt, sich neu zu erfinden. Nicht durch große Sprünge, sondern durch kleine Schritte, eigene Entscheidungen und den Mut, wieder an sich zu glauben.

Das Korn ist warmherzig, humorvoll und so leicht, dass man es in einem Zug lesen will. Es ist genau das, was man braucht, wenn man Trost, Hoffnung und ein bisschen Sommer braucht. Ein Buch, das einem bleibt und das viel Lust auf einen Sommer voller Liebe und Erlebnisse macht.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Berührend

Beim Leben meiner Schwester
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Jodi Picoult erzählt eine Geschichte, die direkt an die empfindlichsten Punkte rührt: Familie, Krankheit, Schuld, Liebe und all die stillen Erwartungen, die besonders an Mädchen und Frauen gestellt werden. ...


Jodi Picoult erzählt eine Geschichte, die direkt an die empfindlichsten Punkte rührt: Familie, Krankheit, Schuld, Liebe und all die stillen Erwartungen, die besonders an Mädchen und Frauen gestellt werden. Der Roman zeigt mit großer Klarheit, wie selbstverständlich weibliche Körper oft als verfügbar gelten, sogar dann, wenn es um Leben und Tod geht.

Anna ist erst dreizehn und doch schon ihr ganzes Leben lang dazu bestimmt, ihre Schwester zu retten. Nicht, weil sie diese Entscheidung selbst getroffen hätte, sondern weil man sie in diese Rolle hineingeboren hat. Weil sie ein Mädchen ist. Weil sie funktionieren soll. Weil ihre Fürsorge als naturgegeben erscheint. Es ist erschütternd zu lesen, wie Annas eigener Körper zum Werkzeug eines Familiensystems wird, das aus Liebe handelt und gleichzeitig Grenzen überschreitet.

Der feministische Kern des Romans liegt in Annas leiser, aber kraftvoller Rebellion. Sie fordert ein, selbst über ihren Körper und ihr Leben zu bestimmen. Sie erinnert daran, dass ein Mensch nicht auf seinen Nutzen für andere reduziert werden darf und dass Liebe niemals Selbstaufgabe verlangen sollte.

Picoult erzählt diese schwierige Thematik voller Empathie und Nuancen. Niemand wird verurteilt, und gerade dadurch entfaltet die Geschichte eine enorme Wucht. Sie stellt Fragen, die weit über Medizin und Moral hinausgehen und berührt zentrale politische Themen von Autonomie und Würde.

Beim Leben meiner Schwester bleibt lange im Kopf und noch länger im Herzen. Ein tief berührender feministischer Roman, der zeigt, wie mutig es sein kann, für sich selbst einzustehen.

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Veröffentlicht am 17.07.2026

Krasse Familiendynamik!

Geschwister
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Die Familiendynamik in diesem Buch ist unglaublich intensiv geschrieben. An manchen Stellen hatte ich fast das Gefühl, selbst eine unangenehme Situation zu beobachten, wie jemand, der einen Konflikt zwischen ...

Die Familiendynamik in diesem Buch ist unglaublich intensiv geschrieben. An manchen Stellen hatte ich fast das Gefühl, selbst eine unangenehme Situation zu beobachten, wie jemand, der einen Konflikt zwischen anderen Personen miterlebt und einfach aushalten muss. Diese Nähe zu den Figuren und ihren Spannungen macht die Geschichte sehr eindringlich.

Die Sprache ist klar und präzise, und man merkt den skandinavischen Hintergrund des Buches. Die Erzählweise wirkt nüchtern, aber gleichzeitig sehr tiefgründig und schafft es, schwierige Beziehungen und emotionale Situationen glaubwürdig darzustellen.

Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Es ist vielleicht an einigen Stellen etwas lang, und manche Passagen ziehen sich ein wenig. Das ist aber wirklich Meckern auf hohem Niveau, denn die Atmosphäre und die besondere Art, die Figuren und ihre Beziehungen zu zeigen, bleiben lange im Kopf.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Poetischer Roman über Freundschaft und die erste große Liebe

Tanzende Frau, blauer Hahn
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Tanzende Frau, blauer Hahn hat mir vor allem wegen seiner Sprache sehr gefallen. Das Buch ist unglaublich schön geschrieben, fast poetisch, manchmal wie ein langer Gedankenstrom oder eine Erinnerung, die ...

Tanzende Frau, blauer Hahn hat mir vor allem wegen seiner Sprache sehr gefallen. Das Buch ist unglaublich schön geschrieben, fast poetisch, manchmal wie ein langer Gedankenstrom oder eine Erinnerung, die langsam vorbeizieht. Dana Grigorcea schafft eine ganz besondere Atmosphäre, ruhig, melancholisch und gleichzeitig sehr warm. Vor allem die Beziehungen zwischen den Figuren fand ich berührend. Die Entwicklung dieser tiefen Freundschaft und die langsame Erkenntnis, dass darin vielleicht die erste große Liebe steckt, wurde sehr fein und sensibel erzählt.

Gleichzeitig hatte ich beim Lesen aber auch das Gefühl, dass die Sprache manchmal fast zu kunstvoll und zu schön ist. Dadurch bleiben die Figuren etwas auf Distanz und ich konnte emotional nicht immer ganz in ihre Gedanken und Gefühle eintauchen. Vieles wirkt eher wie eine poetische Erinnerung als wie etwas direkt Erlebbares. Das hat mich manchmal davon abgehalten, eine wirklich persönliche Nähe zu den Charakteren aufzubauen.

Trotzdem hat das Buch für mich eine besondere Wirkung entfaltet. Es lebt weniger von Handlung als von Stimmung, Sprache und den leisen Zwischentönen in den Beziehungen. Gerade diese Mischung aus Sehnsucht, Erinnerung und Zärtlichkeit macht den Roman sehr besonders. Kein Buch, das mich emotional komplett mitgerissen hat, aber eines, das durch die Sprache ein besonders Erlebnis ist.

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