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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2026

Wer braucht schon ein Meet-Cute?

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West)
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Worst Date Ever ist eine unterhaltsame und charmante RomCom von Kasie West. Margot ist Literaturagentin und ihr Herz brennt für Liebesgeschichten und Meet-Cutes. Ein miserables erstes Online-Date kann ...

Worst Date Ever ist eine unterhaltsame und charmante RomCom von Kasie West. Margot ist Literaturagentin und ihr Herz brennt für Liebesgeschichten und Meet-Cutes. Ein miserables erstes Online-Date kann also unmöglich die Liebe ihres Lebens werden! Oder doch?

Mit Margot und Oliver hat die Geschichte zwei Charaktere, die ich schnell in mein Herz schließen konnte. Beide sind auf ihre Art liebenswürdig, haben aber auch ihre Ecken und Kanten und sind dadurch nahbar. Besonders Margot macht einiges an Entwicklung durch, wobei Oliver sie immer unterstützt. Er ist eine absolute Greenflag und ein wirklich perfekter Book-Boyfriend
Die Dynamik der beiden fand ich besonders und sie hat sehr zu der humorvollen Stimmung beigetragen. Ihre Anziehung und wachsende emotionale Bindung konnte ich gut nachempfinden. Ich habe aber bereits seit dem ersten Aufeinandertreffen mit den beiden mitgefiebert.

Der packende, locker leichte Schreibstil hat die humorvolle Stimmung gut eingefangen und konnte gleichzeitig die Emotionen gut tragen. Die Mischung aus komplexen Bindungsthemen, den kleinen Einblicken in die Literaturwelt, humorvollen Schlagabtauschen, knisternden Flirts und Spice fand ich sehr ausgewogen und angenehm.

Für mich war Worst Date Ever ein durch und durch unterhaltsamer und humorvoller Roman, der mich emotional abgeholt und sogar meinem Freund gefallen hat. Die liebenswürdigen Charaktere haben die Geschichte für mich besonders gemacht. Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.07.2026

Außergewöhnlich und spannend

I Am the Blade
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I Am The Blade ist der Auftakt der neuen Dark-Romantasy-Dilogie von Marie Graßhoff, mit dem sie sich mal wieder selber übertroffen hat. Ich meine, wie cool ist die Idee alleine schon? Eine Welt, die von ...

I Am The Blade ist der Auftakt der neuen Dark-Romantasy-Dilogie von Marie Graßhoff, mit dem sie sich mal wieder selber übertroffen hat. Ich meine, wie cool ist die Idee alleine schon? Eine Welt, die von Dunkelheit verschlungen zu werden droht. Eine elitäre, sektenähnliche Organisation, die dies aufzuhalten versucht und dabei auch Opfer in Kauf nimmt. Ein Magiesystem, in dem die Seelen Getöteter sich in Waffen in persönlichen Lagern verwandeln, die an jene in Videospielen erinnern. Eine brutale Mordserie, die aufgeklärt werden soll, sodass noch Krimi-Vibes aufkommen. Und ein Love Interest, der bereits im zweiten Kapitel stirbt.

Das Worldbuilding ist somit durchaus komplex und politisch, was ich sehr mag. Als Lesende werden wir aber schonend Stück für Stück herangeführt, sodass ich mich nie darin verloren gefühlt habe.
Und auch das Magiesystem fand ich so spannend und außergewöhnlich. Ich kann gar nicht beschreiben, warum genau, aber die Idee konnte mich einfach direkt begeistern.

Seren ist als Assassine eine Badass-Protagonistin, die dem Haus angehört. Ihr Leben hat sie bisher eher als Einzelgängerin gelebt, findet aber unerwartet Bindungen, die sie, wie ich finde, aufblühen lassen. Das fand ich richtig schön mitzuerleben.
Und Vale ist verschlossen mysteriös, etwas arrogant und als ihr Feind nicht gerade vertrauenswürdig. Trotzdem - oder gerade deswegen - habe ich ihre Interaktionen und Kämpfe geliebt. Der Hass, das Misstrauen und die zaghafte Annäherung haben mich bis zum Ende mitfiebern lassen.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und bildgewaltig. Die düstere, zum Teil brutale Atmosphäre wurde gut eingefangen und auch den actionreichen Passagen konnte ich gut folgen. Durch den gelungenen Spannungsaufbau ab der ersten Seite bin ich durch das Buch geflogen, wobei auch die eher kurzen Kapitel angenehm dazu beigetragen haben.

Graßhoff hat mit I Am The Blade mal wieder eine außergewöhnliche Idee großartig umgesetzt. Für mich ein Lesehighlight und eine eindeutige Empfehlung. Nicht zuletzt möchte ich noch das wunderschöne Design hervorheben, das die Autorin liebevoll selbst gestaltet hat. Also neben der tollen Geschichte definitiv auch ein dekoratives Element im Bücherregal. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.

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Veröffentlicht am 13.07.2026

Sommerliches Wohlfühlbuch

Im Sommer der Wildbienen
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Im Sommer der Wildbienen ist der Debütroman von Nina Mayen und für mich ein absolutes Wohlfühlbuch. Ich konnte mich mit der Protagonistin Flora so gut identifizieren. Wie sie die Welt wahrnimmt, welche ...

Im Sommer der Wildbienen ist der Debütroman von Nina Mayen und für mich ein absolutes Wohlfühlbuch. Ich konnte mich mit der Protagonistin Flora so gut identifizieren. Wie sie die Welt wahrnimmt, welche Sorgen und Ängste sie hat - ich habe mich einfach gesehen gefühlt.
Denn Flora ist Autistin und zieht spontan von der Großstadt in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter aufs Land. Dort entwickelt sie eine Faszination für Wildbienen, die sich zunächst in ihren Garten verirrt hatten. Und fängt an, sich langsam wohlzufühlen und runterzukommen.
Flora ist nicht nur eine sympathische Protagonistin, sondern konnte mich auch inspirieren, wie sie beispielsweise mit sich und ihren Bedürfnissen umgeht.. Dabei ist sie nicht perfekt, lernt aber, sich immer offener mitzuteilen und mutig zu sein.
Besonders im Umgang mit Eden ist diese Entwicklung deutlich mitzuerleben. Die beiden haben zwar immer mal wieder (Kommunikations-) Probleme, ich finde ihren Umgang miteinander aber richtig schön und wertschätzend.

Auch das Ende des Buches gibt eine positive Botschaft mit, die ich gerade gut gebrauchen konnte und die Geschichte einerseits abrundet, aber auch zum Weiterdenken anregt.
Die Wildbienen-Thematik fand ich richtig toll und wichtig, zum Ende hätte ich mir gerne noch mehr Information und Einwebung in die Geschichte gewünscht.
Für mich ist Im Sommer der Wildbienen ein Highlight und absolutes Wohlfühlbuch geworden, das ich wirklich jedem weiterempfehlen möchte.

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Veröffentlicht am 09.07.2026

Löwen tanzen um die Liebe

Lunar New Year Love Story
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Lunar New Year Love Story von Gene Luen Yang und Illustratorin LeUyen Pham ist eine liebevoll gestaltete Graphic Novel, die mich berührt und zum Lachen gebracht hat.

Valentina glaubt an die Liebe. Valentinstag ...

Lunar New Year Love Story von Gene Luen Yang und Illustratorin LeUyen Pham ist eine liebevoll gestaltete Graphic Novel, die mich berührt und zum Lachen gebracht hat.

Valentina glaubt an die Liebe. Valentinstag ist ihr liebster Tag im Jahr und sie hat für jeden Menschen um sich herum freundliche Worte übrig. Bis ihr dieser Glaube eines Tages verloren geht und sie bereit ist, die Liebe für immer aufzugeben.
Val ist eine sympathische, offenherzige Protagonistin, mit der ich leicht mitfühlen konnte. Ihre Positivität gerät im Laufe der Geschichte mehrmals ins Wanken, aber man kann beobachten, wie sie daran wächst und sich ihre starken Charakterzüge verfestigen.
Mit der Lovestory habe ich mitgefiebert, auch wenn sich Val auf kleinere Umwege begibt. Ich finde schön, wie Val und ihr Love Interest zueinandergefunden haben, da sie meiner Meinung nach miteinander harmonieren und einfach süß zusammen sind.
Vals Grandma möchte ich herausstellen, weil sie mit ihrer Art jede Situation auflockern konnte und viele humorvolle Momente in die Geschichte gebracht hat.

Das Element des Löwentanzes hat mir sehr gefallen. Die Bedeutung und Technik nähergebracht zu bekommen, die auf poetische Weise in die Geschichte verwoben sind, fand ich richtig schön. Und auch die künstlerische Umsetzung des Tanzes hat mich begeistert. Die Seiten sind definitiv meine liebsten im Buch.
Damit einhergehend wird auch das Thema Tradition behandelt und die Frage nach Identität gestellt.

Der Zeichenstil hat mir auf jeden Fall sehr gefallen, er ist ausdrucksstark und die Personen sind gut lesbar in ihren Emotionen. Das Farbschema hat sich der Geschichte, insbesondere Vals Lebensphasen und ihren Emotionen, angepasst. So wurden auch die verschiedenen Atmosphären durch die Geschichte gut spürbar untermalt.

Die Graphic Novel hat mir sehr gut gefallen und ist ein Highlight geworden. Die Gestaltung ist wunderschön, die Geschichte emotional und humorvoll und das Ende hat sich gut zusammengefügt. Eine große Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.06.2026

Verwoben in Dunkelheit und Zeit

Moth Dark
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Moth Dark ist eine Urban Fantasy von Kika Hatzopoulou, die mich vom ersten Moment an begeistern und fesseln konnte. Der wissenschaftliche Ausgangspunkt, von dem wir in die Geschichte und in die magische ...

Moth Dark ist eine Urban Fantasy von Kika Hatzopoulou, die mich vom ersten Moment an begeistern und fesseln konnte. Der wissenschaftliche Ausgangspunkt, von dem wir in die Geschichte und in die magische Dark-Welt eingeführt werden, fand ich sehr interessant. Durch die verschiedenen Personen mit ihren Forschungsschwerpunkten bekommen wir ein breites Spektrum an Informationen, wobei die Dark-Welt insgesamt trotzdem ein großes Mysterium bleibt und neugierig macht. Ich habe jeden Aspekt aufgesaugt und bin fasziniert von der Welt, die Hatzopoulou geschaffen hat. Besonders schön fand ich, wie selbstverständlich die Themen Gender, Non-Binarität und Genderfluidität betrachtet und sprachlich umgesetzt werden.

Hatzopoulous Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch, sodass ich durch die Seiten geflogen bin und die Geschichte bildlich vor meinem inneren Auge verfolgen konnte.

Sascia als Protagonistin und Mitglied des Forschungsteams fand ich sehr sympathisch. Sie hat ihre Überzeugungen, aber auch Probleme, die sie nahbar machen. Ihre Erlebnisse seit ihrer Kindheit in Bezug auf die Dark-Welt zeigen eine Verbindung, die sich bis in die Gegenwart der Handlung zieht und ihre Faszination und Anziehung zum Dark erklärt. Diese Anziehung kann ich gut nachempfinden.
Nugau ist ein humanoides Wesen aus der Dark-Welt und die zweite Hauptperson. Das Zusammenspiel von Sascia und Nugau fand ich schön mitzuverfolgen. So verschieden sie zunächst scheinen mögen, einen sie dasselbe Ziel und ihre Liebe zur jeweils anderen Welt, sodass sie daraus eine vertrauens- und respektvolle Basis schaffen. Ihre gleichzeitig zarte und intensive Annäherung gefiel mir gut und die beiden sind wirklich süß zusammen.
Eine besondere Erwähnung verdient Mampfi, eine unglaublich liebenswürdige Motte des Dark, die mich mehrfach zum Lachen gebracht hat.

Meiner Meinung nach hat Moth Dark die Zeitreise-Thematik perfekt umgesetzt. Das Ende zeigt, wie alle Zeitstränge miteinander verwoben sind. Und das auf so bittersüße und perfekt konstruierte Weise, dass ich immer und immer wieder daran denken muss, da ich den multidimensionalen Schleifen der Zeit nicht entkommen kann.
Für mich war es wirklich ein würdiger Abschluss, sehr emotional und mit einer tollen Botschaft über das Leben und Menschlichkeit. Einige Aspekte haben mich sogar zu Tränchen gerührt.

Ich bin vollkommen begeistert von dem Buch und werde es wohl noch lange weiterempfehlen. Definitiv ein Lesehighlight und als Einzelband in der Fantasy gut geeignet für Zwischendurch, auch wenn ich mich noch sehr viel länger in dieser wundervollen Welt hätte aufhalten können.

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