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Veröffentlicht am 23.05.2020

Solide Liebesgeschichte

Love on Lexington Avenue
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Die Ausgangssituation ist etwas kontrovers: Die Geliebte, die Freundin und die Ehefrau von Brayden Hayes lernen sich am Tag seiner Beerdigung kennen. Sie werden und schließen den Pakt, sich gegenseitig ...

Die Ausgangssituation ist etwas kontrovers: Die Geliebte, die Freundin und die Ehefrau von Brayden Hayes lernen sich am Tag seiner Beerdigung kennen. Sie werden und schließen den Pakt, sich gegenseitig vor Idioten wie Brayden zu schützen. In den drei Bände der Reihe dürfen wir jeweils eine der Freundinnen begleiten, wie sie neues Liebesglück findet.
In „Love on Lexington Avenue“ geht es um Claire, Witwe von Brayden. Ihre Geschichte spielt ungefähr ein Jahr nach der Beerdigung. Nach dem Betrug ihres Mannes ist sie völlig am Boden und will ihr Leben ändern. Dazu gehört auch die Renovierung ihres baufälligen Hauses. Für die Renovierungsarbeiten engagiert sie Scott Turner, einen grummeligen Bauleiter, der wieder Gefühle in ihr weckt…

Erstmal zum Schreibstil; Einfach grandios! Ich bin gerade so durch die Seiten geflogen und selbst wenn gerade nicht viel passiert ist, hat der Schreibstil dazu beigetragen, das es nicht langweilig wurde. Auch das Cover mag ich gerne, weil die Skyline und die Farbkombi einen schon vorher in die Geschichte hinein versetzen.

Claire ist mir zu Beginn des Romans sehr kindisch vorgekommen. Sie realisiert, dass sie von ihrem Mann abhängig war und ihr Leben nun komplett anders aussieht. Daraufhin stürzt sie in einen Krise die wohl eher mit der rebellischen Phase eines Teenagers verglichen werden kann; Sie stellt alles in Frage. Ist verunsichert. Wechselt ihr Lieblingsessen, weil sie der Meinung ist, das es zu langweilig sei. Sie wirkt ungeschickt, verunsichert und zum Teil auch unwissend. Auch den Männer hat sie für immer abgeschworen. Aber wenn Scott in der Nähe ist, dann blüht sie auf; ist selbstbewusst, direkt und lässt sich von ihm nicht einschüchtern.
Auch Scott wurde betrogen und hat Beziehungen abgeschworen. Er wirkt verschlossen, kalt und desinteressiert. Jedoch ist dies alles nur Fassade bzw. Selbstschutz. Mit seiner eher nüchternen Art hält er Claire davon ab, in ihrer Phase des Umbruchs den Bezug zur Realität zu verlieren. Im Gegenzug zeigt Claire ihm, dass die Arbeit nicht das Zentrum des Lebens ist.

Die Dynamik der beiden hat mir sehr gefallen. Jedoch war ich der Meinung, dass beide wegen dem Betrug in vorherigen Beziehung, einige Vertrauensprobleme haben. Um so mehr hat es mich gewundert, wie schnell die Beziehung der beiden sich entwickelt hat und wie ernst sie zum Schluss auch war. Klar, dass die beiden sich von aneinander angezogen gefühlt haben, habe ich ihnen abgenommen, aber es ging mir dann doch etwas zu schnell. Vor allem, da das Ende sehr abrupt kam und die Aneinanderreihung von Ereignissen nicht ganz schlüssig war.
Trotzdem ein solides Buch, das mich gut unterhalten hat!

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Veröffentlicht am 30.07.2026

Gemütliche Romantasy mit Bridgerton-Vibes

Wycherleys - Die Debütantin
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In Band 1 von „Wycherleys“ geht es um Aurelia, die aufgrund eines Familienfluches ihre Magie zu verlieren droht. Um dies zu verhindern, tut sie sich ausgerechnet mit Jules zusammen, dessen Familie für ...

In Band 1 von „Wycherleys“ geht es um Aurelia, die aufgrund eines Familienfluches ihre Magie zu verlieren droht. Um dies zu verhindern, tut sie sich ausgerechnet mit Jules zusammen, dessen Familie für den Fluch verantwortlich ist…

Im Deutschen wird „Wycherleys“ unter anderem mit Verweis auf Bridgerton beworben und tatsächlich hat mir die Geschichte durchaus ähnliche Vibes gegeben. Anstatt eine geeignete Partie zu machen, versuchen junge Hexen hier auf Bällen und anderen Veranstaltungen ein Pendant zum Wirken von Magie zu finden. Passend dazu ist die Handlung über weite Strecken eher cozy und unaufgeregt, für mich aber zu keinem Zeitpunkt langweilig. Spannung kommt vor allem gegen Ende auf, auch wenn der finale Kampf für meinen Geschmack ein paar mehr Seiten hätte füllen dürfen.

Aurelia ist eine Protagonistin, die aufgrund ihres Fluches so behandelt wird, als hätte sie eine ansteckende Krankheit. An ihr habe ich geschätzt, dass sie sich davon nicht unterkriegen lässt und aktiv nach einer Lösung sucht. Jules ist hingegen etwas weniger nahbar und verhält sich zu Beginn so, als wäre er etwas Besseres.
Angesichts der widrigen Umstände ihres Aufeinandertreffens und der zuerst vorherrschenden Abneigung hätte ich mir gewünscht, dass sich die Liebesgeschichte etwas langsamer entwickelt, bin aber gespannt, wie ihre Beziehung im zweiten Band vertieft wird.

Was den Handlungsverlauf betrifft, steht die Suche nach einer Lösung für Aurelias Problem merklich im Fokus, wodurch andere Aspekte etwas in den Hintergrund treten. Vom zweiten Band erhoffe ich mir deshalb, mehr Informationen zum Magiesystem zu erhalten, da ich beim Lesen das Gefühl hatte, mir viel selbst zusammenreimen zu müssen. Vor allem der Konflikt zwischen Hexen und Nicht-Magischen bietet sicher viel Potenzial, bleibt in diesem Band aber noch vage.

Alles in allem eine gemütliche Romantasy mit Bridgerton-Vibes, die zwar in einigen Aspekten noch eher oberflächlich bleibt, insgesamt aber Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 10.07.2026

Sehr besonderes Setting

Born of Salt and Storm
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In „Born of Salt and Storm“ geht es um die Speerfischerin Tavi, die ein magisches Seeglas findet und sich dadurch einige Feinde macht. Auf ihrer Flucht steht ihr ausgerechnet der Wellengeborene Eero zur ...

In „Born of Salt and Storm“ geht es um die Speerfischerin Tavi, die ein magisches Seeglas findet und sich dadurch einige Feinde macht. Auf ihrer Flucht steht ihr ausgerechnet der Wellengeborene Eero zur Seite, der den Menschen ansonsten misstraut …

„Born of Salt and Storm“ hat mich in vielerlei Hinsicht positiv überrascht. Obwohl mit gängigen Tropes gearbeitet wird, unterscheidet sich die Geschichte aufgrund des besonderen Settings von anderen Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, und wir mir deshalb noch länger im Gedächtnis bleiben. Zwar hatte ich ein paar Startprobleme, weil es zuerst kein eindeutiges Ziel gibt, auf das die Handlung zusteuert, dafür konnte mich die Geschichte in der zweiten Hälfte umso mehr in ihren Bann ziehen.

Die Dynamik zwischen Tavi und Eero ist von Beginn an sehr spannungsgeladen. Beide haben sich von den widrigen Umständen ihres Aufwachsens nicht unterkriegen lassen, sehen zuerst aber vor allem ihre Unterschiede und nicht die Gemeinsamkeiten. Ich mochte die langsame Entwicklung von ‚Feinden‘ hin zu Vertrauten, anhand der aufgezeigt wird, dass die Frage nach gut und böse auch immer eine der Perspektive ist.

Obwohl beide Protagonisten sehr interessante Figuren sind, blieb Eero im Gegensatz zu Tavi für mich bis zum Ende nicht ganz greifbar. Im Handlungsverlauf macht er in seinem Verhalten eine 180-Grad-Wendung, wobei in diesem Band noch unklar bleibt, wie viel davon echt und wie viel der Wirkung des Seeglases zuzuschreiben ist. Entsprechend bin ich gespannt, ihn und seine Handlungsmotive im zweiten Teil noch besser kennenzulernen.

Neben den Protagonisten gibt es noch einige interessante Nebencharaktere aus Tavis altem und neuem Leben. Aufgrund des Endes habe ich das Gefühl, dass aus den Figuren eine richtig coole Truppe werden könnte, weshalb ich gespannt auf Band 2 und die gemeinsame Reise zu den Mer bin.

Alles in allem ein Fantasybuch mit eindrucksvollem maritimen Setting, bei dem sich das Dranbleiben trotz Startschwierigkeiten gelohnt hat.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Ein temporeicher Auftakt

Crimson Circle
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In „Crimson Circle“ geht es um Lunette, die den Tod ihres Bruders aufklären möchte. Bei ihren Untersuchungen in den Kreisen der Pariser High Society bringt sie nicht nur ihr Herz, sondern auch sich selbst ...

In „Crimson Circle“ geht es um Lunette, die den Tod ihres Bruders aufklären möchte. Bei ihren Untersuchungen in den Kreisen der Pariser High Society bringt sie nicht nur ihr Herz, sondern auch sich selbst in Gefahr …

Band 1 der „Crimson Circle“-Dilogie hat mich positiv überrascht. Die Themen, die im Buch angeschnitten werden, sind deutlich düsterer als erwartet und auch die Liebesgeschichte ist der Ermittlungshandlung merklich untergeordnet. Aufgrund des schnellen Erzähltempos sowie des lockeren Schreibstils habe ich das Buch innerhalb weniger Stunden beenden können.

Die Fantasyelemente sind vor allem zu Beginn nicht wirklich präsent und bleiben auch die restliche Handlung über eher wage. Dies habe ich tatsächlich als passend empfunden, da auch die Protagonistin Lunette erst im Verlauf lernt, dass ihre Fähigkeiten über luzides Träumen hinausgehen und ihre Familie in übernatürliche Angelegenheiten verstrickt ist. Entsprechend freue ich mich darauf, im zweiten Band gemeinsam mit Lunette noch tiefer in die Traumwelt einzutauchen.

Wie bereits angeschnitten, spielt die Liebesgeschichte eine eher untergeordnete Rolle. Auch der Loveinterest Adrien hat in diesem Band eine Randstellung inne und war für mich als Charakter noch nicht ganz greifbar. Bedingt dadurch habe ich die Entwicklung der Gefühle von Lunette für Adrien als etwas überstürzt empfunden, da auch sie nur wenig über ihn weiß. Trotzdem bin ich gespannt, wie sich die Liebesgeschichte entwickelt, da gegen Ende einige Fragen aufgeworfen wurden, die den bisherigen Verlauf in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Alles in allem ein temporeicher Auftakt, der die Grenze zwischen Traum und Realität verschwimmen lässt und Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Gelungener Abschluss einer gemütlichen Romance-Reihe

Bookish Belles – Mehr als nur drei Worte
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In Band 3 der Bookish-Belles-Reihe geht es um Dorothy, die seit ihrer Schulzeit in Forest verliebt ist. Bei der Renovierung der alten Bibliothek kommen sich die beiden endlich näher …

Mit „Mehr als nur ...

In Band 3 der Bookish-Belles-Reihe geht es um Dorothy, die seit ihrer Schulzeit in Forest verliebt ist. Bei der Renovierung der alten Bibliothek kommen sich die beiden endlich näher …

Mit „Mehr als nur drei Worte“ endet Kelly Morans Trilogie rund um drei Freundinnen, die gemeinsam eine alte Bibliothek renovieren. Auch im abschließenden Band hat mir wieder besonders der Zusammenhalt der Freundesgruppe gefallen. Mit Scarlet und Rebecca stehen Dorothy zwei enge Freundinnen zur Seite, die sie unterstützen und aufbauen, wenn sie von Selbstzweifeln geplagt wird. Auch die Dynamik von Forest und seinen Freunden Aden und Graham mochte ich wieder sehr, da die drei offen und ehrlich über ihre Gefühle reden.

Dorothy, die sich selbst für ziemlich langweilig hält, hat mir als Protagonistin wirklich gut gefallen. Die Autorin schildert sehr anschaulich, dass ihr Verhalten und ihr Selbstbild von den Mobbing-Erfahrungen ihrer Jugend geprägt sind.
Auch Forest war mir sympathisch. Es war schön zu lesen, wie er im Verlauf der Handlung beruflich endlich das in Angriff nimmt, was ihn glücklich macht.

Die Liebesgeschichte zwischen Dorothy und Forest schreitet bedingt durch die geringe Seitenzahl relativ schnell voran, wirkt aber nicht übereilt. Während Dorothy schon lange auf Forest steht, wird dieser sich erst durch die gemeinsame Zeit im Zuge der Renovierungen allmählich seiner Gefühle bewusst. Besonders charmant empfand ich es, dass die beiden den letzten Schubs in Richtung Beziehung – wie auch in den vorherigen Bänden – durch einen Hauch Übernatürlichkeit erhalten.

Mein einziger Kritikpunkt betrifft den Umgang mit dem Gewichtsverlust von Dorothy. An einigen Stellen wirkt es so, als hätte sie ein gestörtes Essverhalten, jedoch wird dies nicht wirklich thematisiert bzw. problematisiert.

Alles in allem ein gelungener Abschluss einer gemütlichen Romance-Reihe, die mir besonders aufgrund des zauberhaften Settings und der gemütlichen Atmosphäre im Gedächtnis bleiben wird.

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