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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2024

Wohlfühl-Krimi mit besonderem Charme

Trüffelgold
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Der erste Fall für die Pariser Kommissarin, die sich gerade eine Auszeit genommen hat, führt sie auf den Hof ihrer Großmutter, wo sie von einem zauberhaften Familienanhang begrüßt wird. Neben ihrer Großtante ...

Der erste Fall für die Pariser Kommissarin, die sich gerade eine Auszeit genommen hat, führt sie auf den Hof ihrer Großmutter, wo sie von einem zauberhaften Familienanhang begrüßt wird. Neben ihrer Großtante Leonie gibt es den wortkargen George, der Tiere mehr als Menschen mag, und natürlich das Hängebauchschwein. Die Charaktere werden wunderbar beschrieben und lebendig vor Augen geführt, sodass man sich fühlt, als säße man gemeinsam mit den Protagonisten im Hof.

Der Roman bietet nicht nur spannende Ermittlungen, sondern auch eine Fülle kulinarischer Genüsse. Nebenbei wird gut gegessen, gekocht und gebacken, was den Krimi zu einem kulinarischen Erlebnis macht.

Marie wird direkt in den Fall hineingezogen, obwohl er nicht ihrer ist. Ihr Freund aus Kindertagen gerät unter Verdacht, ihre Freundin verliert ihren Verlobten, und auch sie selbst schwebt in Gefahr. Die Handlung ist gut durchdacht und lässt den Leser bis zum Schluss mitfiebern.

Alles in allem bietet das Buch gute Unterhaltung, ist lebendig geschrieben und nicht so leicht durchschaubar. Die Spannung steht nicht immer im Vordergrund, was jedoch dem Charme dieses Wohlfühl-Krimis keinen Abbruch tut

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Veröffentlicht am 03.04.2024

Wie ein Kurzurlaub im eigenen Wohnzimmer

Die Rosenholzvilla
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Die Rosenholzvilla entfaltet eine fesselnde Familiensaga, die vorwiegend im malerischen Tessin angesiedelt ist. Unter dem faszinierenden Panorama und dem südländischen Ambiente werden Familiengeheimnisse ...

Die Rosenholzvilla entfaltet eine fesselnde Familiensaga, die vorwiegend im malerischen Tessin angesiedelt ist. Unter dem faszinierenden Panorama und dem südländischen Ambiente werden Familiengeheimnisse enthüllt, alte Wunden aufgerissen und neue Bindungen geknüpft.
Das Setting, geprägt von Musik und dem Kunsthandwerk des Instrumentenbaus, versetzt den Leser förmlich in einen Kurzurlaub direkt in das heimische Wohnzimmer. Die bildhafte Darstellung der Landschaft, der kulinarischen Genüsse und der Werkstatt vermittelt dem Leser das Gefühl, selbst ein Besucher zu sein.
Tabea Bachs Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, was zu einem angenehmen Leseerlebnis beiträgt. Zwar mag es sich nicht um anspruchsvolle Literatur handeln, jedoch eignet sich das Buch hervorragend für kurzweilige Lesestunden. Die offene Schlussgestaltung lässt den Leser gespannt darauf warten, was in den folgenden Teilen geschehen wird, da noch einige Fragen unbeantwortet bleiben.

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Veröffentlicht am 14.02.2024

Mitreißende Familiensaga im historischen Hamburg

Elbleuchten
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"Elbleuchten" von Miriam Georg ist eine mitreißende Familiensaga, die vor 130 Jahren im pulsierenden Hamburg spielt. Der Leser wird entführt auf eine fesselnde Reise in eine vergangene Ära, in der die ...

"Elbleuchten" von Miriam Georg ist eine mitreißende Familiensaga, die vor 130 Jahren im pulsierenden Hamburg spielt. Der Leser wird entführt auf eine fesselnde Reise in eine vergangene Ära, in der die Reederfamilien die Stadt beherrschten und das Leben im Gängeviertel von Armut und Elend geprägt ist.
Im Zentrum der Geschichte stehen Lily Karsten und Jo Bolten, zwei Menschen aus unterschiedlichen Welten, deren Schicksale untrennbar miteinander verbunden sind. Lily, die Tochter einer angesehenen Reederfamilie, und Jo, der aus dem düsteren Gängeviertel stammt und nun im Hafen arbeitet, begegnen sich in einer Zeit, in der gesellschaftliche Unterschiede unüberwindbar scheinen.
Georg versteht es meisterhaft, die Atmosphäre des historischen Hamburgs einzufangen. Der Leser spürt förmlich den Dreck und den Gestank der engen Gassen des Gängeviertels, während er gleichzeitig die Pracht und den Glanz der Villen an der Bellevue erlebt. Die Autorin beschreibt detailreich das Leben in dieser Zeit, von den opulenten Gesellschaftsveranstaltungen der Reeder bis hin zu den harten Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter.
"Elbleuchten" ist nicht nur eine fesselnde Familiensaga, sondern auch eine Liebeserklärung an das historische Hamburg. Miriam Georgs packender Schreibstil und ihre lebendigen Figuren machen dieses Buch zu einem unvergesslichen Leseerlebnis, das noch lange nachklingt. Wer sich für historische Romane und packende Liebesgeschichten begeistert, wird "Elbleuchten" lieben.

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Veröffentlicht am 17.07.2026

Komplexe und Spannende Fortsetzung!

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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Art und Nele ermitteln inzwischen in Ihrem 4. Fall und diesmal geht es sehr ins persönliche. Die Vergangenheit holt Art ein und er gerät in Verdacht und muss untertauchen. Der Fall ist komplex und spannend ...

Art und Nele ermitteln inzwischen in Ihrem 4. Fall und diesmal geht es sehr ins persönliche. Die Vergangenheit holt Art ein und er gerät in Verdacht und muss untertauchen. Der Fall ist komplex und spannend aufgebaut, Raabe verknüpft Fiktion mit aktuellen Ereignissen und den Machenschaften der Reichen und Mächtigen.

Bisher haben mir an der Reihe besonders die starken Charaktere gefallen. Art ist mir in diesem Band zu angepasst. KessyX konnte ich nicht richtig greifen, mal zu naiv, dann wieder überdreht bis fürsorglich. Nichtsdestotrotz, haben mich Buch und Hörbuch gut unterhalten. Ich habe im Wechsel gelesen und gehört und manchmal Kapitel nochmal gehört, eine intensive Art sich mit einem Buch auseinander zu setzen, da ich mehr auf die Zwischentöne geachtet habe bei der Wiederholung.

Kurze Kapitel, Perspektivwechsel und Cliffhanger haben mich gut unterhalten und nach wie vor ist die Art Mayer Reihe mit viel Spannung und hohem Tempo versehen. Wer die Reihe nicht kennt, unbedingt mit Band 1 beginnen, es gibt zu viele Verweise auf vorherige Geschehnisse.

Fazit:
Insgesamt etwas schwächer als die ersten Teile, kein Highlight, aber ein lesenswerter Thriller der durch den Schreibstil, Perspektivwechel und hohes Tempo überzeugt. Ich hoffe, die Reihe geht weiter!

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Kurz, klug und voller „Denkstoff“

Das Geschenk
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Was wie eine lustige Storyidee erscheint, erweist sich als kluge Geschichte über Macht, Politik und den Umgang mit Fremden. Der Präsident von Botswana schickt 20.000 Elefanten nach Berlin und nun müssen ...

Was wie eine lustige Storyidee erscheint, erweist sich als kluge Geschichte über Macht, Politik und den Umgang mit Fremden. Der Präsident von Botswana schickt 20.000 Elefanten nach Berlin und nun müssen alle mit dem „Geschenk“ klarkommen. Sie brauchen Platz, Nahrung, legen den Verkehr lahm und die enormen Hinterlassenschaften müssen auch entsorgt werden. Übrigens ist das tatsächlich ein reales Angebot des botswanischen Präsidenten gewesen um auf die Probleme seines Landes aufmerksam zu machen.

Schoeters hat eine kluge und kurze Politiksatire zu Papier gebracht, ohne über richtig und falsch der Entscheidungen zu urteilen. Es ist entlarvend und zeigt, wie unterschiedlich wir auf Migration, Verantwortung gegenüber Flüchtlingen, Klimakriese und so weiter reagieren. Wie werden politische Entscheidungen getroffen und Verantwortung für die Elefanten von links nach rechts geschoben.

Die Geschichte geht nicht zu sehr in die Tiefe, bleibt an vielen Stellen oberflächlich und urteilt nicht. Der Stil ist klar, bildgewaltig und voller Humor, bleibt dabei aber distanziert und deutet auf die Probleme von heute und für die zukünftigen Generationen hin.

Fazit:
Ein satirischer und witziger Roman, der nachhallt und den Finger in die Wunden legt. Kein Highlight, aber definitiv Lesenswert. Ökologische, biologische und wirtschaftliche Aspekte kommen in dieser Politik- & Gesellschaftskritik nicht zu kurz.

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