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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2026

Anders als erwartet und trotzdem richtig gut!

Queen of Faces – Die Königin der tausend Gesichter
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Nach Inhaltsangabe und Leseprobe hatte ich ehrlich gesagt erwartet, dass sich das Buch in eine etwas andere Richtung entwickeln würde – vor allem hatte ich mit deutlich mehr Romantasy gerechnet.

Petra ...

Nach Inhaltsangabe und Leseprobe hatte ich ehrlich gesagt erwartet, dass sich das Buch in eine etwas andere Richtung entwickeln würde – vor allem hatte ich mit deutlich mehr Romantasy gerechnet.

Petra Lord hat hier aber ein wirklich tolles Debüt abgeliefert, das mich inhaltlich einige Male überraschen konnte.

Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, hauptsächlich aus der Sicht der Hauptcharakterin Ana. Sie möchte unbedingt an der Paragon ausgebildet werden, um dort die Möglichkeit zu bekommen, einen neuen Körper zu erhalten. Als sie jedoch zum dritten Mal abgelehnt wird, schafft sie es, die Aufmerksamkeit des Schulleiters auf sich zu ziehen. Dieser wirbt sie offiziell als Graumantel an, inoffiziell soll sie jedoch als Assassinin für ihn arbeiten.

Und hier lernen wir dann auch Wes kennen, einen ehemaligen Schüler, der Ana unterstützen soll.

Ich mochte sehr, wie Petra Lord die Geschichte der beiden aufgebaut hat. Ich hatte mir, wie gesagt, deutlich mehr Romantasy erwartet, aber diese Erwartung hat sich nicht wirklich erfüllt. Was mich allerdings gar nicht so sehr gestört hat, wie ich zuerst dachte. Der Lesespaß ist dadurch jedenfalls nicht verloren gegangen.

Besonders gut gefallen hat mir der Aufbau der Welt. Das Magiesystem, der Körpertausch und auch die politischen Hintergründe waren interessant gestaltet. Gerade am Anfang war es allerdings schon ziemlich viel Neues auf einmal, in das man sich erst einmal einfinden musste.

Sehr spannend fand ich, dass das Thema der neuen Körper nicht einfach nur nebenbei eingebaut wurde, sondern sich wirklich durch das gesamte Buch zieht. Auch die Unterschiede zwischen Arm und Reich werden daran deutlich, welchen Körper man sich leisten kann – beziehungsweise ob man sich überhaupt einen neuen Körper leisten kann.

Dadurch behandelt das Buch neben der eigentlichen Fantasygeschichte auch einige ziemlich interessante Themen wie soziale Ungerechtigkeit, Macht(hunger), Korruption und natürlich die Frage nach Identität und Identitätswechsel. Das hat mir sehr gut gefallen, weil die Geschichte dadurch für mich noch etwas mehr Tiefe bekommen hat.

Der Schreibstil der Autorin hat mir ebenfalls gut gefallen. Ich konnte mich schnell in die Geschichte einfinden, mir die Welt und die Geschehnisse gut vorstellen und auch mit den Charakteren mitfiebern.

Ein paar Passagen waren für mich allerdings ziemlich langatmig. Sie waren zwar wichtig, um die Geschichte und die Hintergründe zu verstehen, aber an einigen Stellen musste ich mich wirklich dazu zwingen, weiterzulesen. Im Endeffekt war das Buch diese Stellen definitiv wert, aber sie kosten mich am Ende einen Punkt in der Bewertung.

Insgesamt hat mich das Buch positiv überrascht. Vor allem die Welt, die Idee mit den Körpern und die politischen und gesellschaftlichen Aspekte haben mir gut gefallen. Auch wenn ich ursprünglich mit mehr Romantasy gerechnet hatte, hat mir die Geschichte so, wie sie erzählt wurde, wirklich gut gefallen. Für ein Debüt auf jeden Fall gelungen und ich bin gespannt, was Petra Lord als Nächstes schreibt.

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Veröffentlicht am 17.07.2026

Gute Idee, aber das Kopfkino blieb aus

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
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Witches of the Wolf war für mich ein unterhaltsames Buch für zwischendurch. Im Mittelpunkt steht Cordelia, die halb Hexe und halb Werwölfin ist aber von ihrer Werwolfseite allerdings nichts ahnt. Sie wächst ...

Witches of the Wolf war für mich ein unterhaltsames Buch für zwischendurch. Im Mittelpunkt steht Cordelia, die halb Hexe und halb Werwölfin ist aber von ihrer Werwolfseite allerdings nichts ahnt. Sie wächst bei ihrer Tante in London auf und führt ein für die damalige Zeit überraschend selbstbestimmtes und emanzipiertes Leben. Das ändert sich schlagartig, als der attraktive Werwolf Bishop auftaucht und sie zu ihrem Vater bringt (oder genauer gesagt: entführt).

Von da an wird Cordelias Welt komplett auf den Kopf gestellt. Plötzlich muss sie alles hinterfragen und weiß nicht mehr, wem sie eigentlich vertrauen kann oder wer nur ein falsches Spiel mit ihr treibt.

Cordelia und Bishop mochte ich beide wirklich gern und auch ihre Dynamik hat für mich gut funktioniert. Trotzdem bin ich nie so richtig in der Geschichte angekommen. Irgendwie wollte mein Kopfkino einfach nicht anspringen und dadurch blieb ich die ganze Zeit ein Stück weit auf Distanz.

Das Ende hat mir dagegen richtig gut gefallen. Es wirft einige spannende Fragen auf und macht definitiv Lust auf Band 2. Trotzdem glaube ich, dass ich die Reihe an dieser Stelle beenden werde.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass sich das Buch leicht lesen lässt. Insgesamt hat es mich aber nicht komplett überzeugen können. Es war eine schöne Geschichte für zwischendurch, die mich gut unterhalten hat – auch wenn sie vermutlich nicht lange in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am 12.07.2026

Ein magisches Abenteuer mit Charme und einem herrlich sarkastischen Seelentier

Seamere College 1. Strange Familiars
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Seamere College gehört für mich zu den Büchern, die man wunderbar zwischendurch lesen kann. Die Geschichte macht Spaß, man findet schnell in die Welt und die Charaktere hinein und kann sich gut darauf ...

Seamere College gehört für mich zu den Büchern, die man wunderbar zwischendurch lesen kann. Die Geschichte macht Spaß, man findet schnell in die Welt und die Charaktere hinein und kann sich gut darauf einlassen. Für ein absolutes Lesehighlight hat es bei mir zwar nicht ganz gereicht, aber ich hatte trotzdem schöne Lesestunden mit dem Buch.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Gwendolyn Chan und Harrisford Briggs erzählt. Ich mag es sehr, wenn man beide Hauptcharaktere begleiten darf und nicht nur eine Perspektive kennenlernt. Natürlich gibt es Bücher, bei denen eine einzelne Sichtweise perfekt funktioniert, aber hier hat der Wechsel zwischen Gwen und Briggs die Geschichte für mich definitiv bereichert. Man versteht dadurch ihre Gedanken, ihre Beweggründe und auch ihre Entscheidungen viel besser.

Die beiden könnten dabei unterschiedlicher kaum sein. Gwen ist eher die introvertierte Musterstudentin, die einfach schnellstmöglich ihren Abschluss schaffen möchte, um ihre Eltern zu unterstützen. Sie wirkt zielstrebig, pflichtbewusst und manchmal auch etwas zurückhaltend. Briggs hingegen war für mich am Anfang eine größere Herausforderung. Er kommt zunächst ziemlich arrogant und unnahbar rüber, sodass ich einige Kapitel gebraucht habe, um wirklich mit ihm warm zu werden. Doch je mehr man über ihn erfährt, desto mehr Facetten bekommt sein Charakter und irgendwann konnte ich seine Handlungen viel besser nachvollziehen.

Im Laufe der Geschichte erfährt man, warum beide unbedingt als Jahrgangsbeste abschließen möchten, um den begehrten Job im Ministerium zu ergattern. Ihre Gründe könnten unterschiedlicher nicht sein, aber beide Sichtweisen sind absolut verständlich. Ich wusste wirklich lange nicht, wem ich hier mehr die Daumen drücken sollte, weil ich beide Charaktere auf ihre eigene Art verstehen konnte.

Die Beziehung zwischen Gwen und Briggs entwickelt sich sehr langsam, was grundsätzlich gut zur Geschichte passt. Besonders Gwen braucht Zeit, um sich über ihre Gefühle klar zu werden. Was mich allerdings zwischendurch etwas genervt hat, war, dass die beiden durch Missverständnisse oder nicht ausgesprochene Probleme immer wieder auf Abstand gegangen sind. Manchmal hätte ein ehrliches Gespräch wahrscheinlich vieles einfacher gemacht.

Auch die Story rundherum konnte mich gut mitreißen. Besonders spannend fand ich die Idee, dass die Magie plötzlich Probleme macht und die großen Konzerne versuchen, diese Auswirkungen herunterzuspielen. Gwen und Briggs wollen der Sache auf den Grund gehen und geraten dabei immer wieder in durchaus gefährliche Situationen. Dadurch bekommt die Geschichte eine schöne Mischung aus Spannung, Magie und Geheimnissen, die mich immer wieder weiterlesen ließ.

Sehr gefallen haben mir auch Gwens Freunde. Sie bringen zusätzlich Leben in die Geschichte und ich mochte, wie sie die beiden unterstützen und ihnen zur Seite stehen. Sie wirken nicht wie bloße Nebenfiguren, sondern tragen ihren Teil dazu bei, dass die Handlung lebendig bleibt.

Mein persönliches Highlight war aber definitiv Gwens „Zwangs-Seelentier“ Percy. Seine typische Katzenart, die sich auch in seinen sarkastischen Kommentaren widerspiegelt, war einfach herrlich. Ich musste über ihn regelmäßig schmunzeln und fand, dass er der Geschichte noch einmal eine ganz besondere Note verliehen hat.

Der Cliffhanger am Ende war dann richtig gut gemacht und macht definitiv Lust auf den zweiten Teil. Insgesamt ist Seamere College für mich ein unterhaltsames Buch mit einer spannenden Grundidee, sympathischen Figuren und einer Welt, in die man gerne eintaucht. Auch wenn es kein absolutes Highlight geworden ist, hatte ich viel Freude beim Lesen und bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

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Veröffentlicht am 24.06.2026

Spannend, aber hätte noch mehr Potential gehabt

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Ich bin eigentlich ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen. Die Kurzbeschreibung hat mich angesprochen, und genau dadurch bin ich schon öfter auf echte Lesehighlights gestoßen. Hof der Dornen ...

Ich bin eigentlich ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen. Die Kurzbeschreibung hat mich angesprochen, und genau dadurch bin ich schon öfter auf echte Lesehighlights gestoßen. Hof der Dornen war für mich zwar kein Highlight, hat mich aber dennoch sehr gut unterhalten.

Besonders gefallen haben mir der angenehme Schreibstil und das grundsätzliche Konzept der Geschichte. Allerdings hätten dem Buch ein paar zusätzliche Seiten gutgetan, um einige Ideen und Handlungsstränge noch etwas ausführlicher auszuarbeiten und zu vertiefen.

Toll fand ich außerdem, dass zwischendurch einzelne Kapitel den anderen Anwärterinnen gewidmet sind und deren Geschichten in der Ich-Perspektive erzählt werden. Dadurch erhalten die Figuren mehr Tiefe und wirken deutlich greifbarer.

Schade fand ich hingegen, dass Bran als zweiter Hauptcharakter recht blass geblieben ist. Für meinen Geschmack wirkte er fast zu perfekt und blieb dadurch etwas eindimensional. Emmet hatte deutlich mehr Ecken und Kanten und war mir deshalb auch sympathischer.

Ivy mochte ich dagegen sehr. Zu Beginn stellt sie ihr Licht oft unter den Scheffel und zweifelt an sich selbst. Im Verlauf der Geschichte wächst sie jedoch zunehmend über sich hinaus und findet immer mehr zu sich selbst, was mir sehr gut gefallen hat.

Das Ende hat mich dann tatsächlich überrascht und macht neugierig auf die Fortsetzung. Deshalb werde ich den zweiten Teil auf jeden Fall lesen.


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Veröffentlicht am 19.04.2026

Kurzweilige Romantasy für zwischendurch mit spannender Grundidee

A Curse of Shadows and Ice
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A Curse of Shadows and Ice erinnert von der Grundstory an vielen Stellen an „Die Schöne und das Biest“ – nur deutlich düsterer.
Prinzessin Arabella wird, um ihre Heimat vor einer Invasion zu retten, mit ...


A Curse of Shadows and Ice erinnert von der Grundstory an vielen Stellen an „Die Schöne und das Biest“ – nur deutlich düsterer.
Prinzessin Arabella wird, um ihre Heimat vor einer Invasion zu retten, mit dem sogenannten „Schattenkönig“ Felix Osiris zwangsverheiraet. Was Arabella zu diesem Zeitpunkt nicht weiß, ist, dass sie die prophezeite Retterin ist, die Felix’ Fluch brechen und so sein Königreich retten soll.

Ich mag Enemy-to-Lovers-Stories, und die Grundidee der Geschichte hat mir richtig gut gefallen.
Allerdings gab es einige spicy Szenen, vor allem zu Beginn des Buches, die mich nicht wirklich angesprochen haben und die ich eher als störend empfunden habe. Außerdem hatte ich oft das Gefühl, dass die Charakterentwicklung und die Beziehung zwischen Arabella und Felix eher im Hintergrund stehen, während der Spice die Handlung bestimmt. Meiner Meinung nach wäre hier noch mehr Emotion und eine tiefere Entwicklung möglich gewesen. Aber alles in allem hat es trotzdem gepasst.

Am Ende ging mir die Auflösung und der Grund des Fluches dann etwas zu schnell – hier wäre definitiv noch mehr Potenzial gewesen.

Aber alles in allem eine schöne Geschichte für zwischendurch.

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