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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.12.2025

Schade, da hatte ich mir mehr erhofft

TELL ME LIES
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Am Anfang war ich fasziniert von der Art, wie die toxische Beziehung der beiden Protagonisten dargestellt wurde, so schonungslos ehrlich, dass man die Höhen und Tiefen als Leser total mitfühlen konnte.
Doch ...

Am Anfang war ich fasziniert von der Art, wie die toxische Beziehung der beiden Protagonisten dargestellt wurde, so schonungslos ehrlich, dass man die Höhen und Tiefen als Leser total mitfühlen konnte.
Doch irgendwann hatte ich das Gefühl nicht mehr zu wissen, wo das hinführen soll. In mir begann sich eine gewisse Wut auf Lucy aufzubrühen, die immer und immer stärker wurde. Am liebsten hätte ich sie mal kurz geschüttelt. Lucy frisst so viel Emotion und vor allem Frust in sich hinein und konträr dazu bestraft sie sich mit Nicht-Essen und fiebert einem vermeintlichen Schönheitsideal hinterher, wodurch sie total den Bezug zu sich selbst und auch ihrer Außenwelt verliert, beginnt sich selbst zu belügen und dadurch völlig entgleist. So ein richtiger „Aufwach-Moment“ von Lucy hat mir gefehlt. Auch die plötzliche Auflösung der Spannungen in der Beziehung zu ihrer Mutter und der Essstörung waren nur bruchstückhaft dargestellt.

Die vulgäre Sprache passt zu den beiden Protagonisten und war angenehm - sogar fast amüsant - zu lesen. Trotzdem hat sich das Buch für mich leider irgendwann total gezogen, man hätte das auch gut im 100-150 Seiten kürzen können.

Die Themen toxische Beziehung, Manipulation, Selbstfindung und Mental Health waren gut in die Geschichte integriert, hätten aber gern etwas dominanter sein dürfen. Zeitweise hat es sich angefühlt wie eine Mischung Therapiestunde und einer typisch-amerikanischen College-Serie. Einige der Nebenfiguren waren meiner Meinung nach etwas zu blass umzeichnet und hätten gern ausgeschmückter sein dürfen. Trotz der zuvor genannten Kritikpunkte hat die Geschichte in mir eine Sogwirkung ausgelöst und ich wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht. Das Ende war jedoch auch etwas unspektakulär - da hätte ich mir mehr erhofft.

F A Z I T

Für mich kein Must-Read, dennoch ein Roman, der mich zum Nachdenken angeregt hat. Trotzdem würde ich andere Bücher des Pola-Verlags vorziehen

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Ganz nett, jedoch kein Highlights

My December Darling
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💭 M E I N U N G

Der Schreibstil - Dual POV - ist einer meiner liebsten bei Romance-Büchern und wurde hier auch wieder sehr gut umgesetzt.
Auch die Idee an sich, fand ich gut, allerdings hat mir aufgrund ...

💭 M E I N U N G

Der Schreibstil - Dual POV - ist einer meiner liebsten bei Romance-Büchern und wurde hier auch wieder sehr gut umgesetzt.
Auch die Idee an sich, fand ich gut, allerdings hat mir aufgrund der Knappheit des Buches, an Tiefe und Ausgeschmücktheit (ist das ein Wort?! Ich glaube du weißt was ich meine) gefehlt, wodurch man auch zu den Charakteren leider nur oberflächlich eine Bindung aufbauen konnte.
Auch die weihnachtliche Atmosphäre ist für mich etwas auf der Strecke geblieben - dafür stand die Hochzeit viel zu sehr im Vordergrund.

⭐️ F A Z I T

Eine schöne und kurzweilige Geschichte, die man gar nicht mehr weglegen möchte. Trotzdem: für mich zu wenig Weihnachts-Vibes 🙈

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Unterhaltsam aber kein Must-Read

Crushing
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💭 M E I N U N G
Als Marnie beschließt, einen Pakt mit sich selbst zu schließen und erst mal Single zu bleiben, war ich gespannt, wo dies hinführen wird und welche Hürden ihr hierbei entgegenkommen werden. ...

💭 M E I N U N G
Als Marnie beschließt, einen Pakt mit sich selbst zu schließen und erst mal Single zu bleiben, war ich gespannt, wo dies hinführen wird und welche Hürden ihr hierbei entgegenkommen werden. Doch als sie dann direkt beim ersten männlichen Wesen, dem sie begegnet - in diesem Falle Isaac - schwach wird und alle ihre eigenen Grundsätze über den Haufen wirft, hat sich das Buch in eine Richtung entwickelt, die ich mir anders erhofft hatte.
Die kleine Wende am Ende hat das Buch für mich nochmal rumgerissen, trotzdem kam sie für mich etwas zu spät. Was mir sehr gut gefallen hat, war Marnies Schlagfertigkeit und die Nebencharaktere, insbesondere Claud und Nicola 🫶
Insgesamt war es für mich ein Buch, was die Gefühlswelt von emotionaler Abhängigkeit und Einsamkeit schmerzlich authentisch dargestellt hat - und ein versöhnliches, hoffnungsvolles Ende bietet.

⭐️ F A Z I T
Alles in allem eine Geschichte, die humorvoll und ungeschönt erzählt wird. Für mich kein Must-Read, aber dennoch unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Ganz schön, aber nicht herausragend

Honeybridge. All Mine
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💭 M E I N U N G
Das Buch hatte ein tolles Setting mit kulinarischer Wohlfühl-Atmosphäre, in welches die Themen Neubeginn & Restauranteröffnung gut eingearbeitet waren. Außerdem hat man sich total in den ...

💭 M E I N U N G
Das Buch hatte ein tolles Setting mit kulinarischer Wohlfühl-Atmosphäre, in welches die Themen Neubeginn & Restauranteröffnung gut eingearbeitet waren. Außerdem hat man sich total in den Ort und dessen Gemeinschaftsgefühl einfühlen können, in welchem sich die Protagonistin schnell einfindet.
Isabella ist eine starke Protagonistin, die weiß, was sie will und auch Etienne ist gut dargestellt. Außerdem ist das Buch sehr angenehm geschrieben und gut zu lesen.

Bei der Liebesgeschichte hätte ich mir mehr Tiefe und mehr Einblicke in die Gefühle der beiden Protagonisten, dafür weniger Spice, gewünscht. Das war leider eher oberflächlich beschrieben, die körperlichen Annäherungen dafür sehr ausführlich (meiner Meinung nach zu ausführlich) ausformuliert. Außerdem war der Plot leicht vorhersehbar und enthält keine unerwarteten Wendungen.


⭐️ F A Z I T
Alles in allem eine schöne Small-Town-Romance mit Suspense-Aspekten, die für mich zwar nett zu lesen, aber nicht herausragend war, daher gibts von mir 3,5 ⭐️

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Veröffentlicht am 18.07.2026

Weird Girl Fiction vom Feinsten!

She’s a Star!
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💭 M E I N U N G

Von Anfang an lernen wir Jessamyn als selbstsüchtige und narzistische Protagonistin kennen, die davon überzeugt ist, ein Star zu sein, nur die Menschheit muss dies noch erkennen. In dem ...

💭 M E I N U N G

Von Anfang an lernen wir Jessamyn als selbstsüchtige und narzistische Protagonistin kennen, die davon überzeugt ist, ein Star zu sein, nur die Menschheit muss dies noch erkennen. In dem aufkommenden Musical sieht sie die Chance endlich an ihren Ruhm zu gelangen und groß rauszukommen.
Durch ihr Handeln wurde in mir eine Wut ausgelöst, die mich in einen Zwiespalt geführt hat: einerseits konnte ich das Buch kaum weglegen, andererseits habe ich mich gefragt, was mir die Geschichte mitgeben will.

Was mir gut gefallen hat: die Art und Weise, wie Jessamyns Wahn dargestellt und beschrieben wird, war unglaublich authentisch und man hat gespürt, dass sie wie im Tunnel ist und alles um sich rum ausblendet, um ihrem Traum näher zu kommen.

⭐️ F A Z I T

Was ein wilder Ritt! Wer auf Weird Girl Fiction und unsympathische Protagonistinnen steht, der wird mit Jessamyn St. Germain bestens unterhalten!

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