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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2026

Im Auge des Adlers

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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Ein Skandal um den Bundeskanzler geistert durch die Medien. Als eben dieser auf mysteriöse Weise verschwindet, sehen sich die BKA-Beamten vor mehr als einem Rätsel. Das Netz um diesen Fall ist zudem mit ...

Ein Skandal um den Bundeskanzler geistert durch die Medien. Als eben dieser auf mysteriöse Weise verschwindet, sehen sich die BKA-Beamten vor mehr als einem Rätsel. Das Netz um diesen Fall ist zudem mit nichtberuflichen Verbindungen gespickt und wird von Stunde zu Stunde größer.

Obwohl "Der Morgen" seit einiger Zeit in meinem Bücherregal wartet, bin ich mit diesem Band eingestiegen. Dadurch hab ich den Anfang des Buches über auch noch Hintergrundinformationen gesammelt. Mich haben Story und Charaktere selbstredend an einige TV-Serien erinnert, die ich in den letzten 30+ Jahren in selbigem gesammelt habe. Der eigenwillige Protagonist, der gesetzte Grenzen mal mehr, mal weniger galant sprengt, irgendwie immer ein Gespür für die richtige Fährte hat und natürlich mit seiner Kollegin regelmäßig in Disput gerät, obwohl sie sich eigentlich immer den Rücken freihalten (wollen). Ich fand Art Mayer hier in großen Teilen sehr sympathisch und facettenreich, dass es sicher ein Leichtes ist zu glauben, die Grenzen zwischen Recht und Unrecht würden verwischen. Allerdings fand ich manche Abläufe für mein Gusto von Thrillern dieser Art zu weit hergeholt, als dass ich durchgängig munter weiter mein Popcorn suchten konnte.

Die Komplexität des Falls und Verstrickungen haben durchaus ihren Reiz gehabt, hätten aber meines Erachtens mit etwas weniger auch viel erreichen können.

Verweise zu vermutlich vorherigen Bänden, waren weitestgehend gut verständlich und insgesamt hat die Geschichte auch das Interesse gefördert, in der Vergangenheit bzw. Zukunft der Story zu forschen.

Gelungener Politthriller mit kleinen Abzügen in der R-Note. :D

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Veröffentlicht am 19.07.2026

You better keep running

Summer Heat
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Als Mia einen Sommerjob an der Algarve in einem Luxusresort übernimmt, hat sie einen Plan. Doch sie ist nicht die einzige an diesem idyllischen Ort, deren Gedanken sich nicht allein um die Schönheit und ...

Als Mia einen Sommerjob an der Algarve in einem Luxusresort übernimmt, hat sie einen Plan. Doch sie ist nicht die einzige an diesem idyllischen Ort, deren Gedanken sich nicht allein um die Schönheit und Ruhe dieses Paradieses drehen. Als sie auf ihren Kollegen Yanis trifft, wird ihre Reise außerplanmäßig umgeleitet. Ist der nächste Halt vielleicht das Abstellgleis?

Ich hatte mich eigentlich gefreut mal wieder was anderes in den Händen zu halten als Romance, da das doch eher meine Spielwiese ist. Allerdings bin ich für die meistens Genres offen und freue mich auch, wenn es sich mal um was anderes dreht. Natürlich gibt es verschiedene Möglichkeiten einen Thriller umzusetzen und auch die hier gewählte eher romantische Schiene kann erfolgreich sein. Mir hat allerdings irgendwie der spannungsbedingte Popcorneffekt gefehlt und ich hätte mir gewünscht, dass der Thrillcharakter in größeren Teilen des Buches präsent ist bzw. bei mir ankommt, als ich das bei der Lektüre empfunden habe.

Ich fand die Interaktion zwischen Mia und Yanis manchmal auch nicht ganz logisch, wenn man da realistische Begebenheiten zugrundelegt.

Zugutehalten möchte ich aber auch das durchaus weitläufig verstrickte Netz der Geschichte.

Bei der Rekapitulation hatte ich den Gedanken, dass ich vielleicht zu "abgebrüht" bin und deshalb der Stil des Buches nicht zum Erfolg kam. Ich möchte nicht ausschließen, dass man, wenn man nicht unbedingt in diesem Genre heimisch ist, hier durchaus eine mit Spannung gespickte Story finden kann, die aus der Komfortzone reißt.

Für mich war es allerdings kein "Must-read".

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Veröffentlicht am 07.07.2026

In vino veritas

No Place to be Single – This Love Tastes Like Trouble
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Ein Gesicht, eine Zeitreise. Als Michael nach Jahren zurück ins idyllische italienische Dorf kommt, ist eigentlich nichts mehr wie es war. Rezept des Tages: Man nehme Wein, Essen, Erinnerungen und gebe ...

Ein Gesicht, eine Zeitreise. Als Michael nach Jahren zurück ins idyllische italienische Dorf kommt, ist eigentlich nichts mehr wie es war. Rezept des Tages: Man nehme Wein, Essen, Erinnerungen und gebe sie in einen Mixer. Wohl bekommt's.

Nun, vielleicht ist das Ergebnis etwas schärfer gewürzt, als der Gast erwartet hatte. Ob das mit der Köchin zu tun hat?

Ich kenne bereits "The heat is on" und hatte mich auch durch die Weinthematik auf das Buch gefreut, da ich zwar keinen trinke, aber das Thema hier in der Gegend omnipräsent ist.

Das Setting ist überzeugend gewählt, die Teilnehmer der Geschichte realitätsnah und vielfältig. Auch die Handlung ist zwar meines Erachtens nicht sonderlich originell, aber solide und durchaus geeignet für eine Sommerstory.

Womit ich nicht glücklich war, war das Leben und Wirken der Protagonistin. Mir ist schon bewusst, dass italienischen Frauen einige Schubladen offenstehen und einige davon werden sicher gelegentlich bedient, mir war der Charakter aber zu egozentrisch, dominant und reflektionslos. Hier hätte man mehr rausholen können, ohne die Selbstständigkeit, den Stolz, die Würde und die Power von Elisa zu untergraben.

Das hat es mir phasenweise schwer gemacht, die Geschichte wirklich zu genießen, da solche Menschen auch im realen Leben einen großen, eben nicht immer gesunden, Einfluss auf ihr Umfeld haben.

Wer, anders als ich, hier mehr Abstand halten kann, wird sicher auch mehr Freude an der Story haben. So war es, wie eingangs erwähnt, durchaus eine gute Geschichte, mit Luft.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Country roads, take me home

We Break And Heal
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Nachdem Cleo ein Großprojekt beendet hat, hatte sie eigentlich nicht den Plan sich Hals über Kopf in etwas Neues zu stürzen. Doch als ein höchstseriöser Brief ihre Schwestern und sie zurück an den Ort ...

Nachdem Cleo ein Großprojekt beendet hat, hatte sie eigentlich nicht den Plan sich Hals über Kopf in etwas Neues zu stürzen. Doch als ein höchstseriöser Brief ihre Schwestern und sie zurück an den Ort ihrer Kindheit führt, sind Neugier und Pflichtbewusstsein omnipräsent. Und nicht nur das große Familiengeheimnis fordert Aufmerksamkeit, auch ein Bekannter aus einem anderen Leben streckt seine Fühler in Cleos Richtung.

Wie der Titel schon verspricht, geht es hier um Familienbande und irgendwie wird man dabei an Serien, ob real oder Zeichentrick, aus den letzten Jahrzehnten erinnert, nicht nur mit Friede, Freude, Eierkuchen sondern auch mit Zunder und Zoff. Dieses essentielle Thema kommt auch wirklich vielfältig, authentisch und bildlich rüber. Neben den Schwestern spielen aber auch noch weitere Familienmitglieder eine Rolle, deren Umsetzung ebenfalls gelungen ist. Ich hatte allerdings etwas Probleme mit dem ambivalenten Umgang mit Erinnerungen. Dieses, für mich, widersprüchliche Verhalten konnte ich nicht nachvollziehen, unabhängig davon wie meine Meinung zu dem Thema war.

Die Geschichte von Dax und Cleo fand ich spannend, wenn auch nicht unbekannt. Hier dürfte vielleicht im nächsten Band auch nochmal einiges auf den Tisch kommen.

Die Story war sehr breit aufgestellt und hatte auch emotional einige Facetten, ich hätte an einigen Stellen aber auch eine komprimiertere Version geschätzt.

Wer hofft, ihm würde es erreichen, dieses Buch zu lesen und sich dann frei zu entscheiden, ob man weiterlesen möchte, wird hier wohl nicht bedient werden, denn Band 2 ist hier recht offensichtlich ein Muss, um die eigene Neugier zu befriedigen.

Für mich war es eine durchaus unterhaltsame Cosy Romance mit Spannung und viel Liebe für Details - mit kleinen Abstrichen.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Step by step

Felsenfest
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Ich bin ein großer Fan davon, die eigene Perspektive zu erweitern und vor allem im Umgang mit Kindern und Jugendlichen regelmäßig zu reflektieren, denn wir alle waren mal an diesen Punkten und sicher haben ...

Ich bin ein großer Fan davon, die eigene Perspektive zu erweitern und vor allem im Umgang mit Kindern und Jugendlichen regelmäßig zu reflektieren, denn wir alle waren mal an diesen Punkten und sicher haben die meisten von uns noch Erinnerungen, was damals gut und nicht so gut war.

Bei "Felsenfest" stößt man auf viele nachvollziehbare, respektvolle Ansätze, wie man bestimmte Situationen (anhand von konkreten Beispielen, mit der Möglichkeit zur Verallgemeinerung) angehen kann, um nachhaltig Bindung zu stärken oder zu schaffen.

Aus eigener Erfahrung kommt man meines Erachtens am Weitesten, wenn man Kindern auf Augenhöhe begegnet. Das heißt nicht, Verantwortung über Bord zu werfen, sondern einfach auf Argumente, Wünsche und Sorgen einzugehen und ggf. zu erklären, warum sich manches davon nicht umsetzen lässt.

Leider fand ich an manchen Stellen das Buch eher monoperspektivisch und mir hat dabei gefehlt, dass man sich nicht nur am Kind orientiert, sondern dass man auch dem Kind die Möglichkeit gibt andere Perspektiven zu entdecken und dabei im sozialen Geflecht zu interagieren. Kinder haben eine Empathie, die vielen Erwachsenen abhanden gekommen ist und die sollte man fördern.

Demnach hat das Buch durchaus interessante und wertvolle Denkanstöße, dürfte aber für mich in manchen Punkten anders aufgebaut sein.

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