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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2026

Eine charmante Friends-to-Lovers-Romance

Funny Story
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Nachdem Daphne völlig überraschend von ihrem Verlobten verlassen wurde, steht sie plötzlich allein in einer Stadt, in der sie eigentlich niemanden kennt. Ausgerechnet Miles, der ebenfalls von seiner Verlobten ...

Nachdem Daphne völlig überraschend von ihrem Verlobten verlassen wurde, steht sie plötzlich allein in einer Stadt, in der sie eigentlich niemanden kennt. Ausgerechnet Miles, der ebenfalls von seiner Verlobten sitzen gelassen wurde, wird zu ihrem Mitbewohner. Obwohl die beiden unterschiedlicher kaum sein könnten, entsteht nach und nach eine besondere Freundschaft. Als sie beginnen, ihren Ex-Partnern mit gemeinsamen Fotos etwas vorzuspielen, geraten ihre eigenen Gefühle allerdings immer mehr durcheinander.

Funny Story hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Es ist eine lockere, humorvolle und gleichzeitig emotionale Geschichte, die sich wunderbar lesen lässt. Der Schreibstil von Emily Henry ist angenehm flüssig und die Dialoge haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Besonders Daphne und Miles sind mir schnell ans Herz gewachsen. Beide wirken authentisch und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Es hat mir großen Spaß gemacht, ihre gemeinsame Zeit zu begleiten und zu beobachten, wie aus einer eher ungewöhnlichen Zweckgemeinschaft langsam mehr wird. Die Liebesgeschichte entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und wirkt dadurch sehr glaubwürdig.

Auch das Setting am Lake Michigan hat mir gut gefallen. Die kleine Stadt versprüht eine gemütliche Atmosphäre und lädt zum Wohlfühlen ein. An manchen Stellen war mir das Ganze allerdings etwas zu idyllisch und klischeehaft. Außerdem hatte die Geschichte zwischendurch kleinere Längen, wodurch das Tempo gelegentlich etwas nachgelassen hat.

Besonders schön fand ich, dass sich die Handlung nicht nur um das Fake-Dating dreht. Stattdessen stehen die Entwicklung der beiden Hauptfiguren und ihre Gefühle im Mittelpunkt. Dadurch bekommt die Geschichte mehr Tiefe, als ich anfangs erwartet hatte.

Insgesamt ist Funny Story eine charmante Friends-to-Lovers-Romance mit viel Humor, liebenswerten Charakteren und emotionalen Momenten. Für mich war es die perfekte Lektüre für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Wenn eine Schneekugel die Zeit verändert

Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit
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Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit ist ein spannendes Kinderbuch, das Zeitreisen, Magie und Abenteuer auf gelungene Weise miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht der zwölfjährige Adam, der ...

Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit ist ein spannendes Kinderbuch, das Zeitreisen, Magie und Abenteuer auf gelungene Weise miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht der zwölfjährige Adam, der nach dem Tod seiner Eltern bei seinem Onkel lebt. Als ein geheimnisvoller Fremder ihm ein großes Abenteuer vorhersagt und Adam kurz darauf eine magische Schneekugel entdeckt, nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf. Schon nach den ersten Seiten möchte man wissen, welches Geheimnis hinter den Zeitreisen steckt.
Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre. Die kleine Bäckerei, das winterliche New York und die Reisen in verschiedene Zeiten sorgen für ein stimmiges Gesamtbild. Adam ist ein sympathischer Hauptcharakter, mit dem man schnell mitfühlt. Seine Entwicklung im Laufe der Geschichte ist schön erzählt und auch die Freundschaften, die entstehen, machen das Buch sehr lebendig.

Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man immer noch ein Kapitel weiterlesen möchte. Gleichzeitig entfaltet sich die Handlung nach und nach. Nach und nach setzen sich die verschiedenen Handlungsstränge wie ein Puzzle zusammen, was die Geschichte spannend macht. Manchmal muss man aber etwas aufmerksam bleiben, um den Überblick zu behalten. Auch einige Dialoge hätten für meinen Geschmack etwas kürzer sein können.

Neben der spannenden Handlung greift das Buch auch Themen wie Freundschaft, Verlust und Hoffnung auf, ohne dabei zu schwer zu wirken. Die Mischung aus Fantasy, Zeitreise und Mystery ist gut gelungen und sorgt dafür, dass die Geschichte nie langweilig wird.

Insgesamt ist Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit ein unterhaltsames und atmosphärisches Buch mit einer originellen Idee und liebenswerten Figuren. Kleine Längen und die teilweise etwas komplexe Erzählweise kosten zwar einen Stern, trotzdem kann ich das Buch allen empfehlen, die spannende Geschichten mit Magie und Zeitreisen mögen.

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Veröffentlicht am 25.06.2026

Cosy Crime mit viel Wortwitz

Aktiv sterben
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Bad Galgen hofft auf den Titel als Kurort – eine Auszeichnung, die dem Hotel Waldfrieden endlich wieder mehr Gäste und dringend benötigte Einnahmen bescheren würde. Doch statt einer vielversprechenden ...

Bad Galgen hofft auf den Titel als Kurort – eine Auszeichnung, die dem Hotel Waldfrieden endlich wieder mehr Gäste und dringend benötigte Einnahmen bescheren würde. Doch statt einer vielversprechenden Zukunft sorgt ein Leichenfund im Tiefkühlhaus des Hotels für Chaos. Um den Ruf des Hauses und damit auch ihre Arbeitsplätze zu retten, machen sich Gärtnerin Katja, Koch Paul und Rezeptionist Leon kurzerhand selbst auf die Suche nach dem Täter.

Aktiv sterben hat mich bestens unterhalten. Der lockere und flüssige Schreibstil von Paul Lüdicke hat mir richtig gut gefallen und sorgt dafür, dass die Geschichte nur so dahinfliegt. Wer hier einen nervenaufreibenden Thriller erwartet, ist allerdings an der falschen Adresse. Stattdessen bekommt man einen herrlich leichten Cosy Crime mit sympathischen Figuren, viel Wortwitz und einer guten Portion Situationskomik.

Besonders gut gefallen haben mir die witzigen Dialoge und die liebenswerten Charaktere. Die Hobbyermittler gehen zwar nicht gerade professionell ans Werk, machen ihre Sache aber mit viel Charme. Anfangs nimmt sich die Geschichte Zeit, die Figuren und das Hotel Waldfrieden vorzustellen, bevor der Kriminalfall nach und nach an Fahrt aufnimmt. So kommt auch das Miträtseln nicht zu kurz.

Wer Cosy Crimes mit lockerer Atmosphäre, sympathischen Figuren und feinem Humor mag, wird hier bestens unterhalten. Mich konnte Aktiv sterben auf jeden Fall überzeugen und ich hatte einige sehr vergnügliche Lesestunden.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Zwischen Sehnsucht und Freiheit

The Artist
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Als Journalist reist Joseph von London nach Südfrankreich, um über den gefeierten Maler Tata zu schreiben, der sich seit Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat und abgeschieden in einem ...

Als Journalist reist Joseph von London nach Südfrankreich, um über den gefeierten Maler Tata zu schreiben, der sich seit Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat und abgeschieden in einem alten Bauernhaus lebt. Dort begegnet er nicht nur einem faszinierenden Künstler, sondern auch dessen Nichte Ettie, die scheinbar ganz im Schatten ihres Onkels lebt. Doch je länger Joseph bleibt, desto mehr beginnt die Fassade dieses Hauses zu bröckeln und alte Geheimnisse kommen langsam ans Licht.

Dieses Buch hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Es ist allerdings keine Geschichte, die von Spannung oder großen Wendungen lebt, sondern vielmehr von Atmosphäre, Figuren und den Dingen, die oft zwischen den Zeilen passieren. Teilweise war mir die Handlung dadurch stellenweise etwas zu ruhig, gleichzeitig hat aber genau diese melancholische und fast traumartige Stimmung unglaublich gut zur Geschichte gepasst.

Am faszinierendsten fand ich die Dynamik zwischen Ettie, Tata und Joseph. Vor allem Tata ist eine unglaublich vielschichtige Figur. Einerseits wirkt er wie dieses geheimnisvolle Künstlergenie, andererseits aber auch wie ein Mensch, der verzweifelt versucht, alles und jeden festzuhalten, weil er mit Verlust und Veränderung nicht umgehen kann. Dadurch war er für mich gleichzeitig faszinierend, tragisch und stellenweise wirklich grausam.

Im Laufe der Geschichte versteht man immer besser, warum Ettie so zwischen Sehnsucht, Angst und dem Wunsch nach Freiheit schwankt. Gerade ihre Entwicklung fand ich sehr spannend. Besonders interessant fand ich dabei, dass es für mich im Kern weniger um eine klassische Liebesgeschichte ging, sondern vielmehr um das Bedürfnis, wirklich gesehen zu werden.

Auch die Kunstthematik mochte ich sehr gerne. Kunst ist hier nicht einfach nur Hintergrund, sondern eng mit Identität, Kontrolle, Erinnerung und Freiheit verbunden. Besonders spannend fand ich dabei die Frage, wem Kunst eigentlich „gehört“ und wie sehr andere Menschen Einfluss darauf haben, ob jemand seine eigene Stimme finden darf.

Der Schreibstil hat perfekt zur Geschichte gepasst. Sehr ruhig, atmosphärisch und teilweise fast schon poetisch. Manche Szenen hatten etwas unglaublich Bildhaftes, gleichzeitig zog sich aber stellenweise auch etwas Langes durch die Handlung, wodurch mich das Buch nicht immer komplett mitreißen konnte.

Trotzdem hat mir das Ende insgesamt gut gefallen. Vor allem mochte ich, dass die Geschichte eher leise und atmosphärisch ausklingt und dabei trotzdem hoffnungsvoll bleibt.

Für mich war das ein atmosphärisches und besonderes Buch über Kunst, Freiheit, Kontrolle und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Wenn Fremde zu Gemeinschaft werden

Ein Buchclub zum Verlieben
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In diesem Roman geht es um einen ungewöhnlichen Buchclub, der ganz unterschiedliche Menschen zusammenbringt – jeder mit seiner eigenen Geschichte, seinen eigenen Problemen und seiner ganz eigenen Sicht ...

In diesem Roman geht es um einen ungewöhnlichen Buchclub, der ganz unterschiedliche Menschen zusammenbringt – jeder mit seiner eigenen Geschichte, seinen eigenen Problemen und seiner ganz eigenen Sicht auf Bücher und das Leben. Was als gemeinsames Lesen beginnt, entwickelt sich nach und nach zu etwas viel Größerem: einer Verbindung zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären.

Dieses Buch hat mich ein bisschen zwiegespalten zurückgelassen.

Was mir von Anfang an gefallen hat, waren die Protagonisten. Jeder bringt seine eigene Geschichte mit, und vor allem die Dynamik zwischen ihnen macht das Ganze besonders. Die Dialoge – vor allem die bissigen Kommentare von Arthur – haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Gleichzeitig steckt hinter vielen Figuren mehr, als man zunächst denkt, was sie sehr greifbar macht.

Besonders schön fand ich, wie sich nach und nach eine Art Gemeinschaft entwickelt. Es geht hier nicht nur um einzelne Beziehungen, sondern um Zusammenhalt, Freundschaft und darum, seinen Platz zu finden.

Allerdings wirkte die Handlung an manchen Stellen auf mich etwas konstruiert, wodurch ich nicht immer komplett mitgehen konnte. Das hat meinen Lesefluss hin und wieder ein bisschen gebremst.

Trotzdem überwiegen für mich die positiven Aspekte: ein ruhiges, emotionales Buch mit vielen schönen Momenten, das vor allem durch seine Protagonisten lebt und noch ein wenig nachhallt.

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