Profilbild von buchgestapel

buchgestapel

Lesejury Star
offline

buchgestapel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchgestapel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2026

Nicht ganz so stark wie der Rest der Reihe

Dunbridge Academy - Whoever
0

Worum geht’s?
Cleo und Alexander waren das Traumpaar der Dunbridge Academy, bis er ihr das Herz brach und einfach aus ihrem Leben und dem Internat verschwand. In der Oberstufe ist Cleo daher fest entschlossen, ...

Worum geht’s?
Cleo und Alexander waren das Traumpaar der Dunbridge Academy, bis er ihr das Herz brach und einfach aus ihrem Leben und dem Internat verschwand. In der Oberstufe ist Cleo daher fest entschlossen, sich nur auf sich selbst zu konzentrieren – doch ausgerechnet da taucht Alexander wieder auf und bringt ihre Welt und ihr Herz erneut ins Wanken.


Meine Meinung
Das Setting an der Dunbridge Academy hat mir schon immer wirklich gut gefallen, von daher habe ich mich schon vor dem Lesen unglaublich darauf gefreut, wieder in diese Welt eintauchen zu können und alten Bekannten zu begegnen. Die Umsetzung an sich war für mich auch wieder schön zu lesen, lediglich das Paar dieses Buches konnte mich nicht so richtig von sich überzeugen.

Grund dafür war meiner Meinung nach vor allem der Mangel an Kommunikation, der zwischen den beiden Protagonisten geherrscht hat. Bis Probleme und Verletzungen konkret benannt wurden, hatte sich leider schon eine eher kindische und für mich nur wenig authentische Umgangsweise etabliert, die es mir sehr schwer gemacht hat, wirklich auf eine zweite Chance zwischen den beiden hin zu fiebern.

Darüber hinaus fand ich den Umgang der beiden miteinander nicht so ganz authentisch dargestellt und teils einfach sehr widersprüchlich, worunter mein Interesse an der Geschichte auf Dauer leider doch ein bisschen gelitten hat. Auch die Figuren an sich fand ich leider ein kleines bisschen anstrengend, denn zu dem Mangel an Kommunikation gesellte sich so eine eher wehleidige Grundstimmung, was mich ehrlicherweise nicht begeistert hat.

Positiv überrascht hat mich daher, wie groß die Rolle war, die Pferde und der Reitsport hier dann gespielt haben. Dieser Aspekt ist sicherlich nicht für jeden ein Kaufargument, ich persönlich hatte aber durchaus meine Freude daran und war somit erleichtert, mich auf etwas anderes als die in meinen Augen nicht ganz so überzeugende Liebesgeschichte konzentrieren zu können.


Fazit
Auch wenn mir die Reihe bisher wirklich gut gefallen hat, fand ich diesen Band leider nicht so stark, wie er eigentlich hätte sein können. Setting und Lesegefühl haben mir dabei zwar noch immer unglaublich viel Spaß gemacht, dabei hat sich für mich jedoch wieder einmal bestätigt, dass fehlende Kommunikation ein Aspekt ist, der mir selbst die vielversprechendste Second-Chance-Romance ein wenig kaputt machen kann.

Dafür gibt es unglaublich knappe vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 17.07.2026

Niedliche Grundidee mit etwas anstrengenden Figuren

The Romance Rivalry
0

Worum geht’s?
Auch wenn Irene als erfolgreiche Buchbloggerin ihre Zeit am liebsten mit fiktiven Liebesgeschichten verbringt, soll ihre Collegezeit endlich auch ihr wirkliches Leben auf den Kopf stellen. ...

Worum geht’s?
Auch wenn Irene als erfolgreiche Buchbloggerin ihre Zeit am liebsten mit fiktiven Liebesgeschichten verbringt, soll ihre Collegezeit endlich auch ihr wirkliches Leben auf den Kopf stellen. Blöd nur, dass sie ausgerechnet am ersten Tag direkt auf ihren größten Konkurrenten trifft, mit dem sie zu allem Übel auch noch das Semester über zusammenarbeiten muss. Zwischen Seminararbeiten und Datingversuchen taucht immer wieder Aiden auf – und lässt Irene langsam vergessen, dass sie sich eigentlich gar nicht leiden können.


Meine Meinung
Die Idee dieser Geschichte hat mich von Anfang an begeistert, nicht nur weil Bücher, Tropes und Literatur so eine große Rolle spielen, sondern vor allem, weil ich Irene als Protagonistin wirklich cool gewählt fand.

Der Schreibstil liest sich auch wirklich flott weg, ich bin sehr schnell voran gekommen und wollte definitiv wissen, wie Irene und Aiden miteinander auskommen werden. Die vor allem von Irene ausgehende Rivalität zwischen den beiden fand ich dann leider insgesamt nicht wirklich überzeugend dargestellt, insbesondere weil Irene häufig zu etwas extremen Urteilen neigt und ich dieses Wechselbad der Gefühle ehrlicherweise nur eher schwer nachvollziehen konnte.

Auch die verschiedenen Dating-Tropes kamen meiner Meinung nach nicht richtig zur Geltung bzw. wurden relativ schnell wieder über Bord geworfen. Die Idee fand ich unglaublich cool und wollte sie wirklich gerne lesen, deswegen fand ich diese Entwicklung durchaus ein bisschen schade. Im gleichen Atemzug entwickelt sich nämlich dann auch die Beziehung der beiden Protagonisten recht überhastet, was es insgesamt schwer macht, sich wirklich auf die Dynamik zwischen den Figuren einzulassen.

Schön gemacht fand ich dann allerdings wiederum die schlussendliche Entwicklung von Irene, die insbesondere in Hinblick auf ihren Perfektionismus eine wirklich tolle Wandlung durchgemacht hat. Für mich war das auf jeden Fall ein sehr wichtiger Handlungsstrang, der neben der eigentlichen Liebesgeschichte definitiv eine große Rolle gespielt hat. Dass ausgerechnet diese tolle Entwicklung mit einem etwas überhasteten Drama und einem Off-Screen-Fix der großen Probleme in Irenes Leben einherging, fand ich dann leider überhaupt nicht gut konstruiert. Meine Freude beim Lesen hat der Aufbau des Endes daher ein kleines bisschen gedämpft, was meiner Meinung nach angesichts des Inhalts einfach nicht unbedingt hätte sein müssen.


Fazit
Die Grundidee zu dieser Geschichte fand ich wirklich cool und definitiv perfekt für Leseratten, die Umsetzung hat mich dann aber vor allem zum Ende hin leider nicht zu einhundert Prozent überzeugen können. Irene und Aiden habe ich trotzdem sehr gerne begleitet, weshalb ich auch die Autorin definitiv auf meinem Radar behalten werde.

Dafür gibt es noch knappe vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 14.07.2026

Cozy Crime vor gemütlicher Kulisse

Mord in der Pension Möwennest
0

Worum geht’s?
Nachdem Nora nach dreißig Jahren ihren Orden verlassen hat und zurück in die normale Welt gekehrt ist, untersucht sie das rätselhafte Verschwinden ihrer ehemaligen Novizin Frieda. Deren letzter ...

Worum geht’s?
Nachdem Nora nach dreißig Jahren ihren Orden verlassen hat und zurück in die normale Welt gekehrt ist, untersucht sie das rätselhafte Verschwinden ihrer ehemaligen Novizin Frieda. Deren letzter Brief führt Nora in die Pension Möwennest – und dort nicht nur auf die Spur eines mysteriösen Vermisstenfalls, sondern auch auf die eines Mordes, der Noras vollstes Ermittlungsgeschick fordert.


Meine Meinung
Jess Kidd ist definitiv eine Autorin, die ich in so ziemlich jedem Genre lesen würde. Auch hier habe ich mich schon sehr auf das Buch gefreut, und das sogar, obwohl ich bei Cozy Crime mittlerweile eigentlich kein allzu großer Fan mehr bin.

Das gemütliche Setting hat hier aber definitiv nicht für Langeweile gesorgt, was mich persönlich sehr positiv überrascht hat. Auch wenn ich zu Beginn ehrlicherweise nicht direkt einen Zugang zu Geschichte und Figuren gefunden habe, mochte ich diesen typisch britischen Flair sehr gerne, was mich dann auch recht schnell dazu motiviert hat, weiterzulesen.

Die Figuren und ihre Konstellationen waren definitiv ein bisschen schräg, dabei aber immer noch charmant genug, um beim Lesen durchaus Spaß zu machen. Wahnsinnig viel Spannung im klassischen Sinne kommt dabei zwar nicht unbedingt auf, was ja allerdings auch gar nicht der Anspruch der Geschichte ist. Darüber hinaus hat es wirklich viel Spaß gemacht, die unterschiedlichen Geheimnisse der Figuren aufzudecken und mit zu rätseln, wie denn nun welche Zusammenhänge überhaupt zustande gekommen sind.

Fans von gemütlichen Kriminalgeschichten mit Küstensetting werden hier daher sicherlich voll auf ihre Kosten kommen, insbesondere weil dieser Reihenauftakt noch weitere Geschichten verspricht. Für mich hat dieses Buch wieder einmal bestätigt, warum Jess Kidd definitiv zu meinen Lieblingsautorinnen zählt, weshalb ich schon sehr gespannt auf ihr nächstes Buch bin.


Fazit
Jess Kidd habe ich auch hier wirklich gerne gelesen, was in meinen Augen definitiv für die Autorin und ihre Vielseitigkeit spricht. Selbst wenn man eigentlich kein Cozy-Crime-Fan ist, kann dieses Buch definitiv unterhalten, weshalb es sich meiner Meinung nach lohnt, auch hier einmal ein wenig über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 10.07.2026

Mitreißende Idee mit schleppendem Handlungsbogen

Das Dreizehnte Kind
0

Worum geht’s?
Als Patentochter des Todes hat Hazel nicht nur die Macht über Leben und Tod, sondern trägt auch die Bürde, eines langen aber einsamen Lebens. Ihre Heilgabe füllt ihren Alltag aus – und bringt ...

Worum geht’s?
Als Patentochter des Todes hat Hazel nicht nur die Macht über Leben und Tod, sondern trägt auch die Bürde, eines langen aber einsamen Lebens. Ihre Heilgabe füllt ihren Alltag aus – und bringt sie in größte Gefahr, als der schwer erkrankte König auf sie aufmerksam wird und sie mitten hinein in einen Strudel aus höfischen Intrigen und Kriegswirren zieht, der ihr Leben vollkommen auf den Kopf stellt.


Meine Meinung
Dieses mehr oder weniger märcheninspirierte Setting war auf jeden Fall ein spannendes Abenteuer, das mich vor allem von der Idee her mitgerissen hat, auch wenn der Handlungsbogen ehrlicherweise nicht ganz so stringent und zielgerichtet war, wie ich mir das eigentlich gewünscht hätte.

Zu Beginn der Geschichte wusste ich ehrlicherweise noch nicht, worauf das Ganze überhaupt hinauslaufen sollte, da Klappentext und tatsächliche Ereignisse nicht so ganz übereingestimmt haben. Die Hinführung zur angekündigten Handlung war dabei zwar grundsätzlich nicht langweilig und auch ziemlich angenehm zu verfolgen, für meinen Geschmack hat dieser Prozess aber leider deutlich zu viel Zeit in Anspruch genommen. Beim Hören habe ich mich so recht lange eher orientierungslos gefühlt, was schlussendlich den Eindruck eines etwas übermäßigen Vorgeplänkels bei mir hinterlassen hat.

Auch die Einführung unwichtiger Figuren hat für mich ehrlicherweise nicht besonders viel Sinn ergeben, da zahlreiche Erwähnungen und Kurzauftritte eigentlich irrelevant für die Geschichte waren und lediglich Masse produziert haben. Darüber hinaus hätte der Handlungsbogen um die mysteriöse Zitterpest eigentlich genug Material geboten, um ein Buch zu füllen, zu diesem Thema wurden die Überlegungen und Behandlungsversuche in meinen Augen dann aber eher knapp gehalten.

Auch hinsichtlich des Worldbuildings hätte ich mir ehrlicherweise noch etwas mehr Details gewünscht, da die Hintergrundgeschichte von Hazel zwar durchaus einiges an Raum eingenommen hat, die Welt in der sie lebt dabei aber leider nicht ganz so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Somit bliebt mir schlussendlich nicht besonders viel Klarheit darüber, wie genau diese Welt eigentlich aussieht, auch wenn irgendwo klar war, dass ein gewisser Grad an Inspiration aus einer märchen-ähnlichen Welt stammen könnte.

Insgesamt hat mich das Feeling beim Lesen dieses Buches daher total überzeugen können, die Umsetzung und der Aufbau des Handlungsbogens waren in meinen Augen aber leider nicht ganz so geschickt gewählt, da mich persönlich ein anderer Fokus deutlich mehr interessiert hätte und meinem Spannungsempfinden deutlich zuträglicher gewesen wäre.


Fazit
Die Geschichte an sich hat mir beim Hören wirklich Spaß gemacht, auch wenn ich den Aufbau des Buches ehrlicherweise nicht zu einhundert Prozent gelungen finde. Für die Idee an sich konnte ich mich aber definitiv begeistern, was die Schwächen bei Plot und Logik für mich durchaus etwas ausgeglichen hat.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 26.06.2026

Sommerliches Jugendbuch mit vielen Emotionen

Blaue Zitronen – Der Sommer, als alles anders wurde
0

Worum geht’s?
Seit der Trennung ihrer Eltern steht Antonias Leben vollkommen Kopf. Umso größer ist daher ihre Freude, als sie die Ferien gemeinsam mit ihrer Tante auf einer kleinen italienischen Insel ...

Worum geht’s?
Seit der Trennung ihrer Eltern steht Antonias Leben vollkommen Kopf. Umso größer ist daher ihre Freude, als sie die Ferien gemeinsam mit ihrer Tante auf einer kleinen italienischen Insel verbringen darf, auf der das Glück praktisch mit Händen greifbar ist. Zwischen Badeausflügen und Sonnenschein merkt sie jedoch schnell, dass Probleme nicht einfach verschwinden, wenn man sie ignoriert – und kommt dabei einem Geheimnis auf die Spur, das ihr Leben für immer verändert.


Meine Meinung
Auch wenn ich Italien als Setting schon immer wirklich gerne gelesen habe, bin ich immer wieder gespannt auf neue Umsetzungen und Ideen, die frischen Wind in liebgewonnene Kulissen bringen. Das Setting dieser Geschichte ist daher auf jeden Fall ein unglaublich ansprechend gestalteter Punkt, der definitiv Lust auf das Buch macht und insbesondere die sommerliche Stimmung greifbar transportiert.

Schreibstil und Idee mochte ich wirklich gerne, auch die Figuren waren grundsätzlich sympathisch dargestellt und die Zeit auf der kleinen Insel macht dabei richtig Lust auf Urlaub. Antonias Sorgen und Probleme haben definitiv in die Lebensrealität vieler insbesondere jüngerer Leseratten gepasst, was sie als Figur durchaus authentisch und nahbar gemacht hat. Ihr Wunsch nach Glück, Halt und Normalität kommt dabei meiner Meinung nach besonders gut rüber, was man auch dann sehr gut nachvollziehen kann, wenn man schon etwas älter ist.

Die Zeit auf der Zitronenbauminsel fand ich ebenfalls sehr angenehm beschrieben, denn auch wenn durchaus viele Figuren auftreten, hatte ich dabei nicht das Gefühl, komplett den Überblick zu verlieren und habe Antonia daher gerne dabei begleitet, wie sie neue Freundschaften geschlossen und die Bewohner kennengelernt hat.

Nicht ganz nachvollziehen konnte ich dann allerdings ehrlicherweise den Umgang der Kindern bzw. Jugendlichen mit der plötzlich aufgedeckten Situation am Ende des Buches. Der lockere Umgang und das schnelle Überwinden dieses großen Geheimnisses und den damit einhergehenden und sehr nachvollziehbaren Verletzungen kam mir für Teenager einfach nicht richtig glaubwürdig vor, zumal man beim Lesen zuvor eigentlich ganz andere Charakterzüge der Figuren kennengelernt hat.

Viel wichtiger sollte natürlich eigentlich die Erkenntnis sein, dass eben nicht alles im Leben bloß schwarz oder weiß ist, was ich als Botschaft auch wirklich gelungen finde. Mein Lesespaß wurde mir daher insgesamt definitiv nicht kaputt gemacht, im Hinterkopf geblieben ist mir dieser Eindruck bei all der Schönheit des Happy Ends aber doch.


Fazit
Wer Lust auf eine sommerliche Familiengeschichte mit Urlaubsfeeling und Setting in Italien hat, dem kann ich dieses Buch definitiv ans Herz legen. Themen wie Freundschaft, Familie und Veränderung spielen dabei zwar eine wichtige Rolle und bringen natürlich eine gewisse Portion Ernsthaftigkeit mit, angenehm zu lesen bleibt die Geschichte dabei aber trotzdem.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.