Platzhalter für Profilbild

Reading_Mimi

Lesejury Star
offline

Reading_Mimi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Reading_Mimi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2026

Friends to Lovers mit verschenktem Potenzial

Picking Daisies on Sundays
0

Daisy ist schon seit ihrer Schulzeit heimlich in ihren besten Freund Levi verliebt. Doch als er ihr das Herz bricht, bricht sie den Kontakt zu ihm ab. Vier Jahre später laufen sich die beiden ...

Daisy ist schon seit ihrer Schulzeit heimlich in ihren besten Freund Levi verliebt. Doch als er ihr das Herz bricht, bricht sie den Kontakt zu ihm ab. Vier Jahre später laufen sich die beiden zufällig wieder über den Weg. Levi bittet Daisy, ihn als Fake-Freundin zu einer Hochzeit zu begleiten. Obwohl sie weiß, dass das keine gute Idee ist, stimmt sie zu – und merkt schnell, dass ihre alten Gefühle noch längst nicht verschwunden sind.

Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, vor allem wegen des Hypes und weil ich Friends-to-Lovers in Kombination mit Fake-Dating eigentlich richtig gerne lese. Die Grundidee hat definitiv Potenzial, leider konnte mich die Umsetzung aber nicht wirklich überzeugen.

Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, sodass ich gut durch die Seiten gekommen bin. Trotzdem hat sich die Geschichte für mich oft gezogen. Es passiert über weite Strecken nicht besonders viel und viele Situationen wiederholen sich. Dadurch fehlte mir irgendwann die Spannung und ich hatte das Gefühl, dass die Handlung auf der Stelle tritt.

Mit Daisy bin ich leider nicht richtig warm geworden. Ihre ständigen Selbstzweifel und die vielen Missverständnisse haben mich mit der Zeit eher frustriert. Auch Levi blieb für mich als Figur etwas blass. Obwohl zwischen den beiden eigentlich große Gefühle im Mittelpunkt stehen sollten, konnte ich das Knistern kaum spüren. Viele Konflikte hätten sich mit einem ehrlichen Gespräch schnell lösen lassen, wodurch manches unnötig in die Länge gezogen wirkte.

Schade fand ich außerdem, dass die Nebenfiguren und die Freundesgruppe kaum genutzt wurden. Hier hätte ich mir deutlich mehr gewünscht, denn sie hätten der Geschichte zusätzliche Dynamik geben können.

Insgesamt ist Picking Daisies on Sundays kein schlechtes Buch, aber für mich blieb es leider nichts Besonderes. Die Idee hat mir gut gefallen, die Umsetzung konnte das Potenzial jedoch nicht ausschöpfen. Teilweise war die Geschichte sogar etwas langweilig und konnte mich emotional nicht richtig mitreißen. Deshalb vergebe ich 2,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.09.2025

Leider nichts für mich

Der Trailer
0

Vor 15 Jahren ist die Studentin Lisa Martin spurlos verschwunden. Ihr letzter bekannter Aufenthaltsort war ein Campingplatz in den Ardennen - Camp Donkerbloem. Um die Öffentlichkeit nun erneut ...

Vor 15 Jahren ist die Studentin Lisa Martin spurlos verschwunden. Ihr letzter bekannter Aufenthaltsort war ein Campingplatz in den Ardennen - Camp Donkerbloem. Um die Öffentlichkeit nun erneut auf die Geschehnisse von damals aufmerksam zu machen, nimmt die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke an einem True-Crime-Podcast teil. Doch nicht jeder möchte, dass der Fall neu aufgerollt wird...

Der Anfang des Buches las sich direkt sehr spannend und auch sonst war die Geschichte nicht "unspannend", aber mir war schnell klar in welche Richtig das Ganze gehen wird und ich muss sagen, dass das einfach nicht mein Fall war und mir daher die Geschichte einfach nicht gefallen hat. Dies liegt aber keineswegs am Schreibstil oder den Ideen des Autors, sondern ist einfach nur mein ganz persönlicher Geschmack, der hier einfach nicht getroffen wurde. Leider kann ich hier auch nicht weiter darauf eingehen, um nicht zu spoilern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2024

Spannung lies ab der Hälfte gänzlich nach

Die Insel des Zorns
0

Der Ex-Hollywood-Star Lana Farrar lädt wie jedes Jahr ihre engsten Freunde über Ostern ein, die Feiertage gemeinsam mit ihr auf ihrer griechischen Privatinsel zu verbringen. Doch dieses Jahr ...

Der Ex-Hollywood-Star Lana Farrar lädt wie jedes Jahr ihre engsten Freunde über Ostern ein, die Feiertage gemeinsam mit ihr auf ihrer griechischen Privatinsel zu verbringen. Doch dieses Jahr ist alles anders, denn Lana hat kurz vor der Abreise ein Geheimnis erfahren, das ihr Leben auf den Kopf stellt. Und als dann auch noch eines Abends ein starker Sturm über die Insel zieht, der alle dort gefangen hält, endet diese Nacht mit einem Mord.

Die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen. Ich habe sehr schnell in die Geschichte gefunden und mich mit den Figuren vertraut gemacht. Ihr bisheriger Lebensweg las sich interessant und auch das Setting hatte viel Potiential. Leider wurde dies - meiner Meinung nach - nicht bestmöglich ausgeschöpft und die Geschichte fing auch leider an mich nach der Hälfte schnell zu langweilen. Spannung fehlte zum Schluss leider ganz und ich habe nur weitergelesen in der Hoffnung, dass noch ein Plottwist kommt, der mich dann doch noch hätte überzeugen können. Leider blieb dies aus.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2022

Leider wenig Tiefe

Viral. Blutrausch
0

"Viral. Blutrausch" war mein erstes Buch vom Autor Mark Benecke. Anhand des Klappentextes hatte ich mir davon auch viel versprochen. Es klingt nach einem wirklich guten Thriller.

Beim Lesen merkte ich ...

"Viral. Blutrausch" war mein erstes Buch vom Autor Mark Benecke. Anhand des Klappentextes hatte ich mir davon auch viel versprochen. Es klingt nach einem wirklich guten Thriller.

Beim Lesen merkte ich aber leider schnell, dass die Idee zwar wirklich gut ist, aber die Umsetzung leider nicht so richtig geglückt ist. Es werden schnell viele verschiedene Charaktere mit recht ähnlich klingenden Namen vorgestellt, sodass man hier anfangs erst einmal etwas Zeit braucht, um sich zu merken wer wer ist. Zu den Protagonisten konnte ich auch keine Beziehung aufbauen, da man sehr wenig über sie erfährt und hier sehr an der Oberfläche geblieben wird.

Die Geschichte ist in drei Teile aufgebaut und der erste war auch noch recht spannend. Jedoch flachte die Spannungskurve sehr schnell ab und blieb dann leider auch unten. Zum Schluss wurde es dann doch noch einmal spannend aber auch hier wurde der Stecker eigentlich sofort wieder gezogen.

Auch die versprochenen Verschwörungen kamen für mich jetzt nicht so hervor. Wirklich schade. Es hätte ein wirklich richtig guter Thriller / Krimi werden können, wenn der Autor mehr in die Tiefe gegangen wäre. Stellenweise las es sich wie ein kurzer Bericht über etwas, aber nicht wie ein Krimi. Vieles wurde aufgegriffen, aber dann mit einem Satz schon wieder beendet. In der Regel finde ich es gut, wenn Autoren nicht zu sehr ausschweifen, aber hier hat es leider nicht funktioniert. Schade, wirklich schade.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2026

Eine originelle Idee verliert sich im Chaos

If Books Could Kill
0

Roxie liebt Liebesromane – sicher, vorhersehbar und mit garantiertem Happy End. Als sie sich scherzhaft wünscht, selbst die Heldin eines Romans ihrer Lieblingsautorin zu sein, wird dieser Wunsch ...

Roxie liebt Liebesromane – sicher, vorhersehbar und mit garantiertem Happy End. Als sie sich scherzhaft wünscht, selbst die Heldin eines Romans ihrer Lieblingsautorin zu sein, wird dieser Wunsch plötzlich Realität. Doch statt in einer romantischen Geschichte landet sie mitten in einem Thriller voller Verfolgungsjagden, Mordversuche und Chaos. Gemeinsam mit dem zurückhaltenden Literaturdozenten Grant versucht sie herauszufinden, wie sie diese Geschichte überleben können.

Mit If Books Could Kill hatte ich eigentlich genau die Art von Buch erwartet, die ich normalerweise sehr gern lese: eine Mischung aus Romance, Thriller und einer guten Portion Humor – dazu noch die spannende Idee, plötzlich selbst in einem Roman zu landen. Die Grundidee hat mich deshalb sofort angesprochen und auch der Einstieg war zunächst durchaus unterhaltsam.

Leider konnte mich die Umsetzung auf Dauer aber nicht überzeugen.

Das größte Problem für mich war der Schreibstil. Der Roman ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und viele Sätze beginnen ständig mit „ich“, wodurch der Text oft sehr holprig und eintönig wirkt. Insgesamt merkt man dem Buch für mich stark an, dass es ein Debütroman ist. Viele Formulierungen wirkten unausgereift und eher wie Fanfiction oder überdrehtes BookTok-Writing als wie ein wirklich ausgearbeiteter Roman.

Dazu kommt, dass das Buch immer skurriler wird. Statt eine Handlung konsequent aufzubauen, stolpert die Geschichte von einer absurden Szene in die nächste. Immer neue Wendungen, Figuren und Eskalationen sorgen irgendwann eher für Chaos als für Spannung. Die Thrillerelemente haben auf mich deshalb selten wirklich spannend gewirkt, sondern oft eher wie Slapstick mit Verfolgungsjagden, Waffen und ständig neuen Zufällen.

Auch die ständigen selbstironischen Anspielungen auf typische Romance- und Thriller-Muster fand ich anfangs noch ganz unterhaltsam, mit der Zeit wirkten sie auf mich aber zunehmend überladen und gewollt. Das Buch kommentiert sich und seine Handlung permanent selbst, wodurch kaum Raum für echte Spannung oder emotionale Momente bleibt. Statt mitzufühlen, hatte ich oft eher das Gefühl, die Geschichte aus der Distanz zu beobachten.

Besonders schade fand ich außerdem, dass ich die Chemie zwischen Roxie und Grant kaum gespürt habe. Obwohl die beiden ständig gemeinsam unterwegs sind, blieb ihre Beziehung für mich überraschend blass. Generell wirkten viele Figuren eher wie Karikaturen oder wandelnde Genre-Kommentare als wie echte Menschen. Vor allem die Entscheidungen der Charaktere waren oft unlogisch oder nur dafür da, die Handlung weiter eskalieren zu lassen.

Trotzdem muss ich sagen: Die Grundidee des Buches ist wirklich originell und zwischendurch gab es durchaus einzelne unterhaltsame Momente. Gerade Grant konnte mit seinem trockenen Humor manche Szenen auflockern. Insgesamt wollte der Roman für mich aber einfach zu viel gleichzeitig sein – Thriller, Romance, Chaos-Komödie und ständige Selbstironie – und hat dadurch am Ende wenig davon wirklich überzeugend umgesetzt.

Fazit: Eine starke Idee mit viel Potenzial, die mich in der Umsetzung leider nicht überzeugen konnte. Wer sehr überdrehte, selbstironische und chaotische Geschichten liebt, könnte hier trotzdem Spaß haben. Für mich blieb If Books Could Kill aber leider hinter seinen Möglichkeiten zurück.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere