Platzhalter für Profilbild

Kado82

Lesejury Star
offline

Kado82 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kado82 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2026

Ungesagtes

Pause
0

Ich habe das Buch jetzt eine ganze Weile sacken lassen - und weiß inzwischen mit Sicherheit, dass es mich leider nicht nachhaltig beeindruckt hat.

Hanna muss aus gegebenem Anlass die Pausetaste drücken ...

Ich habe das Buch jetzt eine ganze Weile sacken lassen - und weiß inzwischen mit Sicherheit, dass es mich leider nicht nachhaltig beeindruckt hat.

Hanna muss aus gegebenem Anlass die Pausetaste drücken und zieht vorübergehend wieder bei ihren Eltern ein.
Sie trägt einige schwere Päckchen mit sich herum, bekommt dabei aber nur wenig Unterstützung. Allerdings fordert sie diese auch nicht ein und reagiert stattdessen häufig trotzig. Das konnte ich mal mehr, mal weniger nachvollziehen.

Was ich allerdings überhaupt nicht verstanden habe: Über die wirklich wichtigen Dinge und Geschehnisse, wird einfach nie gesprochen. Weder in ihrer Beziehung noch in ihrer Familie oder mit ihren Freunden. Worum es genau geht, möchte ich bewusst nicht verraten, denn gerade das Spekulieren darüber, gehört für mich zum Leseerlebnis.

Der Schreibstil ist ungeschönt, schnoddrig und gleichzeitig auch witzig - genau so hatte ich mir 'Pause' von Lena Kupke auch vorgestellt. Über die Reels der Autorin kann ich mich schließlich auch immer köstlich amüsieren. 😏

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen. Die ersten beiden Abschnitte haben mich komplett abgeholt - ich war begeistert und wollte unbedingt weiterlesen. Danach trat die Geschichte für mein Empfinden jedoch auf der Stelle. Das Überspitzte, das mir anfangs so viel Spaß gemacht hatte, wurde mit der Zeit einfach zu viel. Es nutzte sich ab und fing schließlich sogar an, mich eher zu nerven.

Auch mit den Figuren bin ich nicht richtig warm geworden, und auf die eine oder andere Anekdote hätte ich gut verzichten können.

Den Schreibstil selbst mochte ich wirklich gern - ich fand ihn nur nicht ganz passend zum ernsten Thema des Buches. Trotzdem würde ich jederzeit wieder zu einem Buch der Autorin greifen, auch wenn mich dieses leider nicht überzeugen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.06.2026

Eine Reise durch die Dorfgemeinschaft

Mirabellentage
0

Nun habe ich meinen imaginären Spaziergang durch das fränkische Blumenfeld beendet und dabei so einiges über seine Bewohner erfahren. 🌼

In 'Mirabellentage' erzählt Anna, die langjährige Haushälterin des ...

Nun habe ich meinen imaginären Spaziergang durch das fränkische Blumenfeld beendet und dabei so einiges über seine Bewohner erfahren. 🌼

In 'Mirabellentage' erzählt Anna, die langjährige Haushälterin des verstorbenen Ortspfarrers Josef, so allerhand Anekdoten aus vergangenen Zeiten. Für sie ist das eine Form der Trauerbewältigung - und gleichzeitig ihre ganz eigene Art, den neuen Priester Fridjof in sein Amt einzuführen.

Dabei hat es Fridjof nicht leicht: Er tritt in große Fußstapfen und wird als junger Mann von einer Hallig an der Nordsee von den Dorfbewohnern oft kaum verstanden. Umso besser, dass Anna ihm den Tipp gibt, die Gemeinde einfach mit seinem 'Latein' zu beeindrucken. 😂

Für mich war dieser Roman ein schöner sommerlicher Lesehappen für zwischendurch. Die Erzählungen sind mal traurig und nachdenklich, mal humorvoll, manchmal auch etwas gewöhnungsbedürftig (ich sage nur: Gänseessen 😅).

Besonders gefallen hat mir, wie sehr die zwischenmenschlichen Beziehungen im Mittelpunkt stehen. Immer wieder wird deutlich, wie wichtig Zusammenhalt und Gemeinschaft sind - etwas, das dem Roman viel Wärme verleiht.

Zeitweise waren mir die vielen aneinandergereihten Anekdoten allerdings etwas zu viel, sodass ich hin und wieder aus dem Lesefluss geraten bin. Es fühlte sich ein wenig so an, als würde die nette ältere Dame von nebenan einem bei jedem Treffen noch schnell eine weitere Geschichte von früher erzählen - manchmal charmant, manchmal auch ein kleines bisschen anstrengend. 😉

Trotzdem habe ich mich in Blumenfeld sehr wohlgefühlt und könnte mir durchaus vorstellen, dort ein Plätzchen unter den Einwohnern zu finden. 🏡

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.06.2026

Eine Party und mehrere Tote

Der Fjord
0

Auf den Thriller 'Der Fjord' von Sarah Goodwin habe ich mich sehr gefreut. Ich mochte von der Autorin 'Stranded - Die Insel' total gerne und war auch schon darauf vorbereitet, dass mich eher ein softer ...

Auf den Thriller 'Der Fjord' von Sarah Goodwin habe ich mich sehr gefreut. Ich mochte von der Autorin 'Stranded - Die Insel' total gerne und war auch schon darauf vorbereitet, dass mich eher ein softer Thriller beziehungsweise ein Spannungsroman erwarten wird.

Leider konnte mich das Buch nicht wirklich packen und auch Norwegen oder der namensgebende Fjord spielen eine deutlich kleinere Rolle als erwartet.

Im Mittelpunkt steht Amelia, die ihre verschwundene Schwester Rose finden möchte. Dafür krempelt sie ihr gesamtes Leben um, nimmt eine falsche Identität an und verschafft sich Zugang zu dem exklusiven Ort, an dem Rose vor einem Jahr spurlos verschwand.

Auf dem luxuriösen Anwesen der Familie Fowley findet einmal jährlich eine exzessive mehrtägige Party statt. Zwischen Alkohol, Drogen und den Reichen und Schönen gibt es dort jedoch nicht nur ausschweifende Feiern, sondern auch Tote.

Die Idee des Buches hat mir grundsätzlich gefallen. Allerdings hätte ich das Buch vermutlich nicht an einem Fjord angesiedelt, da der Schauplatz letztlich kaum eine Rolle spielt. Wer wegen atmosphärischer Naturbeschreibungen oder nordischer Kulisse zugreift, könnte daher enttäuscht werden.

Mit den Figuren wurde ich leider ebenfalls nicht warm. Besonders Amelia wirkte auf mich oft wenig authentisch, und wirkliche sympathisch war mir keine der handelnden Personen.

Die Handlung entwickelt sich eher langsam. Das sorgt zwar dafür, dass man wissen möchte, wie alles zusammenhängt, gleichzeitig empfand ich einige Passagen aber auch als etwas zäh. Der Plot-Twist beziehungsweise die Auflösung am Ende konnte mich dann wieder etwas mehr überzeugen.

Insgesamt ließ sich das Buch angenehm lesen, ein echter Pageturner war es für mich jedoch nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2026

Durchatmen

Einatmen. Ausatmen.
0

Beim Lesen von 'Einatmen Ausatmen' von Maxim Leo kann man tatsächlich erstmal tief durchatmen und die Seele ein wenig baumeln lassen. 🌿📖

Im Mittelpunkt steht Marlene Buchholz - Geschäftsfrau durch und ...

Beim Lesen von 'Einatmen Ausatmen' von Maxim Leo kann man tatsächlich erstmal tief durchatmen und die Seele ein wenig baumeln lassen. 🌿📖

Im Mittelpunkt steht Marlene Buchholz - Geschäftsfrau durch und durch. Beruflich absolut souverän, zwischenmenschlich dagegen eher... ausbaufähig. Das sieht auch die Chefetage so und legt ihr, kurz vor dem nächsten Karriereschritt, ein Achtsamkeitsseminar nahe. Nicht unbedingt Marlenes Lieblingsvorstellung, aber manchmal hat man eben keine Wahl.

Auch beim Leiter der luxuriösen Akademie läuft längst nicht alles rund, weshalb der Auftrag, Marlene in die richtige Spur zu bringen, gerade recht kommt. Zwischen Menschen, die sich im normalen Leben vermutlich nie begegnet wären, entstehen plötzlich überraschende Verbindungen - und natürlich entwickelt sich alles ganz anders als gedacht.

Mein Fazit: Ein netter Roman mit einer angenehmen Atmosphäre, der für mich allerdings etwas hinter den Erwartungen geblieben ist. Ich hatte mir deutlich mehr Humor erhofft, denn das Potenzial dafür war definitiv da.
Mich persönlich konnte das Buch leider nicht ganz überzeugen - auch wenn ich schon viele begeisterte Stimmen dazu gelesen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2026

Familiengeheimnisse

Der Lebenszyklus des Gemeinen Oktopus
0

Der Titel 'Der Lebenszyklus des gemeinen Oktopus' von Emma Knight war hier tatsächlich origineller als die Geschichte selbst - was aber nicht heißt, dass ich mich nicht gut unterhalten gefühlt habe. Und ...

Der Titel 'Der Lebenszyklus des gemeinen Oktopus' von Emma Knight war hier tatsächlich origineller als die Geschichte selbst - was aber nicht heißt, dass ich mich nicht gut unterhalten gefühlt habe. Und ein kleiner Spoiler vorweg: So viel Oktopus kommt gar nicht vor. 😅

Die Freundinnen Pen und Alice studieren gemeinsam in Edinburgh und kennen sich schon ewig. Während sie ihren Alltag zwischen Uni, Freundeskreis und gemeinsamen Momenten verbringen, bringt jede ihre eigenen Themen und Herausforderungen mit. Doch egal, was passiert - sie finden immer wieder zueinander. Genau diese Vertrautheit, dieses bedingungslose Verständnis ohne Bewertung, macht ihre Freundschaft so besonders.

Im Mittelpunkt steht vor allem Pen, die das Geheimnis ihres zweiten Vornamens "Elliot" ergründen möchte - und dabei mehr aufdeckt, als sie erwartet hätte. Zusätzlich sorgt auch noch ein Mann für ordentlich Gefühlschaos. Alice hingegen steckt in einer toxischen Affäre fest und beweist aktuelle kein glückliches Händchen in Liebesdingen.

Ich habe die Geschichte als Hörbuch erlebt, was sehr angenehm war. Beim Lesen hätte sie sich für mich vermutlich etwas gezogen, da viel geredet wird, ohne wirklich etwas zu sagen. Wären mir die Figuren nicht so sympathisch gewesen und hätte es nicht immer wieder kleine, charmante Momente gegeben, hätte mich das wohl schnell gelangweilt.

Das Setting hingegen hat mich sofort abgeholt: das Studentenleben in Edinburgh und Pens Ausflüge in die schottischen Highlands waren für mich echte Highlights.

Insgesamt ein solider Roman, der gut unterhält, aber wahrscheinlich nicht lange im Kopf bleiben wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere