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Veröffentlicht am 19.08.2026

Nicht Krimi, nicht Fantasy. Krimantasy?

Selbst Feen können sterben
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Das Buch vermischt Krimi- und Fantasyelemente zu einer teils wirklich originellen, teils aber auch unausgegorenen Mischung, die mich zwiespältig zurücklässt. Einerseits ist der Krimiplot gut ausgedacht, ...

Das Buch vermischt Krimi- und Fantasyelemente zu einer teils wirklich originellen, teils aber auch unausgegorenen Mischung, die mich zwiespältig zurücklässt. Einerseits ist der Krimiplot gut ausgedacht, warum die Feen getötet werden oder verschwinden hat einen wirklich schaurigen Hintergrund. Andererseits hatte ich immer das Gefühl, dass das Potential der Feen nicht wirklich ausgeschöpft wurde. Anfangs werden gleich eine ganze Reihe verschiedener Feenarten in den Topf geworfen, jede mit ihrer ganz eigenen besonderen Fähigkeit. Dabei wurde allerdings aus altbekannten Themen geschöpft, was etwas simpel wirkte, und es gab kaum etwas überraschend Neues,. Aber viel ist nicht unbedingt besser, und ich hätte es besser gefunden wenn sich der Autor auf wenige einzigartige Charaktere beschränkt hätte, die dafür etwas Neues mit sich bringen. Die Hauptperson Brea kam mir reichlich naiv und unwissend vor, was so gar nicht zu ihrem Job passen wollte. Der Krimi trat dabei oft in den Hintergrund zugunsten Nebenhandlungen, die die Story nicht wirklich voranbrachten. Zum Ende hin wurde es dann aber doch noch richtig spannend und gut aufgelöst, was mich wieder etwas versöhnlich gestimmt hat. Fazit: interessante Idee, die ihr Potential aber nicht ausschöpft.

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Veröffentlicht am 06.08.2026

Tolle Idee, aber zu lang

For Whom the Belle Tolls
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Das Buch fängt richtig gut an: es ist fantasievoll mit einem mega Worldbuilding, und es ist sehr witzig, wenn man die schlagfertige Art von Lily mag. Etwa das erste Drittel habe ich mich dann auch köstlich ...

Das Buch fängt richtig gut an: es ist fantasievoll mit einem mega Worldbuilding, und es ist sehr witzig, wenn man die schlagfertige Art von Lily mag. Etwa das erste Drittel habe ich mich dann auch köstlich amüsiert, vor allem Lilys Umgang mit den "Kunden" des HellpDesk war sehr unterhaltsam, aber auch ihre Wortgefechte mit Bel und den anderen Dämonen habe ich schmunzelnd mitverfolgt. Aber dann schlichen sich leider schon die ersten Längen ein, und viele Gedankengänge wirkten redundant. Zum einen hat mich dann gestört, wie toll Lily doch in allem war, wie einfach ihr alles gelang und wie beliebt sie bei wirklich allen in der Hölle war. Das war mir zu einfach. Natürlich hatte Lily große Selbstzweifel und musste immer wieder Bestätigung erhalten. Das war irgendwann zu viel und lähmte die eigentliche Handlung, die durch das Auftauchen des Mädchens Sharkie und die später auftauchende Bedrohung für das Dämonenreich durchaus faszinierend weiterging. Nur leider eben war alles zu sehr in die Länge gezogen und meine Lesebegeisterung ließ immer weiter nach, so dass ich schließlich sogar andere Bücher einschob und dieses Buch nur noch stückweise fertig las. Fazit: ich war wirklich begeistert von der sehr detailreichen andersartigen Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, aber es war einfach zu lang. In meinen Augen hätte man locker 300 Seiten wegkürzen können ohne viel von der ansonsten interessanten Handlung einzubüßen.

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Veröffentlicht am 29.07.2026

Eine Frau auf Rachefeldzug

Yoko
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Yoko erzählt eine klassische Rape&Revenge Story: hart, brutal, blutig und extrem. Auf mich hat der Roman wie ein buchgewordener B-Movie gewirkt, und irgendwie funktioniert das nicht so gut wie auf Zelluloid. ...

Yoko erzählt eine klassische Rape&Revenge Story: hart, brutal, blutig und extrem. Auf mich hat der Roman wie ein buchgewordener B-Movie gewirkt, und irgendwie funktioniert das nicht so gut wie auf Zelluloid. Beim Lesen hat man einfach viel mehr Zeit, Ungereimtheiten und Schwachstellen zu bemerken, von denen es hier leider einige gibt. Yoko ist ein sehr zwiespältiger Charakter, und obwohl ich ihr letztlich zugejubelt habe auf ihrem Rachefeldzug, hat sie sich auch mehr als einmal extrem dumm verhalten. Zwar "wächst" sie im Verlaufe der Handlung, aber trotzdem konnte ich nicht bedingungslos mit ihr mitfiebern. Im Film wären meine kleinen Kritikpunkte vielleicht in temporeicher Action untergegangen, aber beim Lesen fällt es einem doch ins Auge. Gut, aber in dem Genre sollte man sein Augenmerk vielleicht auch nicht auf Konsistenz und Glaubwürdigkeit richten... Nichtsdestotrotz habe ich mich nämlich gut unterhalten gefühlt und das Buch dann auch in einem Rutsch durchgelesen - natürlich wollte ich wissen wie weit Yoko gehen würde und was ihre Opfer erwartet. Tatsächlich war es dann doch ein bisschen wie einen Film vor meinem inneren Auge zu schauen. Ein großer Bestandteil des Buches ist die Gewalt - gegen den Hund, gegen Yoko, gegen ihre Peiniger, aber das sind in meinen Augen zentrale Stilmittel im R&R Genre. Wer damit ein Problem hat, sollte besser einen weiten Bogen um das Buch machen.

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Veröffentlicht am 27.07.2026

Rache ist süss

Zornröschen
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Die Geschichte um drei sehr unterschiedliche Frauen, die aber jede für sich alles verloren haben, auf der Straße gelandet sind, sich dort finden und gemeinsam Rachepläne schmieden, hat mir wirklich wahnsinnig ...

Die Geschichte um drei sehr unterschiedliche Frauen, die aber jede für sich alles verloren haben, auf der Straße gelandet sind, sich dort finden und gemeinsam Rachepläne schmieden, hat mir wirklich wahnsinnig gut gefallen und verdient daher die volle Punktzahl. Leider war der Schreibstil überhaupt nicht mein Fall und bekommt von mir keine Punkte. Laufend gab es Ausdrucksweisen und Formulierungen, bei denen sich mir alles gesträubt hat, und was vielleicht ein witziger Running Gag sein sollte wirkte plump und aufgesetzt, genauso wie das künstliche "hahaha", das ich weder hier noch in anderen Büchern leiden kann. So war das Lesen dann nur ein halbes Vergnügen und ich schwankte immer wieder zwischen Begeisterung ob der neuerlichen Wendungen des Geschehens und Genervtheit über die wenig ansprechende Schreibweise. Einigen wir uns also auf die Mitte und haken das Buch damit ab.

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Veröffentlicht am 09.07.2026

Wie erwartet

Die tote Tante
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Ein historischer Cozy Crime Roman, der auch noch auf einer Nordseeinsel spielt - gleich mehrere Gründe für mich, das Buch zu lesen. Abgesehen vom Cover natürlich, dass mich auf den ersten Blick eingefangen ...

Ein historischer Cozy Crime Roman, der auch noch auf einer Nordseeinsel spielt - gleich mehrere Gründe für mich, das Buch zu lesen. Abgesehen vom Cover natürlich, dass mich auf den ersten Blick eingefangen hat. Und genau wie ich es erwartet habe, wurde ich mit einem gemütlich gemächlichen Krimi belohnt, der eigenwillige Charaktere mit Inselflair, Nostalgie und gediegener Spannung zu einer kleinen aber feinen Leseauszeit verbindet.

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