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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2026

Niedliche Grundidee mit viel Luft nach oben

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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Worum geht’s?
Baseballspieler Gavin erleidet den Schock seines Lebens, als seine Frau die Scheidung von ihm verlangt. Panisch versucht er, seine Ehe zu retten – ausgerechnet mit der Hilfe seiner Teamkollegen, ...

Worum geht’s?
Baseballspieler Gavin erleidet den Schock seines Lebens, als seine Frau die Scheidung von ihm verlangt. Panisch versucht er, seine Ehe zu retten – ausgerechnet mit der Hilfe seiner Teamkollegen, die ihm nicht nur mit gutgemeinten Ratschlägen, sondern auch mit einer ganzen Liste voll Liebesromanen zur Seite stehen, um die Romantik zurück in den gemeinsamen Alltag zu bringen.


Meine Meinung
Die Grundidee dieser Geschichte fand ich schon vor einigen Jahren unglaublich toll, auch wenn ich erst jetzt dazu gekommen bin, die Reihe überhaupt anzufangen. Schnell durchgekommen bin ich bei diesem Buch auf jeden Fall, ganz so gelungen fand ich die Umsetzung bei all dem Hype um die Reihe aber ehrlicherweise dann doch nicht.

Gut gefallen haben mir zunächst Schreibstil und Erzähltempo, da grundsätzlich nicht wahnsinnig viel passiert ist, ich mich aber trotzdem nicht gelangweilt habe. Schwierig wurde dann nach einiger Zeit leider die ein oder andere seltsame Übersetzung, die mich doch aus dem Lesefluss gerissen und mit dem Kopf hat schütteln lassen. Darüber hinaus hätte ich mir einen etwas sinnvolleren Aufbau des Handlungsbogens gewünscht, da ich zeitweise den Eindruck hatte, bloß Füllmaterial für die wichtigen Szenen zu lesen und keinen wirklichen Fortschritt für die eigentliche Handlung dabei wahrzunehmen.

Protagonist Gavin ging mir ehrlicherweise ziemlich auf die Nerven, da er und vor allem sein Verhalten einfach nicht erwachsen auf mich wirken wollte. Seine Abneigung gegenüber und das Lächerlichmachen von Liebesromanen hat mich auf Dauer doch eher irritiert, zumal er in Hinblick darauf und auf die Rettung seiner Ehe nicht ganz so entschlossen gewirkt hat, wie ich eigentlich erwartet hätte. Seine Wankelmütigkeit hat mich darüber hinaus so irritiert, weil er insgesamt eigentlich nur recht wenig dafür getan hat, sich wirklich aktiv und präsent in den Familienalltag zu integrieren, gleichzeitig aber ganz klar erwartet hat, mit sofortiger Vergebung überhäuft zu werden.

Ein wenig schade fand ich auch, wie wenig Charakterisierung Gavins Frau Thea erfahren hat, auch wenn das bei dem Fokus auf seine Figur sicherlich keine allzu große Überraschung dargestellt hat. Man erfährt zwar beim Lesen durchaus das ein oder andere über sie, wirklich greifbar fand ich sie allerdings schlussendlich trotzdem nicht, weshalb ich mir in diesem Fall sehr gut vorstellen kann, dass die beiden ein Paar wären, welches nach dem Ende des Buches nicht mehr besonders lange zusammenbleibt.

Wirklich gut gefallen hat mir daher eigentlich nur der Humor und die kleinen Familienszenen mit den Zwillingen und Theas Schwester, da ich zumindest bei diesen drei Figuren den Eindruck hatte, auf halbwegs normale Menschen zu treffen. Alters und verhaltenstechnisch lässt sich hier allerdings auch die Frage stellen, ob die Autorin jemals auf Kinder getroffen ist, auch wenn das für die Geschichte nicht ganz so relevant wie das irritierende Verhalten ihrer Eltern ist und daher nicht so schwer für mich wiegt.


Fazit
Die Grundidee dieser Reihe mochte ich zwar wirklich gerne, weil sie frisch und eigentlich ansprechend klang, angesichts der Umsetzung sehe ich aber durchaus noch einiges an Luft nach oben. Den Hype kann ich daher nur bedingt nachvollziehen, froh darüber, die Reihe aber endlich angefangen zu haben bin ich trotzdem irgendwie.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 11.09.2026

Interessante Themenmischung, aber trotzdem kein Highlight

Liars all around me
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Worum geht’s?
Ryle hat sicherlich keinen guten Ruf an seiner Schule, dass man ihn für einen Waffendealer hält, überrascht ihn allerdings schon. Als dann ausgerechnet die ärgste Konkurrentin seiner Mitschülerin ...

Worum geht’s?
Ryle hat sicherlich keinen guten Ruf an seiner Schule, dass man ihn für einen Waffendealer hält, überrascht ihn allerdings schon. Als dann ausgerechnet die ärgste Konkurrentin seiner Mitschülerin Avery erschossen aufgefunden wird, schwant ihm Böses – doch Avery beteuert ihre Unschuld und setzt alles daran, um auch Ryle davon zu überzeugen.


Meine Meinung
Die Mischung aus Jugendbuch und Thriller hat mich tatsächlich sehr interessiert, auch wenn ich mittlerweile eigentlich so ein wenig aus der Zielgruppe herausgewachsen und bei Krimis und Thrillern eine gewisse Härte gewohnt bin. Nichtsdestotrotz wollte ich der Geschichte eine Chance geben, was sich im Großen und Ganzen auch gelohnt, meine Erwartungen jedoch nicht übertroffen hat.

Ein Kleinstadt-Setting, jede Menge Geheimnisse und ein Mord klingen auf jeden Fall nach einer spannenden Mischung, beim Lesen ist diese Spannung jedoch kaum bei mir angekommen. Obwohl die Perspektivwechsel zwischen den beiden Protagonisten für eine gewisse Dynamik gesorgt haben, hat mir irgendwie die Stimmung gefehlt, die mich zum miträtseln hätte einladen sollen.

Auch die Ermittlungen selbst waren mir nicht authentisch genug beim Lesen, dafür fielen sie für meinen Geschmack etwas zu sehr hinten über. Das Hauptaugenmerk lag eher auf den Figuren, was ich grundsätzlich nicht schlecht fand, wirkliche Spannung oder ein konkreter und begründeter Verdacht kamen bei mir so aber eher nicht auf.

Die beiden Protagonisten Ryle und Avery fand ich grundsätzlich interessant, ehrlicherweise aber gleichzeitig nicht interessant genug, um wirklich mit ihnen mitzufiebern. Die Frage nach Schuld und Unschuld an der Situation und dem Mord hatte dabei zwar Potenzial, mir persönlich wurden aber viel zu schnell Verdächtige ausgeschlossen, um durch eine länger andauernde Ungewissheit wirkliche Spannung aufzubauen.

Für einen Jugendthriller ist das sicherlich ein sehr solider Aufbau, wenn man allerdings schon einen Augenblick in diesem Genre unterwegs ist, löst die Umsetzung leider keine Begeisterungsstürme mehr aus. Nichtsdestotrotz mochte ich die Idee und bin recht gut durch das Buch gekommen, von daher kann ich mit diesem Umstand gut leben.


Fazit
Hochspannung hat sich bei mir beim Lesen dieses Buches zwar nicht eingestellt, ganz gut gemacht fand ich die Geschichte aber trotzdem. Für Genre-Einsteiger und Leserattten, die weniger Spannung und mehr Figurendynamik suchen, dürfte dieses Buch daher die richtige Wahl sein, mich hat es allerdings nicht in Begeisterung ausbrechen lassen.

Dafür gibt es solide drei Bücherstapel.

Veröffentlicht am 08.09.2026

Weniger Spannung als erwartet

Nachtwald
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Worum geht’s?
Für Lizzie sollte das Familienwochenende zur Hochzeit ihrer Mutter die Chance sein, um so einiges in ihrem Leben wieder geradezurücken. Das abgelegene Herrenhaus ihres neuen Stiefvaters soll ...

Worum geht’s?
Für Lizzie sollte das Familienwochenende zur Hochzeit ihrer Mutter die Chance sein, um so einiges in ihrem Leben wieder geradezurücken. Das abgelegene Herrenhaus ihres neuen Stiefvaters soll eine traumhafte Kulisse sein – doch schon bald häufen sich unheimliche Ereignisse, und für die Gäste ist nichts mehr so, wie es einmal war.


Meine Meinung
Dieses Buch hatte in meinen Augen auf jeden Fall eine Menge Potenzial, schon alleine des Settings in Irland wegen. Richtig überzeugen konnte mich die Umsetzung dann aber leider nicht, was vor allem daran lag, dass mir persönlich ganz eindeutig die Thriller-Elemente gefehlt haben, die eigentlich jede Menge Spannung hätten aufkommen lassen sollen.

Ganz grundsätzlich mochte ich Schreibstil und Erzählweise aber trotzdem, man erfährt nach und nach immer neue Details zu den Figuren und ihrer Beziehung zueinander und stolpert über das ein oder andere Geheimnis. Unglaublich blutige Ereignisse oder atemlose Spannung gibt es dabei zwar nicht, für mich ist das aber auch nicht zwangsläufig ein Kriterium für einen guten Thriller.

Auch Protagonistin Lizzie fand ich grundsätzlich interessant, da sie definitiv keine perfekte Figur war, aus ihren Fehlern und Schwächen aber gelernt hat und bereit dazu war, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Figuren mit etwas ungewöhnlichen Lebenswegen lese ich mittlerweile tatsächlich lieber als solche, die eher bekannten Klischees folgen, von daher hat mir ihre Charakterentwicklung tatsächlich sehr gut gefallen.

Meine Probleme mit dem Handlungsbogen lagen dann vermutlich auch eher in meinen eigenen Erwartungen begründet, da ich mit deutlich mehr Spannung und Thriller-Elementen gerechnet hatte. Trotz der immer neuen Enthüllungen und Geheimnisse kam es für meinen Geschmack zu einigen Längen in der Geschichte, was meine Motivation weiterzulesen etwas gedrückt hat und doch ein wenig enttäuschend war. Schlecht gemacht ist das Buch in meinen Augen deswegen zwar nicht, wäre ich allerdings eher mit der Erwartung einer mysteriösen Familiengeschichte gestartet, hätte mich die Umsetzung vermutlich etwas mehr überzeugen können.


Fazit
Auch wenn ich persönlich etwas andere Erwartungen an dieses Buch hatte, finde ich die Idee und die Figurengestaltung gar nicht mal so schlecht. Wer weniger auf Hochspannung und mehr auf Geheimnisse oder mysteriösen Familiengeschichten steht, den dürfte diese Geschichte daher deutlich mehr abholen, als das bei mir hier der Fall war.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 17.08.2026

Spannender Auftakt mit vielen offenen Fragen und etwas zu deutlichen Parallelen

Gameshow – Der Preis der Gier
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Worum geht’s?
Als die siebzehnjährige Cass plötzlich in die niedrigste Klasse ihrer Gesellschaft verstoßen wird, setzt sie alles daran, zurück in die Elite zu gelangen. Ihre einzige Chance besteht in der ...

Worum geht’s?
Als die siebzehnjährige Cass plötzlich in die niedrigste Klasse ihrer Gesellschaft verstoßen wird, setzt sie alles daran, zurück in die Elite zu gelangen. Ihre einzige Chance besteht in der Teilnahme an der legendären Gameshow, deren Gewinner ein gesellschaftlicher Aufstieg winkt – doch noch viel eher der sichere Tod.


Meine Meinung
Auch wenn dieses Buch für mich auf jeden Fall das Rad nicht neu erfunden hat, fand ich die Grundidee der Geschichte ziemlich spannend und bin auch nach dem Lesen noch deutlich neugierig auf Band zwei. Ehrlicherweise muss ich aber auch zugeben, dass die Parallelen zu anderen Dystopien, insbesondere zu Tribute von Panem schon sehr deutlich zu erkennen sind, was sicherlich nicht ganz elegant gelöst wurde.

Ganz grundsätzlich mochte ich den Schreibstil der Autorin, ich bin beim Lesen überwiegend flüssig vorwärts gekommen und wollte durchaus wissen, wie die Geschichte ausgeht. Auch das Worldbuilding an sich hat mich zwar interessiert, wirklich viele Antworten auf meine Fragen habe ich in diesem Buch allerdings noch nicht bekommen. Für den zweiten Band besteht so zwar definitiv noch das Potenzial, die Lücken zu füllen, mein Interesse ist so allerdings ehrlicherweise nicht gefesselt. Darüber hinaus hatte ich nicht den Eindruck, tatsächlich über 100 Jahre in der Zukunft zu sein, da mir keine besonders großen Unterschiede zur Gegenwart, zumindest auf technologischer Ebene, aufgefallen sind.

Mit den Figuren bin ich ehrlicherweise ebenfalls nicht so warm geworden, wie es sicherlich wünschenswert gewesen wäre. Ich persönlich tue mich mittlerweile leider einfach sehr schwer mit eher klischeehaften Charakteren, die in manchen Genres zwar gefühlt nicht zu vermeiden sind, mich deswegen aber trotzdem nicht eher ansprechen. Insbesondere bei Cass hat mich daher gestört, dass ihre eigene Charakterbeschreibung nicht zu ihren Handlungen und ihrem Verhalten gepasst haben. Dementsprechend wenig authentisch fand ich ihre Figur, was mich aktuell noch nicht so wirklich dazu motiviert, sie auch noch in Teil zwei zu begleiten.


Fazit
Ganz grundsätzlich habe ich dieses Buch ganz gerne gelesen, auch wenn mich die deutlichen Parallelen zu bekannten Dystopien und das eher flach ausfallende Worldbuilding nicht wirklich vom Hocker gerissen haben. Die Geschichte bzw. den Stil der Autorin finde ich daher zwar prinzipiell gar nicht so schlecht, für zukünftige Bücher würde ich mir aber eindeutig mehr Originalität wünschen.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 11.08.2026

Vielversprechende Idee mit schwachem Worldbuilding

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
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Worum geht’s?
Als Ausgestoßene in ihrem Dorf hat es Kiara alles andere als leicht, über die Runden zu kommen. Umso überraschter ist sie daher, als ausgerechnet sie für eine gefährliche Mission rekrutiert ...

Worum geht’s?
Als Ausgestoßene in ihrem Dorf hat es Kiara alles andere als leicht, über die Runden zu kommen. Umso überraschter ist sie daher, als ausgerechnet sie für eine gefährliche Mission rekrutiert wird – und dabei nicht nur mitten hinein in eine tödliche Gefahr stolpert, sondern auch Gefahr läuft, ihr Herz zu verlieren.


Meine Meinung
Die Idee einer starken Protagonistin in einem ungewöhnlichen Setting überzeugt mich eigentlich immer, weshalb meine Erwartungen an dieses Buch durchaus hoch angesetzt waren. So ganz erfüllt wurden diese dann aber leider nicht, auch wenn ich durchaus Potenzial in dieser Geschichte gesehen habe.

Der Schreibstil an sich war sehr nett zu lesen, ich habe mich nirgendwo großartig aufgehangen und bin ziemlich flüssig durchgekommen. Der Weltenbau hat mich dann jedoch eher enttäuscht, da ich auch für einen Dilogieauftakt viel zu wenig Informationen zur Welt und ihren Regeln bekommen habe und darüber hinaus stellenweise auch den Eindruck hatte, dass nicht mal die Figuren selbst so ganz wussten, wie ihre Welt eigentlich funktionieren sollte. Beim Setting wurde daher meiner Meinung nach eindeutig zu viel Potenzial verschenkt, denn das Grundgerüst hätte mit einer fundierteren Ausarbeitung sicherlich mein Interesse halten können.

Auch die Charaktere kamen mir stellenweise eher unbeholfen vor, was es mir schwer gemacht hat, sie als Helden und mutige Figuren wahrzunehmen. Insbesondere Kiara hat auf mich nicht so besonders gewirkt, wie mir die Geschichte weismachen wollte, was es mir dann wiederum schwer gemacht hat, wirklich mit ihr mitzufiebern. Neben dieser sehr klischeehaften Rolle der praktisch allmächtigen, aber eigentlich ja so normalen Auserwählten hat mich außerdem gestört, dass sich die Liebesgeschichte zwischen ihr und Jude so erzwungen angefühlt hat.

Das Anschneiden aller vorhandenen Tropes wären meiner Meinung nach daher eigentlich nicht nötig gewesen, da es für ein Buch sicherlich gereicht hätte, die Nebenfiguren besser auszuarbeiten und sich auf die Entwicklung der Freundesgruppe und ihrer Beziehungen untereinander zu konzentrieren. Für mich persönlich konnte daher auch das Ende nicht mehr besonders viel herausreißen, da ich nach dem Cliffhanger zwar durchaus wissen will, wie es weitergeht, mir aktuell durch meinen mangelnden Lesespaß bei dieser Geschichte aber leider die Motivation fehlt, direkt mit Teil zwei weitermachen zu wollen.


Fazit
So sehr wie ich dieses Buch auch mögen wollte, richtig überzeugt bin ich im Nachhinein leider nicht. Figuren und Weltenbau waren für mich persönlich zu blass und unausgereift, um mich wirklich mitreißen zu können, auch wenn ich durchaus Potenzial in der Idee gesehen habe. Die Autorin möchte ich daher für mich noch nicht abschreiben, ob ich Band zwei lesen werde, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.