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Veröffentlicht am 28.07.2018

Fesselnder Jugendthriller

Der Tag, an dem Cooper starb
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Als ich in den Neuerscheinungen blätterte und dieses Buch entdeckte war ich ziemlich erstaunt darüber den Namen der Autorin zu lesen, denn vor sehr langer Zeit las ich von ihr „Die Wahrheit über Alice“. ...

Als ich in den Neuerscheinungen blätterte und dieses Buch entdeckte war ich ziemlich erstaunt darüber den Namen der Autorin zu lesen, denn vor sehr langer Zeit las ich von ihr „Die Wahrheit über Alice“. Dies war ein Buch der besonderen Art, aber darum soll es heute nicht gehen. Aus diesem Grund jedoch wollte ich unbedingt ihren neuen Jugendthriller lesen, der sich schon nach dem lesen des Klappentextes sehr vielversprechend anhörte. Das hat sich, zu meinem Glück, bewahrheitet. Die Geschichte konnte meine Erwartungen fast komplett erfüllen.

Den ersten Pluspunkt vergebe ich definitiv für den Erzähl- bzw. Schreibstil der Autorin. Man liest die Geschichte nicht nur aus verschiedenen Sichtweisen, sondern auch auf verschiedenen Zeitebenen. Wir steigen in die Geschichte mit der „Jetzt“ Perspektive ein, dass heißt wir starten mit der Geschichte einen Tag nach dem Cooper gestorben ist, und erfahren ab dann nach und nach wie es zu Coopers Tod kam. Die andere Zeitperspektive, die uns verrät und erzählt wie Cooper starb, wird in dem Buch „Damals“ genannt und spielt natürlich vor Coopers Tod. Die Idee das Buch auf diese Art und Weise zu gestalten lässt die Geschichte atemberaubend spannend und interessant werden. Durch den öfteren Wechsel zwischen Jetzt und Damals wollte man gar nicht mehr aufhören zu lesen, zumindest war das bei mir persönlich der Fall. Auch die verschiedenen Sichtweisen von so charakterlich unterschiedlichen Personen hat die Geschichte unfassbar interessant werden lassen. Ich wollte unbedingt wissen was es mit Coopers Tod auf sich hat, sodass ich die Geschichte von innerhalb drei Tage las. Der Schreibstil und die Erzählart sind perfekt, sie sind mitreißend, emotional, flüssig und können jedes Detail, jede Beschreibung und jede Emotion genau so vermitteln und weitergeben wie sie es sollten.

In dem Buch kommt natürlich auch eine Liebesgeschichte vor, diese spielt zwar eine große Rolle, jedoch wirkt sie sich nicht störend auf die Thriller Elemente aus. Rebecca James versteht es Situationen, in denen es um die Liebesbeziehung zwischen Cooper und Libby geht, nicht zu kitschig oder überspitzt wirken zu lassen. Sie beschreibt die Zuneigungen zwischen den beiden ganz seicht, man erfährt keine unnötigen Details (z. B. wie sich die Zunge im Mund des anderen anfühlt usw.). Wir lesen in der Geschichte auch über den Sex, den die beiden miteinander haben, aber auch diese sind ganz seicht und ebenso ohne unnötige Details geschrieben.

Die Lösung, wie es zum Tod von Cooper kam, wurde ganz schön raffiniert ausgearbeitet. Man wird öfters auf eine falsche Fährte geschickt, obwohl man dann auf der nächsten Seite schon wieder nicht mehr weiß ob es denn die falsche Fährte war. Mir gefällt es sehr gut, wenn Bücher nicht vorhersehbar sind und das war dieses Buch auf keinen Fall. Am Ende ist man sich einfach sicher zu wissen wie das ganze passiert ist, und dann kommt das Finale Ende und man sitzt mit offenem Mund da.

Für einen Jugend-Thriller war die Geschichte richtig gut, das einzige was ein wenig gefehlt hat, war das Geschehen. Es hätten mehr Szenen vorkommen können, in denen etwas passiert. Jedoch gerade für junge Leser und Einsteiger in dem Thriller Genre finde ich das Buch sehr passend. Es gibt trotz fehlender Geschehnisse jede Menge Spannung die einen zum verschlingen dieses Buches führt. Also falls ihr auf der Suche nach einem kurzen, unterhaltsamen und vor allem spannendem Jugend-Thriller seid, könnt ihr mit diesem Buch nichts falsch machen. Mich hat das Buch mit seinen fesselnden Händen gepackt.

Veröffentlicht am 20.07.2018

Faking it (Band 2)

Faking it - Alles nur ein Spiel
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Von Anfang an spürt man, dass die Protagonistin nicht so sein kann, wie sie will. Obwohl sie als recht starke und vor allem wortstarke Frau rüberkommt, merkt man doch schnell, dass bei ihr nicht alles ...

Von Anfang an spürt man, dass die Protagonistin nicht so sein kann, wie sie will. Obwohl sie als recht starke und vor allem wortstarke Frau rüberkommt, merkt man doch schnell, dass bei ihr nicht alles im grünen Bereich ist. Wir erfahren, wie im ersten Band schon, eine Menge über unsere Protagonistin und auch über die Nebencharaktere. Dies lässt ein Bild im Kopf erstellen, welches für mich grandios war. Max ist eine Persönlichkeit, welche man gerne im echten Leben kennen lernen würde, da sie eine gewisse Art an den Tag legt, die für mich unbeschreiblich ist – unbeschreiblich cool. Ich mochte sie einfach ungemein gern und das ist bei mir immer ein guter Start in eine Geschichte. Ebenso die anderen Charaktere und auch Cade, welchen wir von dem vorherigen Band schon kennen, waren grandios beschrieben und genau passend für die Geschichte.

Die Idee der Geschichte war ein wenig Klischeehaft, jedoch hat mich das persönlich nicht gestört, da ich noch kein Buch über diese Thematik gelesen habe. Aber man kennt es ja aus Filmen: Der Sohn oder die Tochter, der/die nicht so sein kann, wie er/sie es gerne wäre und sich verstecken muss. Doch dann kommt jemand und hilft ihnen dabei den Eltern die wahre Persönlichkeit zu offenbaren. Das Ganze war jedoch gut umgesetzt. Es gab ein, zwei Stellen und Situationen die ein wenig unrealistisch und übertrieben gewirkt haben, was mich beim lesen aber nicht störte. Ab und an gibt es in der Geschichte auch ein wenig das „Hin und Her – Phänomen“, also die Protagonistin ist sich oft sehr unsicher. Das lässt die Geschichte während diesen Phasen immer ein wenig zäh werden.

Beschrieben ist das ganze sehr gut, es gab keine Persönlichkeit die ich mir bildlich nicht vorstellen konnte. Jeder Charakter hatte liebevoll beschriebene/gestaltete Details, die passend zur jeweiligen Persönlichkeit, von der Autorin, gewählt waren. Ebenso die Umgebung und die einzelnen Situationen waren für mich passend, spannend und gut bildlich vorzustellen. Das Ganze war wie ein kurzer „Teenie-Film“, den man mal an einem freien Nachmittag ansieht und der einen gut unterhält.

Abschließend und kurz zusammengefasst kann ich sagen das mit der zweiten Band dieser Trilogie ebenso gut gefallen hat, wie der Erste. Es ist definitiv kein Meisterwerk der Literatur, jedoch ist es eine kurze und frische Unterhaltungslektüre mit der man mal ein bis zwei Nachmittage verbringen kann.

Veröffentlicht am 07.07.2018

Der spannende 2te Fall!

Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel
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Ich liebe es, wenn ich Menschen, die gerne lesen, eine überaus positive Buchempfehlung aussprechen kann. „Lockwood & Co.“ ist natürlich keine unbekannte Reihe mehr, aber dennoch wird es Menschen geben, ...

Ich liebe es, wenn ich Menschen, die gerne lesen, eine überaus positive Buchempfehlung aussprechen kann. „Lockwood & Co.“ ist natürlich keine unbekannte Reihe mehr, aber dennoch wird es Menschen geben, die sie noch nicht gelesen haben. Diesen Menschen kann ich nur ganz schnell empfehlen: Lest sie, lest diese Reihe!

Wir erleben das zweite Abenteuer mit Lockwood und seinen Angestellten, die jedoch viel mehr sind als das. Zusammen ergeben sie eine humorvolle Truppe, in der alle grundverschieden sind, weshalb sie sich des Öfteren in die Haare bekommen. Ich habe selten ein Jugendbuch gelesen was auf der einen Seite so einen großen Anteil Humor besitzt und auf der anderen Seite so Ernst beziehungsweise spannend ist. Diese Mischung ist, für mich, perfekt, denn selbst in den gruseligsten Momenten (von denen gibt es reichlich) ist trotzdem ein Funken Humor versteckt.

Generell ist der komplette Aufbau in diesem Buch grandios, von den Charakteren über die Idee, die Geister und die Beschreibungen (Umgebung, Emotionen usw.), es gibt nichts auszusetzen. Manchmal kommt es vor das der Autor Wörter benutzt, die mich persönlich aus dem Lesefluss stoßen. Abgesehen davon kann man die Geschichte sehr flüssig und zügig lesen, denn in wirklich jedem Satz herrscht kontinuierlich Spannung. Das war die erste Notiz, die ich mir zu diesem Buch geschrieben habe: „Spannung in jedem einzelnen Satz!“

Die Charaktere, sowie Nebencharaktere habe ich schon nach den ersten Seiten vom ersten Band in mein Herz geschlossen, weshalb ich mich umso mehr über die Entwicklung jedes einzelnen sehr gefreut habe. Denn der zweite Fall ist genauso spannend, wenn nicht noch spannender als der Erste. Unsere Charaktere bekommen also eine sehr große Last aufgebunden, deshalb kann man ihre Entwicklung, die sie in dem zweiten Band zurücklegen, sehr gut nachvollziehen. Als ich den zweiten Band anfing zu lesen war es ein Gefühl des zu Hause Ankommens. Ich fühle mich während des Lesens so wohl, als würde ich Harry Potter lesen (man kann die Geschichten definitiv nicht vergleichen!) und das hat schon was zu heißen.


Ich empfehle euch dringend den ersten Band zu lesen und lieben, denn das werdet ihr tun – ganz sicher.

Veröffentlicht am 01.07.2018

Ein wilder Schwan

Ein wilder Schwan
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In diesem Buch geht es nicht nur um eine einzige Geschichte, sondern um elf Geschichten die wir, fast alle, ziemlich gut kennen. Und zwar geht es um Märchen, Märchen die uns neu erzählt werden.

Uns werden ...

In diesem Buch geht es nicht nur um eine einzige Geschichte, sondern um elf Geschichten die wir, fast alle, ziemlich gut kennen. Und zwar geht es um Märchen, Märchen die uns neu erzählt werden.

Uns werden in diesem Buch elf bekannte Märchen neu erzählt und dies geschieht auf eine, für mich, sehr ungewohnte Art und Weise. Denn wir werden in diesem Buch des Öfteren persönlich angesprochen, also wir lesen in diesem Moment aus der, ich nenne Sie mal: „DU“ Perspektive. Leider hat mir das nicht so gut gefallen, da es sehr modern gewirkt hat, was wiederum jedoch passend war, da die Märchen alle modernisiert wurden. Man hat den Modernen Aspekt nicht bei jeder Geschichte deutlich herauslesen können, aber man konnte es beim Lesen spüren.

Ich möchte nicht näher auf einzelne Geschichten eingehen, da sie teilweise viel zu kurz sind und ein Spoiler dann nicht zu vermeiden wäre. Allgemein kann man jedoch sagen, dass alle Geschichten etwas Besonderes hatten. Sie hatten alle besondere Charaktere, die mit besonderen Merkmalen gekennzeichnet waren, so dass man sie ins Herz schließen musste. Die ein oder andere Geschichte hätte ruhig ein paar Seiten mehr haben können, wo andere Geschichten ein paar weniger hätten haben können.

Wie schon erwähnt hat mir der Schreibstil nicht zugesagt, dafür hat mir jedoch der Humor und die Art und Weise wie die Geschichten geschrieben waren (reif und erwachsen), sehr gut gefallen. Die Beschreibungen der Umgebung sowie der Charaktere hat der Autor gemeistert, denn in Märchen ist nichts wichtiger als die Fantasie und die kommt in diesen Geschichten nicht zu kurz.

In meinem Kopf sind während dem Lesen elf kleine Filme abgelaufen. Ich konnte mir jede Geschichte bildlich ausmalen, weshalb ich jedem empfehlen die Neuerzählungen unserer bekanntesten Märchen mal zu ausprobieren.

Veröffentlicht am 17.03.2018

Abbitte, ein moderner KLassiker

Abbitte
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Abbitte ist eine Geschichte, welche zu den modernen Klassikern gezählt wird, was mir am Anfang eine wenig Angst eingeflößt hat, da ich nicht wusste ob der Schreibstil eventuell zu hoch für mich wäre oder ...

Abbitte ist eine Geschichte, welche zu den modernen Klassikern gezählt wird, was mir am Anfang eine wenig Angst eingeflößt hat, da ich nicht wusste ob der Schreibstil eventuell zu hoch für mich wäre oder ich den Sinn des Buches nicht verstehe. Das war jedoch nicht so, ganz im Gegenteil, mir hat die Geschichte sehr gut gefallen.

Wir erleben in diesem Buch eine Geschichte voll Dramatik, Intrigen, Liebe und Verrat. Also das volle Programm, welches den Leser auf eine emotionale Reise mitnimmt. Die Geschichte fing für mich sehr ruhig und unschuldig an, was den Plot der am Ende auf einen zukommt, sehr wirkungsvoll werden ließ. Wir lesen von einem kleinen Mädchen, das gerne und mit voller Hingabe schreibt, das hat einem das Herz erwärmt. Auch wenn dieses kleine Mädchen, Briony, einen etwas unausstehlichen Charakter hat. Man fragte sich während dem lesen oft, wieso ihre Handlungen in eine gewisse Richtung gehen und was sie damit bezwecken möchte.

In der Kurzbeschreibung ist erwähnt, dass das Leben dreier Menschen komplett auf den Kopf gestellt werden würde und dem kann ich voll und ganz zustimmen. Ich war am Ende der Geschichte mehr als nur geschockt, obwohl ich leider sagen muss, dass ich vorher schon wusste in welche Richtung es gehen wird. Ich möchte nicht sagen das es an der Geschichte liegt oder an dem Schreibstil der Autorin, ich hatte einfach diesen Gedanken: „Ja, in diese und jene Richtung könnte es gehen“. Dies hat sich am Ende dann auch bestätigt, jedoch hat das der Geschichte kaum einen Abbruch getan, da ich die Art und Weise, wie dieser Plot, dieses Geschehen beschrieben und aufgelöst wurde, sehr spannend und unterhaltsam fand. Also die Idee und die Umsetzung der Geschichte, macht das ganze Buch zu einem Meisterwerk.

Leider, oder vielleicht auch zum Glück, war es bei mir persönlich so, dass das Buch mir nach dem beenden eher weniger zusagte und deshalb eine nicht so gute Bewertung bekam. Doch umso länger ich darüber nachdenke und umso mehr Zeit verstreicht, umso besser gefällt mir das Buch. Vielleicht lag es an den vielen Geschehnissen in diesem Buch, vielleicht musste mein Unterbewusstsein dies erst mal verarbeiten. Ich kann es euch nicht sagen, jedoch bin ich froh, dass es mir nun vollkommen Positiv in Erinnerung geblieben ist.

Ebenso an der Ausarbeitung der Charaktere und der Umgebung im Zusammenhang mit dem Schreibstil gibt es für mich nichts zu bemängeln. Ich weiß, dass es ab und an mal Passagen gab die sich etwas zogen, aber nicht so, dass ich das Buch zur Seite legen musste oder genervt war. Denn diese Zustände waren immer schnell vorüber. Der Schreibstil von Ian McEwan ist einer, der unter die Haut geht, der im Gedächtnis bleibt und einen tief im Inneren berührt. Er erschafft eine Welt voller Farben und Bilder, die eine lange Zeit, wenn nicht sogar für immer, im Gedächtnis bleiben.

Empfehlen kann ich die Geschichte eigentlich jedem, der gerne in Richtung Dramatik oder Familiendrama liest, oder jedem der gerne mal einen modernen Klassiker ausprobieren möchte.