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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schöne Erzählungen

Die Küche ist zum Tanzen da
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Kurzgeschichten sind für zwischendurch immer eine tolle Sache, von daher war ich schon sehr auf "Die Küche ist zum Tanzen da" gespannt, in dem viele Erzählungen enthalten sind. Hier wurde ich zum Glück ...

Kurzgeschichten sind für zwischendurch immer eine tolle Sache, von daher war ich schon sehr auf "Die Küche ist zum Tanzen da" gespannt, in dem viele Erzählungen enthalten sind. Hier wurde ich zum Glück nicht enttäuscht, denn Marie-Sabine Roger hat interessante Geschichten zusammengefasst, die mir sehr gefallen haben.

Dabei verwendet die Autorin eine sehr angenehme Sprache, die sich leicht und flüssig lesen lässt. Dazu sind manche Geschichten recht humorvoll, andere konnten mich dagegen sehr berühren und zum Nachdenken anregen. Dabei hat die Autorin eine bunte Mischung an Themen ausgewählt, sodass hier für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte.

Dabei wirken die Geschichten nie überspitzt, sondern aus dem Leben heraus. So erlebt man u.a. mit, wie eine 90-Jährige ins Altersheim umziehen soll und dabei vieles zurücklassen muss. Dabei steht aber in den Geschichten nicht nur das Thema Älter werden im Vordergrund, sondern auch die Familie und natürlich darf das Thema Liebe ebenfalls nicht zu kurz kommen.

Die Gefühle und Gedanken der Figuren werden dabei von der Autorin glaubwürdig geschildert, sodass ich mich in die ein oder andere Situation durchaus hineinversetzen konnte. Dazu besitzen die Geschichten, aber auch die Figuren allesamt eine gewisse Tiefe, sodass man diese auf den wenigen Seiten gut kennen lernt und manche davon sogar ins Herz schließt.

Das Cover gehört jetzt nicht zwingend zu meinen Lieblingen und geht im Bücherregal eher unter, was mich jedoch nur sehr wenig stört. Die Situation, die dort aufgezeigt wird, passt jedoch bestens zum Buchtitel und einer enthaltenen Kurzgeschichte. Die Kurzbeschreibung beschäftigt sich kurz mit den einzelnen Geschichten, was ich ganz interessant fand, da man bereits in der Beschreibung die Vielfältigkeit erkennen kann.

Kurz gesagt: "Die Küche ist zum Tanzen da" ist eine gute Sammlung an Erzählungen, die mich allesamt berühren und zum Nachdenken anregen konnten. Gleichzeitig schildert die Autorin auch viele witzige Momente, sodass hier für jeden Leser etwas dabei sein dürfte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Tolle Fortsetzung

Ziemlich unverhofft
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Nachdem ich im letzten Jahr den ersten Band "Ziemlich unverbesserlich" gelesen habe, stand für mich schnell fest, dass ich auch unbedingt den zweiten Band lesen möchte. Nun ist "Ziemlich unverhofft" endlich ...

Nachdem ich im letzten Jahr den ersten Band "Ziemlich unverbesserlich" gelesen habe, stand für mich schnell fest, dass ich auch unbedingt den zweiten Band lesen möchte. Nun ist "Ziemlich unverhofft" endlich erschienen und somit musste es auch direkt verschlungen werden und ich wurde von Frauke Scheunemann wie immer nicht enttäuscht.

Frauke Scheunemann konnte mich bei „Ziemlich unverhofft“ vor allem wieder mit ihrem Humor und dem tollen Schreibstil begeistern. Die Geschichte besitzt herrlich humorvolle und teilweise auch sarkastische Dialoge, die Figuren haben sich enorm weiterentwickelt und auch sonst habe ich mich bei dieser Geschichte pudelwohl gefühlt.

Für Nikola, ihre beiden Kinder, ihrer Schwiegermutter und der Anwaltskanzlei geht es hierbei in die zweite Runde. Dabei fällt besonders auf, welchen Sprung die Figuren gegenüber dem ersten Band gemacht haben. Ich fand sie zwar bereits im ersten Band allesamt sehr sympathisch und konnte sie ins Herz schließen, allerdings konnten sie mich in diesem Band noch mehr überzeugen.

Nikola ist chaotisch wie eh und je und hat dazu noch das Problem, dass sich alles gegen sie zu verschwören scheint. Während sie in Arbeit erstickt, möchte einfach so ihre Rechtsanwaltsgehilfin kündigen und auch ihre Schwiegermutter hat andere Pläne, als den gesamten Sommer über auf Nikolas Kinder aufzupassen. Auffällig ist dabei, dass die Autorin so manche Situation zwar überspitzt darstellt, man dennoch stets einen realistischen Einblick in das Leben einer alleinerziehenden und berufstätigen Mutter mit vielen Alltagsproblemen erhält.

Das Cover ist schön anzusehen und auch die Farben sind sehr stimmig, sodass dieses perfekt zur Geschichte passt. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen, sodass ich die Geschichte unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: "Ziemlich unverhofft" ist eine würdige Fortsetzung mit sympathischen und vielseitigen Figuren, jeder Menge Humor und einem herausragenden Schreibstil, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin und die Momente mit Nikola und Co. sehr genossen habe. Ich kann das Buch somit nur empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Berührende Geschichte

Die Sprache des Wassers
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Nachdem ich erst kürzlich binnen weniger Stunden "Eins" von Sarah Crossan verschlungen habe, wollte ich noch unbedingt ein weiteres Werk von der Autorin lesen und habe zu "Die Sprache des Wassers" gegriffen, ...

Nachdem ich erst kürzlich binnen weniger Stunden "Eins" von Sarah Crossan verschlungen habe, wollte ich noch unbedingt ein weiteres Werk von der Autorin lesen und habe zu "Die Sprache des Wassers" gegriffen, was eine gute Entscheidung war, denn auch dieses Buch konnte mich sofort in den Bann ziehen.

Wie auch bei "Eins" verwendet die Autorin hier eine sehr angenehme und poetische Sprache, die mich direkt angesprochen hat. Dadurch, dass die Geschichte in Versform erzählt wird, lernt man nicht nur die Ich-Erzählerin Kasienka sehr gut kennen, sondern nimmt auch gleichzeitig ihre Umgebung und Sicht sehr gut wahr.

Kasienka stammt aus Polen und reist mit ihrer Mutter mit nur wenig Habseligkeiten und kaum Geld nach England, weil dort ihr Vater hin verschwunden ist. Dabei mieten sie sich ein Zimmer, teilen sich ein Bett und teilweise sogar Kleidung und machen sich auf die Suche nach ihrem Vater, der allerdings gar nicht gefunden werden möchte. Kasienka muss gleichzeitig in England in die Schule gehen und wird dort aufgrund ihrer Herkunft und ihres Akzents schnell zur Außenseiterin und von ihren Mitschülerinnen gemobbt.

Nur die Liebe zum Schwimmen und William, einer ihrer Mitschüler, der ebenfalls gerne schwimmt, scheinen für Kasienka ein Lichtpunkt in ihrem Leben zu sein, das sonst nur aus einer traurigen Mutter, Mobbing und der Suche nach dem Vater zu bestehen scheint. Im Wasser ist Kasienka frei und muss sich weder für ihre Herkunft, noch für ihre Familiengeschichte rechtfertigen, was dem Mädchen mehr als gut tut.

Interessant ist dabei wieder einmal, wie behutsam die Autorin mit dem Thema Mobbing umgeht und was es aus einem Menschen machen kann, wenn man dies Tag für Tag in einem fremden Land durchleiden muss. Dazu wird auch Kasienkas Familiengeschichte sehr gut thematisiert und zeigt auf, was es aus einer Mutter machen kann, wenn sie nicht nur den Ehemann, sondern auch den Boden unter den Füßen verliert.

Das Cover ist für mich jetzt nicht der allergrößte Hingucker, allerdings muss man sagen, dass dieses dennoch sehr gut zur Geschichte passt. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen von Anfang an angesprochen, sodass ich "Die Sprache des Wassers" unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: "Die Sprache des Wassers" ist eine interessante und poetische Geschichte über das Leben eines Teenagers in einem fremden Land, das mit vielen Unsicherheiten, Mobbing und den kleinen Freuden des Lebens gespickt ist. Ich kann somit mit großer Begeisterung eine Leseempfehlung aussprechen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Nette Geschichte

Septembermeer
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Ich liebe das Meer und ganz besonders kleine Inseln, von daher war ich sehr gespannt auf "Septembermeer" von Gabriela Jaskulla. Dennoch waren meine Erwartungen nicht übermäßig hoch, da die Thematik an ...

Ich liebe das Meer und ganz besonders kleine Inseln, von daher war ich sehr gespannt auf "Septembermeer" von Gabriela Jaskulla. Dennoch waren meine Erwartungen nicht übermäßig hoch, da die Thematik an sich nicht so viel bietet, allerdings muss ich sagen, dass mich die Autorin in vielerlei Hinsicht positiv überrascht hat und ich das Buch somit genossen habe.

Interessant ist hierbei der Schreibstil der Autorin, der an sich zwar angenehm, aber auch gewöhnungsbedürftig ist. Dies meine ich allerdings nicht unbedingt negativ, denn wer sich erst einmal vollends auf den Schreibstil eingelassen hat und mit gewissen Längen umgehen kann, der wird hier durchaus seinen Spaß haben. Ich muss allerdings gestehen, dass ich gut und gerne fünfzig Seiten gebraucht habe, bis ich mich auf den Erzählstil mitsamt aller Figuren einlassen konnte.

Dabei sind die Figuren wirklich gut ausgearbeitet, denn hier steht das typische Inselleben im Vordergrund, das auch gerne mal sehr ruhig verläuft, diese Ruhe allerdings auch immer mal wieder gestört wird. In diesem Fall von Daniel und Svea, einem Paar, das in Seenot gerät und von einigen Inselbewohnern deswegen eher kritisch beobachtet wird, da die meisten Inselbewohner der Meinung sind, dass da mal wieder unnötig Gefahr eingegangen wurde. Als Svea und Daniel jedoch auf der Insel bleiben wollen und sich dort ein neues Leben aufbauen, ist die Ruhe auf der Insel schnell vorbei, denn die anderen Bewohner gewöhnen sich nur schwer an das Paar und sind nicht besonders scharf auf neue Kontakte.

Dennoch gibt es immer wieder Menschen, die sich Daniel und Svea annähern und sie an ihrem Leben teilhaben lassen. Dabei ist die Herangehensweise von der Autorin gut und vor allem glaubhaft beschrieben, sodass man sich in nahezu alle Figuren hineinversetzen kann.

Das Cover ist eine absolute Augenweide, denn es verursacht nicht nur eine gewisse Sehnsucht nach dem Meer, sondern auch ein Urlaubsgefühl, was nur wenige andere Cover schaffen, von daher wird es im Regal einen Ehrenplatz erhalten. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls hervorragend und hat mich vom ersten Satz an angesprochen, sodass ich dem Buch gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Septembermeer" ist eine interessante und unterhaltsame Geschichte, die mich mit interessanten Figuren und einer gut ausgearbeiteten Geschichte überzeugen und in Urlaubsstimmung versetzen konnte. Der Schreibstil ist zwar am Anfang gewöhnungsbedürftig, allerdings lohnt es sich sehr, wenn man am Ball bleibt. Somit kann ich das Buch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannende Geschichte

Fire Girl - Gefährliche Suche
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Geschichten rund um Hexenverfolgungen fand ich schon immer sehr spannend, von daher habe ich mich sehr gefreut, dass ich "Gefährliche Suche", den Auftakt zur "Fire Girl"-Reihe bereits vor dem offiziellen ...

Geschichten rund um Hexenverfolgungen fand ich schon immer sehr spannend, von daher habe ich mich sehr gefreut, dass ich "Gefährliche Suche", den Auftakt zur "Fire Girl"-Reihe bereits vor dem offiziellen Erscheinungstag lesen durfte. Meine Erwartungen waren hierbei relativ hoch und ich bin froh, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Matt Ralphs besitzt einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich dem siebzehnten Jahrhundert anpasst und dabei dennoch nie befremdlich wirkt. Die Wälder und die Lichtung, in denen Hazel sich hauptsächlich aufhält, werden wunderbar beschrieben und auch die Figuren selbst wurden vom Autor liebevoll ausgearbeitet. Dazu ist die Geschichte trotz kleinerer Längen stets spannend, sodass ich an der Geschichte großen Spaß hatte. Gleichzeitig hat Matt Ralphs die Hexenverfolgungen in Großbritannien sehr gut recherchiert, sodass man einen guten Einblick erhält, wie es damals alles leider abgelaufen ist.

Somit ist es auch kein Wunder, dass Hazel Hooper, eine sogenannte Trägerin von Magie, nicht nur auf der Suche nach ihrer Mutter, einer Heilerin ist, sondern auch selbst stets verfolgt wird, da sie laut den Hexenjägern und Menschen eine Gefahr darstellt. Gleichzeitig muss sie sich auch noch vor anderen Hexen schützen, die sie für ihre Zwecke, einen neuen Hexenkrieg zu entfachen, benutzen möchten. Dies ist auch der Grund, weshalb Hazels Mutter von einem Dämonen entführt wurde und Hazel nun erstmals alleine in ihrem Leben auf sich gestellt ist und die Welt außerhalb der gut geschützten Lichtung kennen lernen muss.

Dabei trifft sie nicht nur auf andere Hexen, sondern auch auf Daniel und seinem Meister Titus, der als Hexen- und Dämonenjäger bekannt und gefürchtet ist. Sie freundet sich mit Daniel an und gibt vor, ein ganz normales Mädchen sein und beauftragt Daniel und Titus, ihre Mutter zu finden, allerdings bringt sie dies erst recht in Gefahr, was ihr jedoch viel zu spät erst bewusst wird.

Das Ende bringt einen doch recht großen Cliffhanger und viele Fragen mit sich, sodass ich hoffe, dass im zweiten Band "Fire Witch", der im Original im August 2016 erscheint, noch einiges beantwortet wird. Allerdings bin ich dabei guter Hoffnung und kann nur hoffen, dass es genug Leser in Deutschland gibt, die Gefallen an der Geschichte finden.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker, denn nicht nur die Farben sind wunderschön, sondern auch Hazel selbst wird sehr gut dargestellt, sodass man direkt einen perfekten Einblick in eine der Anfangsszenen des Buches erhält. Auch die Kurzbeschreibung ist an sich gelungen, verrät aber meiner Meinung nach schon fast zu viel.

Kurz gesagt: "Gefährliche Suche" ist ein spannender und ereignisreicher Auftakt der "Fire Girl"-Reihe, der mich mit vielseitigen Figuren und einem nahezu perfekten Setting überzeugen konnte. Ich freue mich auf viele weitere Bände.