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Veröffentlicht am 04.06.2018

Spannende Handlung, Provence-Atmosphäre und einfach ein perfekt runder Krimi!

Schwarzer Lavendel (Ein-Leon-Ritter-Krimi 2)
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Der deutsche Rechtsmediziner Leon Ritter hat sich inzwischen gut in Südfrankreich eingelebt und arbeitet eng zusammen mit Isabelle Morell, stellvertretende Polizeichefin des Ortes Le Lavandou. Als er stolzer ...

Der deutsche Rechtsmediziner Leon Ritter hat sich inzwischen gut in Südfrankreich eingelebt und arbeitet eng zusammen mit Isabelle Morell, stellvertretende Polizeichefin des Ortes Le Lavandou. Als er stolzer Besitzer eines Weinberges wird, besichtigt er diesen und Lilou, die Tochter Isabelles, findet die Leiche einer Frau, eine regelrechte Mumie! Wie Ritter feststellt, wurde die Tote professionell einbalsamiert und er findet heraus, das diese Frau für die Weinernte in die Provence kam. Bald darauf wird eine junge Frau vermisst, ebenfalls eine Erntehelferin. Wer jagt hier junge Frauen?


"Schwarzer Lavendel" ist zwar der 2. Fall der Kriminalserie, aber für mich der erste Fall von Ritter. Die Handlung ist aber so schlüssig aufgebaut und die Personen werden so gut eingeführt, so dass ich der Handlung problemlos folgen konnte.

Zuallererst möchte ich die wunderbare Atmosphäre erwähnen, die sich hier im Roman rund um die Landschaft und die Menschen der Provence breit macht.

Ein kühler Rosé, Oliven, etwas Käse und Baguette, dazu die zauberhafte Landschaft der Provence mit seinem unvergleichlichen Licht, im Hintergrund hört man Chansons. So stellt man sich seinen Frankreichurlaub vor und kann schon beim Lesen gleich mitgeniessen. Und genauso liebt Dr. Leon Ritter sein Leben im Städtchen Le Lavandou. Er versteht sich auch als Deutscher bestens mit den Einheimischen, sicherlich macht sein gelebter, offensichtlicher Genuß der französischen Lebensart und seine Vorliebe für Pétanque ihn beliebt, trotz seiner deutschen Ordnung und Pünktlichkeit.

Doch nun zur Krimihandlung! Dr. Ritter gerät in die außergewöhnliche Situation, eine mumifizierte Leiche untersuchen zu können. Als Pathologe ist er Tote gewöhnt, liest förmlich in ihnen. Diese Mumie ist aber auch für ihn ein ganz besonderes Rätsel und er muss sich ihr mit besonderer Vorsicht nähern, zu leicht ist ihr Innenleben zerstört. Wer war diese Frau, wie starb sie?

Der Leser wird über die verschiedenen Möglichkeiten der Mumifizierung informiert und das ist nicht nur aus pathologischer Sicht äußerst interessant.

Ritters Zusammenarbeit mit der Polizei bringt dann nähere Erkenntnisse. Leider findet man auch noch eine weitere Mumie, die Ermittler sind alarmiert und befürchten das Schlimmste.

Diese Handlung ist wirklich spannend und trotz der brutalen Tatvorgänge gut zu ertragen. Die urlaubsmäßige Provencestimmung und unblutige Beschreibungen machen diesen Krimi zu einem wahren Erlebnis.
Es gibt auch unterhaltsame private Einschübe, die zeigen wie sehr Ritter hier in Südfrankreich doch schon Fuß gefasst hat und immer mehr heimisch wird. Er wird als sympathischer und für Gerechtigkeit kämpfender Mann dargestellt. Seine Lieblingsmusik, französische Chansons erwähnt er beizeiten, sie gehen mir wie Ohrwürmer im Buch durch den Kopf: La Mer.... von Charles Trenet und Les Feuilles Mortes... von Yves Montand möchte ich sehr gern hier noch erwähnen.

Ein perfekt aufgebauter Krimi, der spannend mitraten lässt, sehr gut unterhält und in leichte Urlaubsstimmung versetzt:
La Mer...


Veröffentlicht am 04.06.2018

Als Buch schon ein Hit , im Theater der Knaller!

Der Besuch der alten Dame
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"Friedrich Dürrenmatt" schrieb 1959 die Geschichte "Der Besuch der alten Dame".

Nach vielen Jahren kehrt die Multimilliardärin Claire Zachanassian vormals Kläri Wäscher in ihrem ehemaligen Heimatort Güllen/Schweiz ...

"Friedrich Dürrenmatt" schrieb 1959 die Geschichte "Der Besuch der alten Dame".

Nach vielen Jahren kehrt die Multimilliardärin Claire Zachanassian vormals Kläri Wäscher in ihrem ehemaligen Heimatort Güllen/Schweiz zurück. Der Ort ist inzwischen heruntergekommen, die Bevölkerung verarmt.
Sie verspricht den Einwohnern der Stadt den riesigen Betrag von einer Milliarde zu schenken, doch ist diese Schenkung an eine Bedingung gebunden: Sie verlangt den Tod ihres ehemaligen Geliebten Alfred, der sie damals geschwängert und sitzengelassen hat und mittlerweile hohes Ansehen im Dorf genießt. Nach anfänglichem Sträuben beginnen sich die Bewohner an den Gedanken des Reichtums zu gewöhnen.

Dürrenmatt hat die Geschichte als Theaterstück geschrieben, daher ist der Text auch nicht wie ein Roman aufgebaut.
Die Regieanweisungen des Autor geben dem Text eine bildhafte Beschreibung, die sich beim Lesen zu einem Ganzen verbindet.
Allerdings muss ich sagen, dass mir die Variante als Theaterstück beiweiten noch besser gefällt als lediglich der Text.

Die Charaktere besitzen viele Merkmale, die sich sehr speziell machen. So erkennt man in Claire eine männerverschleißende Frau, die bereits drei mal verheiratet war. Auf die Art und Weise war es ihr auch möglich, diesen Reichtum anzuhäufen.
Andere Figuren bleiben namentlich annoym, sie werden mit ihrer Berufsbezeichnung betitelt, z. B. Pfarrer, Polizist.

Dieses Stück glänzt mit einer boshaften Darstellung der menschlichen Gier nach Reichtum und Macht. Wie weit werden die Menschen für Geld gehen? Wo ist die Grenze und wie kann man einen Verrat mit dem eigenen Gewissen vereinbaren? Welche moralischen Grenzen sind vor das Allgemeinwohl zu stellen?


Dürrenmatt erreicht es, die Gesellschaft zu kritisieren, ohne ausschließlich scharf zu kritisieren. anprangernd zu wirken. Er benutzt dazu die spezielle Form des Dramas, die tragische Komödie. Auch wenn das Stück melodramatische Züge besitzt, gibt es Passagen, die erheitern und die Tragik untergraben. Man ist sich stets bewusst, hier ein Theaterstück vor Augen zu haben. Der schwarze Humor und ein wenig Satire geben dem Zuschauer die Distanz zum d, auch wenn man Recht eigenwillig - seine Art Elemente von schwarzem Humor und Satire in sein Stück einzubetten. Dürrenmatt schafft es so, eine gewisse Distanz zum tragischen Vorgang aufzubauen.

Der Clou vom Ganzen ist eindeutig das Ende. Hier gibt es eine Überraschung, die man sich nicht entgehen lassen sollte.


"Der Besuch der alten Dame“ ist eines der besten Theaterstücke überhaupt. Durch die moralischen Fragen bleibt es zeitgemäß und gibt Einblicke in die menschliche Seele. Unbedingt lesen oder sehen!

Veröffentlicht am 25.05.2018

Lesenswerter Krimiauftakt

Provenzalische Verwicklungen
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Sainte-Valérie ist ein idyllisches Dorf in der Provence inmitten von Weinbergen und Olivenhainen. Für den ehemaligen Pariser Kommissar Pierre Durand könnte seine Wahlheimat so schön sein, doch mehrere ...

Sainte-Valérie ist ein idyllisches Dorf in der Provence inmitten von Weinbergen und Olivenhainen. Für den ehemaligen Pariser Kommissar Pierre Durand könnte seine Wahlheimat so schön sein, doch mehrere Dinge sorgen für Ärger. Er wurde gerade von seiner Freundin verlassen und im Dorf wurde der Lokalcasanova ermordet in einem Weinkeller aufgefunden neben einem Rezept für ein Coq au vin. War es ein makabrer Racheakt eines gehörnten Ehemanns?


Diese Krimireihe bringt südfranzösisches Flair mit sich, denn die Autorin vermag es wunderbar, die Schönheit der Landschaft, die speziellen Menschen und Häuser und die Ess- und Trinkkultur der Provence vor ihren Lesern entstehen zu lassen.


Dabei versieht Sophie Bonnet die beschriebenen Morde stets mit einem besonderen Bezug zu typischen Gerichten und man wird als Leser Zeuge der letzten Gedanken der Opfer. Der Frauenheld ertrinkt im Weinfass und stellt Überlegungen zur Qualität des Weines an. Schon etwas makaber, aber auch mit etwas schwarzem Humor unterlegt. Und so gelingt ihr der Versuch, einen Krimi zu schreiben, bei dem man nicht in Angst und Schrecken gerät, sondern eine entspannende Urlaubslektüre erhält, bei dem man dem Täter auf die Schliche kommen möchte und dennoch die Hintergrundschauplätze gut genießen kann.


Pierre Durand ist ein sympathischer Mensch, ein Polizist aus Paris, den Probleme während seiner beruflichen Vergangenheit genau hierhin, in diesen kleinen Ort in der Provence getrieben haben. Die besonderen Hintergründe erfährt man in der Geschichte. Pierre erfüllt das Klischee des typischen Franzosen, er isst und trinkt gern, spielt Pétanque und liebt die Frauen. Nachdem seine Freundin Celestine auf und davon ist, wendet er sich der nächsten Dame zu. In diesem Fall die begnadete Köchin Charlotte. Dank ihr liest man stets von ihren leckeren Gerichten, zu denen es auf der Verlagshomepage auch Rezepte gibt.

Die übrigen Charaktere decken alle Facetten ab und so ergibt sich ein abwechslungsreiches Personenbild.

Die Krimihandlung ist interessant aufgezogen, die Ermittlungen führen durch die Küche, über den Bouleplatz oder in die privaten Häuser der Beteiligten. Dadurch ergibt sich kein steifes Befragen, sondern man gewinnt Eindrücke über die Gegend, die Menschen und letztendlich die möglichen Tathintergründe.


Der Schreibstil ist sehr eingängig, die Handlung durch die Pétanque-Beobachtungen und der speziellen Einblicke in die französische Küche sehr verlockend. Manche französische Begriffe werden im Buch verwendet und es gibt dazu Erklärungen im Glossar.

Die Auflösung ist stimmig und das Ende macht neugierig auf die Folgebände und das Privatleben des Ermittlers.


Ein Urlaubskrimi aus der Provence mit kulinarischen Schmankerln, wunderschön gezeichneten Landschaftsbildern und netten authentischen Personen. Eine gelungene Unterhaltung mit Spannungselementen für die Urlaubszeit.

Veröffentlicht am 17.05.2018

Ein zauberhaftes Buch zum Verschlingen!

Das Leben ist ein Seidenkleid
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Wenn man Stoffe und Kleider liebt, sollte man sich dieses Buch näher ansehen. Dieses Buch ist ein Traum, es dreht sich um die magische Welt der Stoffe, der Mode und des Geschmacks. Ich habe es angefangen ...

Wenn man Stoffe und Kleider liebt, sollte man sich dieses Buch näher ansehen. Dieses Buch ist ein Traum, es dreht sich um die magische Welt der Stoffe, der Mode und des Geschmacks. Ich habe es angefangen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Es ist romantisch, ein wenig altmodisch und doch voller Stil und Humor. Leicht und doch stilvoll!


Dieses Buch ist wunderschön geschrieben, man gleitet mit der jungen Maja durch ihre Welt der Stoffe und Kleider. Ihr Arbeitsalltag im Kaufhaus ist alles andere als toll, ihre Kollegin Hanneliese ist ein Besen, die ihren Kundinnen jeden Schund verkauft, dafür ist ihr jede Lüge recht. Maja ist anders, für sie hat ein Kleidungsstück eine Seele, bei dem Trägerin und Kleid füreinander gemacht sein müssen. Alles muss stimmen. Als sie Leo kennen lernt, den charmanten älteren Herren mit dem traumhaften Nähzimmer seiner verstorbenen Frau, freunden sie sich an und Leo ermutigt Maja zum Nähen ihrer Entwürfe. Maja wünscht sich einen Mann, der genauso ist wie Leo, nur 60 Jahre jünger.

Es geht natürlich nicht nur um Freundschaft, sondern auch um Liebe. Doch die entwickelt sich eher im Hintergrund und so genießt man beim Lesen die Atmosphäre der zauberhaft beschriebenen Welt der Stoffe, der Mode und des Nähens. Denn es ist anfangs nur ein Traum, aber Maja verwirklicht ihn sich allmählich und das mitzuerleben bringt richtige Wohlfühlstimmung. Wenn man Träume hat, sollte man sie auch umsetzen.

Die Charaktere sind allesamt liebevoll und stimmig beschrieben, es gibt fiese und gute Figuren, die wunderbar mit ihren Charakterzügen unterhalten. Gerade die fiesen sorgen für heitere Belustigung.

Folgt man der Handlung, ist manches vorhersehbar, doch bei diesem Roman stört das überhaupt nicht. Mit den zauberhaften Figuren träumt man sich in eine andere Welt und wäre gern mit der reizenden Maja befreundet.

Maja auf ihrem Weg zu begleiten, hat mir Spaß gemacht und schöne Lesezeit geschenkt. Ihre Emotionen gingen direkt auf mich über und man konnte sie nicht dagegen wehren. So fiebert man mit, wie sie ihren Traum umsetzt und ihr Leben verändert.



In diesem Buch geht es um die Verwirklichung eines Lebenstraums. Es geht um Freundschaft, Liebe und um Mode. Ein romantisches, wunderbares Buch voller Gefühle zum Wohlfühlen!

Veröffentlicht am 16.05.2018

Einfach nur großartig!

Der Mut zur Freiheit
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1947 Madrid: Die drei Frauen Margarita Serrano, deren Tochter Valentina und Enkelin Olivia leben zur Zeit Francos in Madrid. Alle drei haben keine Männer, das ist im katholischen Spanien unüblich und äußerst ...

1947 Madrid: Die drei Frauen Margarita Serrano, deren Tochter Valentina und Enkelin Olivia leben zur Zeit Francos in Madrid. Alle drei haben keine Männer, das ist im katholischen Spanien unüblich und äußerst verpönt und alle drei kämpfen gegen die herrschenden Vorurteile ihrer Zeit.

Margarita wurde früh schwanger, hoffte auf eine Ehe, wurde enttäuscht und von ihrer streng gläubigen Familie verstoßen, sie musste ihre Tochter allein groß ziehen. Ihre Tante Leonora gab ihr eine neue Heimat. Doch auch den anderen Frauen wurde ihre Liebe zum Verhängnis. Valentina liebt einen verheirateten Mann, Olivia liebt einen Stierkämpfer, dabei ist sie Aktivistin im Kampf gegen den grausamen Sport. Meint es das Schicksal doch noch gut mit den Serrano-Frauen?


Die Liebe, die nicht sein darf



Dieser Roman hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Er spielt im katholischen Spanien während der Diktatur Francos, in einer Zeit, als Frauen nicht selbstbestimmt leben durften und ihr Handeln vom Vater oder Ehemann bestimmt wurde. Selbst einer Berufsausübung musste der Mann der Familie zustimmen. Die Serrano-Frauen sind durch ihr Schicksal anders, sie erkämpfen sich ihren Weg gegen die gesellschaftlichen Konventionen, weg von der Knute des Mannes und leben ein zielbestimmtes und freies Leben. Doch das hat auch seinen Preis, ohne männliche Hilfe und Schutz sind sie Außenseiter in der Gesellschaft und werden gedemütigt und geächtet. Doch die Frauen sind stark, sie lassen sich nicht unterkriegen und gehen ihren Weg.



Während Margarita sehr erfolgreich eine Kette von Großwäschereien aufzieht, beweist auch ihre Tochter Valentina sich im Berufsleben und Olivia wird eine gefeierte Tänzerin im Rampenlicht der Öffentlichkeit.

Sie leben unter einem Dach, ihre Liebschaften verbergen sie vor den anderen. Doch eines ist den Serrano-Frauen gemein, sie haben kein Glück in der Liebe und ihre Liebe trifft immer die falschen Männer. So verliebt sich Olivia als engagierte Tierschützerin in einen bekannten Stierkämpfer, auch diese Liebe steht unter keinem guten Stern.


Auch bei diesem Roman hat Katja Maybach starke Frauenfiguren in eine historisch schwierige Zeit gestellt und die Charaktere auf eine fesselnde Weise gezeigt. Sie beherrscht es wunderbar, solche Frauenschicksale darzustellen, die trotz aller Schwierigkeiten ihren Weg gehen und den Problemen ihrer Zeit trotzen. Die Serrano-Frauen sind voller Willenskraft und Mut und verbiegen sich nicht vor den herrschenden gesellschaftlichen Konventionen. Sie gehen ihren Weg, entscheiden selbst und sind frei von männlicher Vormundschaft, ein Frauenbild, das zur Zeit Francos in Spanien schon als anstössig galt. Diese schwierige Situation macht es umso interessanter, die Entwicklung der Frauen zu verfolgen und sich in ihr Leben hineinzudenken.

Wie sich im streng katholischen Spanien die Emanzipation erst spät, langsam, aber stetig entwickelt hat, kann man anhand dieses Buches gut nachvollziehen. Der Autorin sind die Figurendarstellungen eindrucksvoll authentisch gelungen. Einfühlsam und dramatisch erscheinen die Schicksalsschläge für die Serrano-Frauen und das weiß die Autorin auf berührende und einfühlsame Weise in Worte zu fassen.

Mich hat der bildhafte und wunderbar flüssige Schreibstil mit den dramatischen Wendungen an das Buch gefesselt und ich wurde in die Geschichte förmlich hineingesogen. Die Schauplätze und den Zeitgeist erlebt man authentisch und politisch genau mit. Die Begeisterung der Bevölkerung für Stierkämpfe, das Leben im Alltag und in der Wäscherei, in den Bars und Restaurants, alles lebt und man ist mitten drin. Dazu noch die Überwachung durch die Geheimpolizei Francos und den Auftritt der geliebten Evita Perón lassen die damalige Zeit mit all seinen Ansichten wiederaufleben.



Es ist ein fesselnder und unterhaltsamer Roman über den Sieg der Liebe über alle Bräuche und Konventionen hinweg. Es lohnt sich, den schwierigen Weg für die Liebe einzuschlagen.



Dieser gefühlvolle und außergewöhnliche Roman erhält meine vollste Leseempfehlung, denn er ist wunderbar geschrieben und zeitlich gut recherchiert.