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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.05.2018

Tolle Serie

Das Grab unter Zedern (Ein-Leon-Ritter-Krimi 4)
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Als das kleine Mädchen Amelie vor einigen Jahren verschwand, war in ihrem Vater schnell der Mörder gefunden. Da jedoch nie eine Leiche gefunden wurde, wurde das Urteil nun aufgehoben. Kurz darauf wird ...

Als das kleine Mädchen Amelie vor einigen Jahren verschwand, war in ihrem Vater schnell der Mörder gefunden. Da jedoch nie eine Leiche gefunden wurde, wurde das Urteil nun aufgehoben. Kurz darauf wird erneut eine Leiche gefunden. Schnell gerät wieder der Vater von Amelie in Verdacht. Dr. Leon Ritter ist jedoch nicht bereit, so schnell an diesen Täter zu glauben. Er vermutet den Täter ganz woanders und macht sich auf die Suche nach ihm. 

Diese Serie überbietet sich selbst mit jedem Buch. Die Handlung ist immer wieder spannend und sehr unterhaltsam. Hier herrscht ein ganz besonderer Stil, der unnachahmlich ist. Die Charaktere sind einfach toll dargestellt, man bekommt ein genaues Bild von ihnen und die bereits bekannten Charaktere entwickeln sich sehr gut und werden mit jedem Buch zu immer engeren Freunden. Man freut sich einfach jedesmal, wenn man wieder etwas von ihnen hört!

Veröffentlicht am 25.05.2018

Zum lachen und nachdenken

Oma wird Oma
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Die 70jährige Suse ist sauer. Ihr Sohn und ihre aufgestylte Schwiegertochter ziehen nach München. Und Suse soll ihr freies Leben in Jever aufgeben und mit ihnen nach München gehen. Allerdings in eine Altenwohnanlage! ...

Die 70jährige Suse ist sauer. Ihr Sohn und ihre aufgestylte Schwiegertochter ziehen nach München. Und Suse soll ihr freies Leben in Jever aufgeben und mit ihnen nach München gehen. Allerdings in eine Altenwohnanlage! Nicht mit Suse! Sie mietet sich eine Wohnung auf Wangerooge und zieht allein dorthin. Doch Ruhe findet sie auch dort nicht. Sie lernt Paul und seine drei kleinen Enkel kennen, sowie Beeke mit den blauen Haaren. Paul ist mit seinen Enkeln komplett überfordert, so daß Beeke und Suse ihm helfen. Und Paul entpuppt sich für Suse als Glücksfall....


Ich liebe dieses Buch! Es ist einfach wunderschön. Regine Kölpin hat einen Roman geschaffen, der sowohl lustig ist, als auch zum nachdenken anregt. Denn bei allem Humor gibt es hier auch einen ernsten Hintergrund. Denn wie schnell streitet man sich grundlos aufgrund eines nichtgeklärten Mißverständnisses? Doch trotz dieses Hintergrundes siegt hier der Humor. Es ist einfach zu lustig, wie Paul von einem Problem ins nächste schlittert. Regine Kölpin hat Charaktere geschaffen, wie es sie wohl überall gibt. Der unbeholfene Opa, die Jugendlichen, die Flausen im Kopf haben und Suse, die in sich gekehrt lebt und am liebsten keinen Kontakt hätte. Es ist hier extrem schön zu erleben, wie sich alle näher kommen und ein richtiges Team werden. Durch den gekonnt Guten Schreibstil fliegt man durch das Buch. Die Beschreibungen Wangerooges sind so schön, man hört richtig die Wellen rauschen, die Möwen schreien und spürt den Sand unter den Füßen!


Für mich ist das Buch eines meiner Jahreshighlights!

Veröffentlicht am 24.05.2018

Sehr spannend

Der Kreidemann
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Eddie, 12 Jahre alt, und seine Freunde finden im Sommer 1986 eine Leiche. Das Mädchen wurde zerstückelt. Sie entdecken auch Kreidezeichen, die ihrer Geheimsprache entsprechen und folgen ihnen. Ein Verdächtiger ...

Eddie, 12 Jahre alt, und seine Freunde finden im Sommer 1986 eine Leiche. Das Mädchen wurde zerstückelt. Sie entdecken auch Kreidezeichen, die ihrer Geheimsprache entsprechen und folgen ihnen. Ein Verdächtiger ist schnell in dem neuen Lehrer des Ortes gefunden. Als dieser Suizid begeht, scheint der Fall gelöst zu sein. Jedoch erhält Eddie 30 Jahre später einen Brief, dessen Inhalt ihn fassungslos macht. Er beinhaltet ein Stück Kreide sowie ein Strichmännchen. Die Vergangenheit holt ihn ein. 

Das Buch wurde in zwei Zeitebenen geschrieben. Beide Zeiten sind für sich spannend und ergeben als Gesamtwerk eine schlüssige Handlung, die durchgängig spannend ist. Durch den immerwährenden Wechsel gelangt man immer wieder an den Punkt, an dem einfach weiterlesen muß. Die Spannung reißt einfach nicht ab. Dazu kommt noch ein sehr guter, fesselnder Schreibstil, der einfach gefällt. So sind die Charaktere perfekt dargestellt. Sie haben ihre Ecken und Kanten und erhalten dadurch Lebendigkeit. 

Ein wirklich spannendes Buch, das auch über einige gruselige Szenen verfügt!

Veröffentlicht am 24.05.2018

Einfach klasse

Bülent Rambichler und die fliegende Sau
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In Strunzheim wird die Fleischereifachverkäuferin Kerstin nackt und tot aufgefunden. Bülent Rambichler, Kriminaler in Nürnberg, muß mit seiner Assistentin Astrid in seiner alten Heimat ermitteln. Und dazu ...

In Strunzheim wird die Fleischereifachverkäuferin Kerstin nackt und tot aufgefunden. Bülent Rambichler, Kriminaler in Nürnberg, muß mit seiner Assistentin Astrid in seiner alten Heimat ermitteln. Und dazu hat er wenig Lust. Denn dort hat er ständig seinen Vater Erkan an den Haxen kleben, der es ja nur gut meint mit seinem bisher nicht so erfolgreichen Sohn. Außerdem kennt ihn jeder im Dorf und das ist dann halt so eine Sache mit dem Ermitteln.... 

Ein herrliches Buch! Anja Bogner zeigt hier gekonnt, wie ein Provinzkrimi zu sein hat. Leichte Spannung, die allerdings nicht im Vordergrund steht und gehörig Humor und Lokalkolorit. Der Humor zeichnet sich schon bei der Wahl der Namen der Charaktere aus. Die sind schon sehr zum Lachen. Z. B. Bestattungsunternehmer Fledderer. Diese Namen mit Anspielung halten sich durch das ganze Buch. Die Charaktere selbst sind ebenfalls sehr humorvoll dargestellt. Dorfbevölkerung mit sämtlichen Eigenschaften, die man sich nur denken kann. Und Bülents Vater ist der Oberspaßvogel.... Authentisch wird das Buch durch die immer wieder einfließenden regional typischen Wörter. Bei manchen ist das Glossar am Ende des Buches sehr hilfreich! 

Das Buch ist so unterhaltsam, wie das Cover verspricht!

Veröffentlicht am 22.05.2018

Imposantes Familienepos

Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe (Die Löwenhof-Saga 1)
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Agneta lebt im Stockholm des Jahres 1913. Sie entstammt einer sehr reichen, adligen Familie und mußte sich ein freies Leben als Kunststudentin an der Seite eines bekannten Anwaltes hart erkämpfen. Ihr ...

Agneta lebt im Stockholm des Jahres 1913. Sie entstammt einer sehr reichen, adligen Familie und mußte sich ein freies Leben als Kunststudentin an der Seite eines bekannten Anwaltes hart erkämpfen. Ihr Leben nimmt eine Wendung an, als sie ein Telegramm ihrer Mutter erhält. Agneta ahnt das Schlimmste und macht sich auf den Weg nach Hause. Ihre Befürchtungen bewahrheiten sich. Ihr Vater ist verstorben und ihr Bruder liegt im Sterben. Agneta, als letzter der Familie, steht nun vor der Wahl: Gibt sie ihre Freiheit auf, nimmt den Titel als Gräfin an und lebt in den Zwängen als Gutsherrin oder wählt sie die Freiheit? 

Mit diesem Buch ist der Autorin endgültig der Durchbruch gelungen. Ihre Bücher waren bisher schon immer gut - doch dieses ist überwältigend. Die Handlung ist von Beginn an mitreißend und begeisternd. Man fühlt sich in die Zeit und auf den Gutshof versetzt und kann richtig gut mit Agneta leiden. Denn sowohl Zeit, Ort und Charaktere sind perfekt beschrieben, so daß man hier wirklich alles vor Augen hat. Hier hat man wirklich ganz großes Kopfkino. Der Schreibstil ist toll, einfühlsam, packend und dabei leicht zu lesen, so daß man das Buch trotz seines Umfanges zügig gelesen bekommt. 

Für mich ist das Buch ein kleines Meisterstück und ich warte schon gespannt auf die nächsten zwei Teile dieser Serie!