Platzhalter für Profilbild

Buchverschlinger2014

Lesejury Star
offline

Buchverschlinger2014 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buchverschlinger2014 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2018

Gefangen im Zoo

NACHTWILD
0

Eine der Lieblingsbeschäftigungen des 4 jährigen Lincoln sind die gemeinsamen Zoobesuch mit seiner Mutter Joan, wo er spielen kann und sich auch gleichzeitig Geschichten ausdenken kann, in denen die wilden ...

Eine der Lieblingsbeschäftigungen des 4 jährigen Lincoln sind die gemeinsamen Zoobesuch mit seiner Mutter Joan, wo er spielen kann und sich auch gleichzeitig Geschichten ausdenken kann, in denen die wilden Tiere vorkommen.
Eines Tages sind die beiden gerade auf den Heimweg als Joan Schüsse hört. Ihr einziger Gedanke ist, dass sie sich und ihren kleinen Sohn in Sicherheit bringen muss. Sie tut alles dafür um zum einen ihren Sohn zu beruhigen und zum anderen sich vor den Tätern zu verstecken. Joan weiß nicht was tatsächlich geschehen ist und auf wie viele Täter sie sich einstellen müssen. Somit irrt sie mit den Instinkten und der Kraft einer Bärenmutter durch den mittlerweile leeren Zoo immer auf der Suche nach einem sicheren Versteck für die beiden.
Zwischenzeitlich trifft sie auf eine junge Angestellte und eine ältere ehemalige Lehrerin, die sich ebenfalls vor den Tätern verstecken. Plötzlich taucht einer der Schützen auf, woraus man sich einiges an Spannung erwartet. Allerdings bleiben alle 3 Nebencharakter eher blass und bringen die Geschichte nicht wirklich weiter.

Die Grundidee, wozu eine Mutter unter Lebensgefahr für ihr Kind im Stande ist, hat mir am Anfang gut gefallen, aber die Umsetzung konnte mich im Laufe der Story immer weniger überzeugen. Es hatte für mich zu viele unnötige Länge und war vielleicht zu sehr auf das Verhalten und die Gefühle von Joan fixiert. Sicherlich hätte dem Buch weitere "stärkere" Charakter oder ein Perspektivwechsel zu den Tätern gut getan. So kann ich diese Mal leider keine Leseempfehlung geben.

Veröffentlicht am 11.03.2018

Eine "zu sexy" Story mit wenig Tiefgang

Hot Cop
0

"Hot Cop" von Samantha Beck ist der zweite Band einer Reihe, den man allerdings sehr gut einzeln lesen kann.
Laurie und Ethan kennen sich bereits seit 10 Jahren, als er sie mit 16 Jahren vor einen großen ...

"Hot Cop" von Samantha Beck ist der zweite Band einer Reihe, den man allerdings sehr gut einzeln lesen kann.
Laurie und Ethan kennen sich bereits seit 10 Jahren, als er sie mit 16 Jahren vor einen großen Fehler bewahrte. Seit dieser Zeit versucht Ethan Laurie soweit wie möglich zu beschützen.
Seine Chance scheint gekommen zu sein, als ihre kleine Bäckerei abbrennt. Während er eine dauerhafte Beziehung mit Laurie haben will, ist die nur für oberflächliche One-night-Stands bereit. Wird es Ethan sie vom Gegenteil zu überzeugen?

Die Grundidee des Buches fand ich interessant und ungewöhnlich, denn hier ist der Mann der mehr will und den "guten" Part übernimmt. Laurie hat hingegen den Part des "bad" Girls. Wenn man sich ihre Kindheit so anschaut, ist es nicht verwunderlich, dass sie keinen wirklich traut und sich nur auf sich verlassen will. Ethan stammt hingegen aus einer wohlhabenden und intakten Familie, was es Laurie zunächst auch nicht leichter macht ihn zu vertrauen.
Insgesamt muss ich allerdings sagen, dass mich die Geschichte enttäuscht hat. Es fehlte mir teilweise an Tiefgang der beiden Personen, um besonders Laurie manchmal verstehen zu können. Jedes Problem (besonders auch emotionales) wurde mit heißen Sexszenen gelöst, die mir insgesamt irgendwann zu viel wurden. Ich hatte das Gefühl, dass mindestens das halbe Buch nur aus Sexszenen besteht. Manchmal ist weniger auch mehr. Schade das das Buch dadurch zu viel seines möglichen Potentials verschenkte.

Veröffentlicht am 16.11.2022

Bucketliste der toten Ally

Zehn Jahre du und ich
0

Eigentlich müssten Becca und Charlie nach dem Tod der besten Freundin bzw. Verlobten Ally, keinen Kontakt mehr zueinander haben, denn sie können sich absolut nicht leiden.

Doch Ally hat den ...

Eigentlich müssten Becca und Charlie nach dem Tod der besten Freundin bzw. Verlobten Ally, keinen Kontakt mehr zueinander haben, denn sie können sich absolut nicht leiden.

Doch Ally hat den beiden eine Bucketliste hinterlassen, mit Sachen, die sie durch ihre Krankheit nicht mehr selber erleben konnten. Aus diesem Grund treffen sich die beiden jedes Jahr einmal um eine der Aufgaben zu erfüllen und einen Teil von Allys Urne zu verstreuen. Zu Beginn sind die beiden wie Hund und Katz zueinander, aber mit den Jahren raufen sie sich beide immer stärker zusammen und merken, dass der andere doch nicht so blöd wie gedacht ist.

Pernille Hughes Roman "Zehn Jahre du und ich" spiegelt auch diese über 10 Jahre in der Geschichte wieder. Allerdings können wir als Leser nicht wirklich am Leben der beiden teilnehmen, denn es werden quasi immer nur die Erfüllung der Aufgaben ausführlich dargestellt und dann gibt es meist einen recht großen Zeitsprung zum nächsten Jahr und Aufgabe. Dadurch blieben sowohl Becca und Charlie für mich sehr oberflächlich, denn es fehlte mir die Entwicklung und die Entscheidungen, die zu den Veränderungen geführt haben. Ich hatte im Laufe der Geschichte immer stärker das Gefühl, dass nur die eigentliche "Arbeitung" der Bucketliste wichtig ist und die aufkommende Liebesgeschichte zwischen den beiden nur als schmückende Nebenstory eingeflechtet wurde.

Aus diesem Grund war das Buch für mich persönlich eher eine ziemliche Enttäuschung gewesen, denn ich hatte mich mehr auf eine Liebesgeschichte gefreut, wo aus Feindschaft mit der Zeit doch noch Liebe entsteht. Doch das ging für mich leider total unter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.07.2026

Für mich zu verwirrend

Die Straße
0

Robert Seethaler entführt seine Leser /Hörer in seinem neusten Roman "Die Straße" in die fiktive Heidestraße in irgendeine beliebige Stadt. Wann genau der Roman spielt, lässt sich auch nicht ...

Robert Seethaler entführt seine Leser /Hörer in seinem neusten Roman "Die Straße" in die fiktive Heidestraße in irgendeine beliebige Stadt. Wann genau der Roman spielt, lässt sich auch nicht wirklich erkennen, nur dass wir die ganz unterschiedlichen Bewohner ca. 1 Jahr begleiten.

Allerdings gibt es keine durchgehende Handlung oder so was wie ein roter Faden, sondern wir bekommen sehr häufig nur einzelne Monologe der Bewohner präsentiert, deren Themen genauso unterschiedlich und vielfältig ausfallen, wie die Bewohner in der Heidestraße.

Gerade bei dem Hörbuch war es für mich häufig sehr schwierig mitzuverfolgen, welcher Bewohner gerade "im Mittelpunkt" steht, da dies häufig wechselte und fließend ineinander überging. Vielleicht wäre mir das beim Leser leichter gefallen, denn beim Hörbuch habe ich oft eine andere Konzentration als beim selber lesen,

Vielleicht war es auch einfach für mich das falsche Genre und andere Leser können mehr damit anfangen und sich besser darauf einlassen,

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2026

War nicht meins

Zwischen Himmel und Erde
0

In einem (politischen) schwierigen Jahr 2016 zeiht Catarina aus Brasilien nach London um ihre Doktorarbeit abzuschließen. Dort zieht sie in eine WG mit Melissa, die auch brasilianische Wurzeln hat. Langsam ...

In einem (politischen) schwierigen Jahr 2016 zeiht Catarina aus Brasilien nach London um ihre Doktorarbeit abzuschließen. Dort zieht sie in eine WG mit Melissa, die auch brasilianische Wurzeln hat. Langsam freunden sich die beiden so unterschiedlichen Frauen an und erkennen, dass sie in der Vergangenheit so viel mehr verbindet als es zunächst scheint. Sie diskutieren über Gott und die Welt - sowohl über die Politik in England (gerade ist der Brexit der große politische Umbruch im Land) aber auch die Militärdiktatur in Brasilien. Auch der Mut und die Kraft einen Neuanfang zu wagen um wirklich etwas zum besseren zu Verändern kommt dabei zur Sprache zwischen den beiden.

Leider war das Buch so gar nicht meins, so dass ich es schließlich auch abgebrochen habe. Nicht nur, dass es mir insgesamt zu politisch gewesen ist (es ist echt hilfreich, wenn man sich in der Politik in England und Brasilien etwas besser auskennt). Auch mit dem Schreibstil der hochgelobten Autorin konnte ich mich so gar nicht anfreunden. Längere Strecken kommen ganz normal rüber, aber häufig gab es auch längere Passagen in so einer Liedform, was den Lesefluss sehr schwer machte.

Für mich eine echte Enttäuschung und ich kann keine wirkliche Leseempfehlung darüber abgeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere