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Veröffentlicht am 08.07.2019

„Ich sehe gerne Krimis, verkündete die Oma kauend. Und das Beste ist, wenn es eine zweite Leiche gibt“.

Brandmord
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Als Birte und Peter planen, sich in einem kleinen beschaulichen Ort in der Eifel niederzulassen, ahnen sie nicht, auf was sie sich da einlassen.

Der Tag des Umzugs naht und Peter möchte überhaupt gar ...

Als Birte und Peter planen, sich in einem kleinen beschaulichen Ort in der Eifel niederzulassen, ahnen sie nicht, auf was sie sich da einlassen.

Der Tag des Umzugs naht und Peter möchte überhaupt gar nicht aus der Stadt wegziehen. Birte hingegen ist voller Tatendrang und kann es kaum abwarten, endlich in die freie Natur zu kommen. Leider gibt es gleich bei der Ankunft ein böses Erwachsen. Im Pappelweg angekommen, werden sie vom Blaulichtgewitter von Feuerwehr, Polizei und Rettungswagen empfangen. Was ist denn hier passiert?

Das Nachbarshaus, was in diesem kleinen altertümlichen Örtchen völlig fehl am Platze scheint, ist teilweise abgebrannt. Leider ist auch ein Opfer zu beklagen. Birte, die vorher gar nicht schnell genug aufs Land kommen konnte ist außer sich und will nur noch weg. Warum ist sie auf einmal so störrisch und will sofort wieder weg, nein schlimmer noch, sie will das gerade erworbene Haus sofort wieder verkaufen.

Peter ist völlig überrascht und weiß gar nicht, was er davon halten soll. Komischerweise fühlt er sich gleich wohl in dem Örtchen und möchte gar nicht mehr zurück in die Stadt.

Die kleine Nachbarschaft dreht völlig am Rad und eigentlich kann es nur sein, dass der Brandstifter und Mörder nur unter ihnen zu suchen ist. Jeder ist verdächtig und hat hier ein Geheimnis zu verbergen und so wird letztendlich ein Privatdetektiv beauftragt, Licht ins Dunkle zu bringen.

Fazit:

Die Autorin Alexa Thiesmeyer schreibt hier den fünften Fall für Freddy und Pilar, für mich ist es das erste Buch.

Der Schreibstil ist leicht verständlich und lässt sich flüssig lesen. Die Kapitelwechsel sind mit dem passenden Vornamen ausgewiesen und daher weiß man gleich, um wen es hier geht.

Die Charaktere sind vielschichtig und gut beschrieben. Die Anzahl der Beteiligten ist schon recht hoch und daher ist das Personenregister am Anfang wirklich hilfreich. Ich mag es gerne, wenn ich weiß, was diesen Menschen ausmacht, aber so manches Detail empfand ich dann doch ein wenig zu viel. Mein Lieblingscharakter war hier eindeutig Peter. Mir gefiel seine Entwicklung sehr gut, wie er sich in seine Umgebung eingefügt hat, Hund und Katze aufnahm und so mein Herz eroberte.

Bei der Spannung fehlte es mir ein wenig an Dauerhaftigkeit. Sie war teilweise ganz verschwunden und dann blitzte sie mal kurzfristig ein wenig auf. Für einen spannenden Krimi war es für mich gefühlt zu wenig und nicht hoch genug.

Die Autorin hat es verstanden, diesem Krimi Lokalkolorit und auch teilweise Spannung zu verleihen, so dass man als Leser bei der Stange bleibt. Ganz ehrlich war ich bis zum Ende hin unsicher, wer hier der wirkliche Täter ist.

Ich kann diesen Krimi durchaus empfehlen und vergebe gerne 4 Sterne.

Veröffentlicht am 30.09.2018

„Die Tochter der Köchin soll also mein Vorbild sein?“

Die Ärztin: Das Licht der Welt
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Die 13-jährige Ricarda Petersen lebt ein einfaches aber gutes Leben im Jahre 1876 als Tochter des Gärtners und der Köchin auf Schloss Freystetten. Durch einen tragischen Unfall wird sie Zeugin, wie Komtess ...

Die 13-jährige Ricarda Petersen lebt ein einfaches aber gutes Leben im Jahre 1876 als Tochter des Gärtners und der Köchin auf Schloss Freystetten. Durch einen tragischen Unfall wird sie Zeugin, wie Komtess Henriette ihrer Nichte das Leben rettet. Sie ist Ärztin. Ein Beruf den hier nur Männer ausüben dürfen, erzählt sie ihr. Sie hat aber in Zürich studiert, wo Frauen auch Ärztinnen werden dürfen. Das alles hört sich für Ricarda ganz unglaublich und weit weg von ihrem Leben, an.

Als Henriette von Freystetten dann nach Berlin zurückkehren möchte, muss sie ihrem sterbenden Vater aber versprechen, sich um Ricarda zu kümmern. Kurzentschlossen nimmt Henriette sie mit in die Großstadt und will ihr dort eine gute schulische Ausbildung zukommen lassen, denn Ricarda hat bei dem besagten Unglück bewiesen, dass sie mutig ist und eine große Auffassungsgabe hat.

Von jetzt auf gleich dreht sich Ricardas Welt in ganz anderen Dimensionen. Eben noch ist sie traurig, nicht bei ihrer Familie sein zu können, um dann im nächsten Augenblick zu erkennen, dass sie hier genau richtig ist, denn ihr Wissensdurst ist unersättlich.

Sie lernt viel und schnell. Durch eine Kleinigkeit, die in ihren Augen aber richtig war, wird Ricarda ins Gefängnis geworfen und hilft dort der Krankenschwester bei ihrer täglichen Arbeit, die kranken Frauen zu pflegen. Ihr Wunsch ist klar, sie will auch helfen. Aber der Weg den sie gehen wird, um das zu erreichen ist schwer und steinig. Und dann erkennt sie bald, dass sie mehr als nur Kranke pflegen will, sie möchte sie auch heilen.

Wird Ricardas Traum Wirklichkeit? Kann sie auch einmal Ärztin werden?

Fazit:

Hinter dem Autorenname Helene Sommerfeld verbirgt sich das Pseudonym eines Berliner Autoren-Ehepaares. Mit „Die Ärztin – Das Licht der Welt“ schreiben sie den 1.Teil der zweiteiligen Historiensaga um die Ärztin Ricarda Thomasius. Sofort bin ich bei ihr und lasse mich in das Jahr 1876 und die Geschehnisse auf Schloss Freystetten mitnehmen.

Der Schreibstil gefällt mir gut und ist flüssig zu lesen. Manches Mal fehlt mir ein wenig die Tiefe und an anderer Stelle sind die Einblicke dann zu ausschweifend beschrieben. Das richtige Gleichgewicht zu finden ist sicher das schwierigste bei diesem Roman. Einerseits möchte der Leser so viel wie möglich aus der Zeit, der Umgebung, des Lebensstils und der Menschen, wissen. Andererseits aber auch, wie in der damaligen Zeit Kranken und Verletzten geholfen wurde und wie die medizinischen Voraussetzungen waren und wie schnell sie voranschritten.

Jedem einzelnen Charakter verleiht die Autorin ein ganz eigenes Gesicht. Mir gefällt Ricarda wirklich gut. Meine Lieblingsprotagonistin ist hier aber eindeutig Dr. Käthe Hausmann. Sie war mir von Anfang an sympathisch, sie pokert nicht, sie sagt immer genau das, was sie sagen möchte, ganz egal was andere denken.

Mich konnte die Autorin überzeugen, denn die Geschichte um Ricarda ist interessant und oftmals mit sehr viel Mitgefühl erzählt, mein Kopfkino lief auf Hochtouren. Daher vergebe ich hier gerne 4 Sterne, eine klare Leseempfehlung und freue mich schon jetzt auf die bald erscheinende Fortsetzung.

Veröffentlicht am 19.09.2018

Diese Ungeheuer sind so scheußlich. Ich hatte solche Angst“..

Ayane und das Geheimnis der Glückselfen
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Ayane ist eine Glückselfe. Bisher hat sie das immer so hingenommen, aber als die Schulferien herannahen stellt sie sich und anderen die Frage: Warum heißen wir Glückselfen? Keiner kann oder will ihrn sagen ...

Ayane ist eine Glückselfe. Bisher hat sie das immer so hingenommen, aber als die Schulferien herannahen stellt sie sich und anderen die Frage: Warum heißen wir Glückselfen? Keiner kann oder will ihrn sagen warum das so ist, oder wissen die Erwachsenen es etwa selbst nicht?

Mit ihren Freunden Fanna und Denar macht sie sich auf den Weg zu ihrem Onkel Eldar. Diese Elfen wohnen ganz anders als sie, aber es ist wunderschön dort. Die Ferien sind inzwischen ein wenig Nebensache geworden, denn die Frage beschäftigt sie immer noch. Ihr Onkel Eldar ist schon viel herumgekommen und so fragt sie auch ihn. Warum heißen wir Glückselfen? Nach langem Zögern erzählt er eine Geschichte und die drei Birkendorfer Elfen machen sich auf den Weg um die Wahrheit zu erfahren.

Ihr Weg ist lang und beschwerlich, aber auch das Treffen mit anderen Wesen, die sie nur aus den Erzählungen kennen, machen die Reise gefährlich, aber auch schön und lehrreich.

Als sie dann bei den Quellelfen angekommen sind, erfahren sie etwas, was sie so in ihren kühnsten Träumen nicht erwartet hatten.

Fazit:

Die Autorin Ann-Cathrin May hat hier eine schöne Geschichte über die Elfenwelt geschrieben. Anfangs etwas schwerfällig, dann doch aber immer flüssiger begleite ich Ayane und ihre Freunde durch ihre ersten Abenteuer.

Der Schreibstil ist einfach und sehr flüssig zu lesen. Die Charaktere beschreibt die Autorin sehr ausführlich und so hatte ich zu Jeder von ihnen eine besondere Verbindung aufbauen können.

Nach der Hälfte des Buches war die Geschichte so fesselnd, dass ich sie in einem Rutsch ausgelesen habe.

Das Ende kommt dann schnell und ich möchte eigentlich gar nicht aufhören, sondern unbedingt wissen, wie die Geschichte um die Elfenwelt weitergeht. Aber da muss ich eben warten, bis der 2.Teil der Glückselfen-Saga erscheint.

Hier kommen von mir 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung, denn wer gerne in der Elfenwelt versinken möchte, ist hier bestens aufgehoben.

Veröffentlicht am 20.08.2018

„Und so was fällt Ihnen ein, während sie bewusstlos sind?“

Mord in Greetsiel - Ostfrieslandkrimi
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Josefine Brenner ist Rechtsmedizinerin im Ruhestand. Aber ihr letzter Fall hat sie eigentlich erst dort hingebracht. Sie ist mit Leib und Seele in ihrem Job tätig gewesen und versucht nun alles, um sich ...

Josefine Brenner ist Rechtsmedizinerin im Ruhestand. Aber ihr letzter Fall hat sie eigentlich erst dort hingebracht. Sie ist mit Leib und Seele in ihrem Job tätig gewesen und versucht nun alles, um sich abzulenken. Da fällt ihr nur eins ein: Urlaub in Greetsiel und eben auch ihre Freundin Theda dort besuchen.

Allein möchte sie aber nicht sein und ihr Mops Sir Toby ist zwar ihr Liebling aber eben doch kein Gesprächspartner. So möchte sie ihre Großtochter Jessica mitnehmen, die ihr beim Kauf eines Urlaubsdomizils helfen soll. Jessi ist völlig außer sich und will gar nicht mit. Ihre Eltern aber versprechen ihr danach einen Malleurlaub zu finanzieren und so ergibt sie sich in ihr Schicksal.

In Greetsiel angekommen, fallen die beiden Frauen gleich mal über eine Leiche. Ein toller Einstieg denkt sich Josefine und ist Feuer und Flamme und gleich voll in eine Ermittlung involviert. Die Kommissare Andreas Coordes und Ralf Toben sind nicht gerade begeistert, aber der hiesige Gerichtsmediziner kennt Josefine und so kommt es, wie es kommen muss. Josefine darf an dem Fall mitarbeiten.

Aber es bleibt nicht bei einer Leiche. Alles weist auf den letzten Fall von Josefine hin und es kann sich hier nur um einen Serienmörder handeln.

Das ganze kleine Dorf ist in Aufruhr. Keiner ahnt wirklich, warum hier so fleißig gemordet wird.

Mehr werde ich jetzt nicht verraten. Lest selbst.

Fazit:

Die Autorin Susanne Ptak nimmt uns in ihrem Kriminalroman mit nach Greetsiel. Schön beschreibt sie die Umgebung und auch die Bewohner dort.

Der Schreibstil lässt sich absolut flüssig lesen. Einmal angefangen, kann ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Ein Krimi, der jetzt nicht vor Spannung knistert, mich aber doch sehr gut unterhalten hat. Dem Mörder war ich schnell auf die Schliche gekommen, aber warum er mordet und wieso auf diese Art, war dann doch interessant, zu erfahren.

Jeden einzelnen Protagonisten beschreibt die Autorin sehr genau. Mein Liebling ist hier natürlich Josefine. Eine Frau wie sie das Leben schreibt. Burschikos und nie aufgebend, mutig und auch sehr sympathisch. Auch Jessica gefällt mir gut. Ich hoffe, dass hier noch mehr über diese beiden Frauen geschrieben wird. Auch die Kommissare mag ich. Andreas Coordes steht mitten im Leben und Ralf Toben, der ewig schlecht gelaunte und doch nette Kommissar.

Gute Unterhaltung für zwischendurch. Hier kommen von mir 4 Sterne und ich empfehle ihn gerne weiter.

Veröffentlicht am 29.07.2018

„In welchem Traum gehst du denn spazieren?“

Mord in Emden. Ostfrieslandkrimi
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Als der Unternehmer Peter von Rauhenberg spurlos verschwindet, wird erst einmal angenommen, dass er sich eine kurze Auszeit nimmt. Hat er doch gerade seiner ganzen buckeligen Verwandtschaft mitgeteilt, ...

Als der Unternehmer Peter von Rauhenberg spurlos verschwindet, wird erst einmal angenommen, dass er sich eine kurze Auszeit nimmt. Hat er doch gerade seiner ganzen buckeligen Verwandtschaft mitgeteilt, dass er seine Firma verkauft hat und mit seiner jungen Ehefrau einen Neuanfang starten möchte. Alle Beteiligten müssen nun hoffen, dass der neue Firmeninhaber ihre Arbeitsplätze erhalten wird. Denn ihre offensichtliche Faulheit und das Desinteresse mag er sicher nicht unterstützen. Einzig sein Schwager Bruno und dessen Kinder haben weiterhin einen sicheren Job in der Firma.

Vom spurlosen Verschwinden ihres Bruders informiert, macht sich Margot Brenner mit ihrer Schwiegermutter Dr. Josefine Brenner, auf den Weg nach Ostfriesland. Keiner hat eine Spur des Vermissten und so schaltet Josefine, sie ist Rechtsmedizinerin im Ruhestand und Miss Marple in Person, die Polizei ein. Kein Fall bleibt bei Josefine ungelöst. Aber sie rechnet nicht damit, dass auch noch Timo, der Sohn von Peter aus erster Ehe spurlos verschwindet.

Die Ermittlungsarbeiten sind schwierig und vielschichtig. Warum kann man keinen der Rauhenbergs finden? Als dann auch noch eine Frau vermisst wird, ist Gefahr in Verzug. Was geht hier vor?

Fazit:

Die Autorin Susanne Ptak schreibt hier den 7. Fall für Dr. Josefine Brenner. Wieder nimmt sie uns mit nach Ostfriesland und wir können den unorthodoxen Ermittlungsarbeiten Josefines folgen.

Viele Charaktere kennen wir schon aus den Vorgängerkrimis. Ich mag Josefine und vor allem ihren Mops Sir Toby. Auch die neuen Figuren passen gut ins Bild und werden sehr schön beschrieben.

Die Spannung ist gut, teilweise ebbt sie ein wenig ab um dann am Ende wieder in die Höhe zu klettern.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr leicht und flüssig lesbar. Einmal angefangen lese ich den Krimi in einem Rutsch aus.

Das Ende war für mich ein wenig zu schnell abgearbeitet. Mit diesen Personen als Täter hätte ich so gar nicht gerechnet und passten für mich auch irgendwie nicht so ganz ins Gesamtbild. Vielleicht hätte eine ausführlichere Erklärung, wie sie es schafften diese grausamen Taten so auszuüben dazu beigetragen, mich vollends zu überzeugen.

Ich vergebe hier 4 Sterne und eine Kaufempfehlung. Eine kurzweilige Krimiunterhaltung ist garantiert.