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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2018

Gutes Mittelfeld ... mir persönlich zu vorhersehbar ...

Töte, was du liebst
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Christian Kraus does it again … acht Jahre nach seinem Debütroman „Der Seele dunkle Seite“ veröffentlicht er erneut einen Thriller. Auch dieser ist wieder in Hamburg ansässig, wenn auch mit anderen Protagonisten. ...

Christian Kraus does it again … acht Jahre nach seinem Debütroman „Der Seele dunkle Seite“ veröffentlicht er erneut einen Thriller. Auch dieser ist wieder in Hamburg ansässig, wenn auch mit anderen Protagonisten. Der oben aufgeführte Klappentext beschreibt die Handlung hinreichend ohne zu viel preiszugeben, oder vielleicht doch nicht? Beim Lesen wird recht schnell offensichtlich, wo der Autor mit seiner Handlung hinwill, was leider die Spannung und somit das Lesevergnügen unweigerlich schmälert. Die Krankheitsbilder der verschiedenen Charaktere scheinen gut und authentisch beschrieben, keiner Wunder, ist Kraus doch selbst von Haus aus Psychiater und Psychotherapeut. Dafür wirken die Beziehungen der Darsteller untereinander oft überzogen und ein wenig unglaubwürdig. Hier waren wir uns mehr oder weniger alle in der Leserunde einig.
„Töte, was du liebst“ kann man lesen, muss man aber nicht.

Veröffentlicht am 28.08.2018

Arm und reich verträgt sich nicht ...

Ostfriesenkind
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Auf dieses Buch freute ich mich schon lange, es lag schon einige Monate auf meinem SUB und diesen Monat war es „fällig“. Vorgestellt hatte ich mir darunter eine Geschichte ähnlich der tollen Ella Hahn ...

Auf dieses Buch freute ich mich schon lange, es lag schon einige Monate auf meinem SUB und diesen Monat war es „fällig“. Vorgestellt hatte ich mir darunter eine Geschichte ähnlich der tollen Ella Hahn Reihe, die mit dem Buch „Aufbruch“ um das Mädchen Hildegard ihren Beginn nimmt. Bekommen habe ich eine leicht lesbare Geschichte – ich habe das Buch an einem Tag verschlungen – der aber meiner Meinung nach leider der echte Tiefgang fehlt. Hier werden wirklich alle Klischees bedient. So verguckt sich der reiche Unternehmersohn in das arme Arbeitermädchen während die kleine Schwester besagten Sohns sich hoffnungslos in den Stallburschen verliebt. Ein despotischer Ehemann und Teilhaber setzen dem ganzen dann die Krone auf.
Wie gesagt, leichte Lektüre, die mir einen faulen Sonntag versüßt hat, mich aber ein wenig enttäuscht zurücklässt.

Veröffentlicht am 28.08.2018

Kolonialmachenschaften im fernen Malaya ...

Das weiße Blut der Erde
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Ein durchaus spannendes Thema, zu dem ich in Romanform bis jetzt noch wenig gelesen hatte. Ich finde es immer wieder faszinierend aber natürlich auch erschreckend und abstoßend mit welchem Hochmut und ...

Ein durchaus spannendes Thema, zu dem ich in Romanform bis jetzt noch wenig gelesen hatte. Ich finde es immer wieder faszinierend aber natürlich auch erschreckend und abstoßend mit welchem Hochmut und mit welcher Selbstverständlichkeit fremde Mächte ein Land besiedelten um dann anschließend die eigentlichen Einwohner zu drangsalieren, ja sogar zu Menschen zweiter Klasse machen. So und nicht anders geschah es auch in dieser fiktiven Geschichte um die junge Ella, die sich aber bald gegen alle Konventionen stellt.
Leider liest sich der Roman ein wenig unrund, weist doch einige Rechtschreibfehler auf und ist einfach von der Wortwahl manchmal ein wenig einfach gestrickt. Ich dachte erst, es mag an der Übersetzung liegen, stellte dann aber fest, dass sich hinter dem Namen Tara Haigh die deutsche Schriftstellerin Tessa Hennig verbirgt. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, aber über eine Bewertung im mittleren Bereich kommt es meiner Meinung nach nicht hinaus.

Veröffentlicht am 21.08.2018

Das geht besser ...

Das Richterspiel
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Ganz ehrlich, diesmal war ich von der Autorin enttäuscht, die Geschichte hat mich trotz des heftigen Themas nicht wirklich gefesselt. Die Story braucht ewig, bis sie in die Gänge kommt, immer wieder verfolgen ...

Ganz ehrlich, diesmal war ich von der Autorin enttäuscht, die Geschichte hat mich trotz des heftigen Themas nicht wirklich gefesselt. Die Story braucht ewig, bis sie in die Gänge kommt, immer wieder verfolgen die Ermittler wirre Spuren. Erst im letzten Viertel versteht man als Leser worum es eigentlich geht und was der Titel zu bedeuten hat. Dann wird es allerdings noch mal richtig spannend und bei der erschütternden Aufklärung können sich einem schon die Nackenhaare stellen. Alles in allem kann Frau Kornbichler das aber besser und ich hoffe, ich werde von ihrem nächsten Buch wieder begeistert sein.

Veröffentlicht am 21.08.2018

Die düsteren Gebrüder Grimm lassen grüßen ...

Das Hexenmädchen
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Obwohl natürlich wieder hervorragend vorgetragen von Axel Milberg, der für mich die wahre Verkörperung des Kommissars Nils Trojan darstellt, verdient dieser vierte Teil zum ersten Mal nicht die Bestnote, ...

Obwohl natürlich wieder hervorragend vorgetragen von Axel Milberg, der für mich die wahre Verkörperung des Kommissars Nils Trojan darstellt, verdient dieser vierte Teil zum ersten Mal nicht die Bestnote, wie sonst seine Vorgänger.
Die Idee, ein Märchenmotiv der Gebrüder Grimm zu wählen, fand ich zunächst nicht schlecht, es erinnerte mich jedoch etwas an den Thriller „Wolfsfährte“ von Craig Russell, bei dem Kommissar Fabel einen Täter verfolgt, der von den Grimmschen Märchen geradezu besessen ist. Etwas übertrieben war vielleicht die Namensgebung der beiden „Kindopfer“ mit Grit und Hannes, die mir doch schon fast ein bisschen zu dicht bei Hänsel und Gretel und der bösen Hexe lag.
Ganz langsam, und ich meine wirklich ganz langsam erst, entwirrt sich nach vielen Kapiteln des Thrillers das Knäuel der Handlungsstränge, hier hätte ich mir vielleicht ein bisschen mehr roten Faden gewünscht. Die Vorstellung, dass die vermeintlichen Täter im Ofen braten mussten verursachte mir Gänsehaut, war aber mal eine ganz neue Variante, die ich kreativ fand. Alles in allem wurde der Fall schlussendlich gut und stimmig gelöst, was mich mit der Langatmigkeit wieder etwas versöhnt hat. Ein bisschen Privatleben nehmen wir auch mit, man darf gespannt sein, wie es weitergehen wird.