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Mianna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2019

Wahnsinnig spannend

Witchmark. World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019
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Miles Singer lebt in einer Welt, in der Hexen und Magier die Jahreszeiten bestimmen. Sie sorgen dafür, dass in Aeland lebenswerte Bedingungen herrschen. Gleichzeitig gibt es Hexenprozesse, Verfolgung und ...

Miles Singer lebt in einer Welt, in der Hexen und Magier die Jahreszeiten bestimmen. Sie sorgen dafür, dass in Aeland lebenswerte Bedingungen herrschen. Gleichzeitig gibt es Hexenprozesse, Verfolgung und Krieg. Miles hat seine Vergangenheit hinter sich gelassen und wird von dieser wieder eingeholt, als ein Hexer ihn als "Gesternten" erkennt.

Die Geschichte beginnt spannend, eröffnet eine ungewöhnliche Welt. Es braucht ein bisschen Zeit und Geduld, um die Eigenheiten Aelands und der Menschen dort zu verstehen. Weiter vertieft, könnte dies der Beginn einer aufregenden mehrteiligen Saga werden.

Es ist Krieg zwischen verschiedenen Völkern und die Bedrohung ist gut spürbar. Die Stimmung ist sehr düster und bedrohlich. Lange bleiben die Zusammenhänge unklar. Miles ist merkwürdigen Geschehnissen auf der Spur, einer Verschwörung und erst am Ende löst sich diese auf. Es wäre hilfreich den Lesenden auch vorher schon mehr Einblick zu geben, damit sie noch anders mitfiebern können. Ist aber Geschmackssache.

Die Geschichte ist dem Fantasy Genre zuzuordnen, hat viele Merkmale einer Thrillers und eine Familien- und Liebesgeschichte läuft auch mit. Das außergewöhnliche ist, dass es um gleichgeschlechtliche Liebe geht. Der Autor bedient sich damit zeitgemäßer Themen und verknüpft diese auf gelungene Weise miteinander.

Der Arzt ist eine interessante und geheimnisvolle Person. Er und die anderen Figuren werden mit der Zeit sympathisch, lassen in ihre Beweggründe Einblicken. Der Text liest sich fließend und ist bildhaft geschrieben.

Alles in allem ein fantastischer Horror - mittendrin eine Liebe zwischen zwei sehr besonderen Männern und eine große Bedrohung Aelands. Und nur Miles kann sein Land retten.

Veröffentlicht am 26.02.2019

Sehr empfehlenswert

Die zehn Lieben des Nishino
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Yukihiko Nishino liebt in seinem Leben die unterschiedlichsten Frauen. Sind die Frauen erst in seinem Bann merken sie doch bald, dass er sich nicht ganz auf sie einlassen kann.

Das Buch macht schon mit ...

Yukihiko Nishino liebt in seinem Leben die unterschiedlichsten Frauen. Sind die Frauen erst in seinem Bann merken sie doch bald, dass er sich nicht ganz auf sie einlassen kann.

Das Buch macht schon mit seinem schlichten und gleichzeitig fremdländisch farbenfrohen Cover aufmerksam. Inhaltlich ist es anders als erwartet - eher nüchtern, ohne große Dramen oder Verklärungen. Und das ist auch das Angenehme an der Erzählung, weil sie dadurch tiefgründiger wird.

In zehn Geschichten bekommen die Lesenden Einblick in die Gefühls- und Erlebniswelt der Frauen, die sich in Yukihiko verlieben. Die Geschichten sind aus der Sicht der jeweiligen Frau beschrieben und alle irgendwie faszinierend. Das liegt sicherlich an den spannenden Porträts der Frauen.

Die Erzählungen lassen sich zügig lesen, geben Einblick in die japanische Kultur und sind voller kluger Gedanken über die Liebe. Die Autorin hat eine unaufdringliche Art zu Erzählen und Situationen dabei von allen Seiten zu beleuchten.

Trotzdem die Frauen Nishino förmlich erliegen, wirken sie doch stark und interessant. Die Frauen und Nishino kommen gleichermaßen zur Geltung. Nishino hat was Geheimnisvolles und lässt sich nicht greifen. Ist er einfach ein perfekter Liebhaber, der die Wünsche der Frauen errät oder ist er schwach, unfähig sich zu binden und zu lieben? In jedem Fall gibt er eine schillernde Persönlichkeit ab.

Ein kluges Buch über Liebe in den unterschiedlichsten Formen. Ein besonders gutes Buch.

Veröffentlicht am 19.01.2019

Berührend und tiefgründig

Fünf Tage im Mai
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Elisabeth R. Hager hat in "Fünf Tage im Mai" die besondere Beziehung zwischen Illy und ihrem Ur-Großvater Tatka beschrieben. Er, ein Auslaufmodell, sie, in der Orientierung müssen sie sich beide den Härten ...

Elisabeth R. Hager hat in "Fünf Tage im Mai" die besondere Beziehung zwischen Illy und ihrem Ur-Großvater Tatka beschrieben. Er, ein Auslaufmodell, sie, in der Orientierung müssen sie sich beide den Härten des Lebens stellen.

Die Geschichte besteht aus fünf Teilen, in jedem Teil wird ein Ausschnitt aus dem Leben der Beiden erzählt. Immer im Mai. Im Mai lernt sie einen Jungen kennen, im Mai feiern sie den Geburtstag von Tatka, im Mai muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen...

Der Autorin gelingt es durch die ausschnittweise Erzählung, trotzdem zwischen den Ereignissen Jahre liegen, ein umfassendes Bild der Situation entstehen zu lassen. Vielleicht bekommt die Geschichte auch durch diese intensiven Einblicke in Ausschnitten ihren Schwung. Die Erzählung ist lebendig und lässt sich gut begreifen. Tatka und Illy sind sehr sympathisch, mit ihren positiven und negativen Eigenschaften. Es entsteht Nähe zu den Beiden, die Gefühle sind spürbar und die Geschichte entwickelt einen Sog. Das Geschehen macht betroffen, Tiefgang der Aussagen ist rührend. Am Ende wird die Geschichte rund, alles macht Sinn.

Die Sprache ist durchzogen von verschriftlichtem Dialekt und fällt durch sehr kreative Metaphern und kluge Formulierungen auf.

Eine vollkommene Geschichte - berührend, eindrücklich und logisch aufgebaut. Tolle Literatur. Und immer im richtigen Maß.

Veröffentlicht am 09.01.2019

Mal eine andere Perspektive

Good Morning, Mr. President!
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Beck Dory-Stein beschreibt in ihrem Roman ihre fünf Jahre dauernde Tätigkeit im Weißen Haus zur Regierungszeit Obamas. Beck hat als Stenographin viel über den Alltag im Weißen Haus, die MitarbeiterInnen, ...

Beck Dory-Stein beschreibt in ihrem Roman ihre fünf Jahre dauernde Tätigkeit im Weißen Haus zur Regierungszeit Obamas. Beck hat als Stenographin viel über den Alltag im Weißen Haus, die MitarbeiterInnen, die Auslandsreisen und ihre Begegnungen mit dem Präsidenten zu berichten. Dorey-Steins Roman steht für die jubelnde Anhängerschaft Obamas, Politikbegeisterung und das Erwachsen werden.

Kapitelweise schildert die Autorin ihren Alltag, ihre Sorgen bei der Jobsuche, dann die unglaubliche Zusage für einen Job im Weißen Haus. Neben ihrem intensiven Job bleibt nicht mehr viel Zeit für ihren Freund. Für Beck beginnt ein völlig neues Leben, dass sie einem Tagebuch ähnlich beschreibt. Die Lesenden bekommen umfassende Einblicke in ihre Erlebnisse, ihre Gedanken und Gefühle. Mit ihrem wunderbar humorvollen und fließenden Schreibstil schafft sie es zu Begeistern. In vielen Anekdoten erzählt sie von den spannenden Auslandsreisen, den Flügen mit der Air Force One und den vielen Besprechungen. Durch die Verwendung von internen Begriffen (POTUS: präsident of the United States; u. a.) schafft sie eine spürbare Nähe zum Geschehen. Die Atmosphäre, die sie beschreibt ist spannend, einladend und zum Wohlfühlen. Beck begegnet vielen sympathischen KollegInnen und erzählt mit viel Sprachwitz und Situationskomik von ihren Erlebnissen.

Ein wunderbar unterhaltsamer Roman über Obamas Regierungszeit: aus Sicht der Stenographin. Persönliche Geschichte verbunden mit dem politischen Geschehen. Gelungen!

Veröffentlicht am 24.10.2018

Kurzweiliges Lesevergnügen

Gehen. Weiter gehen
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Der Norweger Erling Kagge hat eine Anleitung zum Gehen geschrieben. Darin berichtet er von seinen eigenen Erfahrungen mit dem Gehen, seinen Erlebnissen auf seinen Wanderungen und der heilsamen Wirkung.

Seine ...

Der Norweger Erling Kagge hat eine Anleitung zum Gehen geschrieben. Darin berichtet er von seinen eigenen Erfahrungen mit dem Gehen, seinen Erlebnissen auf seinen Wanderungen und der heilsamen Wirkung.

Seine Texte sind mal philosophisch, mal nachdenklich, mal witzig und erstaunlich. In kurzen Absätzen erzählt er von fremden Ländern, verschiedenen Landschaften und den Menschen, denen er begegnet. Die ausgewählten Fotografien sind eindrucksvoll und werten den Text weiter auf. Kagge schafft es zu begeistern und Interesse zu wecken. Dabei geht er unaufdringlich vor.

Der Text liest sich fließend und die Ausdrucksweise ist prägnant. Durchsetzt mit Zitaten und verschiedenen Ansichten bekommen die Lesenden einen umfassenden Einblick ins Thema Gehen.

Ein kurzweiliges Lesevergnügen über die Liebe zum Gehen.