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Veröffentlicht am 11.03.2019

Rot und Silber - Auf ewig vereint?

Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)
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Betitelt als Fantasy-Highlight wurde ich wieder neugierig auf die Geschichte von Mare gemacht. Ich habe das Buch bereits vor ein paar Jahren gelesen, konnte mich aber nur noch grob daran erinnern. Damals ...

Betitelt als Fantasy-Highlight wurde ich wieder neugierig auf die Geschichte von Mare gemacht. Ich habe das Buch bereits vor ein paar Jahren gelesen, konnte mich aber nur noch grob daran erinnern. Damals gab es noch nicht gleich die Folgebände, da gerät ein Einzelteil bei mir recht schnell in Vergessenheit. Dieses Mal aber steht der nächste Band schon bereit und ich bin sehr gespannt:)

Inhalt:
Mare lebt in einer Welt, die die Menschen nach der Farbe ihres Blutes in arm und reich, Diener und Herrscher aufteilen. Sie selbst gehört mit ihrer Familie in den roten Teil der Welt: dem Teil des niederen Volks.
Doch ein Abend soll ihr Lebe verändern. Auf einmal befindet sie sich mitten unter ihnen, den Silbernen. Als Dienerin arbeitet sie unter ihnen im Sonnenpalast und dann geschieht das Unmögliche: Als sie in Gefahr gerät, scheint die Grenzen zu verschwimmen. Mare hat Fähigkeiten! Fähigkeiten, die eigentlich den Silbernen vorbehalten sind. Plötzlich findet sie sich als Verlobte des Prinzen wieder, denn natürlich darf das Unmögliche keineswegs nach Draußen gelangen. Mare wird zur Silbernen. Äußerlich. Im Herzen ist sie eine Rote und die kämpft für ihr Volk. Dafür riskiert sie nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Herz. Denn die zwei Prinzen bringen immer wieder Mares Gefühle durcheinander.

Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr anschaulich und flüssig. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und war immer wieder durch die Spannung an das Buch gefesselt. Zwischendurch zog es sich aber auch immer mal, sodass ich quasi erst wieder auf was Spannendes warten musste, damit mir die Lust am Buch nicht vergeht.

Charaktere:
Ich hätte nicht gedacht, dass man eine Charakterin so konstant halten kann. Mare hat von Anfang an ein Auge für die minderen Umstände in ihrem Land, sie denkt an das Volk der Roten und lässt sich vom Glanz der Silbernen nicht einlullen. Dabei glaubt und hofft sie auf eine bessere Welt. Ich fand es sehr gut, dass sich das durch das ganze Buch zog. Auf Mare´s Charakter konnte man sich verlassen und das hat in so manchen Situationen, in denen alles andere verworren schien, Sicherheit gegeben.
Interessant fand ich auch die Gestaltung der anderen Charaktere. Keiner ist schwarz – keiner weiß. In diesem Buch bilden alle Grauschattierungen, was die Figuren zu großen Mitbestimmern über die Spannung im Buch macht und auch die ein oder andere ausweglose Situation entstehen lässt. Die Entwicklung, die die Protagonistin durchmacht, während sie begreift, welche Ausmaße eine einzige Entscheidung haben kann, stellt sie in einen größeren Kontext. In diesem ist sie nur eine von vielen, die für die Freiheit kämpfen.
So war es auch recht erfrischend, dass man als Leser nicht gleich einen Helden präsentiert bekam, den dann auch die Hauptprotagonistin toll findet. Stattdessen wird man selber vor die Aufgabe gestellt abzuwägen und hinter die Fassade zu sehen.

Zur Geschichte allgemein:
Die Idee der Geschichte fand ich wirklich sehr interessant. Von so einer extremen Klassentrennung hat man ja schon in „Die Tribute von Panem“ gelesen. Hier aber gibt es einen definitiven Unterschied: ihr Blut und Mare. Die weder silbern noch rot ist. Allein ihre Herkunft könnte wahrscheinlich schon Inhalt einer ganzen Geschichte sein, doch das Buch bietet noch mehr und so wird man in eine Welt hineingezogen, die grausam und glänzend zugleich ist und sich im Laufe der Geschichte dann doch sehr von der Handlung Panems unterscheidet.
Schön fand ich, auch, wenn es vielleicht grausam klingt, dass die Welt echt ist. Es gibt keine Zimperleien, der Tod ist allgegenwärtig und es ist keinesfalls gesichert, dass man glücklich bis an sein Lebensende im hohen Alter leben wird, wenn man einfach nur „brav“ ist. Dies fand ich sehr schön von der Autorin verdeutlicht und macht einen wesentlichen Teil der Handlung aus: alles steht in einem größeren Zusammenhang.
Durch unvorhersehbare Höhepunkte ist die Geschichte trotz vieler Klischees, von denen aber sogar einige aktiv mit in die Geschichte einbezogen werden, und teilweise etwas langgezogenen Stellen recht spannend.

Fazit:
Eine spannende Geschichte, die zwar zwischendurch ein paar Längen hat, mit ihrer Geschichte und der erschaffenen Welt aber überzeugen kann. Ein gelungener Auftakt, denn so viele Fragen sind noch offen. Ich kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen.

4 von 5 Sterne von mir.


Liebe Grüße

Veröffentlicht am 26.02.2019

Explosive Beziehung

Der Klang der Täuschung
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Klappentext:
Kazi ist auf den Straßen Vendas großgeworden und schlägt sich als Taschendiebin durch. Doch als eines Tages Königin Lia persönlich auf sie aufmerksam wird, ändert sich ihr Leben schlagartig. ...

Klappentext:
Kazi ist auf den Straßen Vendas großgeworden und schlägt sich als Taschendiebin durch. Doch als eines Tages Königin Lia persönlich auf sie aufmerksam wird, ändert sich ihr Leben schlagartig. Von nun an ist Kazi eine Rahtan und gehört der königlichen Leibgarde an. Sie erhält den Auftrag, die Verräter ausfindig zu machen, die für den Großen Krieg verantwortlich sind. Vermutlich haben sie bei einem feindlichen Rebellenvolk an der Landesgrenze Zuflucht gefunden. Doch als Kazi dort eintrifft und den jungen Anführer Jase kennenlernt, bringen Gefühle ihre Pläne durcheinander. Denn auch wenn ihr Kopf weiß, dass der Mann ihr Feind ist, so kann sich ihr Herz nicht gegen ihn wehren …

Cover:
Auch wenn das Cover für mich kein typisches Fantasy-Cover ist, so zieht mich die Gestaltung schon alleine wegen der schönen Schrift an. Durch das abgebildete Mädchen, die ich durch den Klappentext sofort mit Kazi in Übereinstimmung bringe, das in die Ferne guckt, wird bei mir der Wunsch angeregt zu erfahren, was sie in der weiten Welt, die angedeutet ist, erlebt. Es macht mich also neugierig und ist ein schöner Hingucker im Regal.

Schreibstil:
Das Buch ließ sich wirklich sehr leicht und locker lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Gerade, weil die Figuren nicht sehr ehrlich zueinander sind, kommt viel Spannung auf, die mich an das Buch gefesselt haben. Der Schreibstil unterstützt dies.

Charaktere:
Gerade erst habe ich von starken Mädchen in der Jugendliteratur gelesen. Tja, Kazi lässt sich da wohl eindeutig zuordnen. Stark und selbstbewusst weiß sie sich zu behaupten und verliert ihren Auftrag nie aus den Augen. Dazu zeigt sie ein Gewissen und Gefühl. Mir war sie sofort sympathisch. Zusammen mit ihren Freundinnen bildete sie ein Team, das sich blind verstand und schnell tödlich für jeden sein konnte. Schön fand ich, dass sie dennoch alle Einzelcharaktere wurden, die zwischendurch immer wieder einfach sie selbst waren und sich ihrem Alter entsprechend verhalten haben.

Jase war mir ebenfalls sofort sympathisch. Sein Beschützerinstinkt, die Liebe zu seiner Familie und das Wissen um seine Pflichten haben ihn besonders gemacht. Obwohl sowohl Kazi, als auch er die ein oder andere Lüge erzählt haben, so blieben beide doch ihren Grundwerten treu. Jase‘ Mitgefühl und Empathie stand dazu im Gegensatz zu Kazi’s fast verbissener Regelkonformität. Er hat somit in die Geschichte viel Gefühl gebracht. Viele der schönen Situationen, sowohl mit Nebenfiguren als auch mit Kazi haben wir ihm zu verdanken.

Zur Geschichte allgemein:
Die Handlung fing relativ langsam an, da der erste Schritt der Handlung im Prinzip nur zwischenmenschlich zwischen Kazi und Jase abläuft. Sobald die beiden jedoch in Torsfeste angekommen sind, gibt es gleich mehrere Handlungsstränge, die die Geschichte sehr lebhaft und spannend gestalten. (Achtung, hier wird jetzt ein wenig gespoilert!)
Zunächst einmal gibt es da Jase, der als neuer Patrei eingeführt wird und so den Leser in die textinterne Welt einführt. Er muss sich dabei sowohl mit seiner Familie auseinandersetzen, wie auch Zweiter Strang ist die Beziehung zwischen Kazi und Jase, die aus einem explosiven Miteinander besteht, seit die beiden zusammen in der Festung leben. Durch die Lügen zwischen ihnen, die teilweise auch dem Leser gegenüber nicht sofort vollständig aufgeklärt werden, wird Spannung aufgebaut. Dritter und letzter Strang ist Kazi, die alles dafür tut, um mit ihren Freundinnen ihren Auftrag zu erfüllen. So wurde ich mit viel Inhalt durch die Geschichte gezogen.
Alle Stränge waren gut ausgefüllt, die Liebesbeziehung zwischen Kazi und Jase war alles andere als langweilig. Die Zuspitzung und Zusammenführung der Stränge am Ende fand ich genial. Da fand ich tatsächlich nochmal einige Fantasyelemente, die die Geschichte für mich etwas realistischer gemacht haben, denn ansonsten verlief immer alles recht glücklich ab.
Mit dem Ende schloss dann ein Jugendbuch. Der grässliche Teil vieler Fantasybücher blieb weg. Das kann man positiv wie negativ sehen. Mir ging es vielleicht etwas zu glücklich und unkompliziert im Vergleich zum Rest der Geschichte aus.

Fazit:
„Der Klang der Täuschung“ hat mir sehr gut gefallen. Ich habe das Buch verschlungen, fühlte mich sehr gut unterhalten und bin gespannt auf mehr. Das Ende war mir vielleicht etwas zu sehr Happy End, aber ansonsten ein wirklich gutes Buch!

4 von 5 Sterne von mir.

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 06.02.2019

Wunderschön

Haunted Love - Perfekt ist Jetzt
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Achtung Spoiler!

Klappentext:
Ein Neuanfang im alten Leben – nichts will Hazel Evans mehr, als sie von ihrem Auslandssemester aus Portugal wieder zurück nach New York kommt. Sie ist klug, anständig und ...

Achtung Spoiler!

Klappentext:
Ein Neuanfang im alten Leben – nichts will Hazel Evans mehr, als sie von ihrem Auslandssemester aus Portugal wieder zurück nach New York kommt. Sie ist klug, anständig und studiert an der NYU – das einzige, das in ihrem Leben für Aufregung sorgt, sind die High-Society-Veranstaltungen, zu denen ihre beste Freundin Grace sie regelmäßig mitschleppt.Bis sie ihn trifft. Und er ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt, bis sie sich selbst nicht mehr wiedererkennt. Das Einzige, worin sie sich hundertprozentig sicher ist: Hazel will ihn. Um jeden Preis.Er ist unberechenbar und begehrt. So begehrt, wie sie es sich niemals vorstellen könnte. Und er hat Geheimnisse. Dunkle Geheimnisse. Aber die hat Hazel auch…

Schreibstil:
Am Schreibstil hat mich wirklich nichts gestört. Super flüssig, alles rund formuliert, tolle Satzstruktur. Ich konnte lesen, ohne vom Schreibstil daran erinnert zu werden, dass ich lese. So muss das sein!

Cover:
Das Cover finde ich im Hinblick auf den Titel recht passend, weil es offen ist und magisch wirkt. Ansonsten ist es aber nichts besonderes. Kein Cover, das mir gleich ins Auge sticht.

Charaktere:
Hier teile ich ganz klar auf. Fangen wir mit Hazel an:
In Hazel konnte ich mich super einfühlen. Sie erfüllt das typische Klischee des normalen, hübschen, schlichten Mädchens, das mit ihrem guten Herz und ihrer Schönheit bei allen punktet. Viele Entscheidungen und Handlungen, die sie getätigt hat, hätte ich genauso getätigt und konnte ich mir auch gut in der realen Welt vorstellen. Sie hat einfach unheimlich viel Authentizität in das Buch gebracht und durch ihren Charakter maßgeblich die Perspektive des Lesers auf die anderen Charaktere geprägt. So sieht Hazel in jedem irgendwo das Gute und versucht jedem zu helfen, auch wenn sie dabei selbst zu kurz kommt. So fand ich, dass sie im Hinblick auf Caleb dann doch sehr schwach war. Er musste einfach nur wieder bei ihr angekrochen kommen und schon hat sie alles, was vorher war vergessen. Das fand ich ein bisschen schade, weil ich ihr ein bisschen mehr Stärke schon zugetraut hätte und sie an vielen Stellen auch einfach mehr verdient hätte.

Caleb fand ich sehr schön dargestellt. Er erinnerte mich ein ganz kleines bisschen an Christian Grey, aber gleichzeitig war er auch so sprunghaft und des öfteren von der Meinung anderer beeinflusst, dass er doch wieder ein ganz anderer war. Die Autorin hat ihn super in die Geschichte integriert, sodass man seine Handlungen sehr gut nachvollziehen konnte und auch ein gewisses Maß an Mitgefühl ihm gegenüber aufbringen konnte. Anders wäre Hazels verzweifelte Verliebtheit in den „Bad Boy“ wohl eher nervig geworden. Caleb jedoch ist kein typischer Bad Boy, sondern einfach nur ein bisschen angeschlagen.
Die Nebencharaktere fand ich alle sehr gut charakterisiert. Ich konnte mir alle super vorstellen, alle verstehen und kennenlernen. Die Autorin hat es geschafft die richtige Anzahl an Nebenprotagonisten zu erschaffen, die wesentlichen Einfluss auf die Hauptcharaktere haben.

Zur Geschichte allgemein:
Die Idee der Geschichte war dann ja doch eher nicht so neu. Das Klischee also gegeben. Die Umsetzung war aber so gut und authentisch, dass man da gut drüber hinweg sehen konnte. Gerade weil durch den Prolog und einige Einschübe große Spannung bezüglich Calebs Vergangenheit geschaffen wurde. Am Ende klärt es sich zwar ziemlich unspektakulär, aber die Spannung führt den Leser komplett durchs Buch und lässt die Seiten so nur so dahinfliegen.
Neben Calebs Vergangenheit bietet die Geschichte noch allerlei andere „Katastrophen“ und Krisen, die die Geschichte auf Trapp halten. Zwar bedient die Autorin sich auch hier einiger Klischees, aber Caleb bleibt stets als unberechenbarer Faktor und so bleibt es trotzdem spannend.
Zum Teil war mir dann aber doch einiges zu überdramatisiert. Oftmals schwirrte Hazel wutendbrannt, todtraurig oder tiefverletzt ab, nur um ein paar Tage später alles wieder vergessen zu haben. Da fand ich, hat die Autorin es sich ein bisschen zu einfach gemacht. Die Tiefe der Emotionen und der Handlung ist zwar da, aber nicht komplett durchgezogen worden.
Auch der Handlungsstrang des „Gegners“ (Logan) war mir zu kurz gehalten. Daraus hätte man wirklich noch etwas mehr machen können, denn auch hier wurde anfangs viel dramatisiert und letztlich hat es sich in einer winzigen Szene alles erledigt.
Allgemein konzentriert sich die Geschichte sehr auf Caleb. Logan leitet Hazel zu ihm, die Freundin, die gegen ihn ist, wird kurzerhand gekürzt und die Mutter hat schnell anderes im Kopf, weshalb es ihr nichts mehr ausmacht, wenn Hazel bei Caleb bleibt. Die Fokussierung ist also sehr klar und lässt auf ihrem Weg leider einiges liegen.

Fazit:
Ich fand das Buch wirklich sehr schön. Die Geschichte ist perfekt, vielleicht schon zu perfekt. Hier und da konnte deshalb anscheinend gekürzt werden und das merkt man. Die Charaktere und der Schreibstil haben mir aber wirklich gut gefallen und ich kann das Buch auf jeden Fall an New Adult Fans weiterempfehlen!

4 von 5 Sterne von mir.

Vielen Dank an den Piper-Verlag und Netgalley.de für das Rezensionsexemplar!

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 05.01.2019

Eishockey zum Dahinschmelzen

Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders
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Nun aber zum Buch:
Abigail Jansen ist zurück in Glenwood Falls. Ihrem Heimatort, in dem sie ihren jetzt Ex-Ehemann und Profi-Eishockeyspieler Dean kennengelernt hat. Fest entschlossen sich ein eigenes ...

Nun aber zum Buch:
Abigail Jansen ist zurück in Glenwood Falls. Ihrem Heimatort, in dem sie ihren jetzt Ex-Ehemann und Profi-Eishockeyspieler Dean kennengelernt hat. Fest entschlossen sich ein eigenes Leben mit ihrer kleinen Tochter Dani aufzubauen, stolpert sie auf Jackson Westmore: Coach der schuleigenen Hockeymannschaft, bester Freund ihres Ex-Mannes und seit der Grundschule in Abigail verknallt. Obwohl sie sich dagegen wehrt, kommen auch bei Abby Gefühle auf. Aber will sie sich wirklich wieder auf einen Mann einlassen, dessen große Liebe das Eishockeyspielen ist?

Schreibstil:
Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr schön zu lesen. Flüssig und zügig ging es voran. Dazu hat sie es geschafft einen wunderbaren Ort für ihre Figuren zu schaffen, der jede Menge Wärme versprüht.
An die Er/Sie-Perspektive musste ich mich zwar erstmal wieder gewöhnen, aber durch die wechselnde Perspektive zwischen Abby und Jackson konnte ich beide Charaktere sehr gut kennen lernen und bekam Hilfe die Geschichte besser und schneller zu begreifen.

Charaktere:
Die Charaktere der Geschichte fand ich alle sehr herzlich entworfen. Die Kinder bringen immer wieder süße Momente in die Geschichte und die Nebencharaktere entsprechen den typischen Personen in einer Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und alle sich um alle sorgen. Abby und Jackson fand ich vielleicht ein bisschen zu einfach gehalten. So denken sie in ziemlich festgefahrenen Bahnen. Aber das passt wiederum auch zu dem Leben in einer Kleinstadt.
Jackson war so dennoch sehr interessant, denn er macht innerhalb des Handlungsverlauf eine große Entwicklung durch. Auch, wenn ich als Leser ein paar Details mehr hätte gebrauchen können, die mich in die richtige Richtung schicken. Denn so konnte ich das Ende nur aufgrund des allgemeinen Klischees vorausahnen.

Zur Geschichte allgemein:
Die Handlung bekam für mich durch die Integration des Eishockeysports einen besonderen Touch, den ich sehr interessant fand. Ansonsten gab es viel Gefühl, erwachsene Entscheidungen und Charaktere, die die Geschichte sehr gemütlich machten.
Obwohl die Handlung und das Ende für mich recht voraussehbar waren, weil die Idee der Geschichte, auch wenn mit einigen Details gespickt, nicht ganz so neu ist, so kam für mich durch die Charaktere und die Kurzweiligkeit der Geschichte dennoch Spannung auf und ich konnte das Buch sehr gut lesen.

Fazit:
Für mich war dieser Teil ein schöner Auftakt einer Reihe. (Auch, wenn ich gerade gesehen habe, dass der nächste Teil eigentlich davor spielen müsste.) Das Buch lies sich sehr schön und schnell lesen und gibt jedem Liebesromanleser genug Stoff zum Schwärmen. Meiner Meinung nach ein gutes Buch für zwischendurch, von dem man aber nicht unbedingt ein Feuerwerk der Emotionen und spannungsgeladenen Szenen erwarten sollte.

4 von 5 Sterne von mir.

Vielen Dank an den LYX-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Liebe Grüße


Veröffentlicht am 26.12.2018

Teeniedasein portioniert

Heartbeat. Truly yours
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Heartbeat-Truly Yours ist ein Teil der „Heartbeat“-Reihe, die nach Aussage des Verlages für Fans von sinnlichen Liebesgeschichten über starke Gefühle und intensive Anziehung geeignet ist.

Inhalt:
Als ...

Heartbeat-Truly Yours ist ein Teil der „Heartbeat“-Reihe, die nach Aussage des Verlages für Fans von sinnlichen Liebesgeschichten über starke Gefühle und intensive Anziehung geeignet ist.

Inhalt:
Als Harley am Weihnachtsabend auf den gutaussehenden Sam trifft, ahnt sie nicht, dass er bald der neue Schüler und Eishockey-Ass an ihrer Highschool ist. Dazu natürlich auch noch der Mädchenschwarm schlechthin, dem auch Harleys beste Freundin Cassidy verfällt. Zwischen Harley und Sam hat sich jedoch bereits der erste Funke entzündet. Unaufhaltsam steuern sie aufeinander zu. Doch werden die beiden trotz der Hindernisse, die ihnen die Highschool in den Weg legt zueinander finden? Oder ist es letztlich Sams Vergangenheit, die eine Beziehung unmöglich macht?

Cover:
Das Cover finde ich in seiner Schlichtheit anziehend. Der Titel ist interessant auf dem Buchdeckel platziert und verleiht dem Wort “Heartbeat” somit mehr Bedeutung, was ich sehr schön fand. Auch, weil er durch Farbe und das Herz verbildlicht ist.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm. Ich habe gut in das Buch hineingefunden. An einigen Stellen hat mir vielleicht etwas Text, ein paar Ausführungen gefehlt. Dadurch wären einige Szenen noch etwas gefühlvoller und emotionaler geworden meiner Meinung nach.
Was mich verwirrt hat, waren die Perspektivwechsel, die oft mitten im Kapitel vonstatten gingen, sodass ich manchmal nicht klar wusste, wer da nun gerade erzählt. Das hätte man vielleicht etwas deutlicher darstellen können.

Die Charaktere:
Sam und Harley waren zwei Charaktere, die man auf Anhieb gern hatte. Beide waren gut charakterisiert, handelten ihren Eigenschaften entsprechend und vor allem Sam hat der Geschichte immer wieder Spannung verliehen. Ihn fand ich besonders interessant, weil man als Leser nur langsam die ganze Wahrheit über ihn erfuhr und seine Handlungen somit nur bedingt nachvollziehen konnte, trotzdem blieb er mir die ganze Handlung über sympathisch.
Harley war das typische Mädchen an jeder Highschool, dass durch ihre Andersartigkeit heraus sticht, aber nicht unbedingt die Looserin schlechthin ist. Stattdessen macht sie ihr eigenes Ding, hat ein Auge für die schönen Dinge und liebt das Fotografieren. Dazu ist sie unheimlich gutmütig und fair. An so manchen Stellen habe ich sie für ihre gute Art bewundert.
Beide Charaktere sind interessant und verleihen der Geschichte ihre Würze, beide bleiben aber auch nicht allzu weit von den Klischees entfernt.

Die Geschichte allgemein:
Durch den Start in der Weihnachtsnacht gab es einen schönen Aufhänger für mich als Leser, um in die Geschichte hineinzukommen. Danach fand ich alles sehr gut aufeinander aufbauend und gelöst. An einigen Stellen hätte ich gerne etwas mehr gelesen, um es auch besser verstehen zu können, aber letztlich hat sich alles zu meiner Zufriedenheit aufgelöst. Das Ende war sehr schön realistisch und wunderbar romantisch!
Zwischendrin war ich etwas verwundert über Harleys oder Sams Handlungen, aber das liegt womöglich daran, dass ich sonst eher Bücher mit älteren Protagonisten lese. Vertrauen ist hier im Großen und Ganzen noch ein Streitthema, was ich bei Liebesgeschichten eigentlich immer sehr nervig finde. Da sich die ganze Handlung jedoch im Teeniekontext bewegt, fand ich es angebracht und sogar realistisch. Dazu kann ich noch sagen, dass es zwar in diesem Kontexte spielte, die Charaktere aber trotzdem ihrem Alter entsprechend handelten und es weit genug erwachsen war, um mich nicht in einem Fort die Augen verdrehen zu lassen. Man könnte sagen, es war genau die richtige Prise Teeniedasein eingefügt:)


Fazit:
Das Buch war mit seiner Geschichte nicht unbedingt etwas Neues für mich, die Charaktere sind jedoch liebevoll gestaltet, die Spannung ist da, es wird emotional, die erste Liebe ist ein großes Thema und alles bleibt realistisch. Zusammen mit der Prise Teeniedasein ein gelungenes Buch, das ich gerne gelesen habe.

4 von 5 Sterne von mir.

Liebe Grüße