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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2019

Interessante Reisebegleitung auf der Suche nach dem großen „WAS TUN“

Das Jahr nach dem Abi
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Der Autor Paul Bühre hat gerade sein Abitur in der Tasche aber sonst noch keinen Plan. Da er sich schon immer danach gesehnt hat, sich wie Batman verteidigen zu können, beschließt er zuerst einmal in China ...

Der Autor Paul Bühre hat gerade sein Abitur in der Tasche aber sonst noch keinen Plan. Da er sich schon immer danach gesehnt hat, sich wie Batman verteidigen zu können, beschließt er zuerst einmal in China eine Kung-Fu Schule zu besuchen und dann weiter durch die Welt zu reisen. Er nimmt sich eine Auszeit von einem Jahr, um Erfahrungen zu sammeln, sich selbst besser kennenzulernen und zu erkunden was seinem Leben Sinn geben könnte. So könnte eins zum anderen, denn da draußen warten viele Abenteuer…..


„Das Jahr nach dem Abi“ ist eine Art Erlebnisbericht über die "Selbsterfahrung" von Paul Bühre und schon das zweite Buch des jungen Autors.
Paul ist mir schon mit seinem Debüt „Teenie Leaks“ aufgefallen ist, mit dem er mir die Gefühlswelt meiner Söhne erschlossen hat;)
Obwohl ich wohl nicht zur Zielgruppe gehöre (entspreche der Mutterrolle;) haben mich seine beiden Werke angesprochen, denn es ist einfach spannend zu wissen, was in den Köpfen dieser Generation so abgeht. Es ist interessant zu erfahren, dass es schon eine Art zentrale Frage gibt, die viele Jugendliche beschäftigt, nämlich die Frage nach dem „SINN“. Paul findet am Ende eine kluge Antwort, die mir eigentlich schon klar war, aber wahrscheinlich muss jeder Einzelne selbst darauf kommen;) wir sind eben alle Individuen.
Gut ist es, wenn man diesen Mut aufbringt und sich dann auf die Suche begibt,…warum auch nicht!
Sein Durchhaltevermögen hat er jedenfalls bewiesen, eigentlich das wichtigste Attribut um sich weiterzuentwickeln, wie ich finde.

„Muss denn im Leben wirklich alles einen Sinn ergeben?“, das sage ich auch meinem Sohn hin und wieder, denn auch er hat Fragen nach den großen Ws „Wieso, Weshalb, Warum". Darin ähnelt er dem Autor sehr und daher brachte mich seine Erzählung dann auch das ein oder andere Mal zum Schmunzeln;)

Das „Erfahrungen“ Gold wert sind, ob gut oder nicht ganz so gut, am Ende kommt man auf alle Falle immer klüger zurück, als man vorher war. Hauptsache man kann auch ab und an den Weg genießen, denn der ist bekanntlich oft das Ziel.... oder auch nicht. Schlimmstenfalls ist man eben eine Erfahrung reicher! Hach, immer diese Sprichwörter;) obwohl, die kennt wahrscheinlich diese Generation gar nicht mehr;)
„Jeder sollte nach seiner Facon glücklich werden“, das hat meine Oma früher immer gesagt, aber das herauszufinden ist gerade heutzutage wohl gar nicht so einfach!
Paul versucht uns seine Entwicklung zu erklären, sein Schreibstil ist kurz, knapp, etwas flapsig und sehr kumpelhaft (sagt man das jetzt so!) aber auch unterhaltsam! Witzige Zeichnungen aus eigener Hand schmücken den Text zusätzlich. Sein Buch spricht sicherlich die Generation Z zur Inspiration an und natürlich alle Anderen, die sonst noch so keine Ahnung haben was sie einmal tun könnten oder sollten.

Hat er wieder gut gemacht der Paul, mein Respekt! Seine Gefühle und Gedanken so der Öffentlichkeit zu präsentieren finde ich mutig, aber auch eine gute Idee:)

Veröffentlicht am 06.03.2019

Ein Buch mit Gänsehautmomenten

Nächte, in denen Sturm aufzieht
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Die Familie McCullen lebt schon seit über 70 Jahren in dem kleinen ruhigen Küstenörtchen „Silver Bay“, an der Küste Australiens und betreibt dort ein gemütliches Pensionshotel. Die Menschen dort genießen ...

Die Familie McCullen lebt schon seit über 70 Jahren in dem kleinen ruhigen Küstenörtchen „Silver Bay“, an der Küste Australiens und betreibt dort ein gemütliches Pensionshotel. Die Menschen dort genießen ihr beschauliches Leben in der Bucht, mit wenig Touristen und ein wenig Walbeobachtung. Auch Liza Mc Cullen und ihre Tochter Hannah, schätzten die geruhsame Bucht, ist es doch das ideale Versteck vor der Welt da draußen, die sie so verletzt hat. Doch plötzlich taucht ein geschniegelter Engländer Mike Dormer aus London auf, der so gar nicht in diese Landschaft passt, aber er hat ein Zimmer im Hotel bei Tante Kathleen gebucht……

„Nächte, in denen Sturm aufzieht“, von der Bestsellerautorin JoJo Moyes, ist ein sehr beschauliches Buch, das vom geruhsamen Leben in einer Kleinstadt im fernen Australien erzählt. Es beschreibt den Alltag und das Leben der Bewohner und nimmt erst im Laufe der Geschichte Fahrt auf! Hauptcharaktere sind zwei Frauen und ein kleines Mädchen, verwandtschaftlich verbunden und von einem Geheimnis umgeben. Doch das interessiert dort am Ende der Welt so gut wie Niemanden, aber als Mike Dormer auftaucht, nimmt die Handlung Fahrt auf.
Die Beschreibungen ihrer Protagonisten ist der Autorin ganz wunderbar geglückt, es sind doch einige an der Zahl und sie erzählen aus ihren unterschiedlichen Perspektiven ihre Empfindungen, Ängste und Sorgen. Auch die Natur kommt nicht zu kurz, die Fahrten aufs Meer und die Beobachtungen von Walen und Delfinen. Ein aktuelles Thema, der Tourismus und seine Auswirkungen werden angesprochen und die Probleme die daraus erwachsen können. Natürlich geht es auch um Beziehungen, Liebe, Geheimnisse und das Leben an sich.
Eine gute unterhaltsame Mischung bietet diese Neuauflage von „Dem Himmel so nah“ auf alle Fälle. Besonders gelungen fand ich die Wandlung des adretten Engländers Mike, man könnte sagen er wandelt sich vom Saulus zum Paulus;)

Veröffentlicht am 10.01.2019

Wundervoll spannende Reise in das schöne Piemont zur Mitte des 16 Jh. mit diesem phantasievollen und historischen Abenteuerroman

EDELFA UND DER TEUFEL
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Im Piemont, des Jahres 1557, ist der bislang vom Glück verwöhnte Grafensohn Lauro aus dem Piemont gezwungen in den Krieg zu ziehen um seine Heimat von den Franzosen zu befreien. Bei einem Rückzugsgemetzel ...

Im Piemont, des Jahres 1557, ist der bislang vom Glück verwöhnte Grafensohn Lauro aus dem Piemont gezwungen in den Krieg zu ziehen um seine Heimat von den Franzosen zu befreien. Bei einem Rückzugsgemetzel wird nicht nur sein jüngerer Bruder getötet, nein Lauro und seine Gefährten gelangen in Gefangenschaft und Sklaverei. Eine weitere Hauptrolle spielt die schöne Marchesa Edelfa aus Neapel kommend, die auf dem Weg zu ihrem Bräutigam ebenfalls entführt wird und als Sklavin an einen mysteriösen schwarz gekleideten Grafen Namens Emanuele verkauft wird. Das Aufeinandertreffen dieser drei Hauptpersonen bleibt nicht ohne Folgen……

Dieser Roman von Caroline Sesta, ist der Auftakt zu einer abenteuerlichen Piemont-Saga mit spannenden und gefühlsgewaltigen Abschnitten. Anschaulich beschrieben sind auch Landschaft und Küche der Region, es ist als würde man Lauro und Edelfa begleiten und über deren Schulter schauen. Auch das Klosterleben lernt man kennen. Man fühlt die Liebe der Autorin für Details, alles ist hervorragend recherchiert, selbst eine gezeichnete Kante der Gegend ist zwecks Orientierung im Buch enthalten. Edelfa ist ein wenig Schneewittchen gleich, der Charakter dem alle Männer verfallen sind….selbst die böse „Stiefmutter“;) Auch etwas Fantasy ist in der Story enthalten, hat doch auch öfter mal der Teufel seine Hand im Spiel! Mehr verrate ich nicht, selber Lesen bitte. Die Seiten flogen sowieso nur so dahin und das dicke Buch ist schneller zu Ende gelesen als gedacht. Lauro ist für meinen Geschmack fast ein wenig zu brav, besonders zu Beginn der Geschichte, am Ende bin ich eigentlich schon auf der Seite von Team des teuflischen „Mr Black“;) wie ich zugeben muss! Das Buch ist wundervoll gebunden in einer hochwertigen Aufmachung mit einem zugegeben etwas schlichten Coverbild.

Für mich jedenfalls eine wirklich lesenswerte Saga, die mich gut unterhalten hat! Ein Buch zum Träumen von vergangenen Zeiten und mit Sehnsucht nach einer Reise ins Bergparadies Piemont. Auf Band 2 bin ich jedenfalls schon mega gespannt!

Veröffentlicht am 03.01.2019

Nette Romanze in NY

Bad Bachelor
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Als plötzlich die neue Männerbewertungsapp „Bad Bachelor“ in den sozialen Netzwerken auftaucht, scheint es mit dem Ruf und der Karriere des erfolgreichen New Yorker Womenitzer und PR-Agenten Reed McMahon ...

Als plötzlich die neue Männerbewertungsapp „Bad Bachelor“ in den sozialen Netzwerken auftaucht, scheint es mit dem Ruf und der Karriere des erfolgreichen New Yorker Womenitzer und PR-Agenten Reed McMahon steil bergab zu gehen.
Unglaublich viele Frauen stellen mit ihren negativen Bewertungen und Kommentaren, den gut aussehenden Junggesellen an den Pranger und er mutiert zum meist gehassten Mann der Stadt. Während PR-Mann Reed nun um sein eigenes Image kämpfen muss, verarbeitet die tief enttäuschte junge Bibliothekarin Darcy gerade den Frust um ihre geplatzte Hochzeit, mit Männern geht sie nur noch vorsichtig um! Als die beiden Singles zunächst beruflich aufeinander stoßen, fliegen erst einmal die Funken, den auch Darcy hat sich diese App heruntergeladen……

Der Roman „Bad Bachelor“ der Autorin Stefanie London ist eine wirklich amüsante und unterhaltsame Geschichte und zeigt auf, welche Überraschungen in der schönen neuen digitalen Welt durch Bewertungs-Apps auf uns warten können. Es geht um Mobbing, Verbreitung von Unwahrheiten und Diffamierungen, mit denen der bedauernswerte Protagonist hier zu kämpfen hat. Das Reed McMahon bislang kein Unschuldsengel war, ist selbst ihm klar, doch dass die Frauenwelt hat sich derartig gegen ihn verschworen hat, findet er nicht gerade glaubwürdig!

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, für meinen Geschmack beinahe ein wenig zu detailliert und ausufernd. Die zwei Hauptcharaktere sind sympathisch (besonders Reed;) dargestellt und die Chemie zwischen den beiden spürbar, doch ihr Geplänkel streckenweise etwas zu langatmig für meinen Geduldsfaden. Die Idee zur Story dagegen fand ich großartig erdacht, ein tolles Thema mit ernsten Hintergrund. Das Buch ist Auftakt einer Trilogie um das Mädchen Darcy und ihre beiden besten Freundinnen.


Der Roman hat mich gut unterhalten, Romantik, Sex, Gefühl, alles vorhanden. Toller Schauplatz, verlockendes Cover!
Geschichten aus New York sind einfach cool;)

Veröffentlicht am 29.10.2018

Ein Plädoyer für Berührungen, Massagen und deren Auswirkung auf den Menschen

Berührung
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Berührungen und deren Auswirkungen auf den Menschen werden aufgezeigt. Wie wichtig ist es eigentlich berührt zu werden und wie berühre ich Andere!? In Zeiten von „Don’t Touch“ eine interessante und spannende ...

Berührungen und deren Auswirkungen auf den Menschen werden aufgezeigt. Wie wichtig ist es eigentlich berührt zu werden und wie berühre ich Andere!? In Zeiten von „Don’t Touch“ eine interessante und spannende Frage. Das Berührungen vieles Auslösen können ist klar, wie wichtig sie aber eigentlich wirklich sind, will das Buch uns zeigen. Auch die Heilsamkeit von Berührung ist ein großes Thema!


Die zwei Berührungsspezialisten Bruno Müller-Oerlinghausen und Gabriele Mariell Kiebgis sind Autoren dieses interessanten Fachbuchs, das sich um „Berührung“ im Alltag und „Berührung und Heilung im professionellen Rahmen, an Hand von Massagetechniken und Statistiken beschäftigt.

Welche Art der Berührung wird in der Gesellschaft gepflegt, welche hat ihre festen Riten und Gewohnheiten? Es gibt auch jede Menge Tabus, man beachte dazu auch die Religion und Regeln der einzelnen Gemeinschaften. Zum Thema Berührung gibt es jede Menge zu beachten.
Zugegeben, es liest sich ein Teil des Buches ein klein wenig zäh, besonders wenn es sich um Statistiken und Studien handelt, doch größtenteils fand ich den Stoff wirklich faszinierend.


Ein Blick in den Alltag zeigt, ich berühre und streichle mein Smartphone öfter als mich oder einen anderen Menschen! Was macht das mit mir oder mit unseren Kindern!? Sich Berührungen bewusst machen und wie sie richtig ausgeführt werden, ist doch eine spannende Sache. Es gibt auch einen Teil im Buch, der sich mit Selbst-Berührung beschäftigt und dazu Übungen anbietet.

Insgesamt ein durchaus interessantes Thema, das einen neuen Blick auf unsere Berührungskultur wirft und ein Fachbuch, dass mich durchaus angesprochen hat.