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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2019

Muttertagsmörder spannend und mitreisend

Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9)
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"Muttertag" von Nele Neuhaus ist Band 9 der Bodenstein-Kirchhoff Krimireihe, ungemein fesselnd und spannend bis zur letzten Hörminute.

Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird die Leiche des ehemaligen ...

"Muttertag" von Nele Neuhaus ist Band 9 der Bodenstein-Kirchhoff Krimireihe, ungemein fesselnd und spannend bis zur letzten Hörminute.

Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird die Leiche des ehemaligen Betreibers Theodor Reifenrath gefunden. Pia Sander die Leitende Kriminalhauptkommissarin und ihr Chef Oliver Bernstein machen jedoch auf noch weiteren grausamen Funde im Hundewzinger.
Neben einem fast verhungerten Hund findet die Spurensicherung menschliche Knochen und es werden immer mehr Tote auf dem Grundstück geborgen. Allesamt Frauen. Theodor und seine Frau Rita hatten, so machte es den Anschein ein grosses Herz für Kinder und nahmen eine Vielzahl, die schwer vermittelbar und ohne Perspektive waren und die sonst in einem Heimen gelandet wäre, bei sich auf.
Seit Reifenraths Frau jedoch vor zwanzig Jahren auf mysteriöse Art verschwand lebte Theodor zurückgezogen. Keiner im Dorf wollte an ein Verbrechen glauben bis eine weitere Frau verschwindet und es für Pia Sander zu einer persönlichen Angelegenheit wird, in dem sie erkennt, das nichts so ist wie es auf den ersten Blick erscheint.

Bereits zu Anfang wird man als stiller Zuhörer Zeuge einer jugendlichen Tag in dem ein Mädchen unter Wasser gedrückt wird, bis es im Fluss ertrankt. Rasant nimmt der Krimi an Fahrt an, teilt sich in zwei Handlungsstränge die in der Gegenwart und teilweise einem kurzen aber messerscharfen Einblicke in die Vergangenheit gewähren. Parallel lernt man Viona ein junges Mädchen aus Zürich kennen, die durch den Tot ihrer Mutter erfährt das die Frau nicht ihre leibliche Mutter war. Sie macht sich auf die Suche, währenddessen Ermittelt Pia Sander gemeinsam mit ihrem Team und ihrem Chef Oliver Bernstein und stellt schon bald fest, das der Fall um einiges verworrener ist als gedacht.
Nele Neuhaus ist für mich ein absolutes Ausnahmetalent, die es schafft, durch einen perfide ausgearbeiteten Plot solche Spannungsbögen aufzubauen, die für atemraubende Hörminuten gesorgt haben. Man wird zwar ganz schön gefordert durch die Anzahl an Charaktere die man kennen lernt, das es wiederum aber auch spannend und teilweise undurchsichtig im Bezug auf den Täter und den Kreis der Verdächtigen ungemein ausweitet. Sehr lange hatte ich keine Spur, nur einen wagen Verdacht und habe gespannt dem Auflösen des Falls entgegengefiebert. Obwohl sich der Krimi auf 9 CDs aufteilt, fühlt man sich schon am Anfang in der Handlung gefangen und möchte unbedingt wissen wie es weiter geht und wer der grausame Muttertagsmörder ist.

Total gut gefällt mir auch der Erzählstil von Nele Neuhaus der so einnehmend, und ungemein fliessend, leicht ist. Auch die Charaktere sind sehr authentisch und klar beschrieben in die man sich gut hineinversetzten kann.

Nicht wegzudenken aus der Bodenstein-Kirchhoff Reihe ist jedoch auch die etwas raue Stimme der Sprecherin Julia Nachtmann die den Charakteren von Anbeginn ihre Stimme geliehen hat. Sie hat so eine angenehme Art zu erzählen, weiss ihre Stimme zu betonen, sodass man als Zuhörer an die Geschichte gefesselt wird.

Ein ungemein fesselnd und spannender Hörgenuss der vollumfänglich überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 11.01.2019

Wundervolle Reise an die Ostsee

Dünenzauber
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"Dünenzauber" von Evely Kühne ist ein ganz wundervoller Ostseeroman der beim lesen verzaubert.

Klara kann es kaum glauben, als ihre beste Freundin Jessi ihr freudestrahlend verkündet, das sie schon in ...

"Dünenzauber" von Evely Kühne ist ein ganz wundervoller Ostseeroman der beim lesen verzaubert.

Klara kann es kaum glauben, als ihre beste Freundin Jessi ihr freudestrahlend verkündet, das sie schon in wenigen Wochen nach Kanada auswandern und davor heiraten möchte. Ausgerechnet in Prerow einem kleinen Ort an der Ostsee, mit dem Klara soviele schlechte und traurige Erinnerungen verbindet, soll die Feierlichkeit statt finden. Doch beste Freundinnen sind immer füreinander da, deshalb packt Klara kurzentschlossen ihre Sachen zusammen um Jessi bei den Hochzeitsvorbereitungen unterstützend zur Seite zu stehen. Allerdings gestalten sich Planung und Vorbereitungen für die Hochzeit, alles andere als einfach, vor allem als Jessi Klara ein  Geheimnis anvertraut und damit deren Welt gehörig ins Wanken bringt. Doch neben dem ganzen Hochzeitsstress wittert Klara eine heisse Story und ein äusserst gut aussehender Fremder läuft ihr immer wieder über den Weg der ihr Herz höher schlagen lässt.
Wird die Hochzeit trotz aller Widrigkeiten stattfinden?

Dünenzauber ist ein ganz wundervoller Roman, in dem es Evely Kühne schafft, durch bildhaft dargestellte Landschaftsbeschreibungen und einem humorvoll, herzerwärmenden Handlungsverlauf regelrecht zu verzaubern und an die Ostsee zu entführen. Schon auf den ersten Seiten befindet man sich mitten in den turbulenten Hochzeitsvorbereitungen und lernt die besten Freundinnen Jessi und Klara näher kennen. Liebevoll beschrieben und ausgearbeitete Charaktere, eine kontinuierlich und verständlich aufeinander aufbauende Handlung runden die Geschichte ab. Immer wieder lässt die Autorin tolle Beschreibungen über Land und Leute mit einfliessen, sodass beim lesen der Zauber und die wundervolle Weite der Ostsee zum greifen nahe erscheint.

Auch der sanfte, bildgewandte und sehr angenehme Schreibstil von Evely Kühne hat mir sehr gut gefallen, der mich fliessend durch die Kapitel und Handlungsstränge geführt hat.
Mit einer guten Portion Humor, Romanze und Liebeschaos nimmt die Geschichte ihren Lauf,  ist mit unvorhersehbaren Wendungen versehen, spannend und unterhaltsam bis zum Schluss.

Für mich ein mehr als gelungener und empfehlenswerter Ostseeroman der mich verzaubern und gut unterhalten konnte.

Veröffentlicht am 10.01.2019

Eine Leiche und ein Mops als Zeuge

Das Extrawurscht-Manöver
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"Das Extrawurscht-Manöver" von Franz Hafermeyer ist Band 3 des Ermittleruos Elsa Dorn und Sven Schäfer in dem ein neuer Fall bald zur Mopssache wird.

Privatschnüffler Sven Schäfer hat einen neuen Fall. ...

"Das Extrawurscht-Manöver" von Franz Hafermeyer ist Band 3 des Ermittleruos Elsa Dorn und Sven Schäfer in dem ein neuer Fall bald zur Mopssache wird.

Privatschnüffler Sven Schäfer hat einen neuen Fall. Für Geschäftsfrau Rebecca soll er herausfinden wo sich ihre Mitarbeiterin und Freundin Iris Gulden aufhält. Doch schon bald stösst Schäfer auf die Leiche der Vermissten und macht sich heftige Vorwürfe. Denn obwohl er seit Tagen nach ihr gesucht hatte, konnte er das Leben von Iris Gulden nicht retten.
Der einzige Zeuge ist auch nicht wirklich hilfreich, denn es handelt sich um einen ziemlich verfressenen Mops. Doch warum nicht einfach einen Zeugen vorgeben der den Mord gesehen haben könnte?
Die zuständige Kommissarin Elsa Dorn ist verständlicherweise nicht begeistert über Schäfers Einfall. Doch schon bald ist Schäfer dem Verbrechen dich auf der Spur und bringt damit nicht nur sich selbst, sondern Elsa und auch den Mops gehörig in Gefahr.

Für mich ist es der Erste Band des Privatschnüfflers Schäfer und der Kommissarin Elsa Dorn, der mich jedoch vollumfänglich begeistern und mitreisen konnte. Denn auch ohne die vorherigen Fälle zu kennen, hat mir kein Hintergrundwissen gefehlt und findet man sehr gut in die Geschichte. Dem Cover zu urteilen erwartet man einen seichten Schwabenkrimi, doch es steck um einiges mehr dahinter. Mit einer guten Portion Humor, Raffinesse und Spannungsmomenten schafft es Franz Hafermeyer mich an die Geschichte zu fesseln. Krimifeeling kommt auf, rasant nimmt die Geschichte ihren Lauf, in dem Schäfer einen guten Riecher und Spürsinn aufweist. Die Charaktere sind authentisch mit stärken und schwächen dargestellt, die aber zusammen für mich gut harmonieren und zum Gesamtbild gepasst haben. 

Auch der Schreibstil des Autors ist  total angenehm, richtiggehend mitreisend und locker der mich fliessend durch die Kapitel führen konnte. Man merkt das Franz Hafermeyer dessen Name ein pseudonym ist, Hintergrundwissen mit sich bringt und im wahren Leben selbst als Kommissar auf Verbrecherjagd geht, das ihn für mich noch sympathischer macht.

Ein überaus gelungener Schwabenkrimi der unterhält, spannend und mit einer guten Portion Humor unterlegt ist. Absolut empfehlenswert.

Veröffentlicht am 07.01.2019

Spannungsgeladener Auftaktthriller der Frost-Reihe

Der Augenmacher
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"Der Augenmacher" von Elias Haller ist der erste Band der Klara Frost-Reihe, gefährlich spannend und wendungsreich der Extraklasse.

Eine grausam zugerichtete Frauenleiche wird auf der Heiligen Brücke ...

"Der Augenmacher" von Elias Haller ist der erste Band der Klara Frost-Reihe, gefährlich spannend und wendungsreich der Extraklasse.

Eine grausam zugerichtete Frauenleiche wird auf der Heiligen Brücke in Leipzig aufgefunden. Das kuriose daran ist, die Augenhöhlen der Leiche wurden durch zwei Steine ersetzt.
Sieben Jahre nach seinem letzten Opfer, scheint der Augenmacher erneut zugeschlagen zu haben und seine Mordserie weiterzuführen.
Doch diesmal hat er es allen Anschein nach auf die Kriminalhauptkommissarin Klara Frost abgesehen, denn nicht nur Alter und Aussehen verbindet sie mit den Toten.
Während die Mordkommission verzweifelt versucht das Motiv des Serienkillers zu entschlüsseln, hat Frost bereits einen entscheidenen Hinweis vom Augenmacher erhalten, den er ihr unmittelbar auf ihrer Haut hinterlassen hat.

Der Augenmacher ist ein für mich, unglaublich temporeicher und spannungsgeladener Thriller der Extraklasse. Bereits im Prolog, schafft Elias Haller, einen rasanten Einstieg in die Story, gefolgt von spannungsgeladenen, mitreisend und wendungsreichen Handlungssträngen. 
Man fiebert regelrecht mit, glaubt mit den Ermittlerduo, dem Täter einen Schritt voraus zu sein, wird jedoch durch die gestreuten Ablenkungsmanöver des Autors immer wieder in die Irre geführt, sodass es bis zum Schluss kontinuierlich und gefährlich spannend bleibt.
Gruselig, aufregend und teilweise sehr detailliert beschriebene Tatvorgänge und Taten sind zwar nichts für schwache Nerven, das jedoch den Nervenkitzel und Thrill ausmachen konnte.

Auch das Ermittlerduo Frost und Fritz haben mir als Charaktere sehr gut gefallen die nicht unterschiedlicher hätten sein können und durch ihre ungleiche Art für Abwechslung gesorgt haben.

Elias Haller hat in der Augenmacher mit seinem unverkennbar, leichten und mitreisenden Schreibstil überzeugen können und mit einer guten Portion Humor, Grusel und Thrill für gute Unterhaltung gesorgt.

Im Gesamten ein spannungsgeladen-, empfehlenswert und temporeicher Auftakt-Thriller für jeden Thrillerfan.

Veröffentlicht am 07.01.2019

Witzig und aufregendes Diebesjagd durch London

Penny Pepper - Diebesjagd in London
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"Penny Pepper Diebesjagd in London" von Ulrike Rylance ist ein total ideenreiches und witzig Illustriertes Abenteuer mit sprechendem Diktiergerät, quer durch London.

Die zehn Jährige Penny Pepper ist ...

"Penny Pepper Diebesjagd in London" von Ulrike Rylance ist ein total ideenreiches und witzig Illustriertes Abenteuer mit sprechendem Diktiergerät, quer durch London.

Die zehn Jährige Penny Pepper ist total aus dem Häuschen, denn ihre Oma hat bei einem Preisausschreiben, den Hauptreis - eine Reise nach London für 5 Personen gewonnen. Da die Freundinnen ihrer Oma alle kleine Wehwehchen und Ausreden parat haben, sie jedoch auch nicht alleine Fahren möchte, dürfen Penny und ihre Freundinnen, Flora, Marie und Ida mit.
Doch schon kurz nach der Ankunft verschwindet nicht nur Omas wertvolle Goldkette sondern auch noch einige andere Wertgegenstände der Mitreisenden, obwohl Reiseleiterin Emily ausdrücklich vor den pickpockets, den Taschendieben gewarnt hatte. Für Penny und Co. die selbsternannten Detektivinnen beginnt eine aufregende Suche nach dem Täter, quer durch die ganze Stadt, sie lernen dabei einiges über London kennen und helfen sogar Scotland Yard.

Die Reise nach London ist ein aufregendes und total ideenreiches Abenteuer in dem Penny und Co. so einige interessante Besonderheiten über London erfahren, sie lernen englische Sprichwörter kenne, erleben eine echte Teatime und gehen sogar auf Spurensuche, die sie durch die Strassen Londons führen. Immer mit dabei Pennys Diktiergerät, das beim lesen für so einige Lacher sorgen konnte.
Wir hatten riesen grossen Spass beim lesen, konnten mitfiebern, lachen und fanden die Gestaltung der Buchseiten einfach klasse. Denn nicht nur die tollen lebhaft dargestellten Illustrationen sondern auch die unterschiedlichen Schriftarten, hervorgehobenen Wörter haben für jede Menge Abwechslung und gute Unterhaltung gesorgt. Ein aufregendes Abenteuer für junge Spürnasen ab 7 Jahre, die beim lesen sogar ihr Englisch verbessern oder neue Wörter lernen können.

Auch der Schreibstil von Ulrike Rylance ist locker, leicht und witzig, genau richtig für junge Leser. Fliessend gelangt man durch die Geschichte und fühlt sich fast sogar ein Stückweit mit auf Londonreise. Es gibt einiges zu entdecken sodass es bis zum Schluss aufregend und spannend bleibt.

Im Gesamten ein erfrischend und aufregendes Abenteuer mit tollen und abwechslungsreichen Illustrationen. Wir sind mehr als begeistert - ein gelungener Lesespass.