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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2019

Mehr als nur ein Spiel?

Caraval
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Achtung! Diese Rezension enthält Informationen aus den ersten ~50 Seiten :)
Scarlett lebt mit ihrer Schwester Tella auf der Insel Trisda. Ihr Vater ist der Gouverneur der Insel, ein grausamer Mann, der ...

Achtung! Diese Rezension enthält Informationen aus den ersten ~50 Seiten :)
Scarlett lebt mit ihrer Schwester Tella auf der Insel Trisda. Ihr Vater ist der Gouverneur der Insel, ein grausamer Mann, der die beiden Mädchen terrorisiert. Und so hat Scarlett lange Zeit einen Herzenswunsch: Einmal die Magie und das Schauspiel von Caraval erleben. Als sie die Hoffnung so gut wie aufgegeben hat, erhält sie Eintrittskarten für Caraval. Doch sie muss schnell feststellen, dass das Spiel nicht nur positive Magie beinhaltet. Nichts ist so, wie es scheint und vielleicht ist es ja doch nicht nur ein Spiel…
Was mich am meisten an Caraval begeistern konnte, war die Atmosphäre. Eine magische, aber auch düstere Welt gespickt mit Grausamkeiten und Hoffnung, Liebe und Tod. Total Gegensätze also, die sich perfekt ergänzen. Die ganze Stimmung erinnert mich sehr an einen Tim-Burton-Film. Außerdem ist die Handlung bis zum Ende sehr spannend und es gibt viele Geheimnisse Ich habe mich wohl mehr als einmal in die Irre führen lassen :D
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, auch wenn ich etwas gebraucht habe, um rein zu finden. Er ist sehr künstlerisch, wobei ich mir einige Stilmittel im Laufe des Buches zu viel wurden.
Die Charaktere sind für mich leider recht eintönig. Scarlett ist naiv, vorsichtig und immer auf der Hut, Tella dagegen immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Mir fehlt da zwischenzeitlich eine Entwicklung der Charaktere, da ist noch viel mehr, das man aus Scalett holen kann.
Alles in Allem habe ich Caraval unheimlich gern gelesen, was wirklich an dem Spiel Caraval liegt. Ich mag die düstere Stimmung, die Details und den magischen Ort und hätte wohl noch stundenlang durch Caraval „laufen“ können.

Veröffentlicht am 25.02.2019

Zwischen alten Bekannten und neuen Orten

Der Klang der Täuschung
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Zurück in der Heimat von Lia, Rafe, Pauline und Kaden begleiten wir dieses Mal Kazi und Jase.
Kazi ist eine vendische Rahtan: Mutig, zielstrebig und kampferprobt. Als sie von Königin Jezelia einen wichtigen ...

Zurück in der Heimat von Lia, Rafe, Pauline und Kaden begleiten wir dieses Mal Kazi und Jase.
Kazi ist eine vendische Rahtan: Mutig, zielstrebig und kampferprobt. Als sie von Königin Jezelia einen wichtigen Auftrag bekommt, trifft sie auf Jase, den Anführer der mächtigen Ballenger-Familie. Wieder einmal beginnt eine Geschichte voller Intrigen, Liebe, Schlachten und Geheimnissen. Dabei trifft der Leser auf alte Bekannte, lernt aber auch neue Charaktere lieben oder auch hassen. Er kehrt zu vertrauten Orten zurück und entdeckt fremde Städte. Dabei ist die Geschichte von Kazi und Jase eigenständig, aber doch eng verwoben mit den Geschehnissen aus „Die Chroniken der Verbliebenen“. Gerade die Verbindungen zwischen den Königreichen und den Vorgeschichten rund um Venda, Morrighan und Gaudrel finde ich sehr interessant.
Nach wie vor überzeugt mich der grandiose Schreibstil, der detailliert und spannend erzählt. Der Wechsel zwischen „Hab ich’s doch gewusst“ und „Verdammt, damit habe ich nicht gerechnet“ macht dabei besonders Spaß.
Fazit? Ein spannendes Spin-Off, das den Vorgängern in nichts nachsteht und genauso überzeugt. Ich kann es kaum erwarten, wieder nach Höllenrachen zurückzukehren.

Veröffentlicht am 17.02.2019

Freundschaft, Kämpfe und der Hauch einer Liebesgeschichte

Das dunkle Herz des Waldes
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Im November letzten Jahres erschien beim cbj-Verlag „Das dunke Herz des Waldes“ von Naomi Novik. Seitdem stand das Buch auch auf meiner Wunschliste, denn das Cover ist ein richtiger Blickfang und auch ...

Im November letzten Jahres erschien beim cbj-Verlag „Das dunke Herz des Waldes“ von Naomi Novik. Seitdem stand das Buch auch auf meiner Wunschliste, denn das Cover ist ein richtiger Blickfang und auch der Klappentext klang für mich wirklich spannend. Die Geschichte handelt von Agnieszka, einem sehr unordentlichen und tollpatschigen Mädchen (ja, ich kann mich sehr gut mit ihr identifizieren :D ), die das kleine Dorf liebt, in dem sie lebt. Es gibt jedoch ein Ereignis, dass ihr Leben seit jeher beschattet: Alle zehn Jahre holt der mächtige Zauberer, der Drache, ein Mädchen zu sich in den Turm und jeder weiß, dass seine Wahl auf Agnieszkas beste Freundin Kasia fallen wird. Doch gegen alle Erwartungen entscheidet er sich für Agnieszka.
Das sind jedenfalls die Informationen, die einem der Klappentext liefert. Man muss allerdings erwähnen, dass diese Handlung innerhalb der ersten Seiten bereits abgehandelt ist. Das eigentliche Märchen, das hier erzählt wird, reicht viel weiter und ist viel komplexer. Man begleitet Agnieszka durch das ganze Königreich. Dabei bleibt sie zwar genauso unordentlich, wird aber deutlich mutiger und tapferer und ihr Bauchgefühl wird ihre größte Stärke. Auch ihre Freundschaft mit Kasia verändert sich, was für mich eine der interessantesten Entwicklungen des Buches ist. Am reizvollsten ist jedoch die Mischung aus dem engstirnigen, bissigen aber sehr klugen und ordentlichen Drachen und Agnieszka, die immer frei aus dem Bauch agiert und im ganzen Buch nie wirklich sauber ist.
Der Schreibstil ist sehr künstlerisch, es wird vieles sehr detailliert beschrieben. Dadurch werde einige Stellen aber leider recht langatmig. Rein optisch haben mich die kleinen Seitenabstände doch etwas gestört, da man etwas erschlagen wird, sobald man das Buch aufschlägt. Außerdem hätte ich mir eine Karte gewünscht, da ich mit den Dörfern manchmal etwas durcheinander gekommen bin :D
Alles in Allem ist „Das dunkle Herz des Waldes“ aber ein wundervolles, polnisches Märchen, dass einen verzaubert, erstaunt, schockiert und zum Lachen bringt.

Veröffentlicht am 27.12.2018

Weihnachtsstimmung im Taschenbuchformat

Dein Leuchten
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Gleich zu Beginn: Ich hab das Buch an einem Tag durchgelesen, indem ich immer „kurz noch ein Kapitel“ gelesen habe. Der Schreibstil ist so flüssig und leicht, dass die Seiten nur so dahinflogen. Die Geschichte ...

Gleich zu Beginn: Ich hab das Buch an einem Tag durchgelesen, indem ich immer „kurz noch ein Kapitel“ gelesen habe. Der Schreibstil ist so flüssig und leicht, dass die Seiten nur so dahinflogen. Die Geschichte dazu ist typisch, aber dennoch wunderschön: Das Mädchen mit den hohen Ansprüchen lernt ihn kennen. Dabei ranken sich um ihn tonnenweise Gerüchte, die sie natürlich nicht glauben möchte… und man selbst auch nicht! Je mehr ich gelesen habe, desto mehr ist mir Caleb ans Herz gewachsen. Dass dieser pfefferminzmochaliebende Weihnachtsbaumschenker auf seine Schwester losgegangen sein soll, wollte ich dann selbst nicht mehr wahrhaben und so zitterte ich mit Sierra und fieberte mit ihr der Wahrheit entgegen. Sierra ist übrigens eine sehr sympathisches Mädchen und liebenswerte Protagonistin. Ihre Freundin Heather kann einem da schon eher auf die Nerven gehen, obwohl sie dabei die typische naiv-nervige beste Freundin abgibt. Besondere (weihnachtlichzimtige) Würze geben in diesem Buch die kleinen aber wirklich feinen Running Gags.

Fazit


Alles in Allem ist diese Geschichte zuckersüß, lockerflockig und in passendem Maß kitschig. Ganz romantisch und charmant katapultiert es den Leser Richtung Weihnachtsstimmung und ist dabei nicht zu dramatisch. Kleiner Tipp: Das Buch hat genau 24 Kapitel :D

Veröffentlicht am 18.12.2018

An alle Träumer und Wünscher

Nimmroth
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Handlung
Lynnea lebt gemeinsam mit ihren Eltern nahe der Küste, bis sie sich eines Tages plötzlich in Nimmroth wiederfindet. Eine Welt, in der Träume wortwörtlich leben und die Eledinen über sie wachen. ...

Handlung


Lynnea lebt gemeinsam mit ihren Eltern nahe der Küste, bis sie sich eines Tages plötzlich in Nimmroth wiederfindet. Eine Welt, in der Träume wortwörtlich leben und die Eledinen über sie wachen. Doch Lynni ist nicht allein: Eine Großfamilie nimmt sie mit in ihr Landhaus. Ihre Großfamilie, denn wie sich herausstellt. Doch Lynni muss sich entscheiden und gerät bei dem Versuch, beide Welten zu vereinen, nicht nur einmal in große Gefahr.

Die Geschichte ist wirklich einzigartig und zauberhaft. Man betritt gemeinsam mit Lynni Nimmroth und lernt diese wundervolle Welt mehr und mehr kennen - bis man sie schließlich nicht mehr verlassen möchte. Dabei lädt das Buch zum Träumen und Verweilen ein. Lädt dazu ein, sich Zeit für die Figuren und Handlungen zu nehmen und zu genießen. Gerade die Parallelen zwischen Lynnis alter und neuer Welt sind wunderschön dargestellt und es entstehen Bilder, die ich mir auch gern weiterhin behalten will (Wer das Buch bereits gelesen hat: Ich denke da an die Sternschnuppen-Szene). Mir persönlich ging die Liebesgeschichte doch etwas zu flott voran und wurde dann wiederum zu schnell zu einem Hin und Her.

Schreibstil und Gestaltung


Abgesehen vom fantastischen Cover ist auch das innere des Buchs aufwendig gestaltet. Jeder Brief hat seine eigene Handschrift, jedes Kapitel beginnt mit einer Skizze der Autorin selbst. Das hat mir geholfen mich noch besser in Nimmroth einzufinden. Die Erzählweise ist sehr gewählt während die Figuren umgangssprachlich miteinander reden. Der Kontrast zwischen beiden Schreibstilen hat mich anfangs etwas verwirrt, konnte mich aber schnell überzeugen. Dadurch wirkten die Charaktere sehr authentisch und die Welt wurde trotzdem detailreich und traumhaft beschrieben.

Charaktere


Achtung! Minispoiler im ersten Abschnitt, der aber auch aus dem Klappentext erkenntlich wird ;)
Die Protagonistin Lynni ist ein total normales Mädchen: An den richtigen Stellen mutig, selbstbewusst, aber auch voller Selbstzweifel und Ängste. Das macht sie aber echt und sehr sympathisch. Sie verliebt sich in Tarou, der meine Nerven manchmal wirklich strapaziert hat: Er balanciert auf einem schmalen Grat zwischen verständnisvoll-einfühlsam-liebevoll und einnehmend-BrettvormKopf :D Dabei gefällt mir ersterer deutlich besser.
Meine beiden Lieblingsfiguren möchte ich aber auch noch kurz erwähnen:
Annais, die Cousine von Lynni, die hinter ihrer spitzen Zunge ein großes Herz versteckt. Sie ist sarkastisch, etwas jähzornig und oft wütend und das liebe ich an ihr! Sie spricht aus was sie denkt und nicht selten kann ich ihre Wut verstehen. Letzen Endes ist sie aber trotzdem warmherzig und sehr loyal.
Jaubert ist ein Freund der Familie. Mir gefällt er sogar besser als Tarou (pssst!). Charmant, witzig, immer für einen da und absolut liebenswert!

Fazit


Nimmroth ist ein Muss für alle Träumer und Wünscher! Manchmal etwas verwirrend, aber absolut fantastisch mit einer wundervollen Geschichte, einem noch grandioseren Ende und der wohl liebenswertesten Großfamilie.