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Veröffentlicht am 01.10.2016

Ein tolles Buch für all diejenigen, die in ihrem Leben nach der ein oder anderen Veränderung suchen!

Die Kunst, sich zu verändern
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„Die Kunst, sich zu verändern“ von Harald Koisser ist sicherlich ein gut umgesetzter und verständlicher Leitfaden für Menschen, die in ihrem Leben etwas bewegen möchten. Das Buch umfasst diverse Lebensbereiche ...

„Die Kunst, sich zu verändern“ von Harald Koisser ist sicherlich ein gut umgesetzter und verständlicher Leitfaden für Menschen, die in ihrem Leben etwas bewegen möchten. Das Buch umfasst diverse Lebensbereiche und die Möglichkeiten, sich in diesen zu verändern. Ob nun los zu lassen oder das Nachdenken darüber anzuregen – der Autor hat nicht den Anspruch, neuen Ballast auf den Leser zu werfen. Er fasst sich kurz und nutzt einen gut verständlichen Schreibstil, um seine Ratschläge und Anleitungen vorzustellen. Die Kapitel sind sehr übersichtlich verfasst und werden zum Nachschlagen auch in einem Register aufgeführt. Inhaltlich führt das Buch durch die einzelnen Kapitel und bietet zu jedem Thema Übungen, sowie jeweils zum Ende eines Abschnitts eine kurze Zusammenfassung (bzw. ein Fazit) der vorhergehend getroffenen Aussagen. Der Autor weist ja zudem nachdrücklich bereits auf den ersten Seiten darauf hin, dass er sich nicht unnötig zu den Kapiteln auslassen werde und sich auf das Wichtigste fokussieren wolle. So ist es denn auch. Harald Koisser hat einen kompakten, aber nicht zu oberflächlichen Ratgeber vorgelegt. Die Kapitel überschaubar und auch "zwischendurch" gut zu lesen. Sinnvoll ist es jedoch, sich diesem Buch mit etwas Ruhe und Zeit zu widmen, denn die Übungen benötigen volle Aufmerksamkeit und etwas Raum, die Inhalte "sacken" zu lassen. Ich fand das Buch in sich recht stimmig und auch interessant zu lesen, selbst wenn man denn nichts im eigenen Leben verändern möchte oder schlichtweg mit dem aktuellen Stand zufrieden ist. Die Übungen waren zum Teil überraschend und einige würde ich nicht unbedingt als sinnig oder sinnvoll bezeichnen. Manche Übungen sind zudem leider nur schwierig im Alltag umzusetzen oder durchzuführen. Insofern: Letztlich muss es jedem selbst überlassen sein, wie er mit den einzelnen Kapiteln und Übungen, bzw. insgesamt mit den Inhalten dieses Leitfadens oder Ratgebers verfährt! ;)

Zusammenfassend fand ich das Buch aber durchweg interessant und für Menschen, die (wie es im Buch so schön heißt) „durch neue Tore“ gehen wollen oder müssen, die vielleicht einen Trauerfall oder Ähnliches hinter sich haben, ein durchaus lesenswertes und brauchbares Buch! Ein guter Leitfaden für alle, die in ihrem Leben (aus welchen Gründen auch immer) etwas ändern möchten, deshalb 5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.10.2016

Ein leises, aber sehr verstörendes Buch.. Grandios geschrieben, doch letztlich harter Tobak!

Birk
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Ein verstörendes, wenn auch tiefgründiges Buch legt Jaap Robben mit seinem international gefeierten Roman „Birk“ vor. Eine äußerst einsam gelegene Insel inmitten der Nordsee. Eine Handvoll Bewohner, ein ...

Ein verstörendes, wenn auch tiefgründiges Buch legt Jaap Robben mit seinem international gefeierten Roman „Birk“ vor. Eine äußerst einsam gelegene Insel inmitten der Nordsee. Eine Handvoll Bewohner, ein Unglück und die bis ins Mark treffende Schuld. Das sind die Zutaten dieser ergreifenden Erzählung. Mikael ist noch ein Kind, als sein Vater durch einen tragischen Unfall ums Leben kommt. Er zählt gerade 8 Jahre. Seine Mutter, niedergeschmettert durch den schweren Verlust, zieht sich in sich zurück – erfährt sie doch Tage nach dem Unglück von der „Schuld“ ihres Kindes. Karl ist nun mit der zurückbleibenden Familie, der Mutter-Sohn-Konstellation, der einzige Bewohner der Insel. Man könnte es eine markante Einöde nennen. Und hier beginnt im Grunde die unglaublich tiefschürfende, unheilvolle wie grausame Geschichte von Mutter Dora und Sohn Mikael, in deren Schlepptau sich immer wieder Karl findet. Ein Roman über die Einsamkeit, die sich scheinbar stetig ausweitet und nach den Charakteren greift. Sowie ein Roman über die Last der "Schuld", die immer schwerer im Raum zu stehen scheint. Der Schreibstil ist sehr schlicht, beinahe leise. So leise oder auch still wie die Figuren in diesem Roman. Es vergehen Jahre im Buch, in denen lediglich oberflächlich wirkende Dialoge fallen. Man ahnt jedoch voraus und verfolgt die offenbar destruktiven Entwicklungen der Charaktere. Man folgt der schwer wiegenden Schuld des ehemaligen Kindes Mikael, der nun zu einem halben Mann herangewachsen ist und mittlerweile, beinahe unbemerkt, 16 Jahre zählt. Die Erzählung wird zunehmend bedrückender, verstörender und nimmt einem beinahe die Luft beim Lesen.. Die Stärke des Autors ist dabei definitiv die ungeschminkte und sehr feinfühlige Darstellung der Figuren. Es wird eine extreme Dichte erzeugt und die Atmosphäre ist schneidend. Inhaltlich ist das Buch dabei fesselnd und authentisch. Dennoch empfand ich das Thema letztlich als beinahe widerlich. Eigentlich muss man genau diese enormen Emotionen, die das Buch hervorruft, als grandioses Können dem Autor zuschreiben. Trotzdem bleibt das Buch in meinen Augen sehr harter Tobak! Sicherlich perfekt im Aufbau der Story, der Konzeption der Charaktere und in Sprache und Schreibstil. Aber es ist definitiv ein Buch, das lange nachklingt – und das nicht unbedingt mit positiven Gefühlen. Ein sehr eindrucksvolles, vielschichtiges wie eindringliches Buch. Deswegen: 5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.10.2016

Ein unglaublich tolles Buch! Herzergreifend schön, unerwartet spannend, aber auch sehr traurig...

Irgendwo im Glück
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„Irgendwo im Glück“ heißt der neue Roman von Bestseller-Autorin Anna McPartlin. Und sie wird damit ihrem Ruf, schlichtweg tolle Bücher zu schreiben, wieder absolut gerecht!
Maisie Bean lebt mit ihren Kindern ...

„Irgendwo im Glück“ heißt der neue Roman von Bestseller-Autorin Anna McPartlin. Und sie wird damit ihrem Ruf, schlichtweg tolle Bücher zu schreiben, wieder absolut gerecht!
Maisie Bean lebt mit ihren Kindern Jeremy (16) und Valerie (12), sowie der 87-jährigen, demenzkranken Mutter Bridie in einem Häuschen in Dublin. Wir schreiben das Jahr 1995. Neujahrstag. Für Maisie beginnt vielleicht ein neues Leben. Zumindest hat sie nach ihrer schrecklichen Ehe, die durch die Gewalt ihre Ehemannes Danny Fox für sie beinahe tödlich endete, ihr erstes Date seit vielen Jahren.. Ein Date mit Fred, einem Cop. Alles läuft gut. Bis Maisie am Morgen nach dem Date feststellen muss, dass ihr Sohn offenbar seit 2 Tagen wie vom Erdboden verschluckt ist. Vermisst, gemeinsam mit seinem besten Freund „Rave“. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Wo stecken die Jugendlichen? Was ist passiert?! Und wird man sie finden?
Was inhaltlich nach dem Inhalt eines potenziellen Thrillers klingt, erweist sich durch die dichte Darstellung der Figuren und vielen Rückblicke in die Geschehnisse vor Jeremy‘s Verschwinden als tiefgreifender, herzerweichender und tragisch trauriger Roman. Die Geschichte rund um Maisie liest sich durch einen tollen Schreibstil sowie die vielfältigen Perspektivwechsel wahnsinnig flüssig und gut! Die Perspektiven der jeweiligen Figur ergeben sich immer nahtlos parallel zum Geschehen, so erhält man als Leser im Grunde Einblick in alle mitwirkenden Charaktere. Selbst Bridie kommt zum Zug. Ihre Wahrnehmungen und Gedankengänge fand ich besonders toll zu lesen. In sich ergibt sich ein erschütternder, herzlicher und durchweg schlüssiger und authentischer Roman. Die Geschichte ist fließend und entwickelt sich stetig durch neue Rückblicke weiter. Obwohl man bereits auf den ersten Seiten vom Tod Jeremy‘s erfährt, mag man die Hoffnung auf seine Rettung bis zum Schluss nicht aufgeben. Die Figuren sind mir persönlich sehr schnell ans Herz gewachsen, weil sie einfach so unglaublich sympathisch und nah wirken! Ich mag den Schreibstil von Anna McPartlin zudem sehr. Sie baut eine permanente Spannung auf, die sich manches Mal auch nur subtil bemerkbar macht. Die dargestellten Dialoge sind toll, die Emotionen zum Greifen intensiv und man leidet einfach durchgängig mit! Zudem wartet das Buch mit vielen Überraschungen auf, die mir sehr gut gefielen. Ich habe auf den letzten Seiten zum Taschentuch gegriffen, weil ich mir einzelne Tränen einfach nicht mehr „verkneifen“ konnte. Ich war gerührt von der Geschichte. Von dem Ausgang sowieso! Ein Buch, das einfach wahnsinnig toll zu lesen ist und sehr ans Herz geht! Definitiv eines meiner Favoriten in diesem Jahr! Topp, deswegen ganz klar 5 Sterne (plus)!!!

Veröffentlicht am 23.09.2016

Ein intensiver Blick zurück auf längst vergangene Zeiten! Ein großartiges Buch...

Der Sturz des Doppeladlers
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„Der Sturz des Doppeladlers“ von Birgit Mosser ist wahrlich ein Abbild vergangener Zeiten. Eine eindrucksvolle Erzählung über den Umbruch der Donaumonarchie unter Kaiser Franz Joseph und eine reelle Darstellung ...

„Der Sturz des Doppeladlers“ von Birgit Mosser ist wahrlich ein Abbild vergangener Zeiten. Eine eindrucksvolle Erzählung über den Umbruch der Donaumonarchie unter Kaiser Franz Joseph und eine reelle Darstellung der zeitgenössischen Lebensumstände zu damaligen Kriegszeiten. Wir lernen unterschiedliche Charaktere und Generationen kennen, Spiegelbilder aller damaligen Gesellschaftsschichten. Im Vordergrund stehen hier die Schicksale von vier Familien. Leid, Liebe, Hoffnung, Enttäuschung, Hass und Tod. Die Figuren sind am Ende des Romans leidgeprüft. Dabei sind alle Protagonisten toll interpretiert und dargestellt und lassen den Leser hautnah spüren, wie es damals war. Damals, als das Leben mit Krieg, durch vorgegebene Familien-Hierarchien und gesellschaftlichen Verpflichtungen noch sehr spezielle und harte Anforderungen an die Menschen stellte. Birgit Mosser trifft in ihren Darstellungen durchweg den richtigen Ton, hat ihren Roman aber in einem nicht immer leicht zugänglichen Schreibstil verfasst. Es gibt viele perspektivische Brüche und diverse Blickwinkel. Dies macht den Roman einerseits so eindringlich und interessant, andererseits muss man den Erzählsträngen auch aufmerksam folgen. Der Roman hat eine hohe atmosphärische Dichte und gefiel mir persönlich sehr. Man blickt meiner Meinung nach nicht nur zurück in die Monarchenzeit und eine Epoche, in der es häufig ums reine Überleben und den puren Existenzerhalt ging. Man durchlebt mit den Protagonisten alle Höhen und Tiefen. Ein wahrlich tolles Buch über die österreichisch-ungarische Umbruchszeit, das durch den direkten und intensiven Blickwinkel geradezu spannend zu lesen ist. Mich haben die geschichtlichen Begebenheiten mindestens genau so sehr gefesselt wie die Einzelschicksale. Ob nun historischer Roman oder „Familien“-Epos, es ist allemal ein sehr lesenswertes Buch! 5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.09.2016

Fiktion? Oder doch schon Zukunftsmusik?!

Mirror
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Karl Olsberg legt mit „Mirror“ seinen neuesten spannungsgeladenen Roman vor. Fiktion oder doch schon Zukunftsmusik?! Technische Vorrichtungen in Form digitaler Spiegelbilder, die ihrem jeweiligen Nutzer ...

Karl Olsberg legt mit „Mirror“ seinen neuesten spannungsgeladenen Roman vor. Fiktion oder doch schon Zukunftsmusik?! Technische Vorrichtungen in Form digitaler Spiegelbilder, die ihrem jeweiligen Nutzer das Leben erleichtern sollen, das Wohlbefinden steigern und alle Wünsche, Regungen und Gefühlslagen der Menschen erkennen. Wie schon der Klappentext besagt: „Dein Mirror kennt dich besser als du selbst.“ Doch was, wenn die „Spiegel“ ein Eigenleben entwickeln? Wenn sie nicht mehr nur eine Hilfe darstellen, sondern manipulieren und eingreifen in die Leben der Nutzer? Was, wenn sie beinahe unbemerkt und flächendeckend die Macht übernehmen und die Wünsche ihrer Nutzer ändern?!
Genau dieses Thema hat Karl Olsberg auf perfide Weise und sehr realistisch wirkend in diesem Roman umgesetzt und „weiter gesponnen“! Nicht nur subtil grausig die Idee, sondern tatsächlich ein beginnender Kampf zwischen der zum Leben erwachten digitalen Welt und Mensch. Zumindest im Buch. Einige der Roman-Charaktere kommen demnach den Veränderungen ihrer digitalen Spiegel auf die Schliche, befinden sich durch ihren Widerstand gegen die neue digitale Bedrohung sogleich in Gefahr und begeben sich in einen ungeahnt schwierigen Kampf in diesem ungleichen Krieg. Die überschaubare Anzahl von Protagonisten nimmt den Leser in „Mirror“ von Anfang an mit auf eine rasante und spannende Reise. Der Schreibstil von Karl Olsberg ist flüssig und das Buch dadurch sehr gut zu lesen. Man findet sich schnell in die Geschichte ein und kann dem Inhalt jederzeit bestens folgen. Die Verläufe sind zudem durchweg schlüssig und nachvollziehbar. Alle Figuren wirkten auf mich authentisch, auch wenn der ein oder andere Charakter durchaus „speziell“ ist. Die Idee hinter „Mirror“ finde ich zudem brandaktuell, da man die Thematik stets auch im realen Leben vor Augen hat. Hardware, Software, Apps, Gadgets und Co. übernehmen mehr und mehr richtungsweisende Funktionen in unserem Leben und verändern zunehmend unsere Lebensausrichtung. Umso mehr wirkt die Fiktion in „Mirror“ reell. Bedrohlich, spannend und doch glaubhaft. Mir gefiel der Roman, angefangen von der Idee bis hin zu der sprachlichen und inhaltlichen Umsetzung wahnsinnig gut! Ein tolles Buch, absolut lesenwert! (*****)