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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2019

noch besser als Band 1

Nevernight - Das Spiel
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Mia Convere schleust sich in eine harte Gladiatorenstaffel, um so ihren Racheplänen an den Mördern des Vaters näher zu kommen. Dank ihrer angstfressenden Schatten übersteht sie alle blutigen Kämpfe und ...

Mia Convere schleust sich in eine harte Gladiatorenstaffel, um so ihren Racheplänen an den Mördern des Vaters näher zu kommen. Dank ihrer angstfressenden Schatten übersteht sie alle blutigen Kämpfe und wird zu Favoritin ihrer Dona. Auch wenn nicht immer alles nach Plan läuft, so scheint sie doch ihrem Ziel stetig näher zu rücken. Aber wie kann die junge Frau all diese Härte, all das Töten, in ihrem Inneren überstehen? Kann sie sich einen Rest an Menschlichkeit bewahren? Wird sie ihre neu gewonnenen Freunde wirklich verraten, um ihre Rache nicht zu gefährden?

Das Spiel ist hart und grausam, welches Mia spielt. Sie ist eine Heldin, wie ich sie schon lange nicht mehr gelesen habe. Rauh und unbändig und doch liebenswert. In einer Welt, in der Schwäche den Tod bedeutet, behauptet sie sich auch mit ihren magischen Fähigkeiten und Cleverness. Der Autor hält so manche Überraschung für seine Leser parat und seine Art, scheinbar persönlich in Fußnoten mit uns zu sprechen, ist erfrischend anders und unverschämt sarkastisch.

Die Spannung ist von der ersten Seite an hoch und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Wie im Rausch fliegt die Geschichte vorbei. Dieser zweite Band hat für mich sogar den ersten noch toppen können und endet mit so vielen Fragen und Cliffhangern, dass einem ganz schwindelig dabei wird und man es kaum erwarten kann, bis es im dritten Band zu einem sicherlich furiosen Finale kommen wird.

Eine der besten Fantasystrilogien, die ich je gelesen habe.

Veröffentlicht am 13.03.2019

Robin Hood ultimativ

Das Herz des Löwen
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Ich hatte ja "Die Pranken des Löwen" vorher gelesen und war gespannt auf diesen "eigentlich ersten Teil" der Robin-Hood-Saga von Mac P. Lorne.

Die Geschichte schließt fast nahtlos an den Vorgängerband ...

Ich hatte ja "Die Pranken des Löwen" vorher gelesen und war gespannt auf diesen "eigentlich ersten Teil" der Robin-Hood-Saga von Mac P. Lorne.

Die Geschichte schließt fast nahtlos an den Vorgängerband damit an, dass König Richard auf Robin trifft und diesen dazu verpflichtet, mit ihm auf einen Heiligen Kreuzzug ins Gelobte Land zu ziehen. Diesen Teil der Geschichte kennt man ja zumindest rudimentär aus den alten Hollywood-Streifen. Und dann kehrt Robin zurück und dann erleben wir die typische alt bekannte Robin-Hood-Story. Aber irgendwie auch anders - besser. Denn man bekommt ziemlich unterhaltsam die geschichtlichen Fakten kredenzt und Robin und Richard und Marian und all die anderen kommen einem bekannt vor und sind doch erfrischend gut beschrieben und durchaus neu mit den Augen von Lorne gesehen.

Es war keine große Überraschung, dass "Das Herz des Löwen" mir ausnehmend gut gefallen hat. Ich mag einfach den Schreibstil dieses Autors sehr und freue mich, dass die Geschichte von Robin Hood noch in mehr als eine weitere Runde geht. Und dann passierten wahrscheinlich einige richtig neue und unerwartete Abenteuer.

Da ich jetzt schon 5 Sterne vergebe, weiß ich gar nicht, wie ich das dann noch toppen soll.

Veröffentlicht am 13.03.2019

volle Punktzahl

Die Chroniken von Azuhr - Die Weiße Königin
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Ja, ich könnte jetzt hier eine ellenlange Rezension schreiben, in der ich davon schwärme wie es war, mit "Der weißen Königin" wieder einzutauchen in die Welt der Chroniken von Azuhr. Wie ich mich darüber ...

Ja, ich könnte jetzt hier eine ellenlange Rezension schreiben, in der ich davon schwärme wie es war, mit "Der weißen Königin" wieder einzutauchen in die Welt der Chroniken von Azuhr. Wie ich mich darüber gefreut habe, Milan wieder zu treffen. Wie ich es genossen habe, dass neue Figuren und alte Bekannte durch die Geschichte wuseln. Wie ich gefesselt war von den Kämpfen und Schlachen. Erschüttert über die vielen Toten unter den leider auch ein paar leibgewonnene Protagonisten waren. Wie ich geschmunzelt habe über den Humor und die tollen Dialoge. Wie ich immer wieder baff war von den Überraschungen, die Bernhard Hennen für seine Leser eingebaut hat. Wie er alle Erwartungen übertrifft und scheinbar altbekannte Märchen zu etwas ganz Anderem Neuem zusammenbaut.

Ja, ich könnte auch schreiben, wie gut das Buch in der Hand liegt. Wie genial ich das Cover mit dem Einhorn finde. Wie gut es sich in meinem Regal neben dem blauen ersten Band macht. Wie sehr ich mich darauf freue, wenn die Lücke daneben durch Band drei gefüllt wird.

Ja, ich könnte echt viel Palavern und Schwärmen, mit leuchtenden Augen und zufriedenem Grinsen. so lange, bis allen die Ohren klingen und jeder genervt die Augen rollt über so viel Euphorie.

Dann halt nur kurz und knapp:

Die Chroniken von Azuhr gehören für mich zum Besten und Innovatisten im hart umkämpften deutschen Fantasygenre der letzten Jahre. Bernhard Hennen versteht es zu unterhalten und ich kann nur die volle Punktzahl vergeben.

Veröffentlicht am 30.09.2018

Toller zweiter Band

Bluthaus
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„Bluthaus“ ist der zweite Band der Reihe um die junge Polizistin Frida Paulsen und den erfahrenen Haudegen, Kommissar Haverkorn. Frida lebt weiterhin auf dem Hof ihrer Eltern und hat die Erlebnisse im ...

„Bluthaus“ ist der zweite Band der Reihe um die junge Polizistin Frida Paulsen und den erfahrenen Haudegen, Kommissar Haverkorn. Frida lebt weiterhin auf dem Hof ihrer Eltern und hat die Erlebnisse im ersten Teil noch nicht ganz verwunden. Haverkorn erfährt, dass er eine todkranke Tochter hat. Beide sind also angeschlagen als sie in einen neuen Mordfall verwickelt werden, in dem die Hauptverdächtige auch noch eine ehemalige Freundin von Frida ist. Eine große Rolle spielt auch ein altes Reedhaus am Meer, in welchem vor 20 Jahren drei Menschen erschossen wurden. Frida unternimmt auf eigene Faust Nachforschungen und bringt sich damit bald in große Gefahr während Haverkorn versucht seine Tage zwischen Krankenhausbesuchen und Ermittlungen aufzuteilen.

Der Krimi liest sich einfach von Anfang an gut weg. Frida und Haverkorn sind sympathisch und die private Seite der beiden spielt eine große Rolle in der Geschichte, ohne aber die Spannung zu schmälern. Es gelingt Romy Fölck mal wieder aufs Trefflichste, durch Rückblenden in die Vergangenheit und durch eine lebhafte Spurensuche in der Gegenwart die Neugierde des Lesers zu entfachen und anzuheizen und Puzzlestück für Puzzlestück die Wahrheit ans Licht zu bringen. Dabei hat man zwar schnell Vermutungen und Ahnungen aber bis fast zum Schluss weiß man nicht Alles und die Auflösung ist dann doch überraschend und sehr schlüssig. Dabei gibt es auch wieder einen richtig guten Showdown der nicht nur für Kopfkino gut ist, sondern zum zweiten Mal den Wunsch aufkommen lässt, dass diese tolle Reihe auch verfilmt werden sollte.
Ein toller Krimi mit lebensechten Figuren, einer spannenden Handlung und einem Setting zwischen Elbmarsch und Nordsee.

Ich kann es nur uneingeschränkt empfehlen.

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  • Spannung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 20.07.2018

zugreifen und lesen

Der Kreidemann
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„Der Kreidemann“ ist das erste Buch, welches von C.J. Tudor ins Deutsche übersetzt wurde. Es handelt sich um ein Buch, welches sich nicht so hundertprozentig in das Krimi-Genre einordnen lässt. Es gibt ...

„Der Kreidemann“ ist das erste Buch, welches von C.J. Tudor ins Deutsche übersetzt wurde. Es handelt sich um ein Buch, welches sich nicht so hundertprozentig in das Krimi-Genre einordnen lässt. Es gibt natürlich einen toten Jungen, der unter seltsamen Umständen stirbt und der durchaus das Opfer eines Mordkomplotts gewesen sein könnte. Aber es gibt weder einen Kommissar noch sonst einen professionellen Ermittler. Es geht lange auch nicht darum, einen Täter zu finden sondern überhaupt einzuordnen, was mit einer Handvoll Jugendlicher passiert. Wer benutzt ihre geheimen Kreidezeichen für seine eigenen Zwecke? Könnte es tatsächlich Mord sein, als ein Junge ertrunken aufgefunden wird? Um was geht es überhaupt bei all den seltsamen Ereignissen, die die jungen Leute zunehmend beunruhigen.

Mit leichter Hand erzählt die Autorin von einer Gruppe Halbwüchsiger, die gerade zwischen Kindheit und Erwachsensein hängen und eigentlich ganz andere Probleme haben, als Mord und Totschlag. Aber mit dem Auftauchen eines seltsamen Lehrers ziehen Angst und Beklemmung ein und sowohl der Leser als auch der Hauptdarsteller suchen nach Erklärungen. Auf einer zweiten Ebene in der Zukunft verschwindet einer der Freunde scheinbar spurlos und lässt das Grauen der Jugend wieder aufleben. Gibt es Zusammenhänge?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat eine starke Sogwirkung und vor allem die Sprache und die Dialoge können überzeugen. Zugreifen und lesen.